Frage zum Halti

  • Zitat


    Habe gerade mal geschaut, da steht:
    "Möchte man es draußen mit Auslösereizen spielen, ist es sinnvoll, das erst einmal unter Bedingungen zu machen, in denen der Hund den Reiz sieht/wahrnimmt, aber sich nicht darüber aufregen muss."

    Das würde bei Jack gar nicht funktionieren.
    Er muss erstmal lernen, das ihm die entgegenkommende Hunde "egal" werden.

    Dann hält man halt mehr Abstand. 50m z.B. Also eine Entfernung, wo Jack zwar den Hund sieht, aber noch ruhig ist. Ob das jetzt 100, 80, 50 oder 20m sind ist ja egal.


    Was hälst du denn davon, dich mal an einen anderen Trainer zu wenden? Für eine Zweitmeinung?

  • Zitat

    Das Halti ist da keine Lösung, sondern reines Management - Symptombekämpfung. Dein Hund zieht dann vielleicht nicht mehr wie ein Bescheuerter zum anderen Hund...aber halt nur mit Halti. Ohne Halti stehst du wieder blöd da ;) Wenn du das nicht dein (bzw. sein) Leben lang benutzen willst, würd ich an der Ursache arbeiten.
    Ihr seid ja in einem Verein - was sagt denn der Trainer zum Hunde-Problem?

    Kann ich nicht bestätigen!
    Meine Hündin hatte eine Phase wo sie ganz extrem an der Leine zog.
    Richtungswechsel, Halsband, Geschirr, Ablenkung uvm hat alles nichts gebracht.
    Unter Anleitung haben wir dann ein Halti benutzt,
    und siehe da, wir brauchen keins mehr.
    Und das war sicher kein langwieriger Prozess.
    Jetzt kommt allerdings das große ABER....
    Man sollte sich eine Kompetente Hilfe dazu holen,
    zwecks Umgang mit dem Halti, da man auch einiges Falsch machen kann.

  • Seh ich auch so. Ich seh's ja bei meiner: in manchen Situationen muss ich ihr helfen, aus ihrer "Starre" rauszukommen. Hat das ein paar Mal geklappt - ob mit Halti oder einfach rechtzeitiges Eingreifen in einer kontrollierbaren Situation - sind weitere vergleichbare Situationen von da an leichter zu meistern.

    Die ganzen Trainingsmethoden, die auf schrittweise Distanzverringerung zu was auch immer den Hund ausrasten lässt vorsehen, in allen Ehren, die Unberechenbarkeit des Alltags macht einem aber ganz fix einen Strich durch die Rechnung, etwa, weil plötzlich ein Hund um die Ecke kommt und der eigene ruck zuck im Halsband hängt. In solchen Situationen bin ich dann froh, wenn Luna gerade ihr lustiges Haltigeschirr trägt, mit dem ich sie ohne nennenswerten Kraftaufwand aus der Situation rausmanövrieren kann, ohne Aufregung und weiteres Aufheizen des Dramas.

    Muss ja jeder selbst wissen, aber ich denke, dass Halti & Co ne gute Erfindung sind. Man muss sich ja nicht komplett drauf verlassen, und es sagt ja keiner, dass solche Hilfsmittel das Training ersetzen sollen, aber sie können auf jeden Fall bereits erzielte Erfolge bewahren helfen, indem man damit leichter und entspannter problematische Situationen meistern kann.

  • Zitat

    Dann hält man halt mehr Abstand. 50m z.B. Also eine Entfernung, wo Jack zwar den Hund sieht, aber noch ruhig ist. Ob das jetzt 100, 80, 50 oder 20m sind ist ja egal.


    Was hälst du denn davon, dich mal an einen anderen Trainer zu wenden? Für eine Zweitmeinung?


    Bin froh das ich den einen verein gefunden hab, wo in unserer nähe ist :)

  • Ich denke auch, das man es nicht dann immer braucht.
    Ganz einfaches Beispiel:
    Ich habe Jack immer belohnt wenn er Stück für Stück eine Treppenstufe erobert hat.
    Und jetzt gibt es nur noch zwischendurch ein Leckerli, um ihn daran zu erinnern,
    wie toll es doch ist.

    Bei Kommandos ist es ja auch so.
    Man übt sie und belohnt.
    Und wenn der Hund es kann, dann bekommt er nur ab und an Leckerli oder überhaupt nicht mehr.

    Ja, zeigen würde ich es mir auf jeden Fall.
    Und es kam ja auch zum Gespräch, das der Hund den Kopf verdrehen könnte.
    Aber ich sehe es anders:
    Ich führe meinem Hund ja nicht am Halti, sondern am Geschirr.
    Das Halti wäre wenn dazu da, um einen leichten Zug zu geben und nicht um seinen Kopf zu drehen.
    Er soll ja nur drauf hingewiesen werden, das er sich nicht auf einen Hund zu konzentrieren hat.

  • Wenn dein Hund so schnell nach vorne geht, dass er sich trotz Geschirr mit dem Halsband fast erdrosselt, dann knallt er auch in das Halti so rein, mit beschriebenen Folgen.
    Er ist unsicher, er ist fünf Monate alt. Die meisten Hunde gehen in dem Alter noch nicht perfekt an der Leine und prollen mal rum.

    Zeigen und benennen hat vielen Leuten hier sehr geholfen, klar ist es aufwändig und dauert seine Zeit, aber ich würde zehnmal lieber das verwenden als ohne Begleitung durch einen erfahrenen Anwender einem Hund (zumal einem so kleinen Hund, wo alles noch im Wachstum ist) ein Halti anzulegen.

    Zudem glaube ich, dass das reine 'Zupfen' nicht viel nützen wird (siehe Halsband), sondern du musst ihn zu dir rumziehen. Da er in der Situation unsicher bleibt, wird er vermutlich auch nicht cool bleiben, wenn er das 'Gruselobjekt' durch veränderte Kopfhaltung nicht mehr sehen kann. Und selbst wenn, ist das halt keine Ursachenbehandlung, keine Erziehung, sondern nur Management.
    Um das Training, darum dem Hund in solchen Situationen mehr Sicherheit zu geben, wirst du nicht herumkommen.

  • Hllo

    Ich würde auch kein Halti anwenden. Laika hat auch immer an der Leine rumgepöbelt und macht es auch jetzt noch, wenn ich mich nicht voll auf sie konzentriere. Wenn ich mich konzentriere klappt es super!
    Ich habs so aufgebaut: Begonnen, den Hund NUR noch draussen zu füttern (Futterbeutel, wenn er gerne apportiert, Leckerchen schmeissen, Viel belohnen für Sitz Platz Hier etc., Leckerchen verstecken usw.). Laika hat so gelernt, dass es sich lohnt sich auf mich zu konzentrieren. Habe grundsätzlich den Abstand zu anderen Hunden immer gross gehalten, mehr als 15m. Nach einer Zeit konnte ich ohne Probleme ihre Aufmerksamkeit bekommen, auch wenn ein anderer Hund da war. Konnte sie ansprechen, mal ein Leckerchen werfen und Laika war voll da, hat den anderen Hund nicht mehr angeschaut. Konnte die Distanz dann verringern. Nun, nach einem halben Jahr, bin ich soweit, dass wir zu 90% in Ruhe mit anderen Hunden kreuzen können mit 3m Abstand.
    Also ich bin begeistert!!
    Muss aber jeder selber wissen, ob das die richtige Technik ist. Und falls ja: Unbedingt konsequent bleiben! Der Hund kriegt nur draussen zu fressen, drinnen gibts nichts! Auch keine Leckerchen oder was vom Tisch.
    Übrigens werden die Spaziergänge soo toll, wenn man den Hund auf diese Weise beschäftigen kann :smile:

  • Zitat


    Habe gerade mal geschaut, da steht:
    "Möchte man es draußen mit Auslösereizen spielen, ist es sinnvoll, das erst einmal unter Bedingungen zu machen, in denen der Hund den Reiz sieht/wahrnimmt, aber sich nicht darüber aufregen muss."

    Das würde bei Jack gar nicht funktionieren.
    Er muss erstmal lernen, das ihm die entgegenkommende Hunde "egal" werden.

    Dein Gedankengang ist falsch rum. Du möchtest, dass Dein junger Hund fremde Hunde ausblendet. Das kann und wird er nicht und es wäre auch nicht förderlich für das Sozialverhalten.

  • Zitat

    Dein Gedankengang ist falsch rum. Du möchtest, dass Dein junger Hund fremde Hunde ausblendet. Das kann und wird er nicht und es wäre auch nicht förderlich für das Sozialverhalten.

    Ich meinte nicht, das sie ihm ganz egal sein sollen (Habe es wahrscheinlich falsch ausgedruckt).
    Sondern das ich die 1. Wahl bin und alles andere sich hinten dran stellt.

  • Man könnte ja warten, bis er 1 Jahr ist.
    Und in dieser Zeit darf er sich zu einem bissigem Köter entwickeln.
    Und dann kann ich mit ihm Üben weil er ja dann nicht mehr so Jung ist.

    Wenn ich meine Eltern beschimmpft hatte, da war es egal ob ich 5 oder 10 Jahre alt war.
    Und genauso werde ich jetzt einschreiten.
    Warum soll sich der Hund denn erst ändern wenn er ein Jahr alt ist?

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