HD - und man spürt es "schnackeln"...:-(
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Hallo zusammen,
nachdem ich die letzten Jahr hauptsächlich im Seniorenforum unterwegs war und mein geliebtes Mäxchen uns den Großteil der 18 gemeinsamen Jahr mit bester Gesundheit erfreut hat, bin ich nun doch hier gelandet...
Seit zwei Wochen haben wir nun einen Jungspund hier sitzen, eine mittelgroße Spanierin, 14 Monate alt. Nur leider schützt das Alter ja bekanntlich vor Krankheit nicht und so hat sich unsere Kleine (Paula heißt) leider recht schnell als Sorgenhündchen herausgestellt... Kaum war sie zwei Tage bei uns, hat die Routineuntersuchung beim Tierarzt schon die Diagnose HD ergeben - am gleichen Abend durch ein Röntgenbild bestätigt. Bisher war das niemandem aufgefallen, weil Paula sich noch genau als die "Sportskanone" zeigt, die wir uns gewünscht haben. Sie scheint bislang noch keinerlei Schmerzen zu haben, geht daher auch noch nicht lahm oder hat sonstige Schwierigkeiten. Allerdings sieht man beim Bremsen aus dem schnellen Galopp schon, dass sie das Hinterteil etwas nach oben wirft und nicht immer, aber gelegentlich, auch ein Bein anhebt... Also haben wir schon einige Träume, die wir mit ihr hatten, beerdigt. Wollten sie zum Beispiel gerne in die Berge mitnehmen, da wir da Sommer wie Winter viel unterwegs sind, aber das wird nun wohl nichts werden... Dennoch hat sie bei uns natürlich ihr endgültiges Zuhause gefunden und wir werden alles tun, die HD so gut es geht in den Griff zu bekommen!Die Röntgenbilder zeigen laut TA eine HD Stufe C, wobei das recht vage geschätzt klang und die Bilder auch nicht optimal sind (Paula wurde ohne Narkose geröntgt, was sie sich sehr brav gefallen ließ, aber 100% gerade liegt sie nicht). Die Einschätzung basiert wohl in erster Linie darauf, dass die Gelenkköpfe recht eckig sind. Ich bin mit ihr im Anschluss auch gleich zur Physiotherapeutin, die mir bestätigt hat, dass Paula aktuell absolut schmerzfrei ist, die Wirbelsäule ist in Ordnung und sie hat auch noch keinerlei Muskelverspannungen. Wir sollen sie nun ganz langsam aufbauen (was bei dem Energiebündel eine wirkliche Herausforderung ist, aber klar halten wir uns dran, machen nur relativ kleine Spaziergänge, dafür häufiger und abwechslungsreich, so dass sie vom Kopf gefordert ist). Außerdem haben wir damit begonnen, zwei Mal pro Woche Unterwasserlaufbandtraining zu machen, um die richtige Muskulatur aufzubauen. Außerdem bekommt sie getreidefreies Futter, VMP Mobil und Supleneo (letzteres haben wir allerdings ausgesetzt, bis klar ist, woher ihre (Futtermittel?)Allergie, Baustelle Nummer 2, kommt...).
Die Physiotherapeutin hat mich wirklich ein wenig beruhigt, ich war davor echt fix und fertig aus Sorge um den Hund. Was mich allerdings immer noch umtreibt (daher auch der komische Betreff): Wenn man Paula auf Hüfthöhe eine Hand auf den Rücken legt, während sie läuft, spürt man darunter etwas "schnackeln", man hört teilweise auch ein dumpfes "Ploppen", nicht immer, aber manchmal wirklich bei jedem Schritt, besonders, wenn sie davor etwas wilder unterwegs war, das kann ich nicht immer vermeiden. Laut Physio ist das nicht die Hüfte, sie konnte mir aber auch nicht genau sagen, was das dann ist, fand es aber nicht sonderlich beunruhigend... Kennt das von Euch vielleicht jemand? Mich macht das wahnsinnig, weil ich mir dann immer denke, dass es vielleicht doch schlimmer ist, als mir erzählt wird, und ich eine rechtzeitige Behandlung verpasse. Also beobachte ich das Hündchen mit Argusaugen, habe ständig die Ohren gespitzt und immer wieder die Hand drauf, was mir verwirrte Hundeblicke einbringt...;-) Nun bin ich mir nicht sicher, ob ich mal einige Wochen abwarten und schaun soll, wie sich das Ganze mit dem Muskelaufbau verbessert, oder doch lieber gleich noch zu einem Spezialisten gehen soll... Vielleicht kennt jemand ähnliches?
Ach ja, Paula ist ca. 48 cm hoch und 17 kg schwer, wir achten natürlich auf das Gewicht, momentan ist es laut Tierärztin und Physio sehr gut so, sie ist sehr schlank. Ihr erstes Lebensjahr hat sie im Tierheim verbracht, was laut Physio zumindest sicherstellt, dass sie da körperlich wohl eher nicht überlastet wurde und die Hüfte daher noch recht unbelastet ist... :/
Oh Mann, unser kleines Sorgenhündchen...
Ich wünsche Euch einen schönen Abend und danke allen, die sich so weit durchgelesen haben! :-)
Susanne - Vor einem Moment
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Hallo,
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Ich kann dir wegen dem schnackeln nicht helfen, da müsste wohl genauer untersucht werden. Wenn es aber wirklich nur eine C-Hüfte ist, brauchst du keine Träume beerdigen, damit ist der Hund normalerweise voll belastbar, wenn es nicht grad Extremsportarten sind. Selbstverständlich kann sie damit bergwandern, die meisten C-Hunde haben, wenn überhaupt jemals, erst im hohen Alter irgendwelche Beschwerden (die auch Hunde mit besseren Hüften treffen können). Der Hund darf ein absolut normales Leben führen und aktiv sein. Die Hüften der meisten Menschen sind wahrscheinlich weitaus ärger dran...
Eine C-Hüfte merkt man dem jungen Hund nicht an in der Bewegung - entweder ist sie schlechter als C, oder da ist noch ein anderes Problem im Bewegungsapparat.
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Hallo Naijra,
danke für die schnelle Antwort. Und danke für die aufbauenden Worte - ich hoffe ja wirklich, dass ich momentan einfach nur überreagiere und übersensibel bin. Ich achte halt wirklich auf jedes Beinheben und jede vielleicht komische Bewegung... Wahrscheinlich muss ich echt mal ein bisschen "runterkommen" und ein paar Monate abwarten. Hm, noch ein anderes Problem glaube ich eher nicht, da die Physio wirklich komplett alles abgetastet und untersucht hat und nichts auffällig war. Ich bohre beim nächsten Termin bezüglich dem "Schnackeln" nochmal nach, vielleicht hat sie ja noch eine Idee, woher das kommen könnte...
Schönen Abend!
Susanne -
Also überschlagen beim Bremsen deutet eher auch schwache Muskeln in der Lendengegend hin. Und wenn ein Hund geht, bewegen sich natürlich die Wirbel im Rückebereich. Eine Irritation kann von Sehnen und Bändern ausgehen, welche vielleicht mal gezerrt waren oder noch weich sind und deshalb auch mal überspringen.
Bei HD C würde ich mir persönlich keine großen Gedanken machen und ist auf keinen Fall ein Ausschlusskriterium für Aktivitäten. Vielleicht doch noch einmal ne AUfnahme in Narkose machen lassen. Es ist jedenfalls wichtig zu wissen, warum es C ist. Bei beginnender Arthrose sehen die Prognosen eines schmerzfreien Lebens schlechter aus, als wenn "nur" die Pfanne nicht richgtig übergreift, aber alles andere glatt ist.
Noch ein kleiner Tipp zum Aufbau aller Muskeln, aber besonders der Hinterhand: Einfach einen recht steilen Hang suchen und auf 15 x 15 m futter / Pellets verteilen und suchen lassen. Dauert bei 2 hand voll Futter 20-30minuten und ist durch das langsame frontale, waagererchte und seitliche bergauf und ab ein super koordinations- und muskeltraining. Und ganz nebenbei ist es eine super Auslastung.MfG
Sunshine -
Hallo Sunshine,
das klingt einleuchtend, könnte tatsächlich eine Erklärung sein! Muskelaufbaupotential haben wir zum Glück noch gut, Paula hat ja noch nicht mal seit zwei Monaten regelmäßige Bewegung, daher hoffe ich, dass sich da in Sachen Stabilisation noch was tut. Habe selbst sehr instabile Schultergelenke, die habe ich durch schön auftrainieren ganz gut in den Griff bekommen. Wir müssen Paulas Bewegungsdrang nun nur in die richtigen Bahnen lenken... Vielen Dank daher auch für Deinen Tipp bzgl. Leckerlisuche - das werde ich ab sofort regelmäßig einbaun! Wenn Madame dann auch auf dem Unterwasserlaufband mal anständig mitspielt (wir arbeiten dran...;-)), hoffe ich sehr, dass sich die zunehmende Muskulatur positiv auswirkt!
Danke für Eure Unterstützung und allen einen schönen Tag!
Susanne -
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Hallo,
ich kann dir leider nicht sagen, worum es sich bei dem Geräusch handelt, dafür aber, dass ich hier eine Leidensgenossin sitzen habe.
Meine Madame, Labrador, 5 Jahre alt, 29kg schwer, knurpst auch oft so aus der Beckengegend. Hat man zufällig die Hand währenddessen auf ihr liegen, fühlt man auch, dass sich da was bewegt..
Sie wurde als 1,5 jähriger Hund jedoch durchgeröntgt, die Bilder waren von einem anerkannten HD/ED Gutachter angeguckt. Ergebnis war HD A bis höchstens B.
Meine Idee dazu war bislang, dass das von Verspannungen durch Schonhaltung kommen könnte. Denn ein Jahr später wurde bei meiner Hündin OCD im Sprunggelenk festgestellt.. Aber wenn du bei deinem Hund das gleiche fest stellst, mh.. -
Ich kenn mich zwar da nicht aus, aber mein Hund hat PL und hebt deswegen oft das Bein, manchmal schnackelt es da auch...allerdings nur spürbar, nicht hörbar. Vielleicht also mal die Kniescheiben abtasten.
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Vorsicht mit dem "Ploppen", das hört sich für mich so an, als sei eine Hüfte subluxiert
Das bedeutet, das das innere Band im Hüftgelenk gerissen ist, vermutlich auch ein Teil der Gelenkkapsel, und das kann schon Monate her sein, und daher aktuell nicht mehr weh tun.
Momentan macht das dann eher keine akuten Probleme, die kommen aber auf Dauer garantiert, weil durch das häufige hin und her der Hüftkopf und der Rand der Hüftpfanne immer stärker abgenutzt wird, was zu Arthrose und Schmerzen führt.
Das Ploppen kommt daher, das bei bestimmten Bewegungen der Hüftkopf aus der Pfanne rutscht, und das Ploppt dann halt.
Wenn die Physiotherapeutin das ausschließt, hat das ja nicht zu bedeuten, das das auch wirklich stimmt, da sollte mal ein Spezialist für Gelenkprobleme, ein Orthopäde draufschauen. Die haben eine wesentlich bessere Ausbildung als ein Physiotherapeut, zumindest was Diagnostik angeht. Ich will damit nicht sagen, das Physiotherapeuten keine ahnung haben, aber die sind meist Therapeuten und weniger Diagnostiker.Weiß nicht wo du wohnst, aber ich gehe bei solchen Sachen ins tiergesundheitszentrum schweinfurt, die haben gleich zwei Spezialisten für Orthopädie und sind auf Schmerzen und die Ursachen dafür spezialisiert.
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Danke Euch allen für die Antworten! Sullo, kennst Du Dich damit näher aus und kannst mir sagen, ob man es auf guten Röntgenbildern sehen würde, wenn es das tatsächlich wäre? Oder weiß das sonst jemand?
Bin grad schwer am Überlegen, ob ich noch Röntgenbilder in Narkose anfertigen lassen soll... Mein Mann und unsere Hundetrainerin meinen, ich soll's erst mal sein lassen, weil es ja auch nicht viel ändert - egal, wie schwer die HD ist, passen wir ja ohnehin auf, dosierte Bewegung, Muskelaufbau, Nahrungszusätze. Bin da jetzt ziemlich verunsichert. Einerseits möchte ich der Kleinen nicht gleich schon eine Narkose zumuten, kaum dass sie sich etwas eingelebt hat, und ich möchte mich auch nicht noch mehr verrückt machen lassen, andererseits... Oh Mann. Was meint Ihr?
Schönen Abend! Susanne -
Ich persönlich würde unter Narkose röngten lassen und von einem offiziellen Gutachter für HD nochmal bewerten lassen.
- Vor einem Moment
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