Keine Schleppleine? Kein Zurückkommen!
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Hallo,
wir gehen aufgrund des großen Jagdtriebs und einer hohen Eigenständigkeit nun schon seeeehr lange immer mir Schleppleine spazieren. Die wird in den meisten Fällen tatsächlich geschleppt und wir haben mittlerweile eine erfolgreiche Rückrufquote von 90%

Nun waren wir neulich in einem eingezäunten Waldstück, in dem Hunde frei laufen dürfen und wir haben dort die Schleppleine weggelassen Nach etwa 20 Metern merkte unser Guter wohl, dass keine Schlepp an ihm war und sofort verschwand er im Unterholz. Ab und an tauchte er mal vor oder hinter uns auf dem Weg auf, verschwand aber sofort wieder. Auf den Rückruf reagierte - wenn überhaupt - nur mit einem kurzen Blick. Wir haben ihn über lange Phasen überhaupt nicht gesehen und sind uns sicher, dass er häufig auch nicht wusste, wo wir waren. Wir sind also unser Runden alleine gelaufen und Hundi hatte wohl seinen Spaß

Irgendwelche Tipps, wie dem Terriertier beizubringen ist, dass der Rückruf auch ohne Leine gilt?
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
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Hm, ich schreib mal allgemein, da du nicht viele Infos gegeben hast.
- Hund generell viel Möglichkeit geben, ohne Leine zu laufen
- Nicht rufen, wenn vermutet wird, dass er eh nicht kommt, das versaut nur den Rückruf- Rückruf + zurück kommen = super Belohnung
- Rückruf nur selten, damit er sich nicht abnutzt und etwas besonderes bleibtund wenn die Grundlagen geschaffen sind, kann man anfangen offline zu arbeiten, wobei ich tendenziell erst die SL dran lassen würde, wenn auch eine kürzere, dass sie sich nicht verfängt, aber etwas hinterher schleift
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Zitat
Hm, ich schreib mal allgemein, da du nicht viele Infos gegeben hast.
- Hund generell viel Möglichkeit geben, ohne Leine zu laufen
- Nicht rufen, wenn vermutet wird, dass er eh nicht kommt, das versaut nur den Rückruf- Rückruf + zurück kommen = super Belohnung
- Rückruf nur selten, damit er sich nicht abnutzt und etwas besonderes bleibtund wenn die Grundlagen geschaffen sind, kann man anfangen offline zu arbeiten, wobei ich tendenziell erst die SL dran lassen würde, wenn auch eine kürzere, dass sie sich nicht verfängt, aber etwas hinterher schleift
Danke für die Punkte.
Der erste lässt sich leider so gut wie nicht umsetzen, da wir ihn sonst eher früher als später von der Straße auflesen oder beim Jäger abholen können.
Rückruf + zurückkommen gibt immer eine super Belohnung, die auch nur dafür vorgesehen ist.
Was bedeutet selten? In einer Stunde Waldspaziergang rufen wir ca. 4 bis 5 mal zum Üben.
Wir dachten ja, die Grundlagen seien da, wenn er an der Schleppleine so gut zurückkommt.
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Könnt ihr nicht öfter ins Waldstück fahren?
dann könnte er öfter laufen.Mir wären 4-5x pro Stunde zu viel
ich mache sowas max. 2x pro Spaziergang, wenn ich den überhaupt nutze
und wie gesagt, Schleppleine schleifen lassen, nicht sofort ab machen
das wäre mein Weg -
Ist zwar ein Stück zu fahren, aber das ließe sich einrichten. Habe nur schon mehrfach gehört, dass da viele ihre sozial nicht so verträglichen Hunde laufen lassen. Als wir nun das erste mal da waren, waren wir aber alleine. Wenn andere Hunde da sind, ist es mit der Schleppleine ja nicht so gut.
Aber was machen wir dann dort? Wie gesagt, in den meisten Fällen schleift die Leine ja bereits und dann klappt der Rückruf ja auch. Wenn ich da nun öfters hinfahre und es so ist, dass er alleine sein Ding macht und wir ihn theoretisch auch einfach nach einer gewissen Zeit wieder abholen könnten, hat das nicht eher einen negativen Effekt?
\edit: Nur 2 mal? Das schaffe ich nie. Es kommen ja häufig Leute und zusätzlich rufen wir ihn, wenn es keinen Grund gibt.
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Das wäre für mich eine Situation, wo ich sehr gezielt über Abbruchkommando und falls nötig auch über Strafe arbeiten würde - und zwar genau in dem Moment, in dem er auch nur daran denkt, sich ins Unterholz zu verabschieden. Das Waldstück scheint ja perfekt dafür geeignet zu sein, um Hundi zu erklären, dass er auch ohne Schleppleine auf dem Weg zu bleiben hat.
Viele Grüße
Frank -
Zitat
Das wäre für mich eine Situation, wo ich sehr gezielt über Abbruchkommando und falls nötig auch über Strafe arbeiten würde - und zwar genau in dem Moment, in dem er auch nur daran denkt, sich ins Unterholz zu verabschieden. Das Waldstück scheint ja perfekt dafür geeignet zu sein, um Hundi zu erklären, dass er auch ohne Schleppleine auf dem Weg zu bleiben hat.
Viele Grüße
FrankWie das? Ich habe ja keinen Einfluss auf ihn. Mit Schlepp sieht es so aus: Zu 98% bleibt er auf dem Weg, geht er ins Unterholz, gibt es ein "raus da", das zur Not mit der Schlepp durchgesetzt wird. Aber zusätzlich zum Unterholz gibt es ja noch die Richtungen "nach vorne" und "nach hinten", die man zum Abhauen nutzen kann

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Ich hab's selbst noch nicht praktiziert, aber einige Leute arbeiten so, dass sie die SL immer stückchenweise kürzen, bis nur noch ein kleines Stück am Hund hängt. Das scheint ganz gut zu funktionieren.
Aber kann es auch sein, dass Ihr so dachtet "hey, super, jetzt kann er sich mal austoben" - und genau das hat er dann gemacht?;) Überleg mal, ob Ihr Euch vielleicht selbst irgendwie anders verhalten habt. Ist nämlich gar nicht so einfach;)
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Zitat
\edit: Nur 2 mal? Das schaffe ich nie. Es kommen ja häufig Leute und zusätzlich rufen wir ihn, wenn es keinen Grund gibt.
hab gerade nicht so viel Luft, aber ganz kurzbei mir gibts ein Unterschied zwischen "Rückruf" und "Rückruf"
Das eine ist das normale "Hier", wo ein Hund zu erscheinen hat, was ganz normal belohnt wird.
Das andere ist der Rückruf, der bei ins mit Pfiff folgt. Dies ist unser Superrufruf, der hoch belohnt wird.
Dieser wurde extra konditioniert und so angelegt, dass er auch in höheren Erregungslagen durchführbar ist, wie wenn der Hund zum Hetzen abhaut. -
Zitat
Wie das? Ich habe ja keinen Einfluss auf ihn. Mit Schlepp sieht es so aus: Zu 98% bleibt er auf dem Weg, geht er ins Unterholz, gibt es ein "raus da", das zur Not mit der Schlepp durchgesetzt wird. Aber zusätzlich zum Unterholz gibt es ja noch die Richtungen "nach vorne" und "nach hinten", die man zum Abhauen nutzen kann

Ich gebe ungern Anleitungen zum Strafen. Insbesondere dann, wenn ich weder Hund noch Halter kenne. Aber versuche doch erst mal ihn mit eurem Abbruchkommando komplett auf dem Weg zu halten. Und probier, ob du das "Raus da" bei überhören so hinkriegst, dass du keine Schleppleine zur Durchsetzung brauchst. Also Schleppleine dran, aber eben so agieren, als wäre keine dran.
Viele Grüße
Frank - Vor einem Moment
- Neu
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