Frage zum Halti

  • Ich habe jetzt nicht alle Seiten gelesen, aber ich würde ihn trotzdem nur am Geschirr führen und dann doch eher einen anderen Trainer aufsuchen. Dein Hund hat eine niedrige Impulskontrolle. Bei einigen Hunden reicht ein geringer Abstand, aber bei anderen eben nicht. Du solltest ganz genau auf die Körpersprache deines Hundes achten. Sobald sie sich verändert musst du den Abstand vergrößern. Damit belohnst du ihn gleichzeitig. Ein Halti würde ich definitiv nicht empfehlen.
    Ihr müsst langsam und step by step arbeiten. Vielleicht meidet ihr anfangs auch Reizstarke Umgebungen, in denen immer viele Hunde unterwegs sind.
    Aus der Ferne ist es immer sehr schwer Tips zu geben, aber du solltest dich wirklich noch einmal mit dem Gedanken auseinandersetzen, lieber ein paar km mehr zu fahren, um dafür kompetente Tips von Profis zu bekommen

  • Zitat

    Ich habe jetzt nicht alle Seiten gelesen, aber ich würde ihn trotzdem nur am Geschirr führen und dann doch eher einen anderen Trainer aufsuchen. Dein Hund hat eine niedrige Impulskontrolle. Bei einigen Hunden reicht ein geringer Abstand, aber bei anderen eben nicht. Du solltest ganz genau auf die Körpersprache deines Hundes achten. Sobald sie sich verändert musst du den Abstand vergrößern. Damit belohnst du ihn gleichzeitig. Ein Halti würde ich definitiv nicht empfehlen.
    Ihr müsst langsam und step by step arbeiten. Vielleicht meidet ihr anfangs auch Reizstarke Umgebungen, in denen immer viele Hunde unterwegs sind.
    Aus der Ferne ist es immer sehr schwer Tips zu geben, aber du solltest dich wirklich noch einmal mit dem Gedanken auseinandersetzen, lieber ein paar km mehr zu fahren, um dafür kompetente Tips von Profis zu bekommen

    Es wohnen zwar 4 Hunde, an denen wir vorbei kommen, aber da wir direkt an den Wiesen wohnen,
    trifft man sich selten.
    Und wenn wir Hunde treffen, dann geh ich auf Abstand.
    Somit habe ich auch eine besser Konzentration und Jack steht nicht direkt vor einem Hund.
    Es ist halt schwierig, im Hundeverein haben wir step by step gearbeitet:
    Jack und ich standen da, und ein andere Hund kam dazu.
    Hatte sich Jack entspannt, dann ist der andere Hund vorbei gelaufen-hat auch alles super funktioniert.
    Aber so ist es nicht wenn wir gassi gehen.
    Da kommen die Hunde entgegen und setzen sich nicht erst hin, wenn Jack sich beruhigt hat.

    Das mit dem weiter weg fahren, geht nicht.
    Ich habe kein Auto und mein Freund kann nicht immer fahren, da er Arbeiten muss.

  • Also ich würde deinem Hund erst einmal ein Umorientierungssignal antrainieren. Das heißt sobald ein stark ablenkender Reiz auftaucht, bekommst du die Aufmerksamkeit von deinem Hund. Aufbauen würde ich dieser mit Clicker bzw Markerwort. Das spart meiner Meinung nach viel Zeit. Irgendwann bekommst du für das Umorientierungssignal ein Gefühl und kannst evtl auch die Distanz zu anderen Hunden verringern.
    Man müsste eben wissen, wie dein Hund, um zu sagen, warum er bellt. Will er zu den anderen hin, um zu spielen, oder will er den Macker markieren?
    Evtl könnte man auch mit Alternativverhalten arbeiten oder eben wie schon gesagt mit Zeigen und Benennen

  • Zitat

    Also ich würde deinem Hund erst einmal ein Umorientierungssignal antrainieren. Das heißt sobald ein stark ablenkender Reiz auftaucht, bekommst du die Aufmerksamkeit von deinem Hund. Aufbauen würde ich dieser mit Clicker bzw Markerwort. Das spart meiner Meinung nach viel Zeit. Irgendwann bekommst du für das Umorientierungssignal ein Gefühl und kannst evtl auch die Distanz zu anderen Hunden verringern.
    Man müsste eben wissen, wie dein Hund, um zu sagen, warum er bellt. Will er zu den anderen hin, um zu spielen, oder will er den Macker markieren?
    Evtl könnte man auch mit Alternativverhalten arbeiten oder eben wie schon gesagt mit Zeigen und Benennen


    Ein Signal das er sich sofort nach mir schauen, bzw. orientieren soll hat er: Hundepfeife.
    Das funktioniert echt super.
    Aber das kann ich ja nicht machen, wenn Jack neben mir steht.
    Sein Gehör würde ja weg fliegen..

    Jack markiert erst den Großen, heißt, er stellt sie Haare bellt und brummt.
    Der Witz dabei ist, wenn ich mit Jack einem Hund näher kommen und der andere Hund bleibt stehen,
    dann wird er immer kleiner. Die Mähne legt sich und er legt sich unter dem Hund.

    Vielleicht will er damit sagen: "Pass auf, ich bin gefährlich-ach, du machst mir ja gar nichts, dann unterwerfe ich mich".
    Deswegen, er hat noch nie einen anderen Hund weh getan oder so.
    Er macht auf groß und zieht aber dann den Schwanz ein..

  • Dann baue ein Umorientierungssignal als Wort auf. Es geht einzig und alleine darum, dass du seine Aufmerksamkeit bekommst und ihr vielleicht dann die Richtung wechselst oder du eben den Abstand vergrößerst. Er soll sich an dir orientieren und nicht an dem anderen Hund.
    Ist es denn überwiegend bei Rüden?

  • Zitat

    Dann baue ein Umorientierungssignal als Wort auf. Es geht einzig und alleine darum, dass du seine Aufmerksamkeit bekommst und ihr vielleicht dann die Richtung wechselst oder du eben den Abstand vergrößerst. Er soll sich an dir orientieren und nicht an dem anderen Hund.
    Ist es denn überwiegend bei Rüden?

    Ja, ich habe gerade ein neuen Thread geöffnet, indem ich frage, wie man diese Aufmerksamkeitsübung denn am besten macht.

    Bei ihm ist es egal ob bei Rüden oder Weibchen.
    Sein "bester Freund" ist ein Rüde.
    Als Jack ihn kennen gelernt hat war es eh ganz komisch, weil Jack nur einmal gebellt hat.
    Bei ihm hat er nicht gebrummt/geknurrt oder die Haare gestellt.
    Sie sind echt ein Herz und eine Seele.

  • Zitat

    Man könnte ja warten, bis er 1 Jahr ist.
    Und in dieser Zeit darf er sich zu einem bissigem Köter entwickeln.
    Und dann kann ich mit ihm Üben weil er ja dann nicht mehr so Jung ist.

    Wenn ich meine Eltern beschimmpft hatte, da war es egal ob ich 5 oder 10 Jahre alt war.
    Und genauso werde ich jetzt einschreiten.
    Warum soll sich der Hund denn erst ändern wenn er ein Jahr alt ist?

    Das sagt doch keiner. Aber warum du bei einem so jungen Hund ohne weitere Anleitung eine so potentiell schädliche Methode wie Halti-Training anwenden willst, das versteh ich einfach nicht. Was genau spricht denn gegen eine andere Art des Trainings? Was erhoffst du dir von dem Halti? Sofortige, endgültige Verbesserung? Warum willst du nicht der Ursache des Problems auf den GRund gehen, sondern nur Symptome behandeln? Diese Fragen möchte ich wirklich gern beantwortet haben, dann kann ich auch besser begreifen, worum's dir geht.

    Ich würds so machen: Wenn du schon ein Anschau-Signal konditioniert hast, dann wiederhol das doch mit einem Markerwort, statt der Pfeife - dann kannst du das 'schau' oder was auch immer auch anwenden, wenn der Hund in deiner Nähe ist. Dann kannst du ihn bestätigen. Und das ist schon die Hälfte von "Zeigen und Benennen". Warum schließt du das so rigoros aus?

    Es würde mich wirklich freuen, wenn du diese Fragen einfach beantworten würdest.

  • Zitat

    Das sagt doch keiner. Aber warum du bei einem so jungen Hund ohne weitere Anleitung eine so potentiell schädliche Methode wie Halti-Training anwenden willst, das versteh ich einfach nicht. Was genau spricht denn gegen eine andere Art des Trainings? Was erhoffst du dir von dem Halti? Sofortige, endgültige Verbesserung? Warum willst du nicht der Ursache des Problems auf den GRund gehen, sondern nur Symptome behandeln? Diese Fragen möchte ich wirklich gern beantwortet haben, dann kann ich auch besser begreifen, worum's dir geht


    Wenn ich mich für so etwas entscheiden würde, dann doch nicht, ohne das es mir gezeigt wurde. ;)
    Ich erhoffe mir NICHT das er aufhört andere Hunde "anzumachen" nur weil er jetzt ein Halti tragen würde-wäre ja auch Schwachsinn. Ich hätte ein Halti benutzt, anstatt ein Halsband, da er sich da so reingedrückt hatte, das er keine Luft mehr bekam.

    Die Ursache ist klar: Er will den "Großen" markieren.
    Aber wenn ein Hund steht und ich komme mit Jack näher, dann wird Jack kleiner, die Haare legen sich und er unterwirft sich. Es geht ja darum, weil er andere Hunde zu viel Aufmerksamkeit gibt,
    bzw. die, die ich von ihm erwarte das er sie mir gibt.

    Im Verein wurde mir gesagt, das ich-sobald er sich zu sehr auf den anderen Hund starrt ich ihn aus dieser Haltung rausnehmen muss. Weil Worte nicht helfen solle ich am Halsband zupfen.
    Es hat auch wunderbar funktioniert.
    Aber da er gestern sich so ins Halsband gedrückt hat, möchte ich das Halsband nicht mehr benutzen.

    Zitat

    Ich würds so machen: Wenn du schon ein Anschau-Signal konditioniert hast, dann wiederhol das doch mit einem Markerwort, statt der Pfeife - dann kannst du das 'schau' oder was auch immer auch anwenden, wenn der Hund in deiner Nähe ist. Dann kannst du ihn bestätigen. Und das ist schon die Hälfte von "Zeigen und Benennen". Warum schließt du das so rigoros aus?

    Es würde mich wirklich freuen, wenn du diese Fragen einfach beantworten würdest.


    Und jetzt kommt der springende Punkt:
    Ich mache mit ihm jetzt ein Aufmerksamkeits-Training.
    Dazu kaufe ich heute schön lecker Leberwurst (hoffe ihm schmeckts) damit es für ihn die absolute Bombe ist mich anzuschauen :rollsmile:

  • Mein Ziel wäre es immer, Begegnungen so natürlich und stressfrei wie möglich zu handhaben,

    Die Hunde dürfen schauen, dürfen sich einschätzen, mein Hund soll die anderen nicht ausblenden, sondern darf in Ruhe schauen, was bzw. wer ihm da entgegen kommt.

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