Kontrollwahn oder Hütetrieb?
-
-
Zitat
Ich würde es systematisch üben, weil es offensichtlich im Alltag vorkommt und dem Hund Stress macht

Und wie? Ich nehme Trainingstipps liebend gerne an. :)... gesendet von unterwegs...
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
das ist völlig normal...
für den hund geht ein familienmitglied "verloren" und er hat das bedürfniss dass diese zusammenbleiben. für den hund bedeutet dies auf jeden fall in erster linie stress.
die situation auf dem hundeplatz erleben wir auch sehr sehr oft. gerade wenn es hunde nicht unbedingt gewohnt sind.
einige leute bleiben inzw. ausser sichtweite des trainierenden und andere teilen sich den job der ausbildung, indem der andere nicht mit dabei ist.
es gibt auch hunde welche trotzdem unbeeindruckt sind und einwandfrei auch unter dieser ablenkung arbeiten. das kommt wohl auf den hundecharakter darauf an und wie selbst sicher man dabei bleibt.
auf spaziergängen tun wir dies mit unseren eigenen hunden so nicht. entweder wir laufen zusammen oder lassen es von anfang an bleiben.
allerdings ist es bei uns auch nicht übertrieben seltsam wenn mal eine geht und der andere weggeht. das sind unsere hunde bereits von daheim gewohnt und auch bei einkaufssituationen kommt es denn öfters vor.
der hund muss einfach lernen dass das jeweils andere familienmitglied zuverlässig wieder kommt und er diese sicherheit auch erfährt. erst dann wird er relaxter damit umgehen können.
ich würde da weiter dran bleiben und den hund auch beim zurückkommen nicht begrüssen etc. man ist wieder da und gut ist. je öfter man dies in aller ruhe übt um so besser.
nur beim spaziergang dies noch forcieren? ich denke das muss nicht sein. üben kann man dies anderweitig in besser kontrollierbaren situationen um so eher.
ich glaube es ist durchaus eine erlernbare erfahrung und hat weniger mit kontrollverlust an sich zu tun. -
Zitat
Ich finde es immer schade, wenn das natürliche Sicherheitsbedürfnis des Hundes, der ja komplett von seinen Menschen abhängig ist, als Kontrollwahn ausgelegt wird.
klar ist ein sicherheitsbedürfnis des hundes da ... für ihn ist es ja normal dass das rudel zusammen lebt und zusammen bleibt ...
aber ein hund, der z.B. aus dem tierschutz stammt oder schlechte erfahrungen gemacht hat, der hat da mit sicherheit verlustängste/kontrollverlust und nicht nur ein harmloses sicherheitsbedürfnis (was ich ja durchaus zugestehe und nicht schlimm finde)
es kommt immer auf das gesamtpaket an ... kann der hund einfach nicht alleine bleibe weil er so gestresst ist, muss er dem menschen IMMER überallhin folgen weil er gestresst ist ... dann muss man daran arbeiten weil es ein "problem" darstellt und sicher auch nicht schön für den hund ist ... und wenn der hund dann umkreisend und bellend um seine menschen rumrennt ... nun dann ist das für mich stress und stress ist einfach nicht gut
-
Wir hatten ein praktisches Übungsumfeld. Wir gingen einfach immer am Wochenende zusammen einkaufen, im nahen Supermarkt. Einer hat mit dem Hund draussen gewartet, der Andere ging einkaufen.
Der Wartende sass aber nicht einfach mit dem Hund da draussen, sondern ging meistens erst noch ein Stück spazieren oder Strassenbahn-gucken, oder andere Hunde-gucken etc. Gibt ja in einer Stadt 1000 Dinge zum üben. Das hat dann abgelenkt. Mit der Zeit wurde das automatisch besser.Weggehen und wieder kommen haben wir mit Spiel und Motivation gemacht, und immer nur ganz kleine kurze Sequenzen. Einfach in einen Spaziergang zu zweit eingebaut. Das lief so nebenher und war irgendwann "gegessen".
Heute kann ich den kleinen "Heuler" bei uns im Dorf (wir sind dann mal umgezogen) vor dem Laden anbinden, weglaufen und einkaufen ohne dass er ne Krise bekommt. Entweder beschnuffelt er alles was von der Leinenlänge her geht, oder er sitzt da wie eine Orgelpfeiffe beobachtet mich durch das riesige Fenster im kleinen Laden :)
-
Hütetrieb würde ich verneinen. Ihr seid ja keine Schafe oder dergleichen (ich meine damit, der Hund weiß, dass ihr "Nicht Tiere" seid)
Kontrollwahn klingt so negativ.....Verlustangst...hmmm....diese Situation auf dem Hundeplatz: Der Hund sieht euch ja beide, warum sollte er Angst haben, einen von euch zu verlieren?
Ich würde vermuten, es passt ihm einfach nicht. Er möchte euch beide in seiner Nähe wissen...ob aus Unsicherheit oder weil er einfach will...keine Ahnung, wahrscheinlich von jedem etwas.Wie könnte man das Üben...Rütter hat da doch immer so nette Ansätze....da gibt es total oft Hunde, die ihre Lieben zusammenhalten wollen...
Je nach Situation könnte man das Verhalten ignorieren, den Hund bestärken, wenn er nicht hibbelig wird (das müsste man langsam aufbauen)...ihm halt beibringen: Es ist vollkommen okay, wenn wir getrennt sind.....oh je...keine richtige Hilfe oder?
Ich kenne das halt so gar nicht...ich habe mit Omi alleine bleiben geübt, schon im Welpenalter und ich kann Omi überall ablegen und sie dann wieder abholen, für sie und mich ist das einfach "normal"....ich denke, sie weiß, dass ich immer wieder kommen werde.
Deine Maus hat gelernt, dass seine Menschen nicht wiedergekommen sind...vielleicht hat er das im Hinterkopf....oder er möchte doch gerne ein wenig Kontrolle ausüben :)
-
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!