"Abruf" 15-Wochen Lütte
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Wir haben auch eine gaaanz ganz lange Zeit mit Schlepp gearbeitet. Genau an dem Zeitpunkt, als auch Butch gemerkt hat, dass er ja eigentlich alle Zeit der Welt hat zu mir zu kommen. Und auch er war so schlau, dass er für besondere Leckerchen besonders gut und für bekannte Leckerchen eher mäßig arbeitete.
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Ich habe anfangs gar nicht soviel Zauber draussen veranstaltet. Kamen Menschen oder sonsta was wo der Flusi bei mir sein sollte hab ich ihn sehr früh zu mir gerufen und dann gabs Action pur, Kabbeln, schmusen, mal ein Leckerlie aber immer ganz besonders wenn eben Ablenkung da war. Schnell hatte er verinnerlicht dass wenn es ringsum toll zu sein scheint Fraule ja noch toller ist.
Wenn du weißt du kannst auf Grund deiner MS nicht so schnell reagieren musst du wohl oder übel auf die SL zurückgreifen, wenn er erstmal gelernt hat dich zu ignorieren dann hast du die Popokarte, schließlich hast du einen Pudeljungs (von dem es hier immer noch kaum Bilder gibt!) und der lernt sehr schnell und nachhaltig. Dummheiten die er nie machen konnte da er keine Gelegenheit dau bekommt wird er auch später nicht so schnell zeigen.
Ansonsten genieß die Zeit und wechsel stündlich die Belohnug damit du immer spannend bleibst. Am besten eine kleine Auswahl in die Tasche stopfen. Ein parr Bröckchen Käse, TF, auch malk nen gevierteltes Frolic, ein paar Happel Würstlis. Dann freut er sich immer auf eine Überraschung.
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Zitat
Wir haben auch eine gaaanz ganz lange Zeit mit Schlepp gearbeitet. Genau an dem Zeitpunkt, als auch Butch gemerkt hat, dass er ja eigentlich alle Zeit der Welt hat zu mir zu kommen. Und auch er war so schlau, dass er für besondere Leckerchen besonders gut und für bekannte Leckerchen eher mäßig arbeitete.
Hier möchte ich noch mal erwähnen, dass der Hund sich das nicht ausdenkt so rum zu machen, sondern, dass der Mensch ihm das in der Regel so beibringt.

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Ich habe meine Hündin mit 15 Wochen übernommen, da war sie schon sehr selbstständig und mit "Folgetrieb" ausnutzen war da nicht mehr viel los. Sie ging sehr früh schon mit der Schlepp und tut es jetzt noch - und ganz ehrlich? Jetzt wo sie 8 Monate alt ist klappt es viel besser als mit 4 Monaten, wo ich das Gefühl hatte, dass für meinen Hund die Welt jeden Tag auf's neue geschaffen wird und alles nur groß und zum anstaunen da war. Da hatte sie gar keine Zeit, gar keine Muße, und erst recht keine Kapazitäten um viel auf mich zu achten, wenn Ablenkungen da waren. Ein LKW, oder auch ein Fahrrad, war genug - und dann war im kleinen Hundekopf auch nur noch 'FahrradFahrradFahrradFahrradFahrradFahrradFahrrad' los.
Von daher würde ich genau das beherzigen, was FlyingPaws schon sagte: Immer dann, wenn so gut wie keine Ablenkung da ist - ich habe es so gehandhabt, dass ich über Tage hinweg wenn der Hund auf der normalen Gassistrecke vielleicht 5 Meter vor mir war, oder auch mal nur 2, oder mal 3 Meter hinter mir, den Rückruf genutzt habe, ohne(!) dass ich den Hund wirklich abrufen musste. Und wenn sie kam, eine Party gefeiert, mal ein leckerlie geschmissen oder einen Spurt eingebaut oder was ihr sonst gerade gut gefiel. Gerade um das Kommando einzuüben ist es sinnvoll, es nicht zu benutzen wenn man es nicht braucht - das heißt in Situationen wo Ablenkungen da sind am Anfang gar nicht das Abrufwort benutzen sondern den Hund einsammeln oder anders herlocken und das Abrufkommando erst dann auch in "real life" Situationen verwenden, wenn der Huind es gut kennt und verinnerlicht hat.
Das lief bei uns gut und inzwischen haben wir einen eher schlunzigen Abruf, der meistens klappt (da reicht es mir aber, wenn ich Hundchens Aufmerksamkeit bekomme und sie etwas in meine Nähe kommt) und einen ernsthaften Rückruf, den ich nur in wichtigen Situationen verwende und für den es eine Party und Mega-Leckerlies oder eine Runde Lieblingszockerei gibt.
Worauf ich aber wirklich hinaus will: Das ist genau das Alter, in dem (bei meiner Hündin zumindest) die Umwelt den Kopf andauernd fast überfüllt hat. Und wo der Hund so beschäftigt war, sich ein Weltbild zurechtzubasteln, dass in Sachen Aufmerksamkeit einfach nicht viel zu holen war.
Sei nicht so hart zu euch - manches können junge Hunde einfach nciht leisten, das ist so. Ich bin auch Ersthundehalterin und habe mich am Anfang (durch das viele Belesen und Vorbereiten vor dem Hund) wirklich mit Erwartungen an uns ziemlich bekloppt gemacht. Das ist inzwischen einem gesunden, realistischen Fatalismus gewichen: Ich habe gelernt, mich für uns beide zu entschuldigen wenn es mal nötig wird und nachher drüber zu lachen. Ich hab gelernt, dem Hundekind weniger Druck zu machen, zu unterscheiden was absolut wichtig und was entschuldbar ist. Und nicht zuletzt habe ich gelernt, an mir selbst zu arbeiten und den Hund besser einzuschätzen, weil (leider ;-) ) Leckerlies bei uns kein Allheilmittel und absolut kein Allbelohnungsmittel sind (oft sind die einfach uninteressant) und ich sehen muss, was wann die richtrige Motivationsgrundlage ist - und ob sie gerade überhaupt fähig ist, diese oder jene Übung auch zu machen (bevor ich sie verlange).
Das wird schon werden :-) Und mit der Zeit wächst man zusammen und die kleinen Erfolge die sich einstellen motivieren dann ungemein.
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gut zu wissen, dass auch andere hunde etwas abgelenkt sind. mein hüpfer freut sich ja schon über herumfliegende blätter. da lässt sich kaum noch ein "sitz" abrufen. jo, und der aufbau des abrufens muss ich wirklich überdenken. ich frage mich nur, warum in der hundeschule nicht gleich der "richtige weg" vermittelt wird. naja...aber was ist schon richtig??... auf jeden fall muss ich nochmal über die bücher.
merci für die tipps und vor allem für die beruhigenden worte!

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Meine Hunde wissen gar nicht, was sie als Belohnung bekommen werden. Das ist für sie daher kein Entscheidungskriterium.
Was ich oft beobachte, ist, dass das Rankommen für Hunde sehr langweilig gestaltet wird. Ja gut, es gibt ein Leckerlie. Aber das war's auch schon. Der Halter steht da und läßt den Hund auch noch vorsitzen. *gähn*

Ich werfe gerne Futter in Laufrichtung des Hundes. Oder ziehe seinen Blick auf meine Hand und werfe dann das Leckerlie richtig weit, wenn Hund auf Ruf in meine Richtung kommt. Manchmal "finde" ich auch Futter irgendwo und habe sie deshalb zu mir gerufen. Will heißen: Es gibt aus Sicht meiner Hunde so allerlei Gründe, warum ich sie anspreche/rufe. Und so selten als irgend möglich ist dann der Spaß vorbei. -
Ja, Futter hab ich auch öfter im Wald entdeckt....uiiii, was liegt denn hhiiieeerr???? Waaahnsinn!!!
Schwups, ist Hundi da. -
Zitat
gut zu wissen, dass auch andere hunde etwas abgelenkt sind. mein hüpfer freut sich ja schon über herumfliegende blätter. da lässt sich kaum noch ein "sitz" abrufen. jo, und der aufbau des abrufens muss ich wirklich überdenken. ich frage mich nur, warum in der hundeschule nicht gleich der "richtige weg" vermittelt wird. naja...aber was ist schon richtig??... auf jeden fall muss ich nochmal über die bücher.
merci für die tipps und vor allem für die beruhigenden worte!

Eine gute Beziehung/Bindung zu seinem Hund erreicht man nicht über Leckerlies oder möglichst einfallsreiche Tricks.
Ein Hund ist ein soziales Wesen, immer bemüht, sich seinem Rudel anzupassen.Ich bin der Meinung, man sollte die Bedürfnisse des Hundes erfüllen. Bewegung, Spiel mit Artgenossen, die Welt entdecken, ihm Sicherheit und Geborgenheit geben, ist für einen Welpen lebensnotwendig. Wenn das befriedigt wird, wird er versuchen, seinen Platz bei Dir zu finden und Du musst nur noch die Richtung, die Du möchtest, vorgeben.
Wieviel darf der Welpe bei Dir ausgelassen spielen?
ZitatWarum soll er sitzen, wenn gerade die Welt so spannend ist??
Ich würde ihn auch ohne Leine laufen lassen, er hat doch noch den Folgetrieb.
Binde ihn durch eine gute Beziehung an Dich.
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