Schilddrüsenunterfunktion -Erfahrungswerte und Tipps gesucht

  • Vor ein paar Tagen habe ich Nele (14,5 Jahre) routinemäßig durchchecken lassen. Also großes Blutbild mit Schilddrüsenwerten. So war alles unauffällig nur ein Leberwert leicht erhöht. Heute hat mich der TA dann angerufen und mir die Ergebnisse vom Fremdlabor mitgeteilt, wo eben die Schilddrüsenwerte untersucht wurden und alles deutet wohl auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin.

    Der T4-Wert ist zu niedrig (0,7), der freie T-Wert auch und der TSH-Wert zu hoch (1).

    Der TA schlug vor 4-6 Wochen mit Forthyron zu behandeln um dann nochmal das Blut zu untersuchen.

    So hat Nele aber gar keine Symptome die auf eine Unterfunktion hinweisen würden. Also nicht lethargisch, eher für ihr Alter sehr aktiv, zugegebenermaßen teilweise nicht ganz freiwillig. Sie ist eher zu dünn, als dass sie zur Gewichtszunahme neigen würde. Nur mit dem Fell hat sie Probleme (kommt schlecht durch den Fellwechsel, Schuppen, sehr viel Unterwolle, wenig Deckhaar, haart relativ viel), was ich aber auf das Scheren schiebe und die dadurch kaputte Fellstruktur.

    Jetzt frage ich mich natürlich, ob man gleich mit der Hormonbehandlung anfangen sollte, oder lieber noch genauer untersuchen?
    Welche Nebenwirkungen kann das Medikament haben und was kann passieren, wenn man die Unterfunktion unbehandelt lässt?

    Es ist jetzt nicht so, dass ich eine Unterfunktion für abwegig halte. Sie hatte vor ca. 4 Jahren schon mal so eine Diagnose, aber da waren die Werte nur sehr wenig abweichend und ich wollte ihr nicht "einfach so" eine Hormonbehandlung antun. Letztes Jahr beim Routinecheck war der T4 zu niedrig, aber der TSH noch normal und nicht so stark erhöht. Auffällig ist sie also schon etwas länger.

    Also, ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir etwas weiterhelfen könntet und sich meine Bedenken vielleicht als unbegründet herausstellen würden.
    Vielleicht habt ihr auch Hunde mit einer Schilddrüsenunterfunktion und könnt berichten wie die Hormonbehandlung gewirkt hat?

  • Hallo,

    ich würde substituieren.
    Dein Hund hat eine klassische Schilddrüsenunterfunktion mit erniedrigem T4- und fT4-Spiegel und erhöhtem TSH. Selbst ich als Mensch, der alles genauer ergründen muss, würde hier zum Forthyron (oder eben Leventa) greifen.

    Wenn du die Tabletten einschleichst und dich langsam an die richtige Dosis herantastest, wirst du an deinem Hund keine Nebenwirkungen bemerken. Als Nebenwirkung sind lediglich die Symptome einer Hyperthyreose angegeben - und die nur, wenn dein Hund zu viel Forthyron bekommt.

    Folgen einer unbehandelten Schilddrüsenunterfunktion können sein:
    - Herzmuskelschwäche
    - erhöhter Cholesterinspiegel
    - niedriger Blutdruck
    - ...

    LG
    Shalea

  • Ich finde ebenfalls, dass du mit Forthyron behandeln solltest. Der minimal erhöhte Leberwert sowie die von dir beschriebene schlechte Fellqualität sind zusätzliche Indizien für eine Schilddrüsenunterfunktion. ;)

  • Ein weiter Grund warum man mit der Behandlung beginnen sollte ist dass es dem Hund wahrscheinlich nicht gut geht. Wenn man von den nichtbehandelten Symtomen einer Unterfunktion beim Menschen ausgeht ist das ziemlich unangenehm zumal deine Dame schon recht alt ist würde ich ihr den Stress ersparen. Bei jüngeren Hunden könnte sich zusätzlich Verhalten manifestieren, was als unerwünscht gilt und man mit viel Aufwand wieder abtrainieren müsste.

  • Danke euch schon mal für eure Antworten :gut:
    Ich denke ich werde ab übernächster Woche anfangen ihr das Forthyron zu geben. Der TA wollte es auch langsam einschleichen.

    Honig
    Inwiefern nicht gut gehen? Also meinst du sie hat Schmerzen? Sie ist absolut nicht auffällig was das anginge, auch sieht sie nicht so aus, als hätte sie irgendeinen Stress und verhält sich wie immer :???:

  • Zitat

    Honig
    Inwiefern nicht gut gehen? Also meinst du sie hat Schmerzen? Sie ist absolut nicht auffällig was das anginge, auch sieht sie nicht so aus, als hätte sie irgendeinen Stress und verhält sich wie immer :???:


    Nein Schmerzen nicht. Ich habe gelesen, dass Patienten von Kribbeln berichten. Es kann zu Panik und Angstattacken kommen, zu Depression sowie Wesensveränderungen. Das ist wohlgemerkt beim Menschen. Es ist also auch möglich das Hunde ähnliche Symtome haben könnten was man als Mensch ja leider nicht erfahren kann. Alleine deswegen sollte man das schon behandeln finde ich (siehe auch hier http://www.schilddruesenguide.de/sd_psyche.html).
    Es ist aber gut dass du dich dafür entschieden hast :gut:

  • Danke für den Link, sehr interessant :gut:

    Vielleicht kommt ja daher ihre Angst vor Schüssen, die sie eigentlich vor einem Jahr abgelegt hatte...

    Ab morgen wird sie 200mg einmal morgens und einmal abends bekommen. Für mich hört sich die Dosierung gar nicht so niedrig an. Was meint ihr dazu?

  • Zitat

    21 Kilo *Zeichen*

    2x200µg bei 21kg Körpergewicht finde ich völlig okay - es gibt allerdings, wie immer im Leben, verschiedene Herangehensweisen.

    Ich habe bei Ebby damals mit 2x250µg bei 27kg Körpergewicht angefangen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!