• Ich mag sie eigentlich, diese lustigen Labbis. Was ich nicht mag, wenn sie nicht hören oder die Besis einfach nicht reagieren.
    Für mich sind die Spaziergänge nervig wenn eben so ein "unerzogener" Jungspunt mitten in meine 3er-Gruppe rast und womöglich meine alte Dame über den Haufen rennt. Meist kommt es aber gar nicht so weit. Wir haben einen Bodyguard dabei, 38cm hoch und schnell wie der Blitz. Ich mag dieses Verhalten nicht, aber wenn es darauf ankommt bin ich froh, denn sie jagt den spielwütigen Hund mit lauten Gebell weg. Sie mag nicht spielen und hasst es wie die Pest wenn da etwas angesaust kommt und sich in unserer Nähe breit macht.
    Viele Besis sind dann mal sehr erstaunt und bedanken sich auch noch. Wenn ich dann frage warum sie das Verhalten ihres Hundes zulassen heißt es immer nur: der tut nix, will nur spielen. Ist aber schön das da mal ein anderer Hund reagiert und so wird er es lernen. Geht´s noch? Aus genau solchen Gründen habe ich nun so ein kleines Biest, denn mittlerweile macht sie das auch bei Hunden die nur langsam vorbeigehen wollen. Ich muß sie jedesmal bei Fuss nehmen und das nervt mich.
    Vielleicht könnten Hundehalter solcher Nervensägen ihre Hund mal früher anleinen, nämlich bevor sie Gas gegeben haben und nicht erst versuchen sie zurückzurufen wenn sie schon bei mir sind. Das kann doch nicht so schwer sein. Ich schaffe das mit 3 Hunden. Dazu muß man seinen Hund nur in der Nähe halten und beobachten. Spielen sollen sie ja, aber nicht wenn andere Hunde das nicht wollen. Man ist doch der Sprache mächtig, auch auf eine Entfernung von locker 50m. Wenn ich den DSH einer Bekannten dabei habe laufen solche Begegnungen komischer Weise anders ab. Da reagieren die Besis irgendwie schneller und das ist auch gut so. Der ist zwar friedlich, aber wenn er bedrängt wird gibt es Haue.
    Gruß Terrortöle

  • Sicher, aber wenn man einen tollen Hund trifft, kann man den eigenen doch mal spielen lassen... ich lass meine aber nicht einfach wild hinrennen, sondern sprech mich erst mit dem Besitzer ab. Ich hätte auch zuviel Angst um meine Maus, sie einfach drauf losbrettern zu lassen, ich will in der Nähe sein, wenn sie eine neue Bekanntschaft macht, man weiss ja nie.

    Meine ist übrigens so alt wie deine und ein Labbi-Boxer-Mix, auch nicht gerade der ruhigste Hund... :lol:

  • Zitat

    Einmal die Woche ist zu wenig.


    Meine haben, wenn es gut läuft, Wochenlang keinen Kontakt zu Fremdhunden.
    Warum ist 1x die WOche zu wenig?
    Klar, zum Üben ist so Kontakt sicher prima, aber erstmal Leute finden die mit sich üben lassen.. ist auch net immer so einfach.
    Da fänd ich's auch sinnvoller in der Spielstunde zu üben. Da kennt man sich i.d.R. schon etwas und wenn man schüchtern ist läuft's da schon einfacher..

    Zum Rad fahren: ich würd versuchen "weiter" beizubringen.
    Meine Große ist ja ein Leinenassi gewesen, bzw. teilweise noch, aber mit "weiter" klappt's auf dem Rad prima.
    Zugegebenermaßen: beigebracht hab ich's ihr bei normalen Spaziergängen mit *mitnehmen vom Hund*. Also ich sag "weiter" und egal was der Hund macht, er geht mit mir weiter. Er kann garnet anders weil ich ihn zur Not hinterherschleif.
    Auf'm Rad war das von Anfang an kaum ein Thema. Klappt da sogar besser wie zu Fuß.

    Hab hier auch so'n extrem ultrafreundliches Exemplar das am liebsten auch zu jedem Hund hinwill weil die alle ja sooo toll sein müssen lol. Je mehr die da hin will, desto weniger kommt sie dran. Seh ich Hunde in Entfernung lass ich sie neben mir laufen oder wenn das net fruchtet wird angeleint. Je weniger Erfolgserlebnisse der Hund hat, desto leichter fällt die Lernerei das hinstürmen eben echt uncool kommt.

  • Hallo,

    Ich habe genau so ein Labrador-Pracht-Exemplar wie du. Meiner ist jetzt 1 Jahr alt und ein richtiger Kasperkopf. Ich habe alles mögliche versucht, Hundeschule, Schleppleine, konsequentes Training beim Spazierengehen. aber jedesmal wenn sich Erfolge einstellen, gibt es HH die rufen Balu schon aus Entfernung. Da wird dann quer über Feld gebrüllt: " guck mal, wer da ist, na komm her". Dabei wird dann noch freudig auf die Oberschenkel geklopft, und mein Hund ist nicht mehr zu halten. Wenn ich den Leuten dann erkläre das ich das nicht will, bekomme ich immer gesagt, das sich die Hunde doch kennen und das die doch spielen müssen.Und ich soll doch nicht alles so ernst nehmen usw. usw.... Ganz toll sind auch die, die mit ihren Hunden zu uns kommen wenn ich Balu ins Sitz oder Platz nehme damit die an uns vorbei gehen können.die bringen es tatsächlich fertig und bleiben dann stehen, damit sich due Hunde beschnuppern können und tun meine Einwände mit einem "ist doch nicht schlimm oder " ein hübscher Kerl ist das" ab .Ich bin langsam echt stinking. Nach solchen Begegnungen kann ich immer wieder von vorne anfangen.
    Er hat jetzt wieder Schlepp dran damit ich ihn notfalls aufhalten kann. Aber es ärgert mich ungemein, das ich wegen ein paar ignoranter, Erklärungsresitenter Menschen ständig diesen Ärger habe. Ich gehe schon immer andere Strecken, aber dieses besondere Exemplar Mensch ist hier anscheinend weit verbreitet.

    Ich habe jetzt mit Freunden vereinbart, das sie, falls Balu auf sie zustürmt, ihn wegblocken, verjagen anschreien usw. Das hat ganz gut geklappt, er kommt dann von sich aus zu mir zurück und sucht Schutz und ist etwas mistrauischer geworden in Bezug auf Entgegenkommenende Menschen samt Hunden.

    Außerdem werde ich nich Einzelstunden bei einem Trainer nehmen, sicher ist sicher.

    Labbis sind in der Regel sehr distanzlose Hunde, die wirklich erstmal so was wie Benehmen lernen müssen. Das liegt daran, das sie vom Wesen her extrem freundlich sind. Deshalb werden sie ja auch so oft zum Familienhund degradiert, obwohl es Arbeitshunde sind.

    Ich wünsche dir und allen Leidensgefährten viel Glück und vor allem gute Nerven.

    LG

    Andrea

  • Danke Andrea,es erleichtert mich ungemein zu hören, das ich nicht allein bin.Schade das du so weit weg wohnst...
    All das, was du beschreibst, kenne ich nur zu gut.Und genau das ist es, was das durchhalten und konsequent sein so schwer macht.Ich will etwas von meinem Hund und dann kommt irgendein dahergelaufener und macht meine Autorität zu nichte...und nicht nur das.Aussagen wie "ach lassen sie doch...die sollen doch spielen .."usw lassen mich am ende noch da stehen, wie eine "Rabenhundemutter."
    Ich muss vielleicht noch dazu schreiben, das Emma unser erster Hundeversuch ist,wir haben keinerlei Erfahrung.Und der Grund für die Anschaffung, ist vielleicht auch nicht ganz so optimal-ich war schwer Deppressiv und ging keinen Meter vor die Türe und mein Mann dachte, das ich so einen Grund habe, warum ich raus muss.Das ist auch gut so, nur lassen mich die ausbleibenden Erfolgserlebnisse auch nicht gerade besser fühlen.

    Ansonsten-zu Hause-ist Emma ein super Hund...sehr ruhig, anhänglich, bellt nicht, das Anspringen wird auch weniger und wie gesagt megafreundlich.Wenn ich dann auf dem Hundeplatz von Hunden höre, die alles und jeden beissen wollen, bin ich schon froh- nur ein bisschen mehr hören wäre auch toll.

  • Mädels, warum kümmert es euch, was andere sagen?

    Wenn mein Hund gerade nicht darf, und da kommt ein anderer, der zum Schnüffeln hergeschickt wurde, dann ärgere ich mich nicht über den bekloppten Besitzer, sondern schnapp mir das Tierchen und erkläre IHM, dass es gerade nicht geht. Hunde kapieren sowas eh schneller als Menschen, also redet mit denen, statt mit den lernresistenten Haltern!!! :D

  • Hallo Lunasmama,

    Na, ja, das Problem ist eher, das es die anderen nicht kümmert, was ich sage. Mal ein Beispiel: ich sitze mit Mann und Hund in einem Straßencafe, herrliches Wetter, wir sind stolz wie Bolle, das Balu friedlich am Tisch liegt. Kommt eine ältere Dame des Weges, mit einem Beagle im Schlepptau. Beagle sieht Balu, Beagle will sofort hin. Balu liegt immer noch unterm Tisch, hat den Beagle zwar registriert, bleibt aber liegen. Die Beaglehalterin fängt an zu quitschen: " guck mal, Schätzchen was für ein großer Hund und ganz schwarz, wollen wir Guten Tag sagen?" Ich sofirt dazwischen: " mein hund ist gerade im Training, es wäre nett, wenn sie ihren nicht zu ihm lassen, er soll lernen liegen zu bleiben."
    Die Dame guckt mich an und sagt zu ihrem Hund:" gell, Mausi, dann lass uns mal näher ran gehen, damit der Hübsche nicht aufstehen muss....." Ich winke noch schnell ab und will was sagen,da wars auch schon zu spät. Balu springt auf, freut sich nen Ast und nimmt den Tisch gleich mit :headbash: . Ich erstmal sprachlos und damit beschäftigt den Tisch zu retten. Die nette Dame kichert sich einen und meint:" na da haben sie aber einen ganz schönen Wildfang, wenn sie da nichts machen wird das noch Probleme geben."
    Mein Mann konnte gerade noch verhindern, das ich ihr meine bereits zu Boden gegangene Sahnetorte ins Grinsegesicht gedrückt habe.

    Mach mal was dagegen. Ein anderer Spezi meinte mal Balu von der Leine machen zu müssen, als wir uns beim Spaziergang getroffen haben, damit er mit seiner Hündin spielen kann ...... :ugly: damit rechnet doch kein Mensch. Ich habe nen 1a Wutanfall gekriegt. Dieser Herr bezeichnet mich nun als Hysterisch und meint der Hund gehöre in kompetente Hände.

    Manchmal ist es gar nicht so einfach mit dem ignorieren und sein eigenes Ding durchziehen.

    EmmyFriesland: ja Schade mit der Entfernung, ich würde mich freuen, wenn ich hier jemanden hätte, der die gleichen Probleme hat. Zusammen wirds ja immer einfacher.

    LG
    Andrea

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