Ich glaube, ich bin zu lieb
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Liebe Leute,
Lilli ist nun ja bald 22 Wochen alt und seit 12 Wochen bei uns.
Wir haben eine sehr gute Hundetrainerin; das Training findet meist 1 mal wöchentlich statt.Mein Problem ist, dass Lilli nicht so hört, wie ich das gern hätte.
Wenn die Trainerin bestimmte Kommandos gibt, dann hört sie sofort. Die Körpersprache und auch die Art der Ansprache sind bestimmender als bei mir.Ich habe mal wieder wach gelegen und mich mal selbst hinterfragt, ob das zu mir passt; z.Bsp. ganz laut zu brüllen "nein!" und gleichzeitig aufzuspringen, um sie wegzuschubsen vom Tisch, wenn sie sich wieder aufgestützt hat (oder vom Herd, oder von der Arbeitsplatte, oder vom Sofa, oder vom Bett).
Nein, es passt nicht zu meinem Wesen. Auch bei der Kindererziehung war und ist das so. Ich schreie erst, wenn das Verhalten meiner 3 nicht mehr akzeptabel ist. Ich weiß, dass ich viel konsequenter sein muss, schaffe es aber nur über eine gewisse Zeit.

Ich bin alleinerziehend, die Oma wohnt weit weg (sie hat das während meines Urlaubs übrigens ganz toll mit Lilli hingekriegt) und bin selbständig mit 5 Mitarbeitern. Ich gebe zu, dass ich dann häufig bei den Kindern die "Zügel schleifen lasse"; schaffe es nicht, immer konsequent zu sein.
Mit Lilli ist es nun so, dass sie auch schnappt nach mir, wenn ich ihr etwas verbiete und bestimmt "NEIN!" sage. Dann halte ich ihr entweder die Schnauze zu und schimpfe oder ich drehe mich weg. Beide Optionen führen dazu, dass sie beim nächsten Mal wieder schnappt. Die Trainerin sagt, ich soll unbedingt strenger mit ihr sein (keine Schläge!).
Ich kann aber nicht strenger sein, das entspricht mir nicht.
Was nun?

Ich überlege schon, Lilli in eine erfahrene Familie zu geben, allerdings mit einem "weichen Übergang". Wir haben sie alle auch liebgewonnen und ich brächte es nicht übers Herz, sie einfach wegzugeben.
Gibts eine Alternative Eurer Meinung nach?
Ich bin wirklich ganz ratlos. Wißt Ihr, ich habe meinen gesamten Tagesablauf geändert und auf Lilli ausgerichtet. Zu meinen Hausbesuchen nehme ich sie mit; sie bleibt dann in der Transportbox. Zwischendurch (sie bleibt maximal 1 Stunde am Stück in der Box), nehme ich sie raus und wir gehen in den Wald, ich verstecke Lekkerlis und wir laufen quer durchs Unterholz. Sie liebt das.
Nach maximal 4 Stunden Hausbesuchstour sind wir zurück und meist gehen wir am Ende der Hausbesuchstour 30 bis 40 Minuten durch den Wald.
Sie bekommt Fleisch und Flocken. Sie bekommt Streicheleinheiten und natürlich versuche ich, sie auch für 20 Minuten allein zu lassen. Das geht manchmal ganz gut.
Also; ich denke, dass ich ihr viel gebe, aber eben nicht streng genug bin, weil sie so wenig auf mich hört.
Also deshalb nochmal die Frage: was tun?
VG Conni
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Hallo,
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Hab ich es richtig verstanden? Du überlegst sie abzugebeb, weil du denkst du bist zu lieb, und weil sie nach dir schnappt?
Hm.... Auf die ferne kann man schlecht beurteilen ob du zu lieb bist, aber wenn du den schnauzgriff nur halbherzig anwendest, dann kannst ihn erstmal gleich bleiben lassen. Hat die trainerin dir eine alternative gezeigt?
Schnappt sie , die hündin, auch nach deinen kindernn? Wie alt sind diese? -
Die Frage ist:
Schaffst du es nicht, konsequent zu sein, weil du einfach nicht die Nerven/Geduld/Kraft aufbringen kannst, den längeren Atem zu haben, oder weil du glaubst, dadurch gemein und unfreundlich deinem Hund gegenüber zu sein?
Wenn es letzteres sein sollte: Mach dir bewusst, dass du nur durch eine klare Linie, durch einschätzbares Handeln, durch Aufstellung und Umsetzung von Grenzen und Regeln für deinen Hund ein souveräner Führer bist. Jemand, dem er vertrauen kann, in dessen Händen alle Verantwortung liegt. -
Zitat
Die Frage ist:
Schaffst du es nicht, konsequent zu sein, weil du einfach nicht die Nerven/Geduld/Kraft aufbringen kannst, den längeren Atem zu haben, oder weil du glaubst, dadurch gemein und unfreundlich deinem Hund gegenüber zu sein?
Wenn es letzteres sein sollte: Mach dir bewusst, dass du nur durch eine klare Linie, durch einschätzbares Handeln, durch Aufstellung und Umsetzung von Grenzen und Regeln für deinen Hund ein souveräner Führer bist. Jemand, dem er vertrauen kann, in dessen Händen alle Verantwortung liegt.
Und das ist den hunden auch sehr viel angenehmer, als ein hundeführer bei dem man ständig kämpfen muss. -
du musst doch nich schreien, eher im gegenteil, schreien wirkt jetzt nich so cool und vertrauenerweckend. auch kriegt man nich unbedingt respekt dadurch.
konsequent zu sein, hat rein gar nix mit schreien, brüllen oder kasernenton zu tun!was schon zur sprache kam, stimmt: es ist fair und liebevoll, deinem hund ne klare linie vorzugeben. dadurch ersparste ihm verwirrung und spannungen und ggf unsicherheit und dir tränen, ärger und selbstzweifel.

konsequenz wird gern mit strenge verwechselt, und manchmal is man vielleicht auch streng, weil man extrem konsequent is, aber gut ist es immer, weil dein hund sich drauf verlassen kann und auf dich. hunde, oder zumindest die masse, fühlen sich am wohlsten, wenn sie ihre/n menschen respektieren können, ihnen vertrauen können und nich verwirrt und nich bedroht werden! die meisten hunde werden nich lernen, was du ihnen beibringen willst, wennde inkonsequent bist, weilse dazu neigen, sich das zu merken, was du ihnen eigentlich abgewöhnen wolltest.
stimmt aber echt - sei 25mal konsequent und nur 3mal inkonsequent, die chancen stehn schlecht, dass hund sich nicht an deinen 3 "ausfällen" orientiert!konsequent sein, eindeutig und geduldig, weil ohne geduld wirds auch in den allermeisten fällen mit der konsequenz nix. und das kannste mit ganz leisen tönen, sogar mit liebe in der stimme, solange du nich nachsichtig bist. von körpersprache fang ich jetzt gar nich erst an.... du, ich kenn deine trainerin ja nich, und ich hab keine ahnung, wie inkonsequent und evtl ungeduldig du wirklich bist, aber es scheint wat zu fehlen. immerhin schnappt der hund mittlerweile und scheint dich noch weniger zu respektieren als vorher. oder es hapert am vertrauen, keine ahnung, ferndiagnosen gehn gar nich.
deine trainerin müsste dir wahrscheinlich etwas mehr mitgeben, als dass du strenger sein sollst. eigentlich is schon die wortwahl nich ganz glücklich! es fehlt das, was dir ein trainer eigentlich geben sollte, er sollte dich nämlich in die lage versetzen, das selbst so gut hinzukriegen so wie der hund halt bei ihr funzt.
nich vergessen: am liebsten und fürsorglichsten biste, wenn du deinem hund mit liebevoller aber absoluter konsequenz kommst und da insofern immer berechenbar bist, als dass es absolut keine ausnahmen gibt. will hund die grenzen sprengen, bist du verantwortlich dafür zu sorgen, dass die grenzen eingehalten die regeln befolgt werden. kaum n hund würds nich versuchen, genug kommn damit durch, weils den haltern an konsequenz und/oder gesundem hundeverstand fehlt. n gewisses durchsetzungsvermögen braucht man da je nach hund schon, aber wenn man wirklich konsequent bleibt, wird im normalfall immer alles gut!

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In welchen Situationen schnappt sie denn nach dir? Magst du mal Beispiele nennen.
Das ist schon sehr frech und du solltest eine Antwort darauf finden die dir liegt und die
du glaubhaft rüberbringen kannst.
Vermutlich schenkst du deinem Hund zu viel Aufmerksamkeit, hört sich jedenfalls so an.
Das könntest du etwas reduzieren. Schicke sie öfter mal weg, das wirkt oft schon Wunder.
Und rumgebrülle gehört nicht in die Hundeerziehung, Hunde haben ein sehr gutes Gehör
,
da reichen leise Töne völlig aus.
Körpersprache ist ganz wichtig, das ist die Muttersprache der Hunde, allerdings bräuchtest
du da jemanden, der dich mit deinem Hund gemeinsam mal beobachtet. -
Gehorsam hat nicht unbedingt was mit Strenge oder Härte zu tun, sondern mit klarer Kommunikation, das geht auch ohne Schreien.
Wenn ich meine Kinder anschreie, ist das ein Zeichen meiner Überforderung , nicht von konsequenter Erziehung.
Natürlich weiss ich was du meinst.
Aber Ruhe und Gelassenheit sind das wichtigste. Sowie den Überblick behalten.Viel Erfolg :joint:
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Hallo,
dein Hund ist erst 22 Wochen alt, ich persönlich kenne eigentlich keinen Hund, der in dem Alter perfekt gehorcht hat.
Schraube deine Ansprüche gegenüber deinem noch sehr jungen Hund ein wenig herunter.Unabhängig davon, nimm dir nicht ein "falsches Vorbild", denn du bist nicht die Hundetrainerin, du bist Frauchen von deinem Hund und stecke dir nicht so hohe Ziele, verfolge erst einmal das dir wichtigste Ziel in der Hundeerziehung.
Welches wäre das?Dann möchte ich dir sagen, dass Konsequenz zwar richtig und wichtig ist, aber niemals durch Gebrülle (Hunde hören sehr gut) und/oder Schubsen (erlernte Abbruchkommandos sind dienlich) geprägt ist.
Es stellt sich die Frage, wie du z.B einen sicheren Rückruf und ein Abbruchkommando, wie "nein", trainiert und vor allen Dingen konditioniert hast!?
Manchmal werden da, sogar in Hundeschulen, Fehler gemacht und der Hund hat es entweder noch nicht wirklich verstanden oder die Motivation ist nicht hoch genug.ZitatMit Lilli ist es nun so, dass sie auch schnappt nach mir, wenn ich ihr etwas verbiete und bestimmt "NEIN!" sage. Dann halte ich ihr entweder die Schnauze zu und schimpfe oder ich drehe mich weg. Beide Optionen führen dazu, dass sie beim nächsten Mal wieder schnappt. Die Trainerin sagt, ich soll unbedingt strenger mit ihr sein (keine Schläge!).
Es muss einen Grund haben, dass dein Hund nach dir schnappt, wahrscheinlich eher nicht, weil du zu "lieb" bist, sondern eher durch oben zitierte Maßnahmen, wie Schnauze zuhalten und schimpfen.
Deinen Hund verunsicherst du damit sehr, was vermutlich zum Schnappen als Übersprunghandlung führt.
Von solchen Strafmaßnahmen halte ich überhaupt nichts, Hunde verstehen auch eine andere Sprache, ohne so massiv zu werden.
Ich gehe davon aus, dass dein Hund diese Vorgänge nicht einmal einordnen kann.
Für welche "Hundevergehen" wendest du so eine Strafe an?Ein Hund macht nichts, um seinen Menschen zu ärgern, mit 22 Wochen wissen viele Junghunde nicht einmal ganz genau, was erlaubt ist und was nicht, weil sein Mensch es nicht klar und verständlich "erklärt" hat.
Eine "Erklärung" reicht sowieso nie, einige Hunde benötigen 50 "Erklärungen", andere mehrere 100.
Entscheidend ist u.a., WIE man es klar macht, was erwünscht und unerwünscht ist.Mit Härte, Strenge und Gebrülle erreicht man nicht viel, außer dass Hunde abstumpfen, aber letztendlich doch nur Bahnhof verstehen und das Problem stellt man damit nicht ab.
Irgendwo scheint bei euch mehr ein Verständigungsproblem, als ein "zu lieb Problem" vorhanden zu sein.
Viele Grüße!
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Ach ja noch was zum Trainer auf dem Hundeplatz und dass du meinst dein Hund hört auf
sie besser. Das ist ein verbreitetes Phänomen und liegt daran, dass Hunde Führung lieben,
sie suchen jemanden der den Ton angibt, dem sie folgen können.
Auf dem Platz tut das der Trainer, sogar ihre Menschen folgen dem Kommando der Trainer.
Also tut Hund das auch. -
Ich bin auch zu lieb, bin mit Cookie in einer Hundeschule, wo auch alle nur lieb sind und hatte heute erstmalig für zwei Stunden eine Trainerin zuhause. Cookie springt an ihr hoch, schnappt nach dem Ärmel (sein ´Begrüßungsritual´). Ein Griff von ihr von unten in die Haut vom Hals, Hund langsam runterbewegt und dann noch kurz gehalten, als er am Boden saß, bis er sich beruhigt hatte, und das wars. Sie hat ihm dabei nicht weh getan. Danach freundlichst gelobt. Er hat sofort verstanden, dass er das nicht machen darf.
- Vor einem Moment
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