Hündin ist in 4 Tagen 3 mal verdroschen worden - Pubertät?
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Hallo!
Ich bin ein bisschen ratlos und hätte gerne ein paar Meinungen von erfahrenen Hundebesitzern.Meine Maus ist ein Jahr und vier Monate alt und vor vier Monaten kastriert worden. Sie ist ein eher kleiner, 7 kilo Pudel/Sheltiemischling und normalerweise ein eher unterwürfiger Hund. Da sie mitten in BErlin gross geworden ist, ist sie gut sozialisiert und rennt eigentlich auf die meisten Hunde begeistert zu und will spielen. Eigentlich geht das immer gut; manchmal hat ein Hund keine Lust, dann läßt meine Maus auch ab, um manche Hunde macht sie gleich nen Bogen.
Aber seit ein paar Wochen hängt bei uns ein bisschen der Haussegen schief. Ich bin mir nicht sicher ob das an mir leigt (hab gerade viel Stress) oder an der MAus aber sie kläfft neuerdings immer wieder Jogger an, hört schlecht auf den Rückruf, bettelt, winselt wenn sie Aufmerksamkeit will etc etc. Alles nicht super gravierend aber in der Summe doch schon anstrengend.
Andere Hunde scheint sie auch zu nerven: Vor 4 Tagen stiessen wir beim Gassi wie immer auf viele Hunde, die meisten spielbereit. Ein 2er Team (Terrier und Schäfimix) wurde von ihr angesteuert, plötzlich lautes Geschrei und die andere Besitzerin zieht den Schäfimix schimpfend von meiner Maus runter. Die war ganz schön durchgerüttelt aber ansonsten ok. Da zwischen mir und den Hunden gerade ein Baum war, habe ich nicht gesehen was genau passiert ist.
Heute war es dann eine Bearded Dame, die die Maus zu Boden geschmissen und durchgewalkt hat und am Ende auf ihr sass (hab wieder den exakten Moment verpasst) Vorher hatten sie und zwei andere Hunde zusammen gespielt.
Und eben war's ein weiterer Schäfimix im Dunkeln. Die war mit BEsitzerin auf der Wiese und meien Maus hat wieder den Kleinhundemacker raushängen lassen: mit steifen Beinen auf und ab hüpfen und kläffen. Das macht sie immer häufiger, ich versuche es zu unterbinden aber schaffe es meist nicht. Die Hündin kam näher und plötzlich, zack, lag meine wieder unten, schrie wie verrückt und war danach total eingeschüchtert.
Verletzt war sie nach keinem der Zusammenstöße.Was zum Donner ist da los?? Durch die Kastra kommt ja der Hormonhaushalt durcheinander. Ist das das zusätzliche Testostern, dass meine Maus größenwahnsinnig und/oder leichtsinnig macht? Kann ich da irgendwas tun? Ich versuche den Radius meiner Maus einzuschränekn (sie läuft meist frei), um das mit dem gelegentlcihen Ankläffen anderer Leute zu unterbinden, aber das ist leichter gesagt als getan. :/
Ist das ne Phase? Geht das wieder vorbei? Was kann ich machen?
Hat irgendwer ein paar kluge Worte zu der Situation? - Vor einem Moment
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Hallo,
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Hallo,
wenn mein Hund in den letzten vier Tagen dreimal verdroschen wurde, fremde Menschen anbellt, auf den Rückruf nicht reagiert, bliebe er an der Leine.
Dein Hund ist sehr wahrscheinlich alles andere als leicht - oder größenwahnsinnig, eher unsicher, was durch die Kastration begünstigt wird.
Wenn du sie selbstregelnd weiter durch die Gegend laufen lässt, wird sich das Verhalten eher verschlimmern, als nur eine Phase sein, ihr fehlt wahrscheinlich die Vermittlung von Sicherheit und Schutz durch dich, sonst müsste sie nicht so reagieren.
Sich ständig wiederholende schlechte Erfahrungen mit Hunden, kann aus dem, bis jetzt sozialsten Hund, ein gegenüber Artgenossen, großer Raufbold werden.
Angriff ist der beste Weg der Verteidigung.
Du schreibst, dass sie bisher ein eher unterwürfiger Hund war, "unterwürfig" ist relativ, sie beschwichtigte, das könnte auch auf Unsicherheit hingedeutet haben.Viele Grüße!
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Hm, Unsicherheit wird durch die Kastration begünstigt? Hör ich zum ersten Mal, wie kommt's?
Mein Hund war ein sehr ängstlicher Welpe, aber auch sehr neugierig und die Neugier war irgendwann immer stärker. Im Laufe der Zeit sie ist ein offener, fröhlicher Hund geworden. Eigentlich habe ich lange gebraucht, um meine Maus nicht immer als das ängstliche Wesen zu sehen, denn irgendwann war sie es nicht mehr. Das war auch das feedback von befreundeten Hundebesitzern.
Sicherheit und Schutz zu vermitteln versuche ich seit Hundeschulzeiten und sie kommt zu mir gelaufen, wenn sie sich erschreckt oder Angst hat. Aber ich bin natürlich kein Hund und auch nicht hundeerfahren und manche Problem - besonders im hündischen Miteinander - erkenne ich einfach nicht.Im Dunkeln ist das Gekläffe und Gehopse definitiv Unsicherheit, aber wenn sie tagsüber so tänzelnd die Gegend vor mir abcheckt habe ich eher das Gefühl sie fühlt sich wie King of Kongo - ich habe den Radius von ihr deshalb schon sehr reduziert aber über mehr Leinenknast habe ich auch schon nachgedacht. Ich bin auch mental nicht ganz so präsent wie sonst, da wäre Leinenknast teilweise auch sicherer.
Ich muss mal schauen wie es Ende des Monats finanziell bei mir aussieht. Wahrscheinlich wäre es ganz gut, wenn mal wieder ein Trainer auf die Verhältnisse schaut.
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Zitat
ist sie gut sozialisiert und rennt eigentlich auf die meisten Hunde begeistert zu und will spielen.
Auf andere Hunde zurennen ist kein Zeichen von guter Sozialisierung. Das ist aus Hundesicht aber dermaßen was von unhöflich, dass es kein Wunder ist, wenn deine Hündin inzwischen Prügel dafür bezieht.
Rumgekläffe und Rumgehopse ist auch im Hellen Unsicherheit, Ängstlichkeit. Warum sollte es im Hellen was anderes sein?
Selbstsichere, souveräne Hunde haben es nicht nötig, sich großkotzig zu verhalten.Was Du machen kannst?
Erst mal dieses Verhalten unterbinden - Leine.
Dann das gewünschte Verhalten bestätigen. Also Bestätigung, solange sie beim Anblick von Joggern, Spaziergängern, ... Noch ruhig ist.und nicht erst auf das unerwünschte Verhalten reagieren.Und ja Kastration führt häufig dazu, dass unsichere Hunde noch unsicherer werden. Ist halt nicht so, dass da ein bischen Organische Masse aus dem Körper geschnitten wird, die nicht gebraucht wird und damit bedenkenlos entfernt werden kann.
Kastration ist immer ein massiver Eingriff in den Hormonhaushalt - und das hat nun mal Konsequenzen. V.a. In der Entwicklung. Ein 6jähriger körperlich und geistig voll ausgereifter Hund wird idR durch eine Kastration nicht mehr unsicher, wenn er vorher ein sehr sicherer, selbstbewusster Hund war.
Bei Junghunden, bei denen die körperliche und geistige Reife noch lange nicht abgeschlossen ist, kann es dagegen zu Störungen im Reifeprozess führen. Und damit zu einer Verstärkung sowieso bereits vorhandener Unsicherheiten. -
Yane hat Recht. Du solltest sie in nächster Zeit erstmal nicht mehr von der Leine lassen. Anscheinend lernt sie nichts daraus, auch wenn sie nun bereits dreimal verdroschen wurde, wie du sagst.
Von daher musst du nun versuchen, dass sie nicht mehr so extrem auf andere Hunde reagiert. Gib ihr Leckerlis wenn sie an deiner Seite ruhig bleibt. Vielleicht kannst du es ihr so irgendwie wieder beibringen.
Viel Erfolg. -
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Du schreibst ja auch, dass sie ein eher unterwürfiger Hund ist. Hat sich das Verhalten evtl. ebenfalls verstärkt? Ich kenne einige Hunde, die auf betont unterwürfige und / oder unsichere Hunde begeistert losgehen.
Allein fürs frontal drauf zuhüpfen gibts meiner Erfahrung nach keine Prügel. Deutliche Ansage ok, aber direkt verkloppen?
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Zitat
Auf andere Hunde zurennen ist kein Zeichen von guter Sozialisierung. Das ist aus Hundesicht aber dermaßen was von unhöflich, dass es kein Wunder ist, wenn deine Hündin inzwischen Prügel dafür bezieht.
Rumgekläffe und Rumgehopse ist auch im Hellen Unsicherheit, Ängstlichkeit. Warum sollte es im Hellen was anderes sein?
Selbstsichere, souveräne Hunde haben es nicht nötig, sich großkotzig zu verhalten.Was Du machen kannst?
Erst mal dieses Verhalten unterbinden - Leine.
Dann das gewünschte Verhalten bestätigen. Also Bestätigung, solange sie beim Anblick von Joggern, Spaziergängern, ... Noch ruhig ist.und nicht erst auf das unerwünschte Verhalten reagieren.Und ja Kastration führt häufig dazu, dass unsichere Hunde noch unsicherer werden. Ist halt nicht so, dass da ein bischen Organische Masse aus dem Körper geschnitten wird, die nicht gebraucht wird und damit bedenkenlos entfernt werden kann.
Kastration ist immer ein massiver Eingriff in den Hormonhaushalt - und das hat nun mal Konsequenzen. V.a. In der Entwicklung. Ein 6jähriger körperlich und geistig voll ausgereifter Hund wird idR durch eine Kastration nicht mehr unsicher, wenn er vorher ein sehr sicherer, selbstbewusster Hund war.
Bei Junghunden, bei denen die körperliche und geistige Reife noch lange nicht abgeschlossen ist, kann es dagegen zu Störungen im Reifeprozess führen. Und damit zu einer Verstärkung sowieso bereits vorhandener Unsicherheiten.Schön formuliert!

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Yane: genauso
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Mal so am Rande bemerkt:
Man lässt einen Hund nicht einfach so auf andere losrennen, und schon gar nicht um die Ecke hinter Bäume, egal wie verträglich der ist. Nicht jedem Hund gefällt das, wenn da plötzlich n fremder Hund angedüst kommt.
Wundert mich nicht, dass die Kleine da gemaßregelt wird, von den anderen.kikt1, DU musst lernen zu deinem Hund eine gute Bindung aufzubauen sodass sie dir vertrauen kann. DU musst ihr aber auch Grenzen aufzeigen. Einfach losrennen, so völlig unkontrolliert, geht nicht. Grundgehorsam ist da wichtig.
Versuch sie bei Sichtung anderer Hunde erstmal bei dir zu behalten, bei Fuß gehen lassen, oder sitzen lassen und warten, bis der andere Hundebesitzer in Hörweite ist. Dann verständigt ihr euch kurz, ob die beiden spielen dürfen, Dann gibts du deiner Hündin die Freigabe.
Evtl hat sie gerade wieder eine Phase wo sie dich testet und schaut wie weit sie gehen kann. Die Kastration kann auf Grund des veränderten Hormonspiegels was damit zu tun habe. Genau weiß ich das aber nicht.
Solche Grenzen-testen-Phasen haben Hunde aber generell manchmal. -
So wie sichs liest verhaelt sich dein Hund wie die total distanzlose Nervensaege. Zumindest meine Huendin haette ihr gern und gut eine eingeschenkt waer sie uns so wie beschrieben gegenueber getreten

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