Panik - kranker Hund

  • Hallo an alle :)

    ich hab mich hier angemeldet weil ich mal ein paar 3. Meinungen oder einfach nur aufbauende Worte brauche ..

    Folgende Situation: Ich bin fast 21, studiere Deutsch und Philo (jetzt im 3. Semester) und bin im Oktober2012 von Zuhause ausgezogen.

    Im Juli 2012 habe ich aus Spanien einen kleinen Hund adoptiert (angeblich reinrassiger Basset fauve de Bretagne, aber mir egal - er ist ein süßer kleiner Strubbel). Zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade 6 Wochen Semesterferien und ihn in der Zeit dann erzogen (freies Laufen, Vertrauen/Bindung, Sitz, Nein, Hierhin,Spielgruppe in der Hundeschule) und mich an ein Leben mit Hund gewöhnt. Ja, 6 Wochen sind ziemlich wenig aber er ist ein extrem lieber und gehorsamer Hund, also war es ein leichtes Spiel. Die Stubenreinheit hat auch nach einer Zeit geklappt.

    Dann sind wir zusammen umgezogen, wir haben uns sehr gut eingelebt, er bleibt täglich 4 Stunden alleine wenn ich zur Uni muss (vorher gehen wir mind. 1 Stunde im Wald spazieren). Auch das klappt super und ich konnte nicht fassen was für ein Glück ich mit dem Kleinen habe. Auch das Pendeln mit dem Zug zwischen meiner Heimatstadt und meiner Unistadt, und der Stadt in der mein Freund wohnt, macht er ganz toll mit - ich weiß,es ist stressig aber er schläft immer ganz lieb im Zug, hauptsache ich bin dabei :) Wenn ich in meiner Heimatstadt arbeiten bin wohnen wir bei meiner Mutter die ihn dann babysittet und die er von Anfang an kennt. Kurzum - alles eine Frage der Organisation,alles gut!

    Jetzt auf einmal der absolute Horror ... er hat von Anfang an schlecht gesehen, inzwischen ist er aber fast blind. Er trinkt extrem viel und hat jegliche Kontrolle über seine Blase verloren, was ein Zusammenleben natürlich sehr stressig macht. Er schämt sich dann auch und tut mir unendlich Leid. Artzbesuche folgten, Blut- und Urintests (138€) sowie ein Messen des Trinkverhaltens (mindestens 1L täglich bei ca 10 kg Gewicht und einer Schulterhöhe von ca 33 cm). Mittelmeerkrankheiten sind auch negativ.

    Diagnose: Verdacht auf diabetes insipidus oder Cushing. Genaueres weiß ich noch nicht :(

    Ich hab jetzt regelrecht Panik davor,wie es weitergehen soll. Die Kosten die auf mich zukommen sind für mich nahezu unermesslich, es folgen sicherlich Röntgenaufnahmen, weitere Tests, etc. Ich habe zwar eine Krankenversicherung für ihn abgeschlossen die aber leider erst ab März 2013 in Kraft tritt. So lange noch mit weiteren Behandlungen zu warten geht natürlich nicht! Ich kann auch leider nicht auf die Unterstützung meiner Mutter hoffen, sie macht schon genug für mich indem sie mir das arbeiten ermöglicht und auf ihn aufpasst.

    Wenn er eine der obigen Krankheiten hat kommen lebenslange,monatliche Kosten auf mich zu die ich mir garnicht leisten kann (habe die Infos aber nur von Betroffenen aus dem Internet - da waren von bis zu 180 Euro im Monat die Rede).

    Ich will ihn auf keinen Fall wieder hergeben, aber habe auch ein schlechtes Gewissen ein krankes Tier alleine zu lassen während ich in der Uni bin. Ihm geht es ja soweit gut aber er uriniert halt überall hin,sieht nichts, .. ich habe Angst dass er durchdreht alleine und fühle mich auch überfordert und total eingeschränkt. Habe ihn sonst immer überall mit hingenommen, aber in dem Zustand .. . Eine Windel ist auch keine Lösung auf Dauer, will ich auch eigentlich nicht ausprobieren.
    Mein größter Horror sind all die Kosten die auf mich zukommen durch diese Krankheiten und Tests um herauszufinden welche es ist .............. mir war natürlich klar welche Kosten ein Hund nach sich zieht (Steuer,Futter,Haftpflicht,Krnenversicherung,Zubehör,Tierarzt), aber diese schwere Krankheit direkt nach so kurzer Zeit trifft mich schon wie ein Schlag. Ich habe ein Hundekonto aber das ist schon erschöpft und wird erst wieder im Februar/März (Ferien -> arbeiten) gefüllt.

    Was ratet ihr mir? Hat jemand Erfahrung mit diesen Krankheiten? :( Ich will den kleinen Knirps nicht verlieren

    Liebe Grüße

  • :solace: Zuerst fühlt dich mal gedrückt.......ich kann deine Gedanken und Ängste gut nachvollziehen. Zu diesen Krankheiten kann ich dir garnichts schreiben - da kommt sicher noch einiges - aber vielleicht im Moment nur der Rat, zu versuchen, erstmal nicht gar zu schwarz zu sehen. Es gibt doch noch keine Diagnose und ob es wirklich eine dieser Krankheiten ist, weisst du auch noch nicht. Vielleicht ist doch alles nicht gar so schlimm.

    Vielleicht solltest du auch versuchen, nicht jetzt schon allzuviel an die weitere Zukunft zu denken in Bezug auf "lebenslange monatliche Kosten". Vielleicht gibt es ja kostengünstigere Alternativen/Medikamente, was du aber jetzt ohne feste Diagnose noch nicht überprüfen kannst.

    In jedem Fall sollten natürlich alle notwendigen Tests und Untersuchungen gemacht werden. Da du die Aussicht hast, dass sich dein "Hundekonto" bald wieder füllt (Febr./März ist ja nicht mehr lang), frage doch deinen TA, ob du die Rechnung(en) später bezahlen bzw. in Raten bezahlen kannst. Wenn nicht, vielleicht kann dir jemand was leihen bis zur finanziellen Besserung.

    Ich weiss, es ist schwer, nicht an die spätere Zukunft zu denken, aber im Moment solltest du das wirklich versuchen, weil du einfach noch zu wenig weisst.

    Man möchte gerne trösten, aber es ist schon schwer und sehr belastend, was du so schnell mit dem Kleinen erleben musst. Drücke euch auf jeden Fall die Daumen, dass es keine schlimme kostenintensive Krankheit ist und der Kleine wieder gesund wird.

    LG Francisca

  • Hallo,

    das ist ja wirklich übel.
    Beide Krankheiten sind furchtbar.

    Hast Du den Hund von einer Tierschutzorganisation?
    Vielleicht können die Dich unterstützen mit einem Spendenaufruf oder so.

  • Danke euch beiden! An einen Spendenaufruf habe ich tatsächlich noch garnicht gedacht..das überlege ich mir mal. Am 14. haben wir einen Arzttermin und wissen dann hoffentlich bald genaues. Bis dahin muss ich wohl oder übel leider zur Windel für ihn greifen auch wenn mir das nicht gefällt,aber das geht einfach nicht anders :(

  • Ach herrje, fühl dich gedrückt!!!

    Wurde ein Diabetes mellitus schon ausgeschlossen?
    Was sagt die Schilddrüse?

    Wichtig ist erstmal die endgültige Diagnose, da die Therapie anders wäre.

    Bei einem Diabetes insipidus müsste man noch zwischen zentralem DI und renalem DI differenzieren.
    Beim zentralen DI (die Hypophyse bildet aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr genügend ADH, ein Hormon)gibt man beim Menschen ADH (Vasopressin, Desmopressin)..das macht man beim Tier auch..beim renalen DI wird es da schon schwieriger...ADH wird noch von der Hypophyse produziert, es kann aber am Zielorgane Niere nicht mehr wirken und dadurch verliert der Hund ständig Wasser und hat Durst

    Beim Cushing (zu viel Cortison im Blut) könnte man Trilostane anwenden, ein Stoff, der ein Enzym hemmt, welches Cortison mitherstellt. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten
    (sorry, bin kein TA)

    Meine Jill hat einen klinischen Cushing und eine SDU.
    Die Diagnose war beim Cushing grenzwertig, ich hätte den Test nochmal wiederholen lassen müssen, das wollte ich aber nicht, da ich kurz vorher erfahren hatte, dass Jill Lungenmetastasen hat.
    Trilostane habe ich nie angewendet; die Schilddrüsenhormone sind jetzt seit einiger Zeit bei der Omma ausgeglichen und sie blüht richtig auf. Pullern und Trinken tut sie immer noch viel (ca 4-6 Liter am Tag bei 44 kg), sie wird nicht mehr läufig und ist recht wacklig auf den Beinen, sie hat keine Unterwolle mehr.

    Jill hat jetzt oft hintereinander Blasenentzündungen gehabt. In der Zeit hat sie mir auch in die Wohnung gepullert. Könnte es sein, dass dein Hund auch einen Harnwegsinfekt hat?

    Halten kann Jill den Urin ansonsten schon...nur in der Harnblasenentzündungszeit, da ging nix mehr und sie hat mir regelrechte Sturzbäche in die Wohnung gesetzt.

    Bitte berichte wie es weitergeht!

    Im Zweifel kann man ja auch in Raten zahlen beim TA...(scheiß Geld immer :verzweifelt: ---sorry für das Schimpfwort....stimmt aber)

  • Hallo,

    diabetes mellitus und Blasenentzündung sind ausgeschlossen. Die Bluttests/Urinprobe waren soweit in Ordnung, ob die jetzt nach der Schilddrüse geguckt haben weiß ich nicht .. Ich bin gespannt auf Montag, da wird dann angefangen zu testen ob es Cushing oder diabetes insipidus ist. Beides wäre schlimm, aber hauptsache ich kann ihn endlich behandeln lassen ... eine gute Bekannte von mir hat mich auch finanziell etwas unterstützt <3 Ich halte euch auf dem Laufenden!

    Liebe Grüße

  • Achso und bei Cushing, Morbus Addison (noch nicht perfekt dosiert) usw finde ich es auch voll okay, wenn der Hund eine Katzentoieltte bekommt (anutrlich weiterhin normal gassi gehen). Bei Ulexa habe ich extra Hundehandtücher auf den Boden ausgelegt, aber ich musste jeden Tag Pipi Handtücher waschen und wischen :muede2:

  • Hm ja, aber wie bringe ich ihm so schnell bei auf diese Toilette zu gehen :p ich bin am überlegen ob ich gleich kurz los und eine Windel kaufen soll... aber heute hat er noch nirgendwo hingemacht! Toi toi toi

  • Zitat

    Hm ja, aber wie bringe ich ihm so schnell bei auf diese Toilette zu gehen :p ich bin am überlegen ob ich gleich kurz los und eine Windel kaufen soll... aber heute hat er noch nirgendwo hingemacht! Toi toi toi


    Kannst du ihn nicht an ein (großes) Katzenklo gewöhnen? Ihm beibringen, dass er da drauf geht wenn er muss? Ist für den Hund sicher angenehmer als dann mit der vollgemachten Windel stundenlang rumlaufen zu müssen.

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