Wie oft nutzt Ihr hündische Gesten?
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Sandschiffchen -
26. September 2012 um 21:40
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Ich benutze nie hündische Gesten

Wir reißen und den Allerwertesten auf, um die Körpersprache und ihre Gesten zu verstehen, da sollen die Krampen - die eh den ganzen Tag nix besseres zu tun haben als uns zu beobachten - gefälligst lernen was ich meine und wie meine Körpersprache ist
.Wer bemerkt Ironie, wenn er auf sie trifft?
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Das war mein Ausgangsgedanke - deshalb die Frage! :)
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Zitat

Das war mein Ausgangsgedanke - deshalb die Frage! :)

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Mmh, ich denke ich mache vieles unbewußt. Ich blocke ihn schonmal oder remple zurück, wenn der werte Herr mal wieder meint er darf den dicken makieren. Wenn er was macht, das er nicht darf, gucke ich ihn streng an bis er es läßt (das dauert zum Glück höchsten gefühlte 2 Sekunden). Aber ob das nun hündisch ist? Er scheint es zu verstehen, da er sofort alles fallen läßt und drei Schritte zur Seite geht. Das funktioniert auch bei seinem Kauknochen. Ich rede aber generell weniger mit dem Dicken, bei uns läuft vieles über Körpersprache, und schon fast automatisch. Wir haben uns gut aufeinander eingeschossen.
Gähnen, knurren oder Aktiv beschwichtigen; so was finde ich albern. Ich bin Mensch und will es sein........LG
Andrea -
Mir ist immer nicht ganz klar, wo bei körpersprachlicher Kommunikation die Grenze zwischen Mensch und Vierbeiner gezogen wird.
Denn in einem gewissen Rahmen benutze ich selbstverständlich körpersprachliche Gesten, um von Hunden, Schweinen und Pferden "verstanden" zu werden. Das sind recht identische Gesten zu denen, die auch in der Kommunikation zwischen Menschen eingesetzt werden, wenn auch meist ganz unbewusst: Körperhaltung (frontal oder leicht offen und somit dem Gegenüber einen Weg frei lassend, als Beispiel), Körperspannung ( "nasser Sack" strahlt nicht gerade Interesse, Souveränität und Tatendrang aus - eine gewisse Grundspannung in der Körperhaltung kann aus einem lahm nebenhertrottenden Hund einen eifrigen Mitläufer machen, aber auch beim Rinder treiben hilfreich sein...), direktes Anschauen oder Blick abwenden (je nachdem, ob der Kollege, oder der Chef kommen...) kann sehr viel signalisieren und auch erreichen, ebenfalls - wie gestern Nacht erst wieder mit unsere derzeit schwerhörig werdenden und deshalb auf normale Draussen-Geräusche plötzlich wieder extrem ängstlich reagierenden Omi-Hündin erlebt - kann ein herzhaftes Gähnen (was morgens um 3.00 vollautomatisch kommt
) dem Hund weitaus mehr Entspannung und Entwarnung vermitteln, als sämtliche Hundekommandos diesseits von Feuerland...Im Rahmen ganz normaler körpersprachlicher, unbewusst eingesetzter Kommunikation, nutze ich sehr viel artenübergreifende, auch von Hunden benutzte körpersprachliche Gesten, ich denke aber vorher nicht darüber nach (jetzt muss ich Gähnen, den Blick weich machen, die Schulter zurücknehmen, oder was auch immer), sondern das sind Gesten, die i. d. R. unbewusst kommen.
Manchmal allerdings macht es durchaus Sinn, sich so Einiges mal bewusst vor Augen zu führen und ganz gezielt an dem zu arbeiten, was man als Mensch einem Tier gegenüber körpersprachlich zum Ausdruck bringt. Wenn mein Hund z. B. keinerlei Bestreben zeigt, sich draussen an mir zu orientieren und ich in einem zufällig von uns gedrehten Video sehe, dass ich mit der Ausstrahlung einer Schlaftablette durch die Gegend schlurfe, mal nach rechts, mal nach links wanke, weil ich selbst nicht weiss, wo ich eigentlich hin will, kann es hilfreich sein, sich da eine andere Vorgehensweise "anzutrainieren" - energische Schritte, ein, wie sinnbefreit auch immer, imaginäres Ziel vor Augen und dem Hund ein Gefühl vermittelnd, auch gedanklich voll bei ihm zu sein - und plötzlich und unerwartet "folgt" mein Hund mir, das kann sehr erhellend sein.
Aber mich nun in "Spielaufforderungs-Pose" vor den Hund zu werfen - das käme bei mir nicht authentisch rüber. *ächz*
Und genau diese Authentizität wird bei bewusst angewandten "typisch hündischen" körpersprachlichen Signalen der Knackpunkt sein, der diese einfach nicht just in time und situativ angemessen rüber kommen läßt. Beim Spielen mag das noch schnurz sein, ausserdem sind unsere Hunde flexibel genug, den guten Willen dahinter zu sehen
, aber bei ernsthaften Problemen wären mir alle Gesten, die ich erst bewusst mit Nachdenken ausführen müsste, nicht zielführend genug.Ich denke, es läßt sich gar nicht vermeiden, so zu arbeiten, die Übergänge zwischen menschlichen und hündischen Beschwichtigungsgesten sind fliessend (meiner Meinung ist die ganze Welt eh nur ein einziger grosser Hundeplatz - einfaches Beispiel: Chefarztvisite, da wird ALLES durchgezogen, was es an körpersprachlichen Signalen gibt, wer geht wo, wer steht wo, wer macht einen Schritt zur Seite, wenn der Chef kommt, das "Drüber-Markieren" geschieht in der Reihenfolge der Unterschriften auf dem Entlassungsbrief, da kommt wirklich ALLES vor, was unsere Hunde so vormachen....
) - für mich ist das eine eher theoretische Frage. In der Praxis werden wir alle solche körpersprachlichen Mittel einsetzen.LG, Chris
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Ich nutze sowas oft im/als/zum Spiel - klappt auch jedes Mal
Ob das übertrieben rumrennen is oder rumbalgen im Bett oder hin und herrempeln aufm Boden
Distanz wahrendes/vergrößerndes Verhalten nutz ich auch hin und wieder. Das verstehen auch fremde Hunde sehr gut - kann also nich sooo verkehrt sein
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Ich benutze sehr viel Körpersprache, Mimik und Gestik bei meiner Hundeerziehung und es klappt super :) Ob Spielaufforderung, Eingrenzung, Weg frei geben oder ungewolltes Verhalten zu unterbrechen, ich denke einfacher als mit den natürlichsten Gegebenheiten zu arbeiten geht es nicht. Schließlich ist es auch im menschlichen Umgang nicht immer schlecht seine Körpersprache etc. bewusst einzusetzen. Siehe zB Pokerspieler

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Zitat
Mir ist immer nicht ganz klar, wo bei körpersprachlicher Kommunikation die Grenze zwischen Mensch und Vierbeiner gezogen wird.
...........Und genau diese Authentizität wird bei bewusst angewandten "typisch hündischen" körpersprachlichen Signalen der Knackpunkt sein, der diese einfach nicht just in time und situativ angemessen rüber kommen läßt. Beim Spielen mag das noch schnurz sein, ausserdem sind unsere Hunde flexibel genug, den guten Willen dahinter zu sehen
, aber bei ernsthaften Problemen wären mir alle Gesten, die ich erst bewusst mit Nachdenken ausführen müsste, nicht zielführend genug.
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LG, ChrisGenau das hab ich mir auch gedacht. Wenn man es recht bedenkt, ist die Körpersprache da wohl zum guten Teil artübergreifend.... Auf den Hund zugehen - Bedrohung. Sich klein machen - Angst nehmen. Wegschauen - Angst nehmen. Fixieren - Bedrohung. Tiefer Ton der Stimme - beeindruckend. Hoher Ton: freundlich. Weglaufen - Animation zum Fangen-Spiel. Langsamer werden - "Achtung (da ist was, ich bleibe stehen, ich seh grad was - wie auch immer)".
Ist eigentlich voll faszinierend. Die Unterschiede in der Ausführung könenn die Hunde doch eh ignorieren, wenn sie uns mal 2 Tage kennenlernen durften, da sind die viel schlauer als wir, was Körpersprache betrifft. Die kennen uns doch nach 2 Tagen schon in - und auswendig *gg
Und diese Ähnlichkeit in der Körpersprache in Verbindung mit der Fähigkeit der Hunde, UNS zu lesen, bewirkt, daß man eben prompt reagieren kann in bestimmten Situationen, ohne sich verstellen zu müssen, oder ein Theater aufführen zu müssen (es sei denn, ich lache innerlich über Unsinn des Hundes und will nach außen ärgerlich erscheinen - aber dabei durchschauen mich meine Kröten, noch bevor ich was gesagt hab, und reagieren mit freundlichem Wedeln und ner frechen Spielaufforderung.... ).
Insofern denke ich, daß wir alle "hündische" Gesten anwenden - weil die Gesten auch menschlich sind.
Höchstens, wenn jemand (aus Unsicherheit oder warum auch immer) extrem ruhig, leise und beherrscht ist, ohne Gestik und Mimik spricht und sehr wenig körperlich kommuniziert, könnte ein Hund Probleme bekommen, zu erkennen, wie die Person jeweils "drauf" ist bzw. was sie meint. Der müßte dann "Theater" spielen (um körpersprachliche Kommunikation zu lernen) - aber ob das anfangs authentisch rüberkommt?
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Ich nutze von mir aus keine hündischen Gesten. ich blocke ihn nicht einfach so, ich beschwichtige nicht durch Gähnen o.ä.
Ich nutze sie nur dann, wenn ich etwas will oder ihn zurechtweise. D.h. ich pöbel ihn körperlich an (renne ihn um, wenn er im Weg steht oder schubse ihn weg, wenn er nicht mitmacht).Ich weiß aber sehr gut, was hündische Gesten sind und kann ihn gut lesen. So gehe ich z.B. auch Bogen um andere Hunde, wenn ich sehe, dass diese ihm nicht geheuer sind oder ich vermeide es, zu aufdringlich zu werden (mich z.b. beim Sitz.Kommando zu weit nach vorne zu beugen und ihn anzustarren)
Er versteht sehr gut, wenn ich ihn drohfixiere..
Was ich noch mache: ich dulde sein Schnuppern im Genitalbereich (ein unseriöser Hund würde dies nicht zulassen), ich verfüge über Ressourcen (ist ja auch eine Art hündisches Verhalten) und ich entscheide Dinge vor ihm....
Da sehe ich, ich nutze DOCH recht viele hündische Gesten. Ich würde ihn aber nie kneifen, quietschen, Vorderkörpertiefstellung machen, oder mich einfach beim angucken wegdrehen oder gähnen um zu beschwichtigen.
Wenn wir kuscheln, brauch ich nicht beschwichtigen, er kommt trotzdem gerne.... Und sonst sehe ich keinen Grund, meinen Hund zu beschwichtigen, ich weiß ja, was ich von ihm will und er weiß das meist auch und macht aus jugendlicher Rüpelei oft mal nicht ganz so mit momentan.... ;-) Da beschwichtige ich doch nicht..... nicht bei meinem körperlich oft rauen, rüpeligen Knallfrosch.... -
Naja eingesetzt wird das einerseits beim Spielen (Oberkörper ein bissl noch unten, rumhopsen, zackige/langsame Bewegungen) mit Mia (mit anderen Hunden nicht so - für den Fall, dass ich wegen schlechter Fremdsprachnkenntnisse missverstanden werden könnte ^^)
Mach das eigentlich auch nicht weil ich mir denke sie würde sonst nicht verstehen was ich meine aber ich hab den Eindruck, dass ihr das so irgendwie mehr Spass macht und sie dann auch mal mehr loslasst und ein bissl aufdreht
Das ist dann sozusagen auch das Signal dafür, dass es ein bissl grober werden darf - find ich eigentlich gut, dass sie da so differenziert!Ansonsten hatte ich mal eine kruze Phase in der ich gegähnt und geleckt habe ... Mia's Reaktion (nach dem Motto: " hä was will sie denn jetzt") hat mich das dann bald einstellen lassen

Knurren tu ich zwar nicht aber da viele hunde auf unterschiedliche Stimmfacetten ganz gut reagieren setze ich meine Stimmlagen bewusster und differenzierter ein als im Umgang mit Menschen..
Rempeln, Wegabsperren, Anstarren mach ich auch aber ich würd das jetzt nicht als "hündische Übersetzung" einschätzen sondern naja eher als was das "natürlich" kommt..
Achja und bei unsicheren/fremden Hundis (bspw. wenn ich im TH mit schüchternen Hundis Bekanntschaft mache) mach ich auch schon mal einen auf nicht bedrohlich (nicht anstarren, nicht frontal aufbauen, usw.) was auch ganz gut verstanden wird .. würd ich jetzt aber auch nicht als "rein hündisch" einschätzen... - Vor einem Moment
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