grosse tiefe Wunde am Sprungelenk - bitte um Rat

  • Heute früh waren wir wieder in der Klinik. Ich habe unterschreiben, dass ich auf die OP auf eigene Verantwortung erstmal verzichte.

    Die Wunde ist noch grösser geworden, weil sich immer mehr von diesem Atherom-Gewebe auflöst. Das ist aber gut so, auch wenn es schaurig aussieht. Dort wo das "Gammel-Gewebe" gänzlich abgebaut ist, wächst schon rosa Flesch nach. Das sei ein sehr gutes Zeichen, sagte die TA'in.

    Fürs Wochenende bin ich jetzt ausgerüstet mit Bergen von Verbandsmaterial, speziellen Kompressen und ich habe mir zusätzlich 2% Wasserstoffperoxid geholt. Die Klinik benutzt zwar etwas anderes zum spülen der Wunde, aber ich werde das Wasserstoffperoxid nutzen.

    Ich hoffe wir kriegen das Wochenende gut rum und werde wieder berichten.

    Liebe Grüsse

    Claudia

  • ... :ill: alles ganz grosser Mist...

    Wir waren heute wieder in der Tierklinik zur Kontrolle & Verbandswechsel. Jetzt sind die letzten Ergebnisse von dem Keimtests da.

    Lt der OAin sind da alle Keime drin, die es gibt und vor allem Clostridien & Staphylokkoken es hat sich also nekrotisches Gewebe gebildet und sie meinte wieder eine OP sei unumgänglich. Es müsste grossflächig rausgeschnitten werden, was natürlich Probleme beim schliessen der Wunde gibt.
    Es gäbe eine Variante die Wunde soweit es geht zu verschliessen, dann würden rund um die Wunde an Hautlaschen ein Wundpad genäht. Dieses Wundpad müsste dann immer wieder erneuert werden (also neu angenäht).

    Zweite Variante ist ein ganz neues (und sauteueres) Verfahren mit einer Art Schwamm und einer Pumpe. Eigentlich ginge das nur stationär, aber weil unser Hund sich wg "Heimweh" in der Klinik vollkommen aufgibt (hatten wir schon mal. Er frisst nichts, und verweigert dann sogar auch Stuhlgang & Urin lassen) ginge es evtl auch zu Hause, aber wenn das Gerät dann nicht richtig funktioniert, klappt das auch nicht... und man müsste Variante 1 nehmen.

    Egal wie ohne OP kämen wir nicht weiter, alles andere sei unverantwortlich...

    Sie versteht aber auch unsere Bedenken wg der Narkose und hat jetzt noch zusätzlich die Antibiose erweitert und medizinischen Honig empfohlen. Man arbeitet in der Humanmedizin bei solchen Wunden auch mit Fressmaden, aber wo bekomme ich sowas für nen Hund her?

    Auch bei Variante 1 ist ja die Heilung schwierig...Das hatten wir ja schon besprochen.

    Wir haben abwarten bis Donnerstag ausgemacht... Ich bin fix & fertig... und ratlos!

    Ist das nicht alles eine furchtbare Quälerei? Bisher zeigt er zwar keine Schmerzen, aber die OAin meinte er hätte sicher welche...

  • Man, das is ja scheiße... Tut mir leid!

    Mal ne zweite Meinung einholen?
    Nekrotisches Gewebe entfernen macht für mich als Laie Sinn, aber die Keime sind dann doch nicht automatisch weg, oder?

    Kann man nicht lokal ausschaben und das abgestorbene Gewebe entfernen und die Wunde vielleicht über eine Drainage sich selbst verschießen lassen? Maden (oder Egel?) machen das ja auch?!

    Aber wie gesagt, ich bin kein Fachmann.

    Hast Du vielleicht ne Homöopathin, die du befragen kannst?

    Ich drück die Daumen!!

  • Es gibt in der Humanmedizin s. g. "Wundschwestern", die eine spezialisierte Ausbildung zum Thema Wundversorgung besonders natürlich bei schlecht heilenden Wunden haben. Viele davon sind freiberuflich tätig, könnten sich also auch für einen Hund engagieren lassen. ;) Dort könntest Du wirklich geniale Hilfestellung bekommen, was besondere Wundauflagen/Verbandtechniken angeht, die die saubere Wundheilung fördern. Auskunft dazu können Dir MVZs in Deiner Nähe geben oder auch chirurgische Abteilungen in Menschen-Kliniken.

    LG, Chris

  • Vielen lieben Dank, an alle die mir geschrieben haben. Das mit den Maden ist jetzt wieder "vom Tisch".

    Ich habe gestern Abend meinen ehemaligen Tierarzt, der leider aus Altersgründen seine Praxis nicht mehr hat, angerufen und um Rat gebeten. Stellt Euch vor, er kam heute extra zu uns, um ihn anzuschauen!! Ich hätte vor Rührung heulen können. Er war/ist halt ein TierDoc aus Leidenschaft!

    Nun sagt auch er, dass operiert werden müsste, weil das konservativ sicher nicht heilen würde und die Gefahr einer Entzündung oder folgenden Entartung zu gross ist. Aber er hat mir viel mehr Hoffnung wegen der Heilung der Wunde nach der OP gemacht. Weil ein Basset ja dort am Sprunggelenk so viel Haut (im Gegensatz zu anderen Rassen) hat, wird es seiner Meinung nach nicht so schwierig sein, die OP Wunde ohne arge Spannung zu verschliessen. Puhhh, schon einmal eine bessere Nachricht.

    Das OP Risiko wegen der Narkose besteht natürlich trotzdem. Weil er weiss, wie sehr sich unser "Dickie" bei nem Klinikaufenthalt (lt. Klinik 2Tage Minimum) stressen würde, telefoniert er nachher einige seiner noch aktiven Kollegen an und gibt mir Bescheid... Er meint, wenn die OP gut verläuft könnten wir ihn dann nach der Aufwachsphase in einer Praxis, mit nach Hause nehmen. Ist das nicht ein sensationeller Einsatz von ihm?

    So klingt jetzt alles etwas hoffnungsvoller, auch wenn operiert werden muss. Die Vorstellung ihn in der Klinik abzugeben, er dann etliche Zeit erstmal in so einer Gitterbox liegen müsste, dann schon in totaler Panik auf den OP Tisch zu kommen, danach wieder in der Klinik alleine in so einer Box liegen zu müssen... Dass war echt schlimm. Ich glaube in einer Praxis geht es halt persönlicher zu und er hat nicht ganz so viel Stress. Wenn er dann die Narkose nicht überlebt, dann soll es so sein, aber er hatte vorher nicht so einen Stress.

    Ich gebe wieder Bescheid, wenn ich mehr weiss
    und bitte, wer grad nen Daumen frei hat... schon mal drücken

    Liebe Grüsse

    Claudia

  • Hallo Claudia,

    hast Du Deinen Doc mal gefragt, ob man für die OP einfach eine örtliche Betäubung machen kann?? Das ist ja nun kein Eingriff in den Bauchraum oder so etwas.

    Ich habe auch schon zweimal meine Tierärztin überzeugt, dass sie Eingriffe mit örtlicher Betäubung macht, obwohl sie vorher sagte, das ginge nur unter Vollnarkose.
    Das waren auch alte Hunde. Wenn der Hund brav beim Tierarzt ist, müsste das doch machbar sein.

    Alles Gute
    Bubuka

  • Liebe/r Bubuka,
    na klar hab ich das schon gefragt - es war quasi meine erste Frage ;)
    Aber in der Tierklinik sagten sie das ginge auf gar keinen Fall, denn sie müssten zuviel schneiden. Mein alter TA versucht ja heute/morgen einen sehr versierten Kollegen zu organisiere, bei dem das evtl auch geht.

    Mein Dickie ist eigentlich extrem brav, solange wir dabei sind. Wenn Frauchen & Herrchen nicht mehr zu sehen sind, flippt er völlig aus... Mir würde es auch nix ausmachen bei der OP dabei zu sein, aber ich glaube das erlaubt kein TA.

    Liebe Grüsse

    Claudia

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