Hunde verstehen sich nicht.
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Hallo liebe Hundefreunde,
ich hoff mal das ich hier im richtigen Forum für mein Problem bin. Ich könnte jetzt einen Roman schreiben, werde aber versuchen die Situation kurz und sachlich zu erklären.
Meine Freundin hat einen 2 Jahre alten Zwergspitz Rüden namens "Lenny"und ich einen 6 Monate jungen Staffi Rüden "Louis".Lenny der ganze 2,5kg wiegt hat ihn Anfangs als wir Louis bekommen haben erstmal quasi "eingenordet" und ihm gezeigt wer der Boss ist. Das ist auch "eigentlich" immernoch so.
Die beiden Verstehen sich in der Regel gut, sie trinken und essen gleichzeitig aus dem selben Napf. Spazieren gehen zusammen könnte nicht einfacher sein, man kann sie ohne bedenken zusammen laufen lassen, abrufen etc.
Ab und zu haben wir zu Hause Meinungsverschiedenheiten unter ihnen..
Das Problem ist, dass der kleine Lenny alle schnellen Reaktionen von Louis in der Wohnung und teilweise im Garten nicht abkann und mit einem hinter rennen - bellen und teilweise durch zwicken/beissen unterbinden will.Beispiel: Louis rennt in der Wohnung nem Kuscheltier hinterher was ich geworfen habe und ZACK kommt der kleine unter der Couch her, bellt und beisst ihn. Dabei ist bisher auch nichts eskaliert, da Louis ihn dabei einfach ignoriert.
Louis springt an einem von uns hoch um uns zu begrüßen...Lenny tickt wieder aus...Am Sonntag sind beide durch den Garten gerannt und haben sich Anfangs auch gut verstanden.
Danach fing Lenny an den Louis immer hinterher zu rennen und in den Po zu zwicken .. irgendwann hat Louis es sich nicht mehr gefallen lassen und zurück geschnappt.
Beide haben sich DIREKT hochgeschaukelt und Louis hat sich in Lenny verbissen und wollte gerade anfangen den kleinen 2,5 kg Zwergspitz und war grad dabei mal sein Schüttelangriff in voller Aktion durchzuführen.. Gottseidank stand ich in nächster Nähe und hatte seinen Kopf schon fest gegriffen bevor er dies richtig durchführen konnte. Packte ihm in den Mund und er ließ Lenny los. Ich glaube das Louis in dieser Sitatuon überfordert war und sich anders nicht mehr zu helfen wusste.Das ganze ist jetzt noch mal glimpflich ausgegangen..das dicke Zwergspitz Fell hat Lenny zum Glück vor offenen Wunden geschützt.
Dennoch denke ich, das er diesen Angriff alleine keineswegs überlebt hätte, wenn ich Ihn nicht direkt wieder gelöst hätte.Danach waren beide wieder so als ob nichts passiert wäre, liegen auf der Couch und ratzen vor sich hin..
Das es Machtspiele unter Hunden gibt, ist ja nichts ungewöhnliches. Das ungewöhnliche bei uns ist das überwiegende Problem dieser imense Größen- und Gewichtsunterschied (2,5kg vs 20kg). Dazu kommt noch das beide verschiedene Rassen mit anderen Charakterzügen sind.
Wie beurteilt Ihr die Sitation?
Ich freue mich auf Eure Erfahrungen, Tipps, Meinung und Kritiken.
Gruß,
Marcel
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Hallo,
hast du hier Hunde verstehen sich nicht. schon mal geschaut ?*
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Schwer zu beurteilen, weil man eure Führung nicht kennt. So vom Lesen her, also von dem was du schreibst, würde ich behaupten das den Hunden kein "Leitfaden" für ein Miteinander gegeben wird.
Ich zB würde es nicht zulassen das einer meiner Hunde den anderen dafür maßregelt, weil er sich gerade mit mir beschäftigt. Ich und ihr auch, sind die wichtigste Ressource im Leben eines Hundes. Und er verteidigt diese Ressource. Es liegt an mir ob ich es zulasse, oder es vehemt verbiete und ihnen zeige, das Kloppe um mich nicht erlaubt ist.
Ihr habt 2 so unterschiedliche Hunde, dass selbst ein nicht böse gemeinter Angriff von Louis tödlich enden kann. Ihr müsst Attacken unterbinden. Und zwar von beiden. Die Hunde müssen keine Rangordnung ausmachen. :)
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Greift ihr ein? Bis auf die eine Situation klingt es so, als ob ihr den Kleinen einfach gewähren lässt. Sobald der Kleine anfängt zu stänkern, würde ich ihn da weg holen und das Ganze unterbinden.
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Hmmm wir sollten schon dem kleinen strickter verbieten Ihn anzubellen/zwicken. Das stimmt schon, vorallem glaub ich das wir zu oft denken ...ach der kleine tut dem Großen ja sowieso nix schlimmes.... vorallem im Garten haben wir sie einfach "machen lassen" bis es halt zum Gefecht kam...
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Du musst halt nur dran denken das euer Louis ausgewachsen über 20 kg und mehr wiegen wird. Und er braucht sich auf den Zwerg im Streit nur draufschmeißen und der Zwerg trägt üble Verletzungen davon. Deswegen jede Art der Konfrontation schon im Keim ersticken. Nicht erst soweit kommen lassen, dass sich die Hunde angehen.
Meine Hündin hat die letzte Zeit angefangen meinen Rüden anzuknurren, wenn dieser im Bett zu mir wollte. Konsequenz: Sie ist aus dem Bett geflogen. Wer bei mir liegen darf bestimme immer noch ich.
So solltest du das auch handhaben. Wer bei dir ist, dich begrüßt, mit dir spielt, mit dir schmust bestimmst DU und Du allein.
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Ich sollte noch erwähnen, das Louis immer mit Lenny spielen will. Lenny hat darauf aber keine Lust und erwiedert dies wieder mit Knurren.
Also auch Louis regelmäßig daran erinnern, das Lenny nicht als Spielgefährte in Frage kommt..richtig? -
Zitat
Du musst halt nur dran denken das euer Louis ausgewachsen über 20 kg und mehr wiegen wird. Und er braucht sich auf den Zwerg im Streit nur draufschmeißen und der Zwerg trägt üble Verletzungen davon. Deswegen jede Art der Konfrontation schon im Keim ersticken. Nicht erst soweit kommen lassen, dass sich die Hunde angehen.
Meine Hündin hat die letzte Zeit angefangen meinen Rüden anzuknurren, wenn dieser im Bett zu mir wollte. Konsequenz: Sie ist aus dem Bett geflogen. Wer bei mir liegen darf bestimme immer noch ich.
So solltest du das auch handhaben. Wer bei dir ist, dich begrüßt, mit dir spielt, mit dir schmust bestimmst DU und Du allein.
Daß du diese Dinge entscheiden solltest, ist richtig.
Aber, laß Dir von Deiner Freundin ruhig erklären, "was man als Hund tut und was nicht". sie scheint es beim Kleinen recht gut hinbekommen zu haben, nachdem was er versucht, dem Großen zu vermitteln....

Also einheitliche Erziehung: der Kleine wird dem Großen nicht von ungefähr sagen, dass Anspringen gar nicht geht und Herumhüpfen und Spielen in der Wohnung.
Du schaffst Unfrieden, wenn der "reifere", überlegene Hund Dinge als verboten gelernt hat, die der kleine Tollpatsch dann darf. Da ist klar, dass der ältere Hund dann in Deiner Abwesenheit versuchen wird, dem jüngeren den Kopf wieder zurecht zu rücken und ihm zu sagen, dass er daraus keinen Status ableiten kann.
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Zitat
Daß du diese Dinge entscheiden solltest, ist richtig.Aber, laß Dir von Deiner Freundin ruhig erklären, "was man als Hund tut und was nicht". sie scheint es beim Kleinen recht gut hinbekommen zu haben, nachdem was er versucht, dem Großen zu vermitteln....

Also einheitliche Erziehung: der Kleine wird dem Großen nicht von ungefähr sagen, dass Anspringen gar nicht geht und Herumhüpfen und Spielen in der Wohnung.
Du schaffst Unfrieden, wenn der "reifere", überlegene Hund Dinge als verboten gelernt hat, die der kleine Tollpatsch dann darf. Da ist klar, dass der ältere Hund dann in Deiner Abwesenheit versuchen wird, dem jüngeren den Kopf wieder zurecht zu rücken und ihm zu sagen, dass er daraus keinen Status ableiten kann.
Kann dies aber nicht nachvollziehen, vorallem Lenny der auf das "Hochspringen" angewiesen ist um überhaupt gesehen zu werden, wurde dies nie verboten. Beide können sich aus ihren Körbchen ihr Spielzeug nehmen und damit in der Wohnung zocken, sowieo sie es sich anstandslos auf der Couch gemütlich machen dürfen. Genauso wie im Gartenrumrennen und zocken...
Ich finde den Gedanken gut! Teildifferenzen in der Erziehung gibt es bestimmt, da Louis und ich nicht jeden Tag zu Besuch sind.
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Wir haben einen Großen mit 30 - 35 Kg und ein kleines Monster mit knapp 10kg.
Der Lütte hat ein extremeres Spielverhalten und jagt dabei den Großen auch schon mal hinter her und schnappt den in die Beine oder an die Ohren. Wird es zu heftig und merke ich, das der Große so langsam aber sich keine Lust mehr hat und das Spiel kippen könnte, dann unterbreche ich das Spiel und der Kleine bekommt eine Pause bei mir verordnet in der er sich mit mir beschäftigen kann.
Möchte ich mich mit dem Großen beschäftigen und der Lütte springt mir immer dazwischen, bekommt der Lütte eine Aufgabe und wenn es nur ein Sitzen und Warten ist.Man muss als Mensch das Auge drauf haben, wie weit es geht und rechtzeitig eingreifen, bevor etwas eskalieren kann. Anfangs haben wir sehr häufig regulierend eingegriffen, aber das wurde mit der Zeit immer weniger und heute reicht es, wenn ich sage "mach mal Pause"
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Hunde denken nicht "Der darf das und warum darf ich das nicht?". Bei meinen Hunden gibt es auch unterschiedliche Privilegien. Meine Hündin darf mich anspringen, mein Rüde nicht. Als Beispiel. Aber er denkt sich jetzt nicht, dass ich sie bevorzuge. Genauso darf mein Rüde beim Vorbereiten des Futters dabei sein, meine Hündin nicht. Auch hier denkt sich der Hund nicht, dass ich ihn bevorzuge. Sie denken so einfach nicht.
So kannst du Louis das Hochspringen verbieten und Lenny gleichzeitig erlauben. Louis wird das Wumpe sein. :)
Genauso ist es okay, wenn Lenny Louis sagt, dass er auf Spielen kein Bock hat. Nur Louis muss dann halt lernen, es zu akzeptieren. Tut er es nicht und bedrängt Lenny weiter, bist du wieder gefragt.
- Vor einem Moment
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