13 jährige Mischlingshündin - Gedanken zum Einschläfern

  • XTina, wir haben zwar verschiedene Auffassungen vom richtigen Zeitpunkt des Einschläferns, aber ich denke, dass niemand hier einen Rat geben kann, ob der Hund leidet oder nicht. Sie wird gerade erst auf die Medikamente eingestellt, das kann ein wenig dauern. Ich bin froh, dass ich meinem Kater durch Tabletten noch zwei glückliche Wochen bescheren konnte. Ich kochte ihm jeden Tag was schönes, denn ich wusste, dass er nicht mehr lang zu leben hat. Habe selber einen Thread zu dem Thema damals erstellt, da ich mir nicht sicher war, ob schon jetzt oder doch nicht. Ich hab noch gewartet und der richtige Zeitpunkt kam, ich war mir plötzlich 100% sicher, nun das Richtige zutun. Hör auf dein Herz, du kennst deinen Hund am besten!

  • Ich finde auch, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist können nur die TS und ihr Tierarzt wissen. Zu schreiben, das man glaubt jetzt sei der richtige Zeitpunkt gekommen, wenn man den Hund und die Gesamtsituation nicht kennt, finde ich nicht richtig, gerade wenn die TS sowieso unsicher ist was jetzt zu tun ist.

  • Sie hat um eine ehrliche MEINUNG gefragt und die habe ich ihr aus meiner Sicht gegeben.

    Ich habe ihren text richtig gelesen und daraufhin nichts falsches getan sondern das was die themenschreiberin wollte. Meine Sicht der Dinge dargelegt.

  • Zitat

    Sie hat um eine ehrliche MEINUNG gefragt und die habe ich ihr aus meiner Sicht gegeben.

    Ich habe ihren text richtig gelesen und daraufhin nichts falsches getan sondern das was die themenschreiberin wollte. Meine Sicht der Dinge dargelegt.

    Wenn wir es genau nehmen, hat sie um eigene Erfahrungen gebeten ;)

  • auch ich kann natürlich nur, die Geschichte meines Maxls erzählen, der hat uns sehr deutlich gezeigt, das es nun soweit ist
    Jeder weitere Tag, wäre einer zuviel gewesen.......
    Berate dich mit deinem TA die meisten sagen da schon die Wahrheit, denk ich mir, und doktern nicht lange rum, wenn keine Aussicht auf Heilung oder zumindest auf Besserung besteht
    Ich war froh, das ich die Entscheidung nicht alleine treffen musste, unser TA und ich vertraue ihm sehr, sagte lassen wir ihn gehen, unser alter Knabe kann nimmer
    ein kurzer Blick zu meinem Mann, ein Nicken von ihm
    der letzte klare Blick von Maxl, und ich wusste, auch er war bereit, ich nahm ihn in den Arm, küsste ihn auf die Nase
    ich war bei ihm, sein Kopf auf meinem Schoss, ein letzter tiefer Schnaufer, und mein Maxl war tot
    mir laufen die Tränen, ich vermisse ihn...............
    es ist so schwer, ein geliebtes Tier, gehen zu lassen, es leiden zu lassen, wäre purer Egoismus
    ich wünsche dir, das es noch Hoffnung für deinen Hund gibt, es besser wird, und du noch eine schöne Zeit mit ihm hast

  • Zitat

    Ich habe eben nochmal den Text von dir durchgelesen.......ich würde sehr schnell handeln.....ich glaube sie zeigt dir das sie nicht mehr will/kann.

    jede Minute ist eine Minute Qual zu viel.....Sie ist alt, hat viel schönes erlebt.....sei stark und lass sie gehen.....

    Das kann man doch gar nicht beurteilen ob ein paar geschriebener Sätze die
    man subjektiv interpretiert.

    Gerade erlebt ein 5 Jahre alter Hund, den ich seit seiner Kindheit kenne
    und ebenfalls den Halter ( und zwar mehr als gut ) diese Situation…
    der Hund hat von hier auf jetzt einen hochgradig aggressiven Krebs dem
    man beim Wachsen zusehen kann...aber selbst wenn ich sogar Hund und
    Halter wirklich einschätzen kann, werde ich doch nicht einen solchen Rat
    geben ohne den Hund gesehen zu haben…

    Wie bereits mehrfach geschrieben, braucht es eine Weile bis ein
    Hund auf Herzmedis eingestellt ist und mancher Hund leidet mehr
    unter der Entwässerung aber das geht vorüber…also kein Grund
    vorschnell zu handeln....meiner Erfahrung nach!

    Grüße
    Mäusemama

  • Genau auf solche Erfahrungen hatte ich gehofft.

    Wie ich schrieb ist jeder Vierbeiner anders und jedes Herrchen auch.

    Vielleicht sind wir doer bessergesagt ich auch einfach viel zu geschockt wie schnell sich der Gesundheitszustand unserer Lieben ändern kann. Vielleicht denke ich auch in Panik. Deswegen hab ich geschrieben um mir ein Bild zu machen was andere erlebt haben. Da ich in der Hinsicht, Einschläfern um Qualen zu vermeiden, recht radikale ansichten habe. Aber eben auch keine Erfahrung wie soeine Medikation wirken kann oder wie der Prozess des sterbens sein kann.

  • Hallo Tina,

    dann möchte ich Dir auch unsere "Geschichte" erzählen, wie es uns damals mit unserer Senta (Schäfer-Mix) gegangen ist.

    Senta hatte im Alter von 8 Jahren einen schweren Bandscheibenvorfall, weshalb wir davon ausgegangen sind, dass sie nicht sonderlich alt werden würde. Mit zunehmendem Alter kamen weiter Zipperleins hinzu:

    • Hund wurde taub
    • Hund wurde blind
    • der Rücken war mal gut und mal schlechter dran

    Senta war eine Hündin, die es einem schwermachte, zu erkennen, ob sie nun Schmerzen hat oder nicht. Es gibt die "Helden" unter Hunden, die theatralisch auf 3 Beinen angehumpelt kommen, wenn sie in eine Tannennadel getreten sind und dann gibt es die Hunde, die sich nichts anmerken lassen - Senta war so.

    Der Rücken meldete sich immer wieder. Mit der Zeit entwickelten wir ein Gespür dafür, wenn es wieder an der Zeit war, zum Doc zu gehen. Sie wurde unruhig und tigerte durch die Wohnung. Mit jedem Jahr was nun verstrich, waren wir uns sicher, dass sie den nächsten heissen Sommer nicht überstehen würde aber sie überstand ihn und auch den nächsten Sommer und noch weitere Sommer hat Senta durchgehalten - mal gut, mal weniger gut. Wir wussten......der Abschied rückt näher, doch wann ist der richtige Zeitpunkt?

    Dann - es war vor Weihnachten 2006 - ging's ihr wieder schlecht - nein diesmal sogar richtig dreckig. Der Rücken - der verdammte Rücken schon wieder. Sie schnaufte schwer, stöhnte rum, versuchte aufzustehen, es gelang nicht mehr! An diesem Tage wussten wir, dass sich unser gemeinsamer Weg nun trennen würde. Traurig, aber nicht mit schwerem Herzen, fuhren wir zum TA und haben Senta erlöst. Wir wussten, dass wir ihr damit einen Gefallen getan haben und es war ok.

    Sie wurde stolze 16,5 Jahre alt!

    Ich weiß nicht, ob dir diese Zeilen helfen bei der Entscheidung was zu tun ist oder ob man doch lieber noch ein wenig wartet. Wir konnten uns damals auf das Wort unserer TÄ verlassen und als sie sagte "es reicht!" haben wir darauf vertraut und Senta gehen lassen. Ich bin sicher, dass dein Hund dir zum rechten Zeitpunkt ein Zeichen gibt, was es für dich leichter werden lässt.

    Viel Kraft wünsche ich dir für die kommende Zeit.

  • schwere Frage...schwere Entscheidung

    Ich kann Dir nur von meiner Hündin berichten. Sie hatte mit 11Jahren auch Herzprobleme (Klappenfehler), es ging ihr wirklich gar nicht gut.Sie war ebenfalls unruhig, konnte nicht länger liegen (kam von der Luftnot wegen dem Wasser in der Lunge & der Herzschwäche), sie wollte auch fast gar nicht mehr raus. Insgesamt hatte man auch den Eindruck, dass sie sehr belastet ist und sie auch nicht mehr will.

    Ich habe ebenfalls befürchtet, dass wir sie gehen lassen müssen. Trotzdem haben wir einen Herzultraschall & etliche Untersuchungen machen lassen, um es auch ganz sicher zu sein.

    Nach der Diagnose wurde sie dann mit Entwässerungstabletten (anfangs) und Herzmedikamenten behandelt. Nach 1 Woche konnten wir die Entwässerungstabletten wieder absetzen. Sie war mit den Herzmedikamenten sehr gut eingestellt und war dann noch weitere 5(!) Jahre bei uns. Als Seniorin natürlich mit dem einen oder anderen Wehwechen, aber mit viel Spaß & Freude an ihrem Hundeleben.

    Als es dann aber "soweit" war, wusste ich es sofort... Sie war völlig verändert, wollte nichts fressen, auch keine "Delikatessen", saufen ebenfalls verweigert. Mein altes Mädchen hat mich an diesem Tag dann mit so einem ganz besonderen Blick angeschaut (Das klingt jetzt vielleicht etwas merkwürdig, aber vielleicht kennen das ja auch andere Hundebesitzer) und ich wusste es ist Zeit sie gehen zu lassen. Der TA kam zu uns nach Hause und sie ist mit dem Kopf auf meinem Schoß ganz friedlich für immer eingeschlafen.

    Ich hoffe und wünsche Dir dass Ihr noch viel Zeit miteinander habt und wenn es doch schon "soweit" sein sollte, hilf ihr den letzten Weg so entspannt wie möglich zu gehen.

    Claudia

  • Windi & Basserhound danke für euren Beitrag.

    Vielleciht gebe ich zu schnell auf und darf mcih von einem schweren Tag nicht gleich in solche Panik versetzen lassen.

    Es ist nur so krass wie sie rumläuft in in der einen oder anderen Ecke im stehen Einnickt und fast umkippt. Sie liegt echt nicht länger als 3-4 min. auf der Decke.

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