1 1/2 Jahre alte Hündin pullert immer wieder ins Zimmer
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Wir erwischen sie fast nie...
Ah, da haben wir den Knackpunkt. Wie soll die Hündin lernen, dass sie ein bestimmtes Verhalten aufgeben soll, wenn dieses Verhalten für sie angenehm ist (Blase ist erleichtert) und wenn es so gut wie nie korrigiert wird?
Also ist Euer Job ganz simpel:
- Hündin befindet sich ab sofort immer im gleichen Raum wie Ihr, damit Ihr ihre Aktionen überhaupt mal mitbekommt
- jeder Ansatz von Pinkeln (suchen, evtl sogar melden) bringt Euch sofort dazu, alles stehen- und liegenzulassen und mitsamt Hündin der hinauszueilen, damit sie sich erleichtern kann
- jedes Pinkeln wird sofort unterbunden, nicht ignoriert sondern mit einem "NEIN" bedacht; bitte auch keine 5 Minuten "sauer" sein, es geht nur in diesem Augenblick darum, der Hündin zu vermitteln, dass dieses Verhalten nicht erwünscht ist
- jede Pfütze, deren Entstehen Ihr nicht mitbekommen habt, wird natürlich kommentarlos weggemachtWenn das zuverlässig klappt, kann es immer noch sein, dass die Hündin gelernt hat "aha, ich darf nicht in Gegenwart von Herrchen/Frauchen in die Wohnung pullern". Der Schritt, das dann noch zu verallgemeinern, ist meistens recht zügig erledigt. Eins nach dem anderen, fangt mal damit an, dass die Hündin eben keine Gelegenheit mehr bekommt, in die Wohnung zu pullern.
ZitatNaja ich denke schon das sie an unserer Körperhaltun inzwischen erkennt das wir das nicht gut finden und das sieht man ihr auch an!
Wenn Ihr sie nicht dabei erwischt, wie kann sie auf Eure Körperhaltung reagieren? Korrekturen erfolgen bitte NUR dann, wenn Ihr sie direkt dabei erwischt. 5 Sekunden später: zu spät, dann beseitigt Ihr die Hinterlassenschaften kommentarlos. - Vor einem Moment
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so isses richtig !! rotbuche
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Zitat
Also ist Euer Job ganz simpel:
- Hündin befindet sich ab sofort immer im gleichen Raum wie Ihr, damit Ihr ihre Aktionen überhaupt mal mitbekommt
- jeder Ansatz von Pinkeln (suchen, evtl sogar melden) bringt Euch sofort dazu, alles stehen- und liegenzulassen und mitsamt Hündin der hinauszueilen, damit sie sich erleichtern kann[/qoute]ja
Nein!
Warum? Weil es kontraproduktiv ist, einem Hund das Pinkeln zu erbieten - wie unten erwähnt. Es kann - und in 99% der Fälle ist es der Fall - eher dazu führen, das der Hund dann gar nicht mehr im bei sein seiner Menschen pinkelt (drinnen wie draußen) und sich dann auch in der Wohnung dafür versteckt, was dann mit der Zeit verdammt eklig werden kann, wenn man es nicht direkt sieht um es wegzumachen.Ja
Beschäftigt euch dabei noch mit der Körperhaltung und Körpersprache der Hunde.
Ich kenne sehr viele Besitzer, die von ihren Hunden behaupten das ihre Hunde nicht unsicher oder gar gestresst sind, die Wahrheit sieht dann meist ganz anders aus und ist weit von der Realität der Besitzer entfernt. -
Zitat
Weil es kontraproduktiv ist, einem Hund das Pinkeln zu erbieten.
Da müssen wir uns nochmal die basics anschauen: wie lernt ein Hund? Verhalten, das zum Erfolg führt, wird beibehalten und verstärkt, Verhalten, das negative Folgen hat, wird aufgegeben.
Was bedeutet das übertragen auf diese Situation: Pinkeln in der Wohnung ist für die Hündin momentan ein positiv besetztes Verhalten, sie kann sich erleichtern, eine Korrektur erfolgt nicht. Warum sollte sie so dieses Verhalten jemals aufgeben? Es hat bisher nur Vorteile für sie.ZitatEs kann - und in 99% der Fälle ist es der Fall - eher dazu führen, das der Hund dann gar nicht mehr im bei sein seiner Menschen pinkelt
Das ist schlichtweg falsch, sofern Du angemessen korrigierst und dem Hund ein Alternativverhalten (draußen pinkeln) anbietest. Machst Du Deinen Hund nur zur Sau und zeigst ihm nicht gleichzeitig, was Du von ihm willst, hast Du natürlich recht.Zitatund sich dann auch in der Wohnung dafür versteckt
Und darum kam meine Empfehlung, die Hündin in der Wohnung vorerst immer im Blickfeld zu haben. -
Nun da pinkeln - oder sich generell entleeren - kein Verhalten als solches ist, sondern eher ein Bedürfnis wie fressen, schlafen und so weiter, welches Lebensnotwendig ist, kann man das wohl so nicht vergleichen. Das wäre so, als wenn du einem Kleinkind ständig strafst, weil es neben dem Töpfchentraining doch noch mal in die Windel oder Hosen macht.
Man lernt oder verlernt auch, wenn man etwas häufiger oder weniger häufig macht.
Wenn jetzt der Hundehalter, beginnt seinen Hund wie einen Welpen zu behandeln und entsprechend häufig rausgeht und beobachtet und so weiter und sofort. Der Hund dann draußen für das Lösen auch noch vermehrt Aufmerksamkeit bekommt oder was tolles passiert und das im Haus aber eben nicht erfolgt, wenn doch mal was reingeht, dann wird der Hund das auf bemerken und das aufbauen. Wenn ein Hund im Training für die Stubenreinheit ins Haus macht, hat nicht der Hund einen Fehler gemacht, der korrigiert werden müsste, sonder der Halter - denn er war schlicht unaufmerksam, zu langsam oder was auch immer. Also muss an der Stelle nicht der Hund sonder der Mensch korrigiert werden. -
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Du hättest recht, würden wir über das Pinkeln generell reden, ein Bedürfnis, kein Verhalten. Hier aber ist es in der Tat ein Verhalten: eine Handlung in einem bestimmten Kontext, dem kein zwingendes Bedürfnis zugrunde liegt (das wäre der Fall, würde die Hündin nicht regelmäßig rauskommen, müsste sie aufgrund einer Krankheit häufiger pinkeln, etc.).
Als Vergleich: angenommen, mein Hund frisst gerne die Torten, die ich so backe, und die auf der Anrichte stehen. Fressen ist ein Bedürfnis, also dürfte ich nichts sagen, wenn der Hund an die Torten geht...? Hm.ZitatDas wäre so, als wenn du einem Kleinkind ständig strafst, weil es neben dem Töpfchentraining doch noch mal in die Windel oder Hosen macht.
Der Vergleich hinkt für mich völlig - Kleinkinder lernen erst im Alter von 2-3 Jahren, ihren Darm/ ihre Blase zu kontrollieren. D.h. ich würde für etwas "strafen", was sie noch gar nicht können, das ist logischerweise völlig daneben. Ein gesunder, anderthalbjähriger Hund kann seine Blase und seinen Darm dagegen sehr wohl kontrollieren, und er kann auch kontrollieren, wo er sich löst. Wenn er das an einem Ort tut, den ich für unangemessen halte, dann habe ich es ihm offenbar noch nicht beigebracht, dass das eben dort unerwünscht ist.ZitatWenn ein Hund im Training für die Stubenreinheit ins Haus macht, hat nicht der Hund einen Fehler gemacht, der korrigiert werden müsste, sonder der Halter - denn er war schlicht unaufmerksam, zu langsam oder was auch immer.
Da stimme ich Dir völlig zu. Aber wir reden aneinander vorbei: so wie ich Dich verstehe, meinst Du den Zeitpunkt, wenn der Hund schon gepinkelt hat? Ich rede über den Moment, während der Hund noch pinkelt bzw. während er sich gerade anschickt, selbiges zu tun. Und da ist es dem Hund gegenüber nur fair, ihn zu unterbrechen, während er pinkelt (oder davor), ihm tatsächlich zu sagen, was ich will. Doppelbotschaften sind auch bei Hunden Mist: meine Emotionen sagen das eine (ich finde es doof, wenn der Hund in die Wohnung macht), meine Handlungen nach außen was anderes (ich steh daneben und sage nichts dazu). -
@ Rotbuche: Deine Tipps zur Stubenreinheit sind super
, aber die TE schrieb doch, dass es fast ausschließlich dann passiert, wenn der Hund alleine ist... Wie sollen sie denn dann einwirken? "Reichen" denn die von dir beschriebenen Tipps, wenn der Hund nur ganz selten in ihrer Anwesenheit ins Haus macht aber fast immer wenn er allein ist? 
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Wenn der Hund Torten liebt, dann agiere ich bevor der Hund an die Torte geht. Ist er an der Torte, habe ich als Mensch den Fehler gemacht nicht der Hund. Wenn ich einen Hund habe, der einfach mal auf die Anrichte klettert, dann muss ich auch da entsprechend agieren und zwar bevor der Hund drauf ist. Warum? Weil jedes mal wenn er die Torte erreicht oder auf der Anrichte steht, hat er Erfolg gehabt, ob ich ihn nun da weghole, strafe, korrigiere oder was auch immer. Fressen ist selbstbelohnend, da bedürfnisstillend und da ist dann alles andere egal.
Wenn Hunde im Stress sind - wie schon erwähnt, müssen sie, auch wenn sie halten könnten, haben sie das Bedürfnis sich zu lösen. Stress hat viele Gesichter und ist manchmal nicht unbedingt gleich zu erkennen. Das Pinkeln ist in dem Moment dann doch wieder eine Bedrüfnisbefriedigung und eine Erleichterung und damit selbstbelohnend. Wenn der Hund schon pinkelt ist es zu spät. Chance verpasst. Sucht er sich gerade einen Platz, dann kann man es noch verhindern in dem man raus geht, aber ansonsten - leider verloren.
Da das Problem - so wie ich es verstanden habe - in der Hauptsache auftritt, wenn die Besitzer nicht zu Haus sind, nicht im selben Raum oder im selben Raum und für den Hund nicht sichtbar, würde ich genau diesen Punkt mit in die Gedanken mit einbeziehen und es nicht allein auf das Pinkeln fest machen, sondern die gesamte Situation mit einbeziehen. Nur leider ist die genaue Ursache schlecht über das Netz zu analysieren, aber meistens sind in solchen Fällen Trennungsangst oder Kontrolletitum am Werk und dann müsste man dort ansetzen. -
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@ Rotbuche: Deine Tipps zur Stubenreinheit sind super
, aber die TE schrieb doch, dass es fast ausschließlich dann passiert, wenn der Hund alleine ist... Wie sollen sie denn dann einwirken? "Reichen" denn die von dir beschriebenen Tipps, wenn der Hund nur ganz selten in ihrer Anwesenheit ins Haus macht aber fast immer wenn er allein ist? 
Ich darf mich selbst zitieren:ZitatAlso ist Euer Job ganz simpel:
- Hündin befindet sich ab sofort immer im gleichen Raum wie Ihr, damit Ihr ihre Aktionen überhaupt mal mitbekommt
(...)
Es gehört zum Stubenreinheitstraining, dass sich der Hund in meinem Einflussbereich befindet. :) Wenn ich es nicht "ungesehen" mitbekomme, z.B. indem ich die Hundepfoten übers Laminat laufen höre, obwohl ich mich in einem anderen Raum befinde, muss ich eben dafür sorgen, dass Hund und ich im gleichen Zimmer sind.Ich habe die TE so verstanden, dass es nicht nur dann passiert, wenn die Menschen tatsächlich außer Haus sind, sondern eben auch, wenn sie zuhause sind:
Zitatsobald sie mal alleine ist pullert und kotet sie ins zimmer!
Selbst wenn wir mit ihr vorher draußen waren(und laut Tagesplan verlassen die Menschen nicht nach jedem Gassigang die Wohnung)
Zitatletztens hat sie einfach nebens bett gepullert als ich drin lag
ZitatEs tritt ja auch auf wenn wir da sind
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Wenn der Hund Torten liebt, dann agiere ich bevor der Hund an die Torte geht.
Ich glaub, wir reden wirklich aneinander vorbei. Hier sind wir uns völlig einig.ZitatWenn ich einen Hund habe, der einfach mal auf die Anrichte klettert, dann muss ich auch da entsprechend agieren und zwar bevor der Hund drauf ist
Abgesehen davon, dass nicht jeder Hund erst klettern muss, um die Torte auf der Anrichte essen zu können
: was heißt für Dich "agieren"? Wie sagst Du ihm, dass die Torte tabu ist?ZitatWenn Hunde im Stress sind
Das ist ein ganz anderer Ansatzpunkt. Da hättest Du recht. Die Frage ist, liegt es am Stress? Um sie sicher zu beantworten, müsste man die Situation sehen. Aus der Ferne kann man nur mutmaßen, und da geht meine Annahme nach wie vor in die Richtung, dass es mit dem Alleinsein eher nichts zu tun hat, weil es eben auch unabhängig davon auftritt. Meine Annahme gründet auf den Aussagen der TE:
(siehe oben)Zitatsobald sie mal alleine ist pullert und kotet sie ins zimmer!
Selbst wenn wir mit ihr vorher draußen waren(und laut Tagesplan verlassen die Menschen nicht nach jedem Gassigang die Wohnung)
Zitatletztens hat sie einfach nebens bett gepullert als ich drin lag
ZitatEs tritt ja auch auf wenn wir da sind
und zusätzlich auf dieser Einschätzung:Zitatsie ist so ein sehr sehr angenehmer und ruhiger hund,gerade in der wohnung,ist gerne bei uns geht aber auch in andere zimmer um sich dort irgendwohin zu legen
Du hast recht, nicht immer stimmen die Einschätzungen der Halter mit der Realität überein. Übermäßig nervöse oder gestresste Hunde tendieren allerdings nicht dazu, in der Wohnung ruhig zu sein oder auch in anderen Zimmern entspannt zu schlafen, darum gehe ich (wie gesagt aus der Ferne) davon aus, dass die Einschätzung in dem Fall der Realität entspricht. - Vor einem Moment
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