mein erster Hund-Pitbull

  • Hallo ihr lieben,

    habe mich eben registriert, um von erfahrenen Hundebesitzern rat zu holen.
    Ich habe seit einer Woche meinen ersten Hund , ein red nose Pitbull weibchen (1 1/2 Jahre).

    Ich bin die vierte Besitzerin, von 2 Besitzern wurde sie vernachlässigt und misshandelt..deswegen ist da auch viel nachholbedarf!

    Sie hat angst, wenn ich auf sie zugehe.Sie lag neben meinem Mülleimer , ich warf ein zerknülltes papier rein sie sprang auf usw.Ich bin dabei, vertrauen aufzubauen, lege mich neben sie , füttere sie aus der Hand etc. habt ihr weitere tipps?

    Sie hat auch kein selbstbewussstsein, hat angst vor kleinen hunden , wie kann ich sie stärken?

    Hab beobachtet das sie Katzen-kake frisst :S ..wieso? Im park heute auch das von hasen..

    zudem hört sie gar nicht immer auf den namen, finde ihn eh übel und würde ihn gern ändern, würde ich sie damit durcheinaner bringen..???

    sie bleibt auch beim spazieren gehen öfters stehen und guckt mich an , dann zieh ich sie ganz fest , läuft dann zwar weiter zieht aber gewaltig und in 15 min bleibt sie wieder stehen..

    Und ein rießen problem ist , das ich sie nicht mal eine minute alleine lassen kann.
    Sie fängt an geräusche von sich zu geben, klingt traurig und bellt..
    habe versucht das zu trainieren , in dem ich kurz weg bleibe und mit belohnung wieder komme..bringt nichts.. :(

    sie springt auch jeden an, wedelt mit dem schwanz..hat komischerweise keine angst..wie gewöhn ich ihr das ab , es könnten leute sehr mies drauf reagieren.

    wie bring ich ihr bei , nur auf der wiese pipi zu machen und nicht mitten auf der straße..nach 10 min gassi, ging ich über die ampel ..plötzlich bleibt sie stehen und pinkelt..

    Mir ist bewusst, dass ich viiiieeel geduld brauche ..will nur alles richtig machen..

    danke euch!

  • Also erstmal - lass euch beiden ein bisschen mehr Zeit eine Beziehung aufzubauen dauert halt ein bisschen.

    Wenn sie an ihrem Platz schläft, würde ich mich nicht neben sie legen. Um Sicherheit zu bekommen brauch sie auch einen Rückzugsort. Gerade weil sie so schlechte erfahrungen gemacht hat würde ich sie selber auf dich zukommen lassen. Das kann natürlich etwas dauern, aber besser als bedrängen (also weiß ja nicht wie und wann du das genau machst.

    Den Namen kannst du, besonders bei der Vorgeschichte m.E. nach ändern. Du weißt ja auch nicht, ob er nur um sie zu schimpfen benutzt wurde und sie das vielleicht negativ assoziert. Denke da kannst du ruhig komplett neu anfangen mit neuem Namen.
    Aber das Problem, nicht immer auf den Namen zu hören (oder zu wollen) haben viele Hunde.

    Das mit dem Gassi gehen hat sicherlich mit ihrer Unsicherheit zu tun und vielleicht hat sie auch einfach noch nicht gelernt an der Leine zu gehen. Mit der Zeit wird sie merken, dass Spazieren gehen schön ist, besonders wenn du draußen mit ihr spielst, sie mit Leckerchen belohnst etc. Mit anderen Hunden würde ich ihr erstmal nicht aufzwingen. Es wäre super wenn du jemand mit lieben verträglichem Hund kennst und dann damit zusammen spazieren gehst, dann baut sie langsam Vertrauen auf. Generell wird das alles dauern, aber sie ist ja noch jung, das wird schon.

    Zum Alleinebleiben: AUf keinen Fall belohnen wenn du wiederkommst, sonst sitzt sie da die ganze Zeit mit einer Erwartungshaltung, ist unruhiger und lernt : weggehen ist schrecklich, wiederkommen toll. Würde ihr ehr nen schönen Kauknochen geben wenn du gehst. Fang aber erst klein in der Wohnung an, laufe viel sinnlos hin und her, mache Türen hinter dir zu, ignorier sie, klimper mit dem Schlüssel, Tür raus, sofort wieder rein. Also so dass sie dir nicht nachlaufen kann. Irgendwann wird ihr das zu dumm sein jedesmal dir hinterher zu laufen für eine Sekunde und sie wird entspannt liegen bleiben. DANN kannst du anfangen die Sekunden zu verlängern.

    Es ist klar, dass sich nicht jeder freut vom Pitbull angesprungen zu werden ;) würde aufpassen, dass das nicht passiert und komentarlos an fremden vorbei, Aufmerksamkeit auf dich lenken. So lernt sie dass sich der versuch nicht lohnt.

    Das mit dem Pippi finde ich erstmal nicht so schlimm. Denke, das hängt auch mit der Unsicherheit zusammen, dass sie halt auf Angst macht oder sich an manchen Orten nicht traut zu machen, oder auch zur Beschwichtigung. Denke das wird weniger mitten auf der Straße,wenn sie erstmal mehr Vertrauen und Selbstbewusstsein hat.

    LG

  • Willkommen im Club (ich habe zwei ;) ).

    In Deiner Vorstellung steht, dass Du in Hessen wohnst. Falls Du es noch nicht getan hast solltest Du Dich DRINGEND ueber die Hundeverordnung in Deinem Wohnort informieren und mit dem Ordnungsamt Deiner Gemeinde sprechen. Die koennen Dir eine vorlaeufige Erlaubnis zur Haltung eines gefaehrlichen Hundes geben. Es gibt in Hessen Auflagen fuer Pitbulls, und je nach Gemeinde wirst Du Dich auch auf hoehere Steuern einstellen muessen.

    Du wirst mit Deinem Hund einen Wesenstest ablegen muessen. Das Ordnungsamt kann Dir sagen, in welchem Zeitrahmen das passieren muss. Bis dahin, such Dir am besten eine kompetente Hundeschule, die weiss, was bei dem Test auch Euch zukommt und Euch ordentlich vorbereitet. Es scheint, als haettet Ihr einige Baustellen, an denen Ihr bis zum Wesenstest arbeiten muesst, also wuerde ich nicht zu lange warten. Klar waere es schoen, wenn Ihr viel Zeit haettet, damit sie erst mal Vertrauen fasst, aber moeglicherweise werden Ihr diese nicht haben...

    Du wirst auch eine Haftpflichtversicherung fuer den Hund abschliessen muessen.

    Ansonsten - geniess die Zeit des Kennenlernens, und versuche, Dich nicht allzu sehr zu stressen. Dinge wie "Katzenkot fressen" und "auf der Wiese statt auf den Gehsteig pinkeln" koennen erst mal warten. Ich wuerde mich erst mal auf Dinge konzentrieren, die fuer den Wesenstest wichtig sind...

  • Huhu, auch willkommen im Club..

    ohje, so jung schon schon beim 4. Besitzer, die Arme.. weißt du wieso sie so viel gewandert ist?

    Fürs Vertrauen aufbauen gibts jetzt nicht wirklich irgendwelche Übungen.. ich würde sie jedenfalls nicht bedrängen. Das baut sich auch im Laufe der zeit auf, wenn sie merkt, dass du ganz ok bist ;)

    Wenn sie Angst vor Kleinen hat, gebe ihr Sicherheit, lauf mit ihr einfach weiter, sie muss mit denen ja keinen Kontakt haben.

    Das Selbstbewusstsein aufzubauen is ne langwierige Sache.. das ergibt sich mit Liebe und im Laufe von eurem Zusammenleben beim Training, so lange du die sensible Hündin nicht einschüchterst, viel lobst usw...

    Sie bleibt vielleicht draußen stehen, weil sie irgendwas gruselig findet?

    Innerhalb von nur einer Woche lernt ein Hund nicht alleine zu bleiben.. wiederhole deine Übung einfach oft und mit kleinen Zeitabständen.


    Mit dem Anspringen.... du wirst mit ihr denke ich eh ein Abbruchsignal üben, falls sie es noch nich kann? Wenn sie springt drehst du dich einfach weg und sagst dabei dein kommando..

    Viel Freude zusammen.. ich liebe die Böllerköpfe :D

  • hallo,
    die meisten Hunde essen gern Kaninchenkacka. Das ist normal.
    Auch Katzenkacka essen die gern......
    Alles normal.

    Aber würde ich ihm verbieten die Katzenkacka zu essen......nich so toll wenn der da immer im Katzenklo rumwühlt......

  • Ich finde Pits auch toll und kann verstehen, dass man so einen Hund haben möchte. Aber als erster Hund und dann auch noch ein "vorgeschädigter"?! Das ist schon sehr "mutig".
    Du sagst dein Hund hat Ängste. Mich würde interessieren wie sie reagiert wenn sie zb auf einen kleinen Hund trifft.

  • Finde ich auch sehr "mutig".

    Aber die Kniddel von Kaninchen frisst meine auch. Katzen laufen hier keine frei rum, daher weiß ich das nicht.
    Das mit der Hundesteuer stimmt. Da solltest du dich wirklich informieren, wenn du es noch nicht getan hast. Hier in Frankfurt ist es fast das zehnfache für einen "Listenhund". :???:
    Mach dich aber wegen dem Wesenstest nicht verrückt, bevor du nachgefragt hast. Da wo meine Eltern hier in Hessen wohnen, muss man den nicht ablegen und nicht mal einen anderen Steuersatz zahlen. Das ist extrem unterschiedlich von Stadt zu Stadt.

    Gehst du denn in eine Hundeschule? Bzw. hast du das vor?

  • Wo hast du den Hund denn her?
    Eigentlich müsstest du die Auflagen ja kennen bzw. hätte man dich vorher darüber informieren müssen, bevor du einen Listenhund aufnimmst.

    Frage mich aber auch, wer einen vorgeschädigten Listenhund an einen Ersthundbesitzer weitergibt.
    Versteht mich nicht falsch, ich hab nichts gegen Listenhunde und bin ein großer Fan und als ich mich in Tierheimen und im Ordnungsamt informiert habe, da hätten die mir niemals einen so schwierigen Kameraden gegeben.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!