13 jährige Mischlingshündin - Gedanken zum Einschläfern

  • Hallo liebe Forenmitglieder,

    ich/wir sind neu hier und natürlich weiss ich das niemand einem eine solch schwere Entscheidung abnehmen kann aber vielleicht kann der ein oder andere seine Erfahrungen schildern.

    Zu unserer lieben Tina. Sie ist eine Mischlingshündin und wird bald (feb.) 14 Jahre alt.
    Wie jeder Hund im Alter hat sie ihre Wewechen. Sie ist taub und pullt sich oft in den Ohren rum. Ansonsten hatte sie in recht regelmässigen Anständen Durchfall.

    Da sie sich so extrem im Ohr rumpullte waren wir vor 2 Tagen bei TA. Der hat als erstes einen Herzklappenfehler diagnostiziert der evtl. durch ihren Zahnstein verursacht wurde. Im Ohr hatte sie Hefepilze und für den Magen Darmtrakt hat sie Antibiotiker bekommen.
    Einen Tag sollte sie nichts essen und nur die Tabletten nehmen. Gestern durfte sie selbstgekochtes zu sich nehmen.
    Mittags und Abends bekam sie gekochtes Kühnchen mit Haferflocken leicht Püriert.
    Nach dem Abendessen hat sie 2 mal nacheinander extrem viel gebrochen. ALles was sie kurz vorher gegessen hat.

    Seitdem wird es immer schlimmer. Sie find an ununterbrochen in der gesammten WOhnung rumzulaufen. Sie legt oder setzt sich nciht mehr ab. Ist extrem ruhelos, hechelt und zittet. Das ging die ganze Nacht so. Heute früh waren wir beim Arzt. Er hat sie geröncht und festgestellt das Wasser in der Lunge ist udn das wohl vom Herzfehler kommt. Zudem ist Luft im Magen und Darm was auf das Zwergfell drückt udn wiederum auch die Lunge belastet. Er hat ihr Gefässerweiternde Tabletten, Entwässerungs Tabletten und Tropfen (babytropfen gegen Blähungen) verschrieben.

    Zuhause haben wir ich vor rund 2 Stunden die Tabletten gegeben. Sie ist total erschöpft da sie garnicht geschlafen hat. Sie liegt höhstens 2 min. auf ihrer Decke dann springt sie auf und steht irgendwo rum. Läuft mal hier mal da hin udn hechelt. Immer wieder kippt sie um weil sie im stehen einschläft.

    Der TA meinte wir sollen in einer Woche wiederkommen oder im Notfall anrufen.
    Das ist unser erster und einziger Hund und erlichgesagt kann ich mir das nicht eine Woche angucken.
    Ich sage mir immer wieder das ich noch bis morgen warte und gucke ob die Medi Wirkung zeigt aber ich hab das Gefühl sie quelt sich nur. Wenn sie nciht bald schläft wird sie doch irgendwann kollabieren. Ich meine wie lange kann das so gut gehen.

    Ich hab mir immer geschworen sie nicht leiden zu lassen aber wie schnell kann man soeinen entgültigen Schritt entscheiden.

    Natürlich ist mir klar das jeder Vierbeiner anders ist und mir neimand die Entscheidung abnehmen kann aber evtl. kann mir jemand seine Erfahrungen schildern.

  • hallo,
    ich musste das selbe vor ca 3 monaten mit meiner katze durchmachen. Unterkieferkrebs.
    ich hab sie auch früher einschläfern lassen als viele andere es wohl getan hätten .....allerdings sagte der Tierarzt auch es wäre jetzt schon ok da es keine Heilung gab. Andere hätten sie warscheinlich länger "am Leben gehalten".

    Die Entscheidung ist schwer......aber treff sie fürs Tier und stell deine Gefühle beiseite.

    Mein ehrlicher Gedanke: lass sie so schnell wie möglich gehen und erlöse sie.Am besten noch heute. Nicht noch tage dran rumdoktern......

    ich wünsche dir viel Kraft.

  • Das denke ich auch.

    Andere sagen das sie ja noch läuft und die Medi zu sich nimmt. Aber jeder Hund ist ja wie wir Menschen anders.

    Ich hab ihre Mama (den Mischling meiner Grosseltern) gehen sehn und da gings sehr sehr schnell.

    Bei allen Wewechen hab ich bis jetzt gedacht "ach und dann lebt sie trotzdem noch Jahre"!

    Wenn heute Abend alle eintrudeln müssen wir uns klarmachen das wir höhstens noch bis morgen mittag warten. Gucken ob die Medi Wirkung zeigt. Sollte sich nichts drastisch besser find ich darf man nicht so egoistisch sein.
    Gewünscht hab ich mir immer das sie einmal einschläft und einfach nicht mehr wach wird. Beim Einschläfern plagen einen evtl. ewig Gedanken.

    Danke für deinen Rat ich schätze ihn sehr.

  • Hallo,

    herzlich Willkommen im Forum, es tut mir leid, dass es direkt um ein solch schweres Thema geht.

    Ich schreib jetzt einfach mal, was mir beim Lesen so durch den Kopf ging. Ich habe immer Senioren und leider die Entscheidung, um die es dir geht, bereits viel zu viele Male fällen müssen.

    Zu deinem Hund: nach dem, was du so schreibst, hab ich gedacht: wenn der Hund einmal vernünftig auf Medikamente eingestellt ist, kann er gut noch ne Weile sein Leben geniessen.

    Ich hatte bei meinen Hunden auch bereits Symptome, wie dein Hund gerade und sogar noch schlimmer. Herzprobleme treten im Alter häufig auf - ich habe selten Senioren, die keine Herzmedikamente nehmen müssen. Und daraus resultierend Wasser in der Lunge und im Gewebe ist auch nicht selten, bis der Hund auf Medis eingestellt ist. Der derzeitige Zustand ist sicherlich nicht schön - weder für dich, noch für den Hund - aber ich glaube nicht, dass er dauerhaft sein wird.

    Wenn die Medikamente greifen, bekommt deine Hündin wieder besser Luft, kann sich wieder hinlegen und fühlt sich insgesamt nicht so unwohl. Das dauert nur eben ein wenig.

    In deiner Info vermisse ich allerdings die Herzmedikamente und dass der Doc meinte, du sollst erst in einer Woche kommen scheint mir vom Zeitrahmen doch etwas lange. Wie gut ist der Doc, kennt er deine Hündin und hättest du ne alternative Adresse, um vlt. nen zweiten Doc mal draufschauen zu lassen.

    Für mich wäre deinen Hündin - nach der Beschreibung - jetzt kein Fall zum einschläfern. Ich schicke meine Hunde auf den letzten Weg, wenn sie selbst mir zeigen, dass sie nicht mehr wollen - und das zeigen sie. Solange der derzeitige einschränkende Zustand nicht dauerhaft ist - und das glaub ich bei deiner Hündin eher nicht - und sie fressen und am Geschehen teilnehmen dürfen sie dabeibleiben.

    Alles Gute und gute Besserung der Maus
    Birgit

  • So ein Schritt ist unglaublich schwer und auch tue mich unglaublich schwer, dem Leben meines Tieres ein Ende zur richtigen Zeit zu setzen. Allerdings bin ich auch mehr der Typ, der, sofern noch Hoffnung besteht auf ein gutes Leben und seien es nur einige Wochen, alles mögliche versucht. Allerdings würde ich an deiner Stelle noch einmal zum TA und ihren Allgemeinzustand anschauen lassen. Ich finde es unglaublich schwer, diesen Schritt zu gehen und den richtigen Zeitpunkt zu bestimmen. Allerdings sind wir alle nicht in deiner Haut und können die Situation nicht beurteilen, nur du. Ich wünsche dir die Kraft, das Richtige zu tun. Was nun das Richtige ist, kann hier niemand beurteilen.

  • ich grüße dich
    erst mal es tut mir sehr leid, was du im moment mit deinem Wuffel durchmachst
    wir mussten am 1.9 unseren Maxl mit 18 Jahren gehen lassen
    natürlich tut es furchtbar weh, die entscheidung zu treffen, man fühlt sich " schuldig"
    aber du musst zum Wohl des tieres entscheiden, wenn du den Eindruck hast, das Tier leidet, dann lass es erlösen
    vor allem wenn keine chance besteht, das es besser werden könnte
    Es ist der letzte große Liebesdienst, den wir unseren Tieren erweisen können, das sie nicht mehr leiden müssen
    Wir haben unseren Maxl zuhause gehen lassen, es ging sehr schnell und ohne Schmerzen
    Alle seine " Menschen" waren bei ihm, so konnte er ruhig und friedlich, eingehüllt in unserer Liebe, seine letzte Reise antreten
    ich wünsche dir viel Kraft, dein Wuffelchen wird trotzdem immer bei dir sein
    liebe Grüße

  • Entwässerungstabletten brauchen auch ein paar Tage bis sie wirken, dann sollte es eigentlich besser werden. Das die Medikamente von jetzt auf gleich anschlagen, kannst du nicht erwarten :smile:

    Das ist sicherlich schwer, aber ich würde jetzt nicht aufgeben, sondern die Tabletten regelmäßig geben und ihr noch ein wenig Zeit geben.

    Der Hund von meinen Eltern hatte auch einen Herzfehler und im Alter ebenfalls Wasser in der Lunge. Nach der Medikamenteneinstellung hat er noch ein paar Jahre sehr munter gelebt.

  • Hallo,

    Entwässern kann in der Tat sehr zehren…ich kenne das aus
    der Erfahrung mit unserem Hund. Aber wenn der Hund erstmal
    auf die Medis eingestellt ist, kann er durchaus wieder mehr
    Lebensqualität haben.

    Sicherlich ist es auch für dich sehr schmerzhaft, aber warte ab und berate
    dich mit deinem TA. Unser Hund hatte nach einer ähnlichen Diagnose noch
    1,5 recht gute Jahre.

    Alles Gute für euch und Grüße
    Mäusemama

  • Danke.
    weißt du HEUTE denke ich das der Tag an dem ich den Tierarzt zu mir nach Hause rief( es war schon abgesprochen das sie zu mir kommen sollte zum einschläfern) GENAU der richtige war! Es war nicht zu früh und nicht zu spät.
    Eben genau richtig.
    Hätte ich es später machen lassen hätte ich mir jetzt evtl Vorwürfe gemacht.

    Meine katze hat noch geschmust, super gefressen und alles.........am gleichen Tag hatte ich handwerker hier in der wohnung und ich erzählte ihm davon und er sagte NEIN-die ist doch noch fit!
    Da wollte ich erst einknicken und den Tierarzt nicht anrufen(es war morgens und nich hatte mir vorgenomen nachmittags dem tierarzt bescheid zu sagen das er kommen soll abends).
    aber dann überlegte ich und ich rief den arzt an! ich musste stark sein und das durchziehen.
    und ich tat es.
    und dann wusste ich um 19-19.30 würde es an meiner türe klingeln und der arzt würde die treppen hochkommen und dann ist abschied nehmen angesagt.
    da ich sehr gläubig bin stand ich die ganze zeit mit gott im gebet. er gab mir kraft.

    dann klingelte es.......naja ich wills nicht so ausführlich machen.....ihr wisst sicherlich das das karte minuten sind........
    aber sie sind richtig und sie müssen sein!. Leben und Tod gehört nunmal dazu.

    Sie starb in meinen Armen, ich heulte wie ein Schlosshund.......der Arzt ging und ließ uns allein..........ich nahm sie in meine Arme und stellte mich auf meinen Balkon, weinte und drückte meinen Kopf an sie....
    Abschied nehmen.......viel weinen......das ist normal und auch gut so und muss sein.

    Ich wusste ich habe das richtige getan.

    Ich habe eben nochmal den Text von dir durchgelesen.......ich würde sehr schnell handeln.....ich glaube sie zeigt dir das sie nicht mehr will/kann.

    jede Minute ist eine Minute Qual zu viel.....Sie ist alt, hat viel schönes erlebt.....sei stark und lass sie gehen.....

  • Ich bin kein Freund von diesem ganzen Weichspühlgefasel.......al la abwarten und Tee trinken......
    Ich bin auch kein freund von dieser ganzen rumdoktorei.......mag hart klingen, ist aber so bei mir.
    Jeder hat seine Meinung.

    ich möchte nochmal klarstellen ,das ich geschrieben habe was ich jetzt machen würde und nicht was die themenschreiberin machen soll. ich will niemandem etwas vorschreiben.
    kann sein das das auf grund meiner schreibweise so rüberkam.
    Dafür sorry.

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