Kastrationswut mancher Tierärzte

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    Zu Kastrationswut erzähle ich ja immer gern die etwas-andersherum-Geschichte:
    Jill bekommt Brustkrebs. TÄ operiert, Pathologe bestätigt Brustkrebs. TÄ dazu:
    "Selber Schuld, sie hätten ihre Hündin vor der 1. Läufigkeit kastrieren müssen"
    Autsch...das hatte gesessen...aber die TÄ ist halt fest von diesen und jenen Studien überzeugt..Fazit: da wird nicht mehr hingegangen.

    Mal davon ab, dass es nicht sonderlich feinfühlig ist, dem Patientenbesitzer sowas um die Ohren zu knallen:
    Recht hat die Tierärztin damit aber. Studie dazu ist Schneider et all. 1969
    Kastration vor der ersten Läufigkeit senkt das Risiko um 99,5% Mammatumore zu bekommen.

  • Zitat


    Kastration vor der ersten Läufigkeit senkt das Risiko um 99,5% Mammatumore zu bekommen.

    Und wie sieht es mit den anderen Tumorerkrankungen aus? Überhaupt mit den durch Frühkastration vorhanden Risiken?

    In einer unwesentlich neueren Studie - nämlich von 2003 "Bielefelder Studie" - schreibt Dr. Gabriele Niepel:

    Zitat

    Die Frage ist eher mit "nein" zu beantworten, wenn die Prophylaxe gegen Mammatumoren das entscheidende Argument sein soll. Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung daran rechtfertigt das Inkaufnehmen anderer gesundheitlicher Risiken nicht.
    ...“Bei unkastrierten Hündinnen erkranken zwischen 1,98 und 2,8 (maximal 18,6) von 1000 Hündinnen, ( je nach Alter und Rasse ), das entspricht einen Prozentanteil von 0,2 bis maximal 1,8%. Frühkastrierte Hündinnen haben demgegenüber ein Risiko von 0,0093% nach der ersten Läufigkeit kastrierte Hündinnen tragen ein Risiko von 0,1488%. Entartungen treten zudem in der Regel im späten Lebensabschnitt auf, mit einem Durchschnittsalter von 10-15 Jahren (Stolla 2001). Angesichts dieser Wahrscheinlichkeit der Erkrankung muss die Frage erlaubt sein, ob der medizinischen Prophylaxegedanke gerechtfertigt ist. Diese Frage drängt sich um so mehr auf, wenn man sich die Wahrscheinlichkeiten der unerwünschter - auch gesundheitlicher - Folgen der Kastration anschaut.
    Und: Wer weiß z.B. schon, dass Mammatumoren auch bei kastrierten Hündinnen hormonunabhängig auftreten können und das diese Tumore wesentlich häufiger maligne sind als hormonabhängige der nicht kastrierten Hündin? So ist es z.B. umstritten ob nichtkastrierte Hündinnen, die an Mammatumoren erkranken, zwecks Rezidivprophylaxe kastriert werden sollen.(Schärer, 2002)....”


    Gaby und ihre schweren Jungs


    Quelle: http://www.homoeotherapie.de/tiergesundheit…kastration.html

  • die kastra-wut mancher ta ---orientiert sich vllt. an der kastra-wut mancher tierschutz-orgas und erziehungstechn. vorahnungen mancher hh.

    s wird mit nem kastrierten einfacher!!!!!

    ich freu mich drüber ---- meiner is komplett ----und es klappt trotzdem

  • Zitat

    Und zum Thema http://www.tierschutzverein-lingen.de/subfiles-tierh…kastration.html diesen Link finde ich persönlich auch recht interessant.

    Hast Du jemals einen Tierschutzverein erlebt der gegen Kastration ist?

    Ich nicht, ganz im Gegenteil. Trotz besseres Wissen werden noch heute Verträge abgeschlossen, die den Neu-Halter zur Kastration zwingen sollen. Verträge, die keine Gerichtsverhandlung überstehen würden.

    Gaby und ihre schweren Jungs

  • Stimmt schon. Aber auch im Tierschutz ändert sich etwas. Dony ist intakt und mir wurde es freigestellt, ob ich ihn kastrieren lasse oder nicht. Hatte extra nochmal nachgefragt, als er mir gebracht wurde. Wir wohnen hier extrem ländlich und doch merkt man so langsam, dass sich die Leute mehr informieren.

  • hab jetzt schon den 5. rüden ausm th.
    beim letztenmal gabs nen fragebogen-------
    " werden sie ihren hund kastrieren"?

    hab geantwortet " wenn nötig ja "

    das hat denen gereicht........

    er leidet net übermäßig ----und der ts auch net------- also--was solls???

  • Zitat

    Hast Du jemals einen Tierschutzverein erlebt der gegen Kastration ist?

    Ich nicht, ganz im Gegenteil. Trotz besseres Wissen werden noch heute Verträge abgeschlossen, die den Neu-Halter zur Kastration zwingen sollen. Verträge, die keine Gerichtsverhandlung überstehen würden.

    :muede: Es ging mir nicht darum, dass es Tierschutzverein ist, da hab ich gar nicht drauf geachtet. Es ging mir um die Grundaussage des Textes. Haste den überhaupt gelesen?

    Aber ich weiß schon, jeder liest das, was er gerne lesen will.

  • Sabrina, ich kenne die Seite und ich habe den Text gelesen.

    Wenn ich aber solche Begründungen sehe:

    Zitat

    Auf die normalen Hormonveränderungen nach der Läufigkeit reagieren einige Hündinnen mit psychischen Störungen, eventuell auch mit Gesäugeanbildung, der so genannten Scheinträchtigkeit. Dieses für Hund und Besitzer gleichermaßen unangenehme Verhalten verschwindet mit der Kastration vollständig.

    schießt sich der Schreiber für mich ins aus.

    Die Scheinträchtigkeit ist wölfisches Erbe und hat seinen Sinn. Aber, weil es für den Halter - nicht den Hund - unangenehm ist, wird es als ein weiterer Punkt, der für eine Kastration spricht, angeführt.

    Warum schafft man sich Hunde an, wenn man mit den natürlichen Funktionen des Körpers nicht klar kommt?

    Soll alles amputiert werden, was unangenehm ist?

    Dann haben wir bald Zustände wie in den USA.

    Hunde, denen die Stimmbänder durchtrennt werden, weil Bellen ist unangenehm und Katzen, denen die Krallen gezogen werden, denn gezogenen Fäden und Wetzstellen in der Wohnung sind unangenehm.

    Amputationen am Tier um es dem Menschen angenehm zu machen, sind nun wirklich das Letzte.

    Gaby und ihre schweren Jungs

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