Welpe 7 Wochen - Stuhl und Katzenproblem

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    Wenn man euch hier so hört, dann wird einem schlecht, echt. Ist also jeder Hund, der kein Rassehund ist von einem Vermehrer? Scheinbar, denn Züchter züchten ja nur Rassen, oder? Ist kein Mischling adäquat in euren Augen? Darf man diese also gar nicht halten, kaufen, weil sie ja vom Vermehrer sind? Also keine Mischlingshunde auf dieser Welt mehr? Kotz Würg....Tschüss

    An diesen Worten sieht man, dass Du leider absolut nichts begriffen hast :-/
    Ein Mischling hat für seinen Besitzer genauso viel Wert wie ein Rassehund.
    Aber JA, Vermehrer sollte man nicht unterstützen, denn die Gefahr, dass in einem halben Jahr das Schauspiel von vorne beginnt, ist sehr groß. Gerade deshalb, weil die Arbeit mit den Hunden anscheinend minimal war und der Gewinn immens.

    Mischlingshunde - auch Welpen - gibt es im Tierschutz zuhauf. Die kommen zumeist auch vom Vermehrer, den man aber mit einem Hund aus dem Tierschutz eben nicht direkt unterstützt.

  • Zitat

    Habe selber auch Kinder großgezogen und weiß, dass bei weichem Stuhl keine direkte Gefahr in Verzug ist, zumal die TA am Freitag kommt, aber ich tele selbstverständlich nochmal mit ihr, vllt. kann man Stuhlprobe noch vorher machen lassen.

    Und gerade DAS stimmt beim Welpen eben nicht!
    LG von Julie

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    Ist also jeder Hund, der kein Rassehund ist von einem Vermehrer?

    Alle sicher nicht, ein großer Prozentsatz sicher. Es gibt genauso "Rassehunde" von Vermehrern, die sind ja nicht blöd - schließlich gehts ums Geld, und die wissen genau, mit was/welchen Rassen oder Mixen am meisten Kohle zu machen ist. Reine und ehrliche Ups-Würfe gibnts sicher auch, aber find die mal. Zumal viele Vermehrer ihre Welpen als Ups-Wurf ausgeben...beobachtet man die Kleinanzeigen, haben die kopmischerweise alle halbe Jahre nen Ups-Wurf...

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    Scheinbar, denn Züchter züchten ja nur Rassen, oder?

    Seriöse Züchter, die einem Verband angehören, ja. Selbsternannte "Züchter" verpaaren gerne alles mögliche und designen neue Rassen - siehe die ganze Doodelei.

    Zitat

    Ist kein Mischling adäquat in euren Augen? Darf man diese also gar nicht halten, kaufen, weil sie ja vom Vermehrer sind? Also keine Mischlingshunde auf dieser Welt mehr? Kotz Würg....Tschüss

    Was heisst denn "adäquat"? Ein Hund ist zu allererst mal ein Hund, da gibts kein "adäquat" anhand der Rasse oder des Mixes. Ein Hund ist für mich adäquast, wenn er zu mir passt und ich seinen Ansprüchen gerecht werden kann. Was nicht heisst, dass alle anderen Hunde doof sind. Nur kann/möchte ich sie nicht halten.
    Nein, bei einem Vermehrer sollte man tatsächlich nicht kaufen, obs nun ein Mix oder eine Rasse ist. Oder möchtest du mit dafür verantwortlich sein, dass da X Hündinnen im Zwinger sitzen und bei jeder Hitze belegt werden? Aussoritert werden, wenn sie zu alt sind? Und das nur, damit sich der Vermehrer nen Porsche hinstellen kann?

    Und von einer Selektion hat doch keiner gesprochen. Mixe wird es immer geben, weil es ohnehin nie alle Halter schaffen werden, auf ihre Hunde aufzupassen - Ups-Würfe wirds immer geben.
    Den Meisten hier geht es darum, dass die Umstände bei Vermehrern nun mal oft unter aller Sau sind. Hunde werden auf engsten Raum gehalten, sind nur als "Zuchtmaschinen" da, auf Gesundheit wird geschissen, Welpenwerden als "gesund" für teuer Geld verkauft und sterben dann an Parvo, bekommen Erbkrankheiten die man durch Untersuchungen ausschliessen könnte, auf Sozialisation wird geschissen etc. pp.

    Tja, da wird mir schlecht...
    http://www.das-leid-der-vermehrerhunde.de/344.html

  • Wenn er einen so schlechten Start ins Leben hatte, würde ich in jedem Fall Welpenaufzuchtsmilch zufüttern, auch wenn er es theoretisch vom Alter her nichtmehr braucht. Er war ja wohl immer etwas mangelernährt und kann das gut gebrauchen.

  • Jedenfalls spricht das "in Kot und Urin liegen" zusammen mit der ausgemergelten Mutter NICHT für fürsorgliche Tierfreunde oder gar seriöse Züchter. Da liegt der Verdacht nah, dass sie mit den Welpen nur Geld machen wollen.
    Wär's ein Aus-Versehen-Ups-Wurf gewesen, hätten sie ihre geliebte Familienhündin wohl kaum so verkommen lassen, und ein überprüfter u kontrollierter "Profi" (d.h. jemand, der im Verband züchtet) würde wissen, dass er sich strafbar macht, wenn er Welpen vor der 8. Woche von der Mutter trennt.

    Vermehrer wollen ja Welpen, um sie schnell teuer zu verkaufen. Warum sollten die sich gut ausrüsten? In den Vermehrer-Fabriken in Osteuropa (wo dein Welpi jetzt nicht herkommt) leben die Hündinnen oft ihr Leben lang in Drahtkäfigen ohne Freilauf, wo sie nur rauskommen, um gedeckt zu werden. Mit sechs Wochen werden die Welpen da weggenommen und (häufig mit falschen Papieren) quer durch Europa geschickt, um in West- und Südeuropa in Zooläden angeboten zu werden. Da ist kein Interesse am Wohlergehen des Tiers vorhanden und dementsprechend gibts auch keinen Grund, großartig Fürsorge, Zeit und Geld zu investieren.

    Ich denke, daher kommt die Vermutung. Ich fänd's übrigens auch nicht schlimm, einmal zuviel das Vet-Amt zu informieren. Wenn es ein Aus Versehen-Wurf war und die Hündin wieder in Form kommt, nachdem die Welpen weg sind, wird das Vet-Amt gucken und sagen "Alles okay, auf Wiedersehen." - keine Folgen für die Menschen.
    Sind wieder Welpen (in Kot und Urin) da, ist der Zustand der Mutter besorgniserregend, sind die hygienischen Umstände jenseits des Tierschutzgesetzes, wird evtl etwas unternommen - damit hast du den Tieren geholfen.
    Hinweise beim Vet-Amt gehen auch (semi-)anonym, also keine falsche Scheu!

  • Ein Welpe im Alter von 7 Wochen kann lange munter sein, der Zusammenbruch kann innerhalb von wenigen Minuten kommen.
    Es wurde hier schon angesprochen, gibt dem Kleinen vorerst noch ein/zwei Mahlzeiten täglich mit Welpenbrei. Das entlastet das Verdauungssystem.

    Auch beim Trockenfutter musst du gut abwägen. Das kann auch zu weichem/breiigen Output führen. Bei meinem Welpen habe ich deshalb recht bald das TroFu gewechselt und es wurde von einem Tag auf den anderen besser.

    Das mit den Katzen wird sich geben. Lasse einfach allen Zeit zum Zusammenwachsen. Auch wenn du auf deine Kuscheleinheiten mit den Katzen verzichten musst.


    Was mir bei der Sache mit den "Züchtern" nicht so in den Kopf gehen will ist,

    wenn es sich hier nicht um Vermehrer handelt, sondern wirklich um einen Upps-Wurf, warum verlangen die "Züchter" dann so viel Geld?

    Max. 100 Euro je Welpen für die Unkosten und das Wissen, die kleinen sind gut untergebracht, würde in meinen Augen für einen einmaligen Upps-Wurf sprechen.
    Und sollten die "Züchter" bisher nicht regelmäßig "gezüchtet" haben, konnten sie jetzt sehen, wie leicht sich Geld verdienen lässt.

    Und Käufer finden sich immer welche, sogar welche, die den Hund schon früher mitnehmen.

    Außer den Wurmkuren (wenn überhaupt) haben die Züchter doch nichts bezahlt. Oder ist dein Kleiner schon gechipt?

  • Halloechen,

    ich stimme den Leute hier, die sagen: Abgabe mit 6 Wochen ist nicht ok 100% zu.

    Ein Welpe kann nicht von Katzen sozialisiert werden, dass muss schon durch Hunde (Geschwister Eltern) passieren. Katzen koennen Hunden kein "huendisch" beibringen.

    Man meint, dass zwischen 6 und 8 Wochen kein grosser Unterschied ist, aber fuer einen Welpen macht das einen riesen Unterschied.

    Auch eine Welpenschule, die man mit 10 Wochen besucht kann nicht all das aufholen, was er evt. bei seinen Geschwistern versaeumt hat.

    Zu den Vermehrern.
    Natuerlich sind Pivatleute auch irgendwie Vermehrer, aber der grosse Unterschied ist dabei, dass meisstens die tatsaechlichen Vermehrer auf Profit aus sind und das wird auf dem Ruecken der Huendinnen und Welpen ausgetragen.
    Private Leute ziehen vielleicht ihre Wuerfe mit mehr Liebe auf, aber wie man sieht, kann es auch hier zu folgenschweren Aufzuchtsfehlern kommen, weil man keine Ahnung hat.

    Dass die Mami nicht mehr saeugt, ist kein Grund die Welpen vor der 8. Wochen abzugeben. Das Zusammensein unter Geschwistern, das Spiel und das Erlernen sozialer Kompetenzen ist einfach enorm wichtig in diesem Alter und kann spaeter ganz schlecht nachgeholt werden!

    Zum Futter und Kotprobleme:
    Bei meinen Wuerfen fuetter ich z.B. auch ab der 4. Lebenswoche zu, da ich meisstens grosse Wuerfe habe und die Mamis entlasten will. Allerdings fange ich mit Ersatzmilch an und ganz langsam fuege ich dann ein ganz bisschen TroFu hinzu.
    Anfangs bekommen sie auch erst 1-2 mal Ersatzmilch.... nach einigen Tagen dann ein ganz bisschen TroFu in Milch eingeweicht. 2 mal am Tag hoechstens und immer an dem Stillrhythmus angepasst. Das Gedaerm der Welpen ist in diesem Alter noch nicht dafuer gemacht " nur richtiges Futter" zu verdauen.
    Daher auch die Probleme bei Deinem Welpen.

    Erst nach und nach werden die Fuetterungen erhoeht.

    Wenn meine Huendinnen angenommen schon vor der 6. Woche nicht mehr saeugen, dann haette ich z.B. etwas laenger Ersatzmilch gegeben.

    Hinzu kommt auch noch der evt Wurmbefall und natuerlich auch das Wurmmittel selber, was zu Verdauungsproblemen fuehren kann.

  • Ich gehe mal kurz in Deckung...

    ...Ich kann dich sehr wohl verstehen, dass du den Welpen geholt hast. Ich denke, wenn man einmal sein Herz verloren hat, ist es schwer, sich wieder umzuentscheiden. Mir würde es jedenfalls so gehen. Ich bin bei weitem nicht so hart wie andere hier.

    Als wir Dony aus dem Tierheim holten, konnten auch viele nicht verstehen, warum man sich bewusst so ein krankes Tier mit schlimmer Vorgeschichte holen kann. Da muss man einfach drüber stehen =)

    Ich drücke dir wirklich die Daumen, dass es nichts Ernstes ist. Denke auch, dass der anstehende Tierarztbesuch mehr als nötig ist. Wird schon alles :smile:

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