Epilepsie und viele Fragen
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Hi, also mein Hund, die engl. Bulldogge, 11 Jahre, hatte vorgestern Nacht einen epileptischen Anfall. Bisher hatte sie das noch nie und wie ihr euch vorstellen könnt, bin ich nun total verunsichert.
Eigentlich sind die beiden Hunde nachts im Erdgeschoss, haben dort die ganze Wohnung zur Verfügung. Paul, der Dalmi, schläft auf dem Sofa, Motschi, die Bulldogge, im Körbchen unter der Treppe. Die Schlafräume sind oben und da ich begeisteter "Fenster-auf-Schläfer" bin, ist dort halt auch die Tür zu und ich bekomme wenig mit, was unten nun passiert.
Die Nacht, als der Anfall passierte, schlief ich im Wohnzimmer, da der Dalmi eine Bissverletzung hat und ich ihn unter Kontrolle haben wollte. Also eigentlich war's Zufall, das ich den Anfall von Motschi mitbekommen habe (vielleicht war's gar nicht der erste Anfall?). Nun habe ich die letzte Nacht auch im WZ geschlafen. Sehr, sehr schlecht oder besser gar nicht, weil ich auf jeden kleinsten ungewöhnlichen Ton gehört habe und gleich wieder damit gerecht habe, das jetzt ein Anfall kommt. Wobei, der Hund lag schnarchend in seinem Körbchen und ich unter Hochspannung auf dem Sofa.... das ist kein Dauerzustand.
Überwacht ihr eure Epilepsie-Hunde nachts und wie?
Kann ich die beiden Hunde nachts noch zusammen lassen oder sollte ich sie räumlich trennen? Motschi raste beim Anfall wild durch die Wohnung, bevor sie umfiel..... sie war nach dem Anfall sehr durcheinander und es hat über 2 Stunden gedauert, bevor sie wieder jemanden an sich ran lies. Davor hat sie alles angebrummt, auch uns.Und tagsüber muss ich die beiden ja auch hier und da mal alleine lassen, wenn ich zum Einkaufen fahre, zum Arzt pp.
Ich wäre sehr dankbar für Vorschläge, wie ihr damit umgeht.
LG Rita
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Hi,
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Mein erster Tipp:
Lass den Hund mal beim TA untersuchen...Eine primäre Epilepsie ist in dem Alter doch recht unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist ein organisches Problem, dass ggf. sogar behoben werden kann und dann gäbe es auch keine Anfälle mehr (das kann vieles sein, Herzprobleme, Diabetis, Leber/Nierenprobleme uswusf.).
Nun zu deiner Frage: wie hat sich denn dein anderer Hund verhalten, als der Bulli den Anfall hatte?
Bei mir war es so, dass Connor beim ersten Anfall von Gordon gar nicht wusste was da abgeht. Er hat ihn versucht zum Spielen zu animieren, hat ihn angestupst, ist um ihn rumgesprungen. Da war nur beim ersten mal so.
Mittlerweile sieht es so aus, dass er sich ganz ruhig an ihn ranlegt oder auch das Zimmer verlässt. Keine Aggression oder ähnlihces, drum mache ich da gar nichts.
Anfangs hab ich auch jeden Moment damit gerechnet "Jetzt bekommt er nen Anfall", ich hab kaum noch geschlafen, ich hab ihn so es ging überall mitgenommen oder dafür gesorgt, dass jemand bei ihm ist.
Das machen wir nun auch nicht mehr. Ich sorge dafür dass er seine Tabletten pünktlich bekommt und ansonsten ist er ein ganz normaler Hund, der von mir normal behandelt wird (naaajaaa, vielleicht etwas "sensibler"*g*) - der einfach Hund sein darf.
Gordon ist schnell wieder fit nach einem Anfall, aber man merkt es ihm (wenn mans weiß) schon an (an den Augen). Er hatte in den letzten Jahren noch nie einen Anfall in meiner Abwesenheit, es waren immer Situationen aus dem Schlaf heraus, entweder wenn ich dabei war oder wenn ich gerade nach Hause kam und ihn dadurch geweckt hatte.
Alles gute für den kleinen und auch für dich, es ist nicht schön sowas mitanschauen zu müssen und gerade beim ersten mal nicht zu wissen, was man nun tun soll...
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Zitat
Mein erster Tipp:
Lass den Hund mal beim TA untersuchen...Eine primäre Epilepsie ist in dem Alter doch recht unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist ein organisches Problem, dass ggf. sogar behoben werden kann und dann gäbe es auch keine Anfälle mehr (das kann vieles sein, Herzprobleme, Diabetis, Bauchspeicheldrüse, Leber/Nierenprobleme uswusf.).
Das wäre auch mein erster Weg und mit 11 Jahren bestimmt keine primäre Epilepsie!!
Wenn Fussel krampft benehmen sich Rowdy und Buffy vollkommen normal, gehen noch nicht mal aus ihrem Korb, schauen nur ein wenig bedröbbelt.
Wir wohnen nur in einer 1,5 Zimmerwohnung und die Schlafzimmertür ist immer öffen. Unruhig und mit einem halben Ohr schlafe ich immer, man weiß ja nie und das schon 3 Jahre lang. Oft höre ich schon an der Geräuschart das er vor einem Krampf steht, ist so ein Gefühl oder er sucht uns auch oft vorher auf.Alleine lassen ... klar muss man auch mal, da habe ich alles weggeräumt, gepolstert wo Verletzungsgefahr bestehen könnte und wer sich da unsicher ist kann den Hund auch räumlich einschränken.
LG Sabine
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Ja, ich hatte noch während dem Anfall (mein Mann hat sich um sie gekümmert), in der TK beim Notdienst angerufen. Natürlich war ich zu aufgeregt, um alles zu merken, aber die hatten auch so was gesagt, dass es wahrscheinlich keine primäre Epilepsie sei.
Mein anderer Hund hat wie versteinert auf dem Sofa gelegen und sich dort nicht runtergerührt. Obwohl er Motschi nicht sehen konnte (sie lag um die Ecke) und er nicht wusste, was vor sich ging, kam er gar nicht zu ihr und er ist sonst so ein richtiger Tauchsieder. Anscheinend hat er gespürt, dass es diesmal was ungewöhnliches ist....Tabletten habe wir keine, nur ein Notfallmedikament, falls sie aus dem Anfall nicht mehr rauskommt. Klar werde ich nächste Woche einen Termin in der TK machen. Wobei sie erst vor kurzem komplett durchgecheckt wurde einschl. Herzultraschall, großes Blutbild, Schilddrüse.
Wie wär denn die Idee, ihr nachts nur einen begrenzten Raum zur Verfügung zu stellen, also so eine Art Auslauf? Natürlich nur für die Nacht. So könnte ich sie vielleicht mit einem Babyfone überwachen? Hat da jemand Erfahrung damit, könnte das klappen?
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Ich weiß nicht, ob Du den Link schon kennst:
https://www.dogforum.de/epilepsie-beim-hund-t107671.htmlIch würde auch so schnell wie möglich zum TA gehen.
Die Dogge meiner Freundin war in den und nach den Anfällen ja auch aggressiv und sie mussten sie alleine lassen.
Wichtig ist wohl das Licht zu dämmen und möglichst für Ruhe zu sorgen.
Drücke die Daumen, dass ihr schnell den Grund für die Anfälle findet
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Ach Mensch, ihr kommt ja auch nie lange zur Ruhe. :/
Ich wünsche dir, dass ihr die Ursache für den Anfall bald findet. -
Zitat
Wie wär denn die Idee, ihr nachts nur einen begrenzten Raum zur Verfügung zu stellen, also so eine Art Auslauf? Natürlich nur für die Nacht. So könnte ich sie vielleicht mit einem Babyfone überwachen? Hat da jemand Erfahrung damit, könnte das klappen?
Hört sich gut an!
Ich weiß aus dem Epiforum ( kann ich dir auch empfehlen) das es dort auch Hunde gibt die dann Rennattacken haben, doch die lassen sich dann nur schwer ausbremsen. Oft sind es dann auch Auren vor dem Anfall die wohl angsteinflößend sind, kenne ich so von Fussel und er geistert dann mit eingeklemmten Schwanz durch die Wohnung, weiß letztendlich nicht wohin und kommt es auch schon zum Anfall.Wegen dem BB, bei Fussel musste ein extra Bauchspeiseldrüsentest angefordert werden, wie auch mehrere ander Sondersachen die nicht im normalem BB zu sehen sind. So auch für ein eventuelles Insulinom etx. Ich gab den Vit B12 Wert in Auftrag und ja er ist extrem erniedrigt.
Manchmal ist es wirklich die Nadel im Heuhaufen zu finden.
LG Sabine
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@ asterix99
Gott sei Dank war sie während des Anfalls nicht aggressiv, aber danach halt mindestens für die nächsten 2 Stunden. Ich hab ihr dann ihr Körbchen in die Küche geschoben, da war sie nach dem Anfall hingelaufen, das Licht gedämmt, die Tür zu und sie in Ruhe gelassen. Den Rat hatte mir die TK schon gegeben, als ich da angerufen hatte.
Am nächsten Morgen war sie dann wieder normal.Ob wir den Grund für die Anfälle finden werden, ist natürlich fraglich. Schon eine einfache Blutabnahme wird bei ihr zum Problem, da furchtbar schlechte Venen. Beim letzten Mal haben sich 3 Ärzte dran versucht, dann wurde ein Anästhesist hinzugerufen und selbst der brauchte 30 Minuten, um ein paar Tropfen Blut aus dem Hund zu kriegen.
Magentechnisch ist sie auch wahnsinnig empfindlich. Sie reagiert schon auf eine Messerspitze Mineralstoffmischung, die ich ihr aus Versehen übers Fressen gemacht hatte, mit richtig heftigen Magenbeschwerden. Wenn da jetzt eine medikamentöse Behandlung erforderlich wäre, könnte ich das wohl abhaken. Von daher gesehen weiß ich nicht, ob ich damit letztendlich was anfangen kann, wenn ich nun zwar den Grund weiß, aber die Krankheit nicht behandeln kann.
Wie auch immer, ich werd auf jeden Fall für nächste Woche einen Termin in der TK ausmachen.
Den Link kannte ich noch nicht, les ich mir gleich mal durch. Danke
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Bei ihr wars glaub ich auch so was ähnliches wie eine Rennattacke. Sie schoss aus dem Tiefschlaf heraus aus ihrem Körbchen, lief in einem Affenzahn eine Runde durch die Wohnung und ist letztendlich nur zum Liegen gekommen, da sie in der Kurve auf den Fliesen ausgerutscht ist.
Bauchspeicheldrüse wurde vor ein paar Monaten gründlich untersucht, wegen der Magenproblematik. Da war nichts auffälliges zu finden. Aber ich werd's auf jeden Fall nochmal ansprechen, auch das B12.
Wo find ich das Epiforum?
LG Rita -
Zitat
Wo find ich das Epiforum?
LG RitaFrage wegen der BSD mal nach dem TLI Test.
LG Sabine
- Vor einem Moment
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