Bekanntes Problem... anderer Hund

  • Hallo liebe Leute,
    ich weiss das Thema wurde schon zur genüge durchgekaut ... aber ich muss leider auch noch mal !!!!

    Also Lilly ist nun genau 16 Tage bei mir ... laut Aussage ihrer Vorbesitzer konnte sie dort ohne Probleme auch
    über längere Zeit allein bleiben.

    Hatte mir für die Eingewöhnugnszeit extra meine 2 Urlaubswochen ausgesucht.

    Nun also nachdem sie den ersten Tag mir nicht von der Pelle gerückt ist und ausgiebig die Wohnung und alles weitere erkunden konnte ... haben wir am nächsten Tag mit dem Training angefangen.

    Erstmal nur in der Wohnung ... die üblichen Sachen ... allein auf Toilette gehen ... in der Küche ne Stulle schmieren. Halt häufig die Räume wechseln und immer wieder kommen. Alles ohne großartige Begrüßung und Beachtung. Das lief eigentlich wirklich gut ... sie bleibt nun auf ihrem Platz liegen und ich kann in Ruhe machen
    was ich will ...

    Nun wurde die Haustür mit einbezogen ... kurz raus ... wieder rein ... und so weiter und sofort ...
    Hier kamen nun die ersten Probleme ... Lilly lief zur Tür kratze dran jaulte und sprang sogar dagegen.

    Das extreme haben wir soweit eigentlich auch in den Griff bekommen ... hab dann auch umgeschwenkt
    so dass sie nur das Wohnzimmer hat wenn ich weg geh.

    Die Zeiträume haben wir dann Schrittweise vergrößert ... es klappte sogar soweit das ich gehen konnte ... sie kurz an der Tür gewimmert hat und dann 40 Minuten Ruhe ware --- (hatte im Treppenhaus gelauscht)

    Nunja irgendwie gibt es jetzt wieder Rückschritte ... laut Aussage der Nachbarn soll sie nun wieder vermehrt laut jaulen ... meinen beiden Nachbarin glaube ich das nun auch ... da wir immer ein gutes Verhältnis hatten und haben.

    Was kann man gegen das Jaulen/Wimmern machen ? Gibt es da ne Möglichkeit ?

    Zusätzlich kam nun noch dazu, dass Lilly mir das Wohnzimmer umgestalltet wenn ich weg bin.

    Sie räumt die Sofakissen ab, das Fensterbrett alles wo sie halt ran kommt. Dementsprechend werde ich jetzt wohl alles was geht aus dem Wohnzimmer räumen bevor ich weg muss.

    Ich verstehs halt nur nicht ... sie hat ihr Spielzeug, n gefüllten Kong, wir waren vorher draußen.

    Habt Ihr bitte n paar Tipps wie wir unsere beiden Probleme lösen können ?

    Grüße
    Lilly und Judith

  • Hallo Judith,

    für manche Hunde sind 14 Tage einfach zu kurz um das Alleinesein zu üben.
    Auch ist es ein Unterschied ob man vor der Haustür, also im Treppenhaus wartet, oder ob man wirklich geht. Die Hunde merken das.

    Sie hat Stress wenn Du weg bist und daher ist das Spielzeug und der Kong auch uninteressant für sie, oder im besten Fall frisst sie ihn auf und macht dann erst wieder Theater.
    Das Zerlegen der Wohnung ist ein weiteres Merkmal dass den Stress zeigt.

    Wie lange muss sie denn alleine bleiben?
    Wie lange blieb sie bei den Übungen alleine ohne Theater zu machen?

  • Nunja bei Ihren Vorbesitzern musste sie bis zu 10h allein bleiben und laut deren Aussage ging das auch Problemlos.
    Wobei ich das doch echt sehr heftig bzw. grenzwertig finde.

    Bei mir sinds jetzt Momentan maximal 4h ... später dann so um die 6h.

    Also die längste Übung ging 1,5h und das auch Problemlos ... daher hatte ich die Hoffnung das
    es klappen würde.


    Gibt es denn eine Möglichkeit ihren Stress etwas zu verringern ?

  • Wenn Du übst, mach´s auf keinen Fall so, daß Du jedes Mal länger weg bleibst!

    Zwischendurch auch nur mal ganz kurz und gleich wieder kommen! Sonst wird jedes Bravsein beim Alleinbleiben damit "belohnt", daß sie das nächste Mal noch länger alleine bleiben muß.....

    Ist jetzt das, was mir bei Deiner Beschreibung Eures Trainings als Erstes einfiel. Weiß nciht, ob Euch das weiterhilft.

  • Das mach ich ja Tag täglich ... kurz in die Küche wieder zurück ... ins Bad wieder zurück ... ins Schlafzimmer wieder zurück ... in Flur wieder zurück ... alles mal mit Tür auf und mal mit Tür zu ... so haben wir angefangen und das machen wir auch immer noch weiter ... zwischenzeitlich wurde die Haustür dann mit einbezogen ... Raus kurz warten ... rein ... dann wurden langsam die Abstände verlängert ... und wie gesagt klappte es eigentlich ganz gut ... wenn ich reinkomme erstmal ignorieren und wenn sie sich beruhigt hat wird sie gestreichelt ... jetzt wo ich wieder arbeiten muss fing sie halt an sachen kaputt zu machen

  • Hallo Ihr Zwei,

    Gini ist auch kurz bei uns (so richtig fest seit 4 Wochen, auch ein einjähriger Labbi-Mix) und wir trainieren ebenfalls mit ihr das Alleinsein - ähnlich wie Du hatte ich auch wenig Zeit zuhause, und ähnlich wie bei Dir klappte es aber dann auch nicht so schnell wie erhofft.

    Erstmal: Per Ferndiagnose zu analysieren, was Deiner Lilly fehlt, ist sehr sehr schwierig. Du musst zuerst wissen, WARUM sie randaliert, um dann gezielt daran arbeiten zu können (z.B. ist es ein großer Unterschied, ob Sie Trennungsangst oder Territorialangst hat. Ob sie mit ihrer plötzlichen Rolle als Rudelführerin überfordert ist oder Dich noch nicht ernst genug nimmt und denkt, sie müsse auf Dich aufpassen. Und und und.) Wir haben z.B. eine Webcam aufgebaut, in der wir sie beobachten können und besprechen das Ganze mit einer Hundetrainerin. Da gibt es ganz feine Unterschiede in Mimik und Gestik sowie in der "Zielgerichtetheit" ihrer Aktionen (Nase voran? Oder planlos?). So als Laie kommt man auf manche Sachen gar nicht.

    Zweitens: Aufgrund Ihres Verhaltens ist ja eindeutig, DASS sie Stress hat. Deswegen würde ich sie erstmal nicht alleine lassen, denn jedesmal, wenn sie allein ist und in Panik gerät, verstärkt das die Verknüpfung "allein = Stress". Heißt also, je öfter das passiert, desto schwieriger bekommst Du es wieder weg. Außerdem leiden die Hunde wirklich erhebllich. Hast Du irgendeine andere Möglichkeit? Es gibt viele Betreuer oder Hundesitter, Hutas etc.

    Wir haben wahrscheinlich Glück und es liegt nur daran, dass Gini noch nicht geistig ausgelastet genug ist - heißt also: Langeweile, da mach ich mal Blödsinn.

    Also: Nimm das Problem weiterhin Ernst und hol Dir Unterstützung!

    Wir drücken Euch die Daumen und Pfoten.

    Frieke und Gini

  • Hab schon nach nem Hundesitter geschaut ... leider war keiner dabei dem ich meine Maus anvertrauen wollen würde.

    Heute bringt mir n bekannter erstmal ne Camera vorbei um mal zu sehen was eigentlich wie und wann so passiert
    wenn ich nicht da bin.

    Sie ist sehr unterwürfig und nimmt mich schon ernst ... ansonsten klappt ja auch alles problemlos
    sie hört super, läuft an der Leine wie ne 1 und auch ohne Leine, lässt sich immer gleich abrufen
    und alles andere ...

    Ich denke schon das sie Trennungsangst hat und daher nicht allein bleiben will ...

    Nunja und nun kam auch Ihre erste Läufigkeit nach der ersten Woche erschwerend hin zu ...
    denke mal das die ganzen Hormone auch ihr übriges tun und die Sache erschweren.

    Hab mich auch schon nach Hundetrainern umgeschaut ... aber nunja ... das es so viele gibt ...
    bin ich nicht ganz davon überzeugt das die auch was drauf haben ... bzw. wenn ich mir die
    Preise anschaue ist das wahre Geldschneiderei ... hab leider noch keinen seriös wirkenden
    Trainer gefunden.

  • Rocky hat es innerhalb eines Jahres geschafft 3x zu vergessen, wie alleine bleiben geht, obwohl
    er es bis zu vier Stunden locker kann. Es waren immer Ausnahmesituationen nach denen er es nicht
    mehr konnte. Ist irgendetwas bei Dir passiert? Muss auch gar nichts grosses sein, aber etwas, was Deinen
    Hund zutiefst verunsichert und ihm das Vertrauen genommen hat, dass Du wirklich immer wieder kommst.
    Da Du nunmal arbeiten musst, würde ich das Training wieder von vorne starten, aber dann nicht im Treppenhaus
    warten, sondern wirklich konsequent weg, denn erst dann weisst Du wie der Hund reagiert.
    Wenn Du mit deiner Nachbarin so gut zurecht kommst vielleicht kannst Du ihr Deine Handynummer geben, damit
    sie sich bei Dir melden kann, wenn der Hund jault. Ich hab es damals so mit meiner Nachbarin gemacht und es
    hat mich ruhiger gemacht und dem ganzen den Stress genommen.
    Ich drücke Dir die Daumen, dass ihr das hinbekommt :smile:

  • Ähm... also das ich das richtig verstehe, dein Hund kam zu dir und quasi das erste was du mit ihm geübt hast ist alleine bleiben, ja?
    Das ist ja schön und gut, aber das kannte sie ja wohl schon. (laut Vorbesitzer).
    Wenn ich das nun so aus Sicht des Hundes sehe ist es so:
    Ich komme aus meinem Rudel, ich werde zu jemand neuem verfrachtet und diese Person lässt mich auch schon wieder von Anfang an alleine.
    Also gut, ich weiss nun nicht wie lange ihr euch kennt, wie vertraut sie mit dir vorher schon war und wie der ganze Wechsel von statten ging.
    Aber ich an deiner Stelle hätte ihr erstmal Sicherheit gegeben, ihr gezeigt das du sie jetzt in der Zeit wo sie traurig ist weil sie plötzlich kein Rudel mehr hat, nicht alleine lässt.
    Das hätte mir einfach mein Instinkt gesagt...

    nein?

    Und vor allem hätte ich nie so ein grosses Drama drum gemacht, wenn sie es schon längst kann und gewohnt ist.
    Ich wäre nach exakt zwei Wochen das erste Mal ohne sie ausser Haus gegangen.

    Jetzt an deiner Stelle würde ich dir leider zu einer Box raten. Nicht zum einsperren, sondern zum verkriechen falls sie es will. Die Box sollte einfach offen stehen. Als Kimmi mir plötzlich anfing den Boden raus zu reissen (zwei Wochen waren für diesen doch sehr heftigen Fall wohl definitiv zu wenig) bekam sie eine Flugbox.
    Die gab ihr Sicherheit und wenn ich da war zeigte ich ihr das sie sich dorthin zurückziehen kann.
    Bei Kimmi war es allerdings auch das Problem das sie nicht mich kontrollieren wollte, sondern die ganze Welt.
    Alles was ums Haus herum geschieht löste Stress bei ihr aus. Alles was hörbar war und das sie nicht einordnen konnte war die Hölle für sie. Sie liebt bis heute ihre Box über alle Maßen. Zwischenzeitlich musste ich sie davon entwöhnen aber als sie dann gar nicht mehr ruhig durchschlafen konnte, hat sie wenigstens ins Schlafzimmer eine kleine Ausgediente vom Nachbarn bekommen. Seitdem pennt sie wieder seelig und hat ihren Frieden.

  • Nunja von Anfang an habe ich sie nicht allein gelassen ...
    die ersten Tage war sie natürlich überall dabei ... aber da sie sich hier so wohl gefühlt hat ... total entspannt und ausgeglichen war ... gab es keine anzeichen dafür das sie trauert ... sie hat sich sofort mit der hündinn einer bekannten angefreundet ... mit der wir uns auch täglich treffen um sie zusammen spielen zu lassen ...

    Daher habe ich dann natürlich begonnen sie im wohnzimmer auf ihrem platz zu lassen und durch die wohnung zu laufen ... erst waren alle türen offen ... als das gut klappte und sie mir nicht auf schritt und tritt folgte hab ich dann begonnen erst die türen in die räume in die ich ging zu schließen kurz zu warten wieder raus ... diese zeiträume haben wir dann verlängert ... da das auch super klappte habe ich dann die haustür mit einbezogen
    ... erst wieder nur kurz ... und weiter ausgebaut ... dann klappte es halt auch schon das ich 40 minuten im treppenhaus ne etage tiefer warten konnte und sie ruhig war ... beim müllrausbringen etc. auch ... und da hat sie
    auch nix angestellt ...

    nun ist sie seit dem 01.09. läufig ... kann es sein das ihr das so zu schaffen macht ?

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