Wie hört mein Hund auf Regeln?

  • Habe einen Welpen von 8 Wochen, ist noch nicht stubenrein und auf Befehle hört er auch noch nicht...Ist für das Alter denke ich normal...

    Doch wie kann ich ihm das alles am schnellsten beibringen, dass es ihm und auch uns Spaß macht und wir die ersten Erfolge haben?

  • Hallo!

    Ich würde mir mal ganz schnell etwas Hundeliteratur (Welpenerziehung) anschaffen und mich ausführlich einlesen. Eigentlich sollte das aber VOR der Anschaffung eines Hundes erfolgen. :???:

    Dein Hund hört natürlich noch nicht auf Kommandos. Du musst ihm ja erst beibringen, was diese bedeuten.

  • Hallo,

    seit wann lebt der Welpe denn bereits bei dir?
    Acht Wochen, das ist natürlich noch ein Hundebaby, der nicht ein Wort von dir versteht.
    Mit der Stubenreinheit, Kennenlernen der Umgebung, umweltsicher werden und dem Erlernen der Spielregeln hat er genug zu tun.
    Das Einzige, was er in den nächsten Wochen, meiner Meinung nach, an Wörtern lernen sollte, sind "nein" und "hier".
    Hast du dich darüber belesen, wie man einem Hund die Bedeutung eines Wortes "erklärt"?

  • "Schnellstens " bringst du ihm gar nix bei.
    Laß ihn erst mal bei dir ankommen, der Rest kommt langsam.
    Über Stubenreinheit gibts hier hunderte von Threads. :D
    Da kannste dich mal einlesen.

  • Ich hatte keine Ahnung von Hunden und war in keinem Welpenkurs mit meinem Hund - sowas lernt ein Hund auch ohne Welpenkurs. Das oben genannte Buch scheint gut zu sein.
    @bopfo mit 8 Wochen braucht der Hund das nicht können und "schnellstens" schon gar nicht. Fang schon jetzt an mit deinem Welpen Spaß zu haben sodass dein Welpe lernt dass man mit dir richtig Spaß haben kann.
    Wichtig ist, dass man seine Anforderungen an den Hund realistisch setzt - ein Welpe ist kein Junghund und kein erwachsener Hund.
    Schau dir mal die Videos hier an http://www.youtube.com/user/kikopup/videos?query=puppy - die sind sehr wertvoll wenn man etwas Englisch kann.

  • Nur gleich mal vorweg: Die Basishundeerziehung dauert ca 1-2 Jahre. So lange ist man permanent beschäftigt bestimmte Sachen immer und immer wieder zu üben. Grosse Hunde sind auch gerne erst mit 3 Jahren erwachsen. Rückschläge gibt es immer wieder,; ein Hund durchlebt eine Pubertät in mehreren Phasen, wird immer genre mal wieder ängstlich und/oder stellt alle vorher festgelegten Grenzen in Frage.
    Zusätzlich zu einem Welpenbuch epmfhele ich ein Buch in dem es auch um die Beziehung Hund und Mensch geht. Für mich hilfreich und anschaulich erklärt war 'Hundeerziehung mit Martin Rütter' Es gibt auch bessere aber das ist halt das was mir sehr geholfen hat.

    Was da aber auch nicht drin steht und ich erst hier gelernt habe, dass ein junger Hund vor allem Ruhe lernen muss. Einfach mal nur dasitzen und nicht immer überall mitmischen und sich bemerkbar machen. Auch das kann man üben aber erstmal solltet ihr den ZWerg einfach mal ankommen lassen, viel mit ihm kuscheln und nach jedem Schlafen, Fressen und Spielen schnell raus, damit er möglichst selten in die WOhnung macht. Das 'alle 2 Stunden raus' reicht fast nie.

    NICHT hören sollte man auf Hinz und Kunz auf der Strasse, die all schon ca 100 Hunde grossgezogen haben und mit so Sachen kommen wie 'einfach mal die Nase reinstubsen', 'auf den Rücken werfen, damit er lernt wer der Chef ist' oder auch sehr beliebt 'das machen die unter sich aus' (kommt fast immer nur von Besitzern grösserer Hunde)
    Und auch das 'MEIN Hund war schon in 2 Wochen komplett stubenrein' stimmt in der Regel nicht wirklich. Welpen können erst ab dem 4 Monat die Blase kontrollieren, manche brauchen auch noch sehr viel länger. ALso nicht frustrieren lassen.

    Das 'Projekt Welpe' ist ein grosses und langwieriges, macht aber auch sehr viel Spass.

  • Wichtig ist vor allem, dass die Regeln in Stein gemeißelt sind und von jedem in der Familie eingehalten werden. Also gründlich überlegen, welche Regeln einem wirklich wichtig ist und da dann immer konsequent auf die Einhaltung achten.

    Auf welche Regeln man Wert legt, ist dabei individuell. Ob man den Hund im Bett oder auf dem Sofa, in der Küche oder im Bad haben will, ist Ansichtssache. Ob man erlaubt, dass Menschen angesprungen, Möbel angekaut oder Pflanzen ausgebuddelt werden dürfen, kann man sich ja auch selbst überlegen. Aber es gibt kein "heute ist es mir gerade egal, aber morgen ist Schluss mit lustig."

    Der Hund braucht eine Weile, um die Regeln zu verstehen. Dabei muss man beim Verbieten bestimmter Dinge auch nicht drastisch werden. Aber man muss permanent am Ball bleiben und beispielsweise immer wieder den Hund aus der Kübelpflanze pflücken, "nein" sagen und aufpassen.

    Aber wegen der Stubenreinheit ist man ja ohnehin ständig auf dem Sprung und muss den Hund im Blick behalten, sobald er wach ist. Denn hier hilft auch nur aufpassen, schnell sein und sich nicht aufregen. Und natürlich loben, wenn's gut läuft.

  • Google mal 'teaching the Leave it cue Victoria Stilwell' das ist eine echt schöne Anleitung das 'Nein' (statt 'Leave it') zu üben. Ich habe das Nein nach einer ganz ähnlichen Anleitung geübt, die ich aber gerade nicht finde. Ich war nciht so professionell wie Victoria aber es hat trotzdem unheimlich gut geklappt. Eingie Moante später kam noch ein 'Lass ess' dazu. Während das Nein eher ein 'das ist tabu' bei mir ist, bedeutet 'lass ess' mit einer Tätigkeit aufzuhören.

    Das 'Nein' finde ich eins der wichtigsten Kommandos (im Grunde überlebensnotwendig). Genauso wie das 'Hier' (Rückruf). Sitz, Platz, Pfote und der ganze Kram ist erstmal total unwichtig.

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