Beiträge von NeonAtom

    Gorgeous, seit dem Happening auf dem Hundeplatz sind bereits ein paar Tage vergangen. In diesen paar Tagen bin ich mit meinem Hund immer wieder auf andere Hunde getroffen - und es hat weder vor dem Happening auf dem Hundeplatz, noch nach diesem Happening, jemals einen Angriff auf meinen Joggel gegeben.


    Ich bin jetzt fest überzeugt, dass der Zusammenstoss nicht durch meinen Hund, seine Hormone oder durch sonst was von seiner Seite her ausgelöst wurde. Allerdings war ich direkt nach dem Zusammenstoss sehr verunsichert, da die Kursleiterin (note Bene eben Verhaltenstherapeutin) vor allem über die Kastration beim Joggel hergezogen hat (da haben wirs wieder: Die Kastration... :verzweifelt: ). Da gerade in Hundeforen so viel über die Kastration geschrieben und gemeckert wird, dann auch noch die Hundetrainerin alles - mehr oder weniger - auf die Kastration geschoben hat, war ich nach dem ganzen Happening sehr verunsichert. Ich habe mir wegen meinem Hund ein richtig schlechtes Gewissen gemacht. Aber eben, mein Joggel kann im Normalfall mit allen Hunden gut spielen, oder sie in Ruhe lassen, ihre Confort-Zone lassen...


    Mit der Hunderasse Malinois habe ich mich bisher nicht so sehr auseinander gesetzt. Klar, sie gehören zu den Schäferhunden. Und jo, ich weiss, dass es bei Schäferhunden in der Jugnd gerne eine Achterbahnfahrt der Gefühle gibt. Aber wie sich diese Hunde mit anderen Hunden verhalten, so weit habe ich mich nie in die Literatur eingelesen. Und deswegen bin ich um deine Antwort sehr froh. Ich sags jetzt mal so: Mein Gefühl hat mich vielleicht doch nicht getäuscht, dass die Kursleiterin ein kleines Anzeichen von Entsetzen über ihre Hündin gezeigt hat. Im Normalfall spricht die Frau nämlich in sehr deutlichen Worten über das jeweilige Hundeverhalten. Wenn es um den eigenen Hund geht, ist das natürlich schwierig - deswegen war sie nach dem Vorfall wahrscheinlich nicht so direkt und hat nur ein bitzeli über die Kastration gemotzt....


    Die Hunde lassen wir zur Zeit nicht aufeinander treffen. Auch die zweite Hündin (ebenfalls eine Malinois-Dame, allerdings schon 5 Jahre alt) der Kursleiterin lassen wir zur Zeit nicht in die Nähe vom Joggel. Mein Hund soll vorerst wieder gute Begegnungen mit Hunden - vor allem Hunde-Damen - haben. In ein paar Wochen werden wir meinen Hund dann mit der älteren Malinois-Dame zusammenführen. Auch sie kennen sich bereits. Vor x Monaten haben wir die beiden schon einmal zusammengeführt. Damals hat die 5 jährige Malinois-Dame dem Joggel gezeigt, wo der Frosch die Locken trägt. Mein Joggel hingegen hatte dann auch mal genug von der Malinois-Dame und hat sich gegen sie gewehrt (kurzes Zähne zeigen). Die Malinois-Dame hat das Zeichen von meinem Joggel akzeptiert und von dem Moment an konnten die beiden Zusammen leben. Sehr oft haben sich die beiden nach dieser ersten Zusammenführung aber nicht gesehen. Und nun bin ich halt gespannt, wie der Joggel reagieren wird, wenn er wieder - zwar mit der älteren - Malinois-Dame zusammenkommt. Verbindet er das Aussehen dieser Rasse mit etwas Schlechtem? Oder hat er den Angriff der jungen Hündin weggesteckt?...


    Eben, bis es wieder ein Zusammentreffen der Hunde gibt, werden noch einige Woche vergehen. Der Bub soll jetzt einfach wieder Spass haben, tolle Begegnungen erleben und stressfrei mit Hundemädels spielen können.


    Vielen Dank für dein Posting!

    Danke für eure Meinungen. Sie bringen mich leider nur zum Teil weiter.


    Den Auslöser des Kampfes sehe ich inzwischen auch in der Hündin. Mein Hund hat seit dem Vorfall immer wieder problemlos mit anderen Hunden (Mädels, Jungs, kastrierte Jungs) gespielt. Es hat absolut keine Probleme gegeben. Er ist nach wie vor ein offener, zugänglicher Kerl und scheint die Eskapaden seiner ehemals besten Freundin gut weggesteckt zu haben.


    Was die Kastration angeht: Ich bin gehbehindert. Ich kann nicht hinter einem Hund herrennen. Ich kann nicht zwei, drei Stunden durch die Gegend wandern und den Hund suchen. Ich brauche für meinen Alltag einen Hund, der keine Kämpfe anzettelt. Ich brauche einen Hund, der nicht an jedem Grasshälmchen markiert. Miro hat einen Förderplan, welcher auf die ersten drei Jahre ausgelegt ist. Er wird durch mich zum Assistenzhund ausgebildet (jaaa, das geht!). Nun, ich hätte mit der Kastration zuwarten und schauen können, wie er sich zum Vollrüden entwickelt. Hätte ich ihn dann kastriert, was wäre geblieben? Das Markieren? Die Rauffereien mit anderen Hunden? Man weiss es nicht. Und da ich die Wahl zwischen "Ich lasse ihn jetzt als jungen Hund kastrieren, dafür klappt alles Weitere auch" oder "Ich lasse ihn nicht kastrieren und lasse mich überraschen, wie er sich entwickelt" hatte, ich aber als Gehbehinderte nicht die Möglichkeit habe, einen pöbelnden, streunenden Hund als Assi-Hund zu halten, wurde Miro frühkastriert. Sollte Miro den Ansprüchen eines Assistenzhundes nicht nachkommen können, würde dann auch das Kastrationsstäbchen hinfällig werden. Er würde dann als stinknormler Hund von meinem Mann geführt. http://www.bhv-net.de/assisten…ung/pruefungsordnung.html


    Das wärs zum Thema Kastration.

    Coole Antwort. Dass sie sich einfach doof finden könnten, daran habe ich gar nicht gedacht. Und nö, sie müssen sich nicht zwingend gut verstehen. Wenn es nicht geht, geht's nicht.


    Ob es am Chip liegt, stelle ich auch ein bitzeli in Frage. Es ist aber immer wieder eine praktische Erklärung - meist von Aussenstehenden - um meist negative Vorfälle zu begründen. Und auch die Besitzerin der Hündin hat dann in diese Richtung gezielt. Natürlich nervt sowas auch ein bisschen. Abgesehen davon hatte er auch noch nie mit anderen Hunden Ärger - aber dem Frieden zu Liebe habe ich halt meinen Mund gehalten und durfte spüren, dass mein Hund der Arsch im Umzug ist und dass ich als Halterin den weltgrössten Fehler gemacht und ihn habe kastrieren lassen...


    Eben, Ärger mit anderen Hunden hatte er noch nie. Er wurde auch noch nie von einem Rüden angeflirtet ( :D ). Er spielt mit Rüden, mit Mädels, mit kastrierten Rüden, mit sehr jungen Hunden, mit kleinen und grossen Hunde, er hält Abstand bei alten Hunden, Hunde, die nicht auf seine Spielaufforderung eingehen, respektiert er,...


    ...und dann flippt seine Spielfreundin dermassen aus. Hmm...schauen wir mal, wie sie sich nach der Pubertät zeigen wird.

    Hallöle


    Ich hätte gerne eure Meinung zu folgender Situation gehört.


    Mein Hund ist ein 16 Monate alter, schwarzer Grosspudel. Weil er mittelfristig mein Hilfshund werden soll, er in dieser Eigenschaft nicht markieren, herumpöbeln und streunern darf, wurde er vor rund 10 Monaten zum ersten Mal vorerst chemisch kastriert. Gestern wurde er zum zweiten Mal mit dem Hormonstäbchen kastriert. Sein Charakter zeichnet sich daraus aus, dass er ein aufgestellter Bursche ist, der mit Kindern und Erwachsenen klar kommt, mit anderen Hunden gerne spielt, der sich aber auch sehr gut zurücknehmen und einem anderen Tier (sei es Hund oder Katze) den Vortritt geben kann und er kennt nix böses oder schlimmes. Er hatte mit ca. 13 Monaten eine kurz Angstphase, wo er nicht gerne die Treppen hinunter gegangen ist. Das wäre in Kürze also mein Hund.


    Dann ist da die Malinoise Hündin. Diese Hündin gehört der Leiterin "meiner" Hundeschule. Die Hündin ist 20 Monate alt. Ihren Charakter kann ich nicht so genau einschätzen, kennengelernt habe ich sie aber als gute, nicht aggressive Hündin. Wann die Hündin letztmals läufig war, weiss ich nicht; zur Zeit sollte sie es jedenfalls nicht sein. Sie steckt zur Zeit in einer grösseren Angstphase und kann an manchen Orten ihrer gewohnten Gassitour nicht durchgeführt werden. Sie ängstigt sich auch vor gewissen Geräuschen (Scheppern des Futternapfs), scheint aber sonst nicht gross Auffällig zu sein.


    Mein Hund und die Hündin kennen sich seit der Welpenzeit meines Hundes. Die beiden hatten jede Woche die Gelegenheit, miteinander zu spielen. Das Spiel zwischen den Beiden verlief immer gut, kontrolliert und ohne, dass Aggression jemals ein Thema war. Vor ca. 4 Monaten ist mir erstmals aufgefallen, dass die Hündin meinen Hund gerne in den Nacken gebissen und auf den Rücken gedreht hat. Dies kam in einer Spielsession von vielleicht 5 - 10 Minunten 3 oder 4 mal vor. Für mich war dieses Verhalten absolut okay - es war altersgerecht für die Hündin und mein Hund konnte mit diesen "Rückenlegern" umgehen.


    Die letzte Spielsession vor Weihnachten (also vor ein paar wenigen Wochen) zeigte mir dann plötzlich eine Hündin, die sich nur noch einen "Spass" daraus machte, meinem Hund in den Nacken zu beissen und ihn auf den Rücken zu legen. In einer Spielsession von 3 - 4 Minuten, lag mein Hund ca. 20x auf dem Rücken. Die Hundeschulleiterin empfand dieses "Spiel" noch nicht als extrem - für meinen Geschmack gab es da aber ein Missverhältnis.


    In den Weihnachts-Neujahrs-Ferien haben wir die Hündin nicht gesehen oder angetroffen.


    Heute nun hätten unseren beiden Hunde wieder kontrolliert miteinander spielen sollen. Die Hündin ist wie eine gestörte auf meinen Hund los, hat schaurige Geräusche ausgestossen, sich immer und immer wieder im Nacken von meinem Hund festgebissen und hat ihn innerhalb von einer Minute gefühlte 100x auf den Rücken gelegt. Ein weiterer Rüde (nicht kastriert, 9 Monate alt), der auch auf dem Platz war, interessierte die Hündin auf keine Weise. Sie hat sich voll und ganz auf meinen Hund gestürzt. Natürlich haben wir die beiden sofort wieder auseinander genommen und wir haben keine Ahnung, weshalb die Hündin sich so aggressiv gezeigt hat.


    Mein Hund durfte dann mit dem nicht kastrierten Rüden spielen. Mit ihm entstand ein normales, schönes Spiel. Allerdings schein mein Hund von der vorherigen Session etwas durch den Wind zu sein und hat in einer Aktion mit dem anderen Rüden kurz geknurrt (hat er noch nie gemacht....blöder Satz, aber ist so).


    Im Anschluss durfte dann die wütende Hündin noch mit dem anderen Rüden spielen. Dort hat sie sich zurückgehalten, dem Rüden aber auch immer wieder den Nackenbiss verpasst und versucht, den Rüden auf den Rücken zu hauen. Dazwischen hat sie den Rüden aber immer mal wieder kurz für ein Spiel aufgefordert.


    Tja, was nun? Ich weiss nicht so richtig, was ich übersehen habe. Kastriert ist mein Hund ja schon lange. Die Hündin kennt meinen Hund fast nur in diesem Zustand. Sein Zustand kann sie also nicht unbedingt aus der Fassung bringen. Oder doch? Mein Hund spielt mit allen anderen Hunde ohne Probleme. Weshalb nun diese Aggression der Hündin? Ist das typisch für die Pubertät bei den Mädels? Ist mit solchen Ausrastern seitens Hündinnen / dieser Rasse zu rechnen? Was habe ich übersehen?


    Ich muss gestehen, dass ich die Situation auch mit der Besitzerin der Hündin besprochen habe (die Besitzerin ist ja eben Verhaltenstrainerin und die Hundeschulleiterin). Auch sie ist etwas ratlos und ist der Meinung, dass die Kastration von meinem Hund zum Verhalten ihrer Hündin geführt hat. Kastrierte Rüden seien für Hunde ein "Nichts" - also weder Hündin, Welpe oder Rüde. Deshalb würden kastrierte Rüden gerne angepöbelt...


    Hmm...eben, die beiden Hunde kennen sich seit sie Winzlinge waren und die Sache mit der Kastration lässt mich nicht los. Die Wirkung des Hormonstäbchens hält ja ca. 10 Monate an. Wie erlebt ihr die Situation mit euren Hunden: Werden sie eher akzeptiert, wenn sie kastriert sind oder werden sie dann eher angepöbelt? Ich persönlich habe eher das Gefühl, dass die Hündin jenen Grund hatte plötzlich wegen meinem Hund auszuflippen, weil die Wirkung des Hormon-Stäbchens im Dezember langsam nachgelassen hat - also zu dem Zeitpunkt, wo es zum ersten Mal zu einem Zusammenstoss der beiden gekommen ist... Abhängig davon ist natürlich, dass die Aggression tatsächlich wegen der "Kastration" entstanden ist. Oder gibt es weitere Gründe, die wir übersehen haben?


    Eben, weil mein Hund mein Hilfshund werden wird, ist es mir schon wichtig zu wissen, weshalb es Ärger gegeben hat. Für Anregungen und Tipps wäre ich sehr dankbar.


    Herzliche Grüsse
    :smile:

    Zitat

    :lachtot: Der schönste Beitrag seit langem. :lachtot:


    Allerdings... Was passiert mit Dir eigentlich nachts? So bei Vollmond... :fies:


    LG Astrid


    Okay, ab und an hängen die Haare von den Zähnen aus dem Mund - vielleicht kam es deshalb zur Verwechslung? Über mein Dasein als Werwölfin möchte ich nicht schreiben - das ist mir jetzt doch zu persönlich... :look:

    ...wenn du nachts wegen Schlaflosigkeit aufstehst und der Hund dann ins warme Bett hüpft. Am Morgen erzählt dir dann der Ehemann, dass er kaum Platz im Bett gehabt hätte und er erst nach etwa einer Viertelstunde bemerkt habe, dass nicht ich mich an ihn kuschelte, sondern der Hund..... :muede:


    PS: Der Hund ist ein Grosspudel - ich habe hingegen langes, glattes Haar und meine Körperbehaarung ist bei Weitem nicht so ausgeprägt wie beim Joggel. Muss ich mir um meinen Mann nun Sorgen machen?... :???:

    Der Begriff "Anfängerhund" finde ich schwierig. Es geht viel eher darum, was der zukünftige Besitzer für ein Mensch ist und was er für ein Leben führt.


    Einem sportverrückten Jogger kann man als "Anfängerhund" sicher ein anderes "Model" in die Hände drücken, als einer Couch Potato. Einem Mieter wird man einen anderen Hund geben, als einer Person mit Haus und Garten. Einem an Hunden interessierten Menschen wird man einen anderen Hund empfehlen, als dem It-Girl, welches den Hund als Schmuck mit sich trägt...


    Bevor man also die Empfehlung für einen "Anfängerhund" abgibt, sollte man einige Infos zum Leben und Sein des zukünftigen Besitzers erfahren.


    Und ja, zur gewünschten Rasse "hocharbeiten" finde ich auch nicht so prall. Und dennoch empfinde ich es störend, wenn ein Mensch, der noch keinen Hund gehalten hat, der noch eine gewisse Unsicherheit gegenüber Hunden hat (ihre Körpersprache noch nicht so gut lesen kann), nicht genau weiss, wie man Hunde auslastet und bisher freiwillig kaum das Haus verlassen hat, z.B. einen Husky ins Haus holt - weil der doch so schöne Augen hat. Und ja, man will natürlich ab dem Tag, wo der Hund im Haus ist, jeden Tag 5 Stunden draussen herumspazieren. Und ja, natürlich will man den Hund auslasten - mit Bällchen schmeissen oder soooo......


    Ich persönlich finde auch, dass der erste Hund leichtführig sein sollte. Ein Hund für einen Ersthundehalter sollte in seinem Charakter einfach ein gutes, liebes Tierli sein. Als Ersthundehalter gleich einen Beisser mit Jagdtrieb und einer Unverträglichkeit für alles und jeden ins Haus zu holen, macht kaum Sinn. Und wenn sowas doch passiert, empfinde ich das als Fahrlässigkeit. In meinen Augen muss ein Hund für einen Ersthundehalter vor allem Eines können: Fehler des Hundehalters verzeihen!