Trainingstagebuch meiner kleinen , schwierigen Mia

  • Hallo zusammen ,

    nach langem überlegen habe ich mich dazu entschlossen , hier ein Trainingstagebuch meine Mia aufzumachen. Einerseits natürlich um zu hoffen das ihr mir ein wenig helfen könnt , mir sagt was ich eventuell falsch mache und um mir Tipps zu geben was ich anders machen könnte , und andererseits um selber zu schauen was ich für Fortschritte mit ihr mache.

    Ich hatte die letzte Zeit keine so tolle Zeit. Ich war richtig verzweifelt mit ihr. Ich hatte verschiedene Trainer hier , doch niemand konnte mir so wirklich helfen , bei einem hatte ich sogar das Gefühl das es schlimmer wurde und das ich das vertrauen ein wenig kaputt gemacht habe zu Mia. Ein Trainer hatte mich sogar gerade sie abzugeben , an eine Familie die einen großen Hof haben wo sie raus und rein kann wie sie will , wo sie quasi ,,alleine,, aber doch mit Familie lebt. Und um ehrlich zu sein habe ich auch eine Zeit lang drüber nach gedacht sie abzugeben. Es ging sogar so weit , das ich bestimmt 2-3 Monate nicht mehr mit ihr raus gegangen bin , sondern das meine Partnerin gegangen ist. Doch nun habe ich lange nach gedacht. Gebe ich sie ab? Gebe ich sie nicht ab? Ich habe mich dagegen entschieden und zwar aus 3 Gründen. Der erste Grund ist natürlich das ich sie liebe. Der zweite , das ich nicht weiß wie andere mit ihr umgehen würden und der dritte , das ich sie einfach nicht aufgeben will.

    So nun zu ihren Problemen. Das größte Problem ist , das sie draußen sehr aggressiv auf alles was sich bewegt reagiert. Sie geht in die Leine , kläfft , und ich will nicht wissen was passiert wenn sie sich los reißen würde. Dazu kommt , das sie in der Wohnung auch mal schnappt. Also wenn sie z.b. schläft , und man sie aus versehen berührt dann schnappt sie gerne mal. Das ist schon besser geworden , zumindest bei mir und meiner Partnerin. Das geht alles so weit , das wir hier bei uns in der Siedlung als Assis bezeichnet werden. Ich wurde so oft schon beleidigt wenn ich mit ihr spazieren gehe , uns wurden Steine hinterher geschmissen und co. Das schlimmste für mich ist ,das Tamina und Sammy drunter leiden müssen. Hier gibt es so viele Hunde , doch sobald uns wer entgegen kommt , gehen die einen Bogen. Dabei gehen wir so gut wie nie mit allen dreien zusammen. Wir haben die Leute schon angesprochen und erklärt wie es ist. Dann kommt immer nur ,,oh das wusste ich nicht. Verzeihung.,, aber ändern tut sich trotzdem nichts.

    Nun zu meinem Plan. Mia gerät schon beim anleinen in Stress. Also habe ich heute damit angefangen sie einfach sehr oft anzuleinen, kurz stehen zu bleiben , abzuleinen und habe normal mit dem Haushalt und co weiter gemacht. Mein Plan dahinter ist , das sie merkt , dass das anleinen nichts schlimmes ist und das auch nichts passiert. Ist mein denken da richtig? Sie kam heute nur am Balkon raus. Also ich kann über den Balkon auf eine Wiese gehen , dort habe ich sie machen lassen. Zuhause haben wir ein wenig geclickert und haben Suchspiele gemacht um sie ein wenig auszupowern.

    Freue mich auf Antworten. Lg Vanny

    die kleine Maus kann übrigens auch total lieb und süß sein :)

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  • Ich habe mir gerade noch einmal meinen Text durchgelesen , sorry für das durch einander gewusel zwischen durch :headbash: ich lag schon im Bett und bin dann noch einmal aufgestanden , weil ich unbedingt noch schreiben wollte und war schon tot müde.

  • Hi,

    welche Rasse ist Mia denn? Wie alt? Und woher habt ihr sie?
    Konnten dir die TRainer etwas dazu sagen, warum sie so "aggressiv" auf alle möglichen Außenreize reagiert?

    Interessierte Grüße,
    Anni

  • Zitat

    Ich hatte die letzte Zeit keine so tolle Zeit.

    ....

    Es ging sogar so weit , das ich bestimmt 2-3 Monate nicht mehr mit ihr raus gegangen bin , sondern das meine Partnerin gegangen ist. Doch nun habe ich lange nach gedacht. Gebe ich sie ab? Gebe ich sie nicht ab? Ich habe mich dagegen entschieden und zwar aus 3 Gründen. Der erste Grund ist natürlich das ich sie liebe. Der zweite , das ich nicht weiß wie andere mit ihr umgehen würden und der dritte , das ich sie einfach nicht aufgeben will.

    tschakka!! du schaffst das! :group3g:

    Zitat

    So nun zu ihren Problemen. Das größte Problem ist , das sie draußen sehr aggressiv auf alles was sich bewegt reagiert. Sie geht in die Leine , kläfft , und ich will nicht wissen was passiert wenn sie sich los reißen würde. Dazu kommt , das sie in der Wohnung auch mal schnappt. Also wenn sie z.b. schläft , und man sie aus versehen berührt dann schnappt sie gerne mal. Das ist schon besser geworden , zumindest bei mir und meiner Partnerin. Das geht alles so weit , das wir hier bei uns in der Siedlung als Assis bezeichnet werden. Ich wurde so oft schon beleidigt wenn ich mit ihr spazieren gehe , uns wurden Steine hinterher geschmissen und co.

    Selbst Assis! Nur wissen sie es nicht!! :fart:

    Zitat

    Nun zu meinem Plan. Mia gerät schon beim anleinen in Stress. Also habe ich heute damit angefangen sie einfach sehr oft anzuleinen, kurz stehen zu bleiben , abzuleinen und habe normal mit dem Haushalt und co weiter gemacht. Mein Plan dahinter ist , das sie merkt , dass das anleinen nichts schlimmes ist und das auch nichts passiert.

    Du könntest sie beim Füttern anleinen wenn du meinst, dass für den Anfang nicht zu stressig für sie ist ... sie soll ja dann auch nicht anfangen z.B. zu schlingen oder ähnliches ...


    Hintergrundfrage: Wo habt ihr sie denn her und wie lange ist sie bei euch?

    Ach ja und noch was: :hug: weil du nicht aufgibst!!

  • ich finde das total schön das du Mia eine Chance gibst..

    Wir haben hier auch einen sehr unsicheren Hund der nun auch angefangen hat nicht nur Hunde an der Leine anzupöbeln sondern auch Menschen, Auto und Fahrräder.

    Wir hatten am Dienstag eine Trainerin hier und fangen ab Freitag das Training an...

    Zurzeit solle ich versuchen wenn es stressig wird in ins Platz zu legen und mich einfach vor ihn hinstellen..damit er merkt das ich das regele...

    Er ist dabei sehr unruhig, bleibt aber liegen und jammert nur noch rum....ich bin gespannt

  • Deine Idee mit der Leine ist gut. Du kannst sie auch den ganzen Tag mit einer dünnen kurzen Schleppleine durch die Wohnung laufen lassen. Sie merkt dann das Ding ist normal, gehört dazu und bedeutet keinen Streß.

  • Hallo Vanny,
    woher hast du Mia? Hat sie vielleicht vorher schon mal wo gelebt?
    Ich denke, das sie so gestresst reagiert, nicht weil du sie anleinst, sondern weil sie Angst hat raus zu gehen. Vielleicht stressen sie die verschiedenen Umweltreize draußen? Ist sie schlecht sozialisiert? Hat sie schlechte Erfahrungen draußen gesammelt?

  • Hallo :)

    Oh vielen Dank für die lieben Worte , habe damit gar nicht gerechnet.

    Also , ich habe Mia jetzt seid knapp einem Jahr von ihrer Züchterin. Sie hat die ersten drei Jahre ihres Lebens bei einem Alkoholiker und Messie gelebt. Sie kam dort laut Züchterin wohl sehr selten raus , was wohl ihre Unsicherheit erklärt. Sie wurde laut der Nachbarn des alten Besitzers wohl auch geschlagen wenn sie im Weg stand. Die Züchterin hat wohl Mia an die Tochter verkauft , die dann ins Ausland musste und Mia bei dem Vater gelassen hat. Als er starb haben sich die Nachbarn mit ihr in Verbindung gesetzt als sie den Kaufvertrag gefunden haben und sie hat Mia zurück genommen um dann ein neues Zuhause zu finden und so kam sie zu mir. Also wenn man schaut was ihr schon passiert ist kann ich sie ja verstehen eigentlich.

    Mia ist ein Jack Russell und 4 Jahre jung.

    Also in der Wohnung lässt sie sich nun ohne Probleme eigentlich anleinen. Wenn ich sie am Balkon auf der Wiese füttere , scheint sie auch sehr entspannt zu sein. Also sie schüttelt sich nicht mehr und bellen tut sie auch nicht. Ist ja schon einmal ein kleiner Fortschritt. Ich bin die Tage mit ihr immer Fahrrad gefahren , denn dabei ignoriert sie alles und konzentriert sich nur darauf , oder wir sind zum See gefahren , da ist sie auch ganz entspannt. Ich hatte gedacht ich werde jetzt mit ihr hier immer weiter zur Straße laufen , also immer ein kleines Stück mehr und sie dort füttern , und wenn wir an der Straße angekommen sind irgendwann setze ich mich einfach mit ihr und einem Buch hin. Hatte das zwar schon einmal versucht , da saß ich 2 Stunden dort.. aber ich denke weil der Weg schon total stress für sie gewesen ist , konnte sie dort auch nicht entspannen.

    Achso. Ich weiß nicht warum. Aber sie lernt unglaublich langsam. Ich habe fast 1 Jahr gebraucht um ihr Sitz beizubringen, und das klappt immer noch nicht in allen Situationen. Platz üben wir jetzt auch schon seid ca. einem Monat. Ist das normal ? Also kann das bei manchen Hunden so sein oder sollte ich das mal irgendwie durch checken lassen?

    lg Vanny

    ps: ich hoffe ich habe jetzt nichts vergessen?

  • Zitat

    Hallo :)

    Oh vielen Dank für die lieben Worte , habe damit gar nicht gerechnet.


    Achso. Ich weiß nicht warum. Aber sie lernt unglaublich langsam. Ich habe fast 1 Jahr gebraucht um ihr Sitz beizubringen, und das klappt immer noch nicht in allen Situationen. Platz üben wir jetzt auch schon seid ca. einem Monat. Ist das normal ? Also kann das bei manchen Hunden so sein oder sollte ich das mal irgendwie durch checken lassen?

    ... schöööööööön dass du dir so viel zeit für sie nimmst .. ein jahr fürs sitz. wer würde das machen :gut: es könnte durchaus sein, dass sie aufgrund ihrer erfahrungen und deiner schilderungen etwas hyperaktiv und leicht gestresst ist ... wenn du eine gute tierärztin hast könntest du mal eine bachblütentherapie in erwägung ziehen ... für zuhause zuerst damit du in aller ruhe kommandos üben kannst und später draußen weiter.

    ich finde das ganz toll, dass du so einen langen Atem beweist .. immer weiter so!!!! :D :D

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