Gesäugetumor bei der Mutter unserer Hündin

  • Hallo, ich habe heute die Info bekommen, das die Mutter von Raven einen bösartigen Gesäugetumor hat, bzw. hatte, sie wurde schon operiert.
    Unsere Tierärztin, die auch die gleiche der Mutterhündin ist, bat die Besitzerin uns zu informieren.
    Sie ließ uns ausrichten, das wir uns bitte melden sollen, wegen einer möglichen Kastration, um das Risiko bei Raven zu minimieren.
    Im Moment bin ich so hin und her gerissen!
    Raven war Ende August läufig, ist normal abgelaufen.
    Sie war, oder ist scheiträchtig. Seit einer Woche frißt sie fast nichts (50 Gramm von 230 Gramm Tagesration) und hat seit einer Woche Milch.
    Es geht ihr dabei aber nicht schlecht, sie rennt,spielt und tobt ganz normal rum.
    Eigentlich bestand deshalb für mich kein Grund für eine Kastration.
    Aber jetzt?
    Weiß jemand, oder kann mir jemand raten, was wir tun sollen?
    Hatte schon mal jemand den Fall, das Elternteile eurer Hunde an Krebs erkrankt sind?
    Liebe Grüße

  • Hallo Heike,

    lass Dich nicht verrückt machen. Krebs muss nicht unbedingt vererbt werden, sondern entsteht vielmehr ursächlich durch Umwelteinflüsse (Chemie in jeder Form: Impfungen, Wurmmittel, Flohmittel, Cortison usw.) oder aufgrund schlechter Ernährung.

    Gesäugetumore/Knoten sind nicht selten bei (älteren) Hündinnen, aber zu 85 % gutartig!!!
    Von den 15 %, welche bösartig sind, ist auch nur ein kleiner Prozentsatz hormonabhängig entstanden. Also besteht kein Grund zur Kastration.

    Tierärzte raten immer vorschnell zur Kastration, verdienen sie ja auch dran.
    Sehr oft wird von Tierärzten nach der OP auch behauptet, der Tumor war bösartig, weil sie den Eingriff ja auch gerne rechtfertigen wollen. Ich würde das erst glauben, wenn mir der histologische Befund schriftlich vorliegt. Wurde der Tumor denn überhaupt eingeschickt???

    Eine Scheinschwangerschaft bei der Hündin ist ein ganz natürlicher Vorgang, keine Sorge.

    Also, keine Panik.
    Alles Gute
    Bubuka

  • ich kann deine sorge gut verstehen und dir die entscheidung nicht leichter machen.

    was ich zu dem thema sagen kann:
    leider sind die ursachen von mammatumoren beim hund bisher wenig weit erforscht.
    es gibt wohl studien, in denen mehrere beagel-familien ihr leben lang beobachtet wurden. einige familien zeigten ein gehäuftes, andere ein vermindertes auftreten von gesäugetumoren. somit spielt die vererbung wohl schon eine rolle.
    die ernährung spielt insofern eine rolle, dass übergewichtige hunde häufiger erkranken, als normalgewichtige (das ist auch beim menschen so und wahrscheinlich ist das erhöhte östrogen, was auch von fettzellen gebildet wird, die hauptursache).
    das impfungen oder wurmkuren gesäugetumoren hervorrufen habe ich bisher noch nicht gehört.
    als bewiesen gilt jedoch, dass eine frühzeitige kastration das risiko der tumorentstehung deutlich reduziert.
    bei jeder läufigkeit kommt es zu hormonbedingten umbauprozessen der milchdrüsen, wobei es zur mutation von zellen kommen kann. nach der kastration bleiben diese hormonschwankungen aus.

    alles gute für dich und deinen hund!

  • käthe
    Impfungen und Wurmkuren, sowie jede andere Chemie schwächen das Immunsystem.
    Ein geschwächtes Immunsystem ist anfällig für Krebserkrankungen jeder Art.

    Hier nochmal ein Zitat zur angeblichen Krebsprophylaxe durch Kastration:

    Hier möchte ich die Zahlen und Ausführungen aus der Bielefelder Kastrationsstudie von Dr. Gabriele Niepel zitieren:...“Bei unkastrierten Hündinnen erkranken zwischen 1,98 und 2,8 (maximal 18,6) von 1000 Hündinnen, ( je nach Alter und Rasse ), das entspricht einen Prozentanteil von 0,2 bis maximal 1,8%. Frühkastrierte Hündinnen haben demgegenüber ein Risiko von 0,0093% nach der ersten Läufigkeit kastrierte Hündinnen tragen ein Risiko von 0,1488%. Entartungen treten zudem in der Regel im späten Lebensabschnitt auf, mit einem Durchschnittsalter von 10-15 Jahren (Stolla 2001). Angesichts dieser Wahrscheinlichkeit der Erkrankung muss die Frage erlaubt sein, ob der medizinischen Prophylaxegedanke gerechtfertigt ist. Diese Frage drängt sich um so mehr auf, wenn man sich die Wahrscheinlichkeiten der unerwünschter - auch gesundheitlicher - Folgen der Kastration anschaut.
    Quelle: http://www.homoeotherapie.de/tiergesundheit…kastration.html

  • Setzen wir mal Voraus, dass du nicht züchten willst, dann ist nach der Scheinträchtigkeit die Kastartion fällig.

    Ich würde jeden Hund, der nicht zur Zucht zugelassen ist, kastrieren. Damit mache ich mir hier zwar keine Freunde, aber dafür würde man jede Menge Hunden ganz viel Leid ersparen. Vielleicht nicht unbedingt im Sinne von Krebs, aber doch im Sinne vom Trieb und allem, was dazugehört, wie ungewollten Welpen, Scheinträchrigkein, etc.......

  • Hallo Bubuka, ich hab mal aus deinem Zitat raus kopiert.

    -- Bei unkastrierten Hündinnen erkranken 0,2 bis maximal 1,8%,
    Frühkastrierte Hündinnen haben demgegenüber ein Risiko von 0,0093%
    nach der ersten Läufigkeit kastrierte Hündinnen tragen ein Risiko von 0,1488%. --

    Das würde aber doch für eine prophylaktische Kastration sprechen.

  • Zitat

    ...aber dafür würde man jede Menge Hunden ganz viel Leid ersparen. Vielleicht nicht unbedingt im Sinne von Krebs, aber doch im Sinne vom Trieb und allem, was dazugehört, wie ungewollten Welpen, Scheinträchrigkein, etc.......

    Warum??

  • Wie immer Du Dich entscheidest – jedenfalls finde ich es sehr verantwortungsvoll von TÄ und Züchterin Dich zu informieren. Ähnlich wäre eine frühe Krebserkrankung (egal welche) bei einem Wurfgeschwister meiner Hündin. Ich würde es wissen wollen.

  • Frage ist halt auch: was machst Du, wenn Du Dich gegen eine Kastration entscheidest und dann kriegt Deine Hündin wirklich etwas??

    Ich bin bei Gott kein "Kastrationsfreund", aber so ein Verlauf wäre für mich zerschmetternd ...

  • Ja eben drum, bis heute Vormittag war ich mir halt sicher, ich laß sie nicht kastrieren, denn ihre Läufigkeit und die Scheinträchtigkeit waren nicht wirklich schlimm für sie. Eher für mich, weil sie so arg wenig gefressen hat und sie ja eh schon sehr zierlich ist.

    Aber jetzt, ist wirklich die Frage, was tun. Was ist wenn ich es nicht machen lasse und sie bekommt etwas.
    Damit würde ich nicht klar kommen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!