Bellen und anknabbern

  • Liebe Alle,

    danke für die zahlreichen Antworten. Ich habe jetzt mein bestmögliches versucht. Doch es ist leider nicht allzu einfach...

    Der Kleine bekommt bei mir genug Freilauf un wir spielen immer mal wieder. Bis er einfach keine Lust mehr hat und sich hinlegt. Da lass ich ihn dann schlafen... Nur ab und zu brauche auch ich eine Pause. Und da setze ich mich mal gerne auf meine Couch und mache den Fernseher an. Und ab und zu – nicht immer (ca. 2 von 5 malen) ist er so aufgeregt, dass er unbedingt auf die Couch will. Das darf er aber nicht! Und wenn er raufspringen möchte, nehme ich ihn und sage "Nein." ... und da geht's schon los: Er stellt sich zur Couch und bellt mich an. Und sobald ich keine Reaktion zeige und ihn ignoriere, macht er sich anders bemerkbar: Er beißt einfach in die Couch hinein. Spätestens da MUSS ich etwas unternehmen! Ich sage weiterhin bestimmt "Nein" und drücke ihn sanft bei Seite. Er kommt wieder und wieder... Und ab und zu bellt er mich an. Teilweise geht das sogar in ein leises Knurren über. Sobald ich aufstehe um ihn jetzt entgültig wegzutragen, stellt er sich vor mich und bellt, und bellt, und bellt. Ich mache nichts – ignoriere ihn. Irgendwann gibt er auf und legt sich neben die Couch. Aber es kann wirklich schon mal dauern bis das passiert. Es ist mir auch immer ein bisschen unangenehm wenn er mich so anbellt. Der Süße ist mein erster Hund und ich weiß einfach nicht wie ich vorgehen soll. Ich habe keine Angst und das weiß er... er fordert mich aber dennoch immer wieder heraus.

    Ich hoffe auf zahlreiche Antworten!

  • Du schreibst, das Du spielst und läufst bis der Kleine müde wird. Wie lang ist das denn? Also wie sieht Euer "normaler" Tag aus?


    Für mich liest sich das jetzt erstmal so, das der Kleine einfach überfordert ist - und "nach müde kommt blöd" ;) ähnlich wie bei kleinen Kindern die einfach überdreht und üüüüüüüüberhaupt nicht müde sind ;)

    Ein Welpe sollte rund 20 Std. am Tag schlafen/ruhen.

    Ein Spaziergang sollte rund 5 Min. pro Lebensmonat dauern, also bei Dir rund 15 Minuten.
    Dann noch 1 - 2x/Tag kleine Einheiten (2, 3 Min.) der ersten Gehorsamsübungen, wie z.B. Komm, Aus, Pfui.
    Zwischendurch Spieleeinheiten, auch ruhig mal toben, aber nicht immer und nicht so lange bis Welpe ko ist.
    Und so jeden 2. - 3. Tag Sozialisation, d.h. fremde Umgebung/fremde Menschen/fremde Tiere... kennenlernen (immer alles in Ruhe und nicht allzu lange). Wenn sich die Gelegenheit bietet, mind. 1-2x/Woche Spiel mit anderen Welpen und/oder gut sozialisierten Althunden - und mit so einem Tag ist ein Welpe eigentlich "ausgelastet" genug.

  • Das Beissen in Hände und Füße ist normal. Überlege mal, wie Welpen miteinander spielen, mit den Händen??? Nein, sie beissen sich gegenseitig ins Fell.

    Dass der Hund Dich anbellt, gehört zur Spielaufforderung. Du musst bedenken, dass er seine Geschwister nicht mehr hat, also versucht er, mit Dir zu spielen.
    Auch das Knurren ist ein spielerisches Ausprobieren der Kommunikation.

    Lass Dich hier nicht durch Beiträge verunsichern, die sich auf die blöde 5-Minuten-Regel beziehen. Diese gilt nur für Spaziergänge, die mit vielen neuen Eindrücken verbunden sind.
    Mit 10 Wochen will ein Welpe sich viel bewegen und spielen. Gut wäre es, wenn Dein Welpe sein Tobebedürfnis mit anderen Welpen ausleben kann. Dann lernt er auch die Beisshemmung, d. h., er lernt seine Zähne kontrollierter einzusetzen.

    Zum Fernsehen auf der Couch: Warum immer so kompliziert? Setz Dich einfach mit einer Decke oder Kissen auf den Boden und gib Deinem Welpen Körperkontakt. Das festigt eure Bindung und Du kannst in Ruhe Fernsehen gucken.

    Solche Tipps, wie ignorieren und hartnäckig bleiben, würde ich mal bei einem Welpen mit Vorsicht geniessen. Ein Welpe hat Bedürfnisse, die man einfach erfüllen muss. In der Natur hätte er noch sein Rudel bzw. den Familienverband. Dort könnte er seine Bedürfnisse ausleben. Sicher kann man einen Welpen mal ignorieren, aber man muss im Hinterkopf behalten, dass es ein Baby ist.

    Falls Du jetzt weiterhin denkst: Wenn mein Welpe mich jetzt anknurren darf, wird er mich auch als erwachsener Hund anknurren, dann gib ihn lieber weg. So viel falsche Einschätzung eines Hundekindes kann nur nach hinten losgehen.

    Ansonsten lies Dir mal die Seite einer Verhaltensbiologin durch:

    Zitat

    Der Anker eines jeden Hundes und die grundsätzliche Basis, die ihn formt und leitet ist die Bindung zu Ihnen. Unterschätzen Sie das niemals. Körperkontakt, Spiel, Lob, all das sollte ihm in den ersten Wochen nach seiner Ankunft so selbstverständlich zur Verfügung stehen wie Wasser und Luft. Für einen Hund ist die soziale Bindung so wichtig wie das Atmen.

    http://www.beziehung-statt-erziehung.de/der_welpe.html

    Warum sich Hundeanfänger immer einen Welpen holen müssen, werde ich nie verstehen.
    Nun musst Du das beste draus machen.

  • Zitat


    Lass Dich hier nicht durch Beiträge verunsichern, die sich auf die blöde 5-Minuten-Regel beziehen. Diese gilt nur für Spaziergänge, die mit vielen neuen Eindrücken verbunden sind.


    wer lesen kann ist klar im Vorteil :lol:

    l

    Warum sich Hundeanfänger immer einen Welpen holen müssen, werde ich nie verstehen.
    Nun musst Du das beste draus machen.


    Ach, meinst Du man wächst nicht an seinen Aufgaben bzw. willst Du ein Monopol darauf, das nur so "Experten" wie Du Welpen bekommen?
    Sorry, diese Sichtweise finde ich sehr unnötig und vor allem sehr traurig.....

    Außerdem heißt es nicht, das die Threadstellerin unfähig ist, nur weil mal das eine oder andere Problemchen auftaucht :???:

  • Auch wenn er Dich anbellt und vor der Couch steht würde ich ihn ignorieren.Mit Aufmerksamkeit auch wenn du ,,Nein" sagt belohnst Du in dem Moment.
    Und er sollte mal eine Beißhemmung kennen lernen.Wenn mein Welpe mir zu fest ihn den Finger beißt,qietsch ich einmal dreh mich weg und breche das Spiel sofort ab.Weil es ihm aber nun mal wichtig ist zu spielen,wird er nach ein paar Mal vorsichtiger sein.Das ist schon Strafe genug ;)

  • Zitat

    Ach, meinst Du man wächst nicht an seinen Aufgaben bzw. willst Du ein Monopol darauf, das nur so "Experten" wie Du Welpen bekommen?
    Sorry, diese Sichtweise finde ich sehr unnötig und vor allem sehr traurig.....

    Außerdem heißt es nicht, das die Threadstellerin unfähig ist, nur weil mal das eine oder andere Problemchen auftaucht :???:

    :gut:

  • Und solange man sich Hilfe holt,zeugt das ja schon davon,dass man sich Gedanken macht und was ändern möchte.Das ist zwar nicht alles ,aber ein lobenswerter Anfang.Wir haben doch alle mal klein angefangen ;) Ich bin nicht als Hundexpertin auf die Welt gekommen ;)

  • Zitat


    Zum Fernsehen auf der Couch: Warum immer so kompliziert? Setz Dich einfach mit einer Decke oder Kissen auf den Boden und gib Deinem Welpen Körperkontakt. Das festigt eure Bindung und Du kannst in Ruhe Fernsehen gucken.

    Körperkontakt ist sehr wichtig – das glaube ich dir gerne. Doch bist du leider die erste, die sagt dass man sich mit einem Welpen auf den Boden setzen soll, und zwar WENN DER WELPE DAS MÖCHTE. Ich hatte Gespräche mit zwei Hundetrainern: Alle samt sagten, dass auch ein Welpe lernen muss wer der Chef im Haus ist. Da liegst du somit leider falsch. Körperliche Zuwendung JA, aber runter setzen nur weil er jault und bellt: Definitiv NEIN.

    Zitat


    Falls Du jetzt weiterhin denkst: Wenn mein Welpe mich jetzt anknurren darf, wird er mich auch als erwachsener Hund anknurren, dann gib ihn lieber weg. So viel falsche Einschätzung eines Hundekindes kann nur nach hinten losgehen.

    Achso, ist das so? Wenn mich also ein Jundhund (sagen wir mal 6, 7 Monate alt) anknurrt und eventuell beißt, dann soll ich mir denken: "Ach, der ist doch so süß. Der wird schon wieder..." - Ich denke du hast meinen Beitrag nicht richtig verstanden. Bedenken zu äußern ist völlig normal. Und ich suche hier Tipps - mehr nicht.

    Zitat


    Warum sich Hundeanfänger immer einen Welpen holen müssen, werde ich nie verstehen.
    Nun musst Du das beste draus machen.

    Mit Abstand lässt mich exakt dieser Satz an allem zweifeln was du mir geraten hast. Du bist also wirklich der Meinung, dass sich "Hundeanfänger" nie einen Welpen ins Haus holen dürfen? Das ist sehr schade. Aber du wirst schon recht haben. Ich denke ich sollte nie ein Kind zeugen, immerhin hatte ich noch nie eines. YEAH - PRIMA EINSTELLUNG!!! :D Bald wird es weder Hunde geben, noch Menschen... aber ... dich wirds noch geben! Du hast ja Erfahrung. Deine Aussage enttäuscht leider nur. Denn ich gebe dem Hund genug Liebe und Disziplin, und er wird ein super Leben genießen.

  • Zitat

    BergerBlanceSuisse
    Körperkontakt ist sehr wichtig – das glaube ich dir gerne. Doch bist du leider die erste, die sagt dass man sich mit einem Welpen auf den Boden setzen soll, und zwar WENN DER WELPE DAS MÖCHTE.

    Du nimmst dieses "Dominanz und Chef-Gerede" viel zu wichtig. Sicherlich setze ich auch Grenzen, aber ich breche mir keinen Zacken aus der Krone, wenn ich den Bedürfnissen meiner Hunde nachgebe. Trotzdem gehorchen meine Hunde.

    Zitat

    Achso, ist das so? Wenn mich also ein Jundhund (sagen wir mal 6, 7 Monate alt) anknurrt und eventuell beißt, dann soll ich mir denken: "Ach, der ist doch so süß. Der wird schon wieder..." - Ich denke du hast meinen Beitrag nicht richtig verstanden. Bedenken zu äußern ist völlig normal. Und ich suche hier Tipps - mehr nicht.

    Und wenn Du jetzt den Tipp bekommst, den Welpen zu unterwerfen, wenn er Dich anknurrt?
    Deine Antwort zeigt doch, dass Du das Knurren Deines 10-wöchigen!!! Welpen alles andere, als locker siehst. Das ist halt die Gefahr bei Hundeanfängern. Man kann bei einem Welpen viel kaputt machen.

    Du machst Dir Sorgen, obwohl der Welpe sich einfach nur welpentypisch verhält.

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