souveränität angeboren o. erlernbar

  • ok ich sprach natürlich nicht von impuls-kontrolle, sondern einfach, wie gelassen und "souverän" sich ein hund im alltag zeit. impuls-kontrolle ist erlernbar. das kann ja selbst der erwähnte zweite hund ....

  • klar ich verstehe den frust, wenn der eigene hund "nicht so mit anderen kann" aber warum belastet dich das denn so? akzeptiere deinen hund wie er ist

    vllt. sind tatsächlich falsche körpersprachen deines hundes ausschlaggebend für "krawall" na und? ich habe auch eine fixier-tante hier und die darf einfach nicht mehr zu anderen hunden hin .. muss sie auch nicht ... sie kann durchaus mit mir spaß haben, das stört mich überhaupt nicht mehr

    warum ist es dir denn so wichtig, dass dein hund mit anderen hunden "spielt" wenn er das offensichtlich gar nicht will/kann?

    mach dich doch frei davon ... du gehst doch auch nicht durch die fußgängerzone und quatschst alle an oder? klar, manchmal triffst du jemand, der ist dir sympatisch und mit dem unterhälst du dich dann ... wird bei deinen Kleenen auch so sein ... nicht so unter Druck setzen!!

  • Ach, der arme Kerl, tut mir bei deiner Beschreibung richtig leid.
    Wenn er sowieso schon gesundheitlich eingeschränkt ist, dann aus Unsicherheit pöbelt oder losstürmt und dann auch noch häufig so richtig von anderen Hunden was abbekommen hat, finde ich seine Ängste und seine Unsicherheit total verständlich.

    Erstmal denke ich müßt ihr euch entspannen. Ihr wisst, dass euer Hund nicht bösartig oder aggressiv ist, sondern es ein bisschen schwerer hat als andere. Je souveräner ihr seit, desdo mehr Sicherheit vermittelt ihr Sam. Bleibt bei eurer Linie, aber seit auch einfach mal stolz auf dass, was ihr schon geschafft habt.
    Besserwisser ignorieren, blöde Kommentare auch. Und nicht hilfreiche Ratschläge unbedingt auch ignorieren.

    Unser (auch) Diego stürmt auch gerne auf andere Hunde zu ( weil er trotz 68cm und 37 kg eigentlich ein Feigling ist...) und begeistert auch nicht grad immer alle HH damit, wenn ich es mal nicht rechtzeitig unterbinde. Allerdings ist er halt sonst total unkompliziert und er wird auch mit zunehmenden Alter souveräner und gelassener. Ich versuche ihn gleichzeitig zu kontrollieren, dass er nicht stürmen darf, aber auch zu bestärken, dass ich sein Ruhepol bin und er keinen Grund hat, nervös zu werden.

    Was ich euch unbedingt empfehlen würde, ist einen Hundefreund zum Üben zu suchen, mit dem er sein Sozialverhalten regelmäßig trainieren kann. Nur einen, nicht eine ganz Gruppe in der Hundeschule, dass ist vermutlich zu viel für ihn. Sollte ein gut sozialisierte gelassenener Hund sein, mit dem er sich versteht. Und das ganze mit Zeit. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass kurze Begegnungen auf Spaziergängen viel zu wenig sind, da entspannt sich ein nicht-souveräner Hund einfach nicht. Nach einer Stunde mit nur einem netten Hundekumpan sieht das ganz anders aus, und das gibt dann irgendwann auch mehr Souvernität im Alltag !

    Viel Glück, Lg, Trixi + Diego

  • Also Souveränität kann ein Hund schon erlernen. Meine Hündin war als Welpe und Junghund ja total Ängstlich und wurd im laufe der Zeit gelassener. Mit 6 konnte ich sie durchaus als sehr Souverän bezeichnen, jetzt ist sie 9 und kommt sehr gut mit Situationen klar, wo sie früher auf mich angewiesen wäre.

    Mal als Beispiel: Ein Schäferhund kam im Freilauf auf uns zu, konnte mit meinem Rüden grad noch genug abstand nehmen, doch meine Hündin merkte schon Sie darf dem aufkeinenfall den Rücken zudrehn und blieb sitzen. Der Schäferhund hat dann tatsächlich ne Rauferei mit meiner Hündin anfangen wollen, was aber durch ihr Verhalten nicht ausartete und es nur nen kurzes gemotze von beiden Hunden gab. Danach war die Situation für meine Hündin geklärt und auch schnell wieder vergessen.

    Eine andere Situation war, wo der Bauer auf seine Nutzfelder umgedrehte Plastik Raben aufgehangen hat. Meine Hündin hatte das ziemlich irritiert und starrte die ganze Zeit diese Vögel an. Bin dann mit ihr aufs Feld drauf, zu den Vögeln hin. Wir haben die zusammen untersucht, für langweilig befunden und seit dem würdigt Sie die dinger keines Blickes mehr.

    Deinem Hund würde so eine Hündin wie meine glaube ich ganz gut tun. Wenn du so einen Souveränen nicht aufdringlichen Hund kennenlernst, damit solltest du eher Spaziergänge unternehmen. Mein Rüde ist ja auch ziemlich Kommunikationsgestört, aber meine Hündin erkennt seine Grenzen und übertritt Sie nicht, ebenso zeigt Sie ihm ihre auf, ohne Provokant Aggressiv dabei zu werden. Ich kenne auch noch eine andere Hundelady die ebenfalls so gelassen ist und sich nicht Provozieren lässt und die Grenzen meines Rüden akzeptiert, so wie sie es schafft ihm ihre Grenzen aufzuzeigen, ohne dabei zu Provozieren und eine Rauferei zu Riskieren.
    Da wird zwar nicht groß gespielt oderso (mein Rüde schaffts leider nicht mehr zu lernen, wie das spielen mit anderen Hunden Funktioniert), aber die Gegenwart des anderen wird Akzeptiert und nicht als stressig empfunden.
    Den Spieltrieb kann meine Hündin ja auch mit mir ausleben und beim Rüden das selbe.

  • hallo
    danke für eure worte.

    heute hattenw ir besuch von ganz alten bekannten.unsere kinder sind zusammen groß geworden und jetzt haben sie,wie wir auch ,nachdem die kinder aus dem haus sind,einen hund :-)
    einen rassehund ,jünger wie sam,aber auch gesundheitlich nicht ok.

    wir hatten uns bisher 1 x bei denen getroffen(es ist einfach ein zeitproblem,sich öfter zu treffen) ,da hat alles uper geklappt.draussen im freilauf,und auch beid enen im haus.

    heute haben wir uns endlich mal erneut getroffen,waren zusammen im wald,alles super und auch bei uns zuhause alles super .sam ist absolut abrufbar... akzeptiert auch wenn die hündin zeigt "ich mag nicht".
    eben grad haben die zwei noch ordentlich ne runde im garten getobt.
    mir ging richtig das herz auf,unseren mal so übersprühend vor begeisterung ,das ein hundebesuch da ist,zu sehen.
    auch aus dem spiel ist er super abrufbar.geht ja immer nur kurz ,weil sam dann schnell atemnot bekommt.

    sam zeigt keinerlei agressionen.eher zeigt sich das er durchaus lernt was der andere ihm zeigen/sagen will und nach kurzer zeit auch danach handelt.
    zum abschied wurde sich dann noch gegenseitig das maul abgeleckt.

    leider sind solch begegnungen rar.
    nur eine bekannte familie treffen wir relativ oft,dort gibt es eine 12 jährige schäferhündin .diese kennt sam seit er 1 jahr alt ist.
    dort ist alles total unproblematisch.sam geht ganz vorsichtig mit meggie um und im haus sind beiden völlig unauffällig.

    mir machte es nur zu schaffen das es immer mit dem hund unserer freunde eskaliert und ich dann immer wieder "gedeckelt" werde... das unser eben defizite hat und es nie so richtig lernen wird.... ,eben das immer die schuld bei anderen gesucht wird obwohl sam noch nie von sich aus streit angefangen hat.

    ok,er wird nie wie ein in sich ruhender labbi werden,ist eher unruhig vom ganzen typ her... aber mehr wie dran arbeiten können wir doch nicht.
    und wenn ich sehe was für erfolge wir im laufe des vergangenen jahres verbuchen können.da bin ich super stolz auf meinen kleinen.
    eben gerade heute wieder.sam hat so fein entspannt in seiner box gelegen während des kaffee trinkens udn das obwohl hundebesuch da war.

    wir sind auf dem richtigen weg... das weiß ich ja auch...

    lg

  • Warum hat er denn noch Kontakt zu dem Hund mit dem es immer knallt? Das mein ich nicht böse, aber es bringt euch bzw. dem Hund doch gar nichts!
    Wir haben in der Familie auch eine Hündin, die ..ähm ja..sagen wir mal, diese Hündin und meine Hündin würden regelmäßig aneinander geraten. Es gibt da dann eben nur Kontakt unter Aufsicht. Mit meinen 2 jungen Hunden hat besagte Hündin so gut wie keinerlei Kontakt!

    Was ich sagen will: Vermeidet doch den Kontakt zu diesem Hund! Euer Hund hat davon nichts, ihr habt Streß, es gibt Zoff mit Freunden/Bekannten.. Und alles wegen einer Situation, die man umgehen kann..

  • hallo murmelchen
    er hat nur 1x im jahr kontakt zu dem hund.
    aufgrund der entfernung steht immer nur ein besuch im jahr an,bzw ist möglich.

    bei uns zuhause klappt das inzwischen gut.
    jeder bekommt einem platz und gut ist. nur wenn wir zu besuch sind,sind die hudne dort ja in ihrem zuhause.
    sam bleibt normal dann auch neben mir liegen.

    einmal ist es beim ankommen passiert,darauf wurde der hund weggesperrt,nur der damalige welpe durfte bleiben.
    sam lag neben mir.als er den welpen einmal auf abstand gehalten hat weil es ihm zu viel wurde(er kannte bis dahin gar keine welpen)wurde er von den besitzern fürchterlich geschimpft.den rest blieb er bei mir am bein liegen,von ganz allein... .

    diesmal wollte er zu meinem mann an die tür,die anderen natürlich mit und dann paßte das dem älteren nicht und er ist auf unseren.dazu kam das es dorts ehr eng war und sam nicht ausweichen konnte... also hat er sich gewehrt,nachdem versuche der beschwichtigung nicht halfen.

    nur das sah man dort anders..... unser ist der hibbel,also ist er auch schuld an der situation.


    sam hilft auch gerne ,holt unsere katzen aus räumen wo sie nicht hin dürfen,auf ansage natürlich... hütehundmix eben...
    dies hat er bis vor kurzem auch schon mal im freilauf bei anderen hunden versucht.wenn der besitzer seinen hund gerufen hat,kam es schon mal vor das sam zu diesem hin ist ,so nach dem motto, "der hat dich gerufen,nun geh auch"... nie ist er körperlich den anderen dabei zu nahe gekommen,hat auch nicht gebellt... ist nur in die richtiung halt.
    in den übungsstunden wo wir mit der hundeschule unterwegs sind,findet das keienr so richtig schlimm,er läßt sich ja auch problemlos abrufen.

    dies war nun auch 1x beim freilauf der fall ,als wir bei unserem besuch zuerst mit den hunden(von da nur der jüngere) gelaufen sind.
    auch dafür gab für mich eins drauf... das wäre unerzogen vom hund. es ginge nicht das er sich "einmischt"(mir fällt kein besseres wort ein) wenn der andere halter seinen hund ruft.dabei war unser nur in dessen richtung gelaufen bei dem ruf.
    ich hätte meinen unbedingt dafür maßregeln müssen... nur für mich gabs da garkeinen grund für,sam zu schimpfen nur weil er in die richtung läuft.

    mich macht das traurig.... ich mag die leute wirklich sehr...

    als unsere kinder noch klein waren,gab es im freundeskreis ein regel
    kindererziehung,politk u. religion waren tabuthemen wenn man sich traf.daran sind schon viele freundschaften zerbrochen,eben weil jeder eine eigenen meinung vertritt.

    dies läßt sich auf hunde 1zu1 umsetzen.

    was wir nun im nächsten jahr machen,ob wir uns dann nur noch draussen treffen...??ß ich weiß es nicht.
    wir werden weiter mit unserem hund unseren weg gehen....... schauen wir mal.
    es tut aber gut sich das mal von der seele zu schreiben

    lg kirsten

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