Hund schnappt und kann nur 3 Std. alleine sein...
-
-
Hallo,
wir haben vor 6 Mon. eine 2 jährige liebe Hündin aus dem Tierheim bekommen.
Allerdings sind wir als Familie unerfahrene Hundebesitzer und müssen noch einiges lernen, deshalb bitte ich Euch um ein paar Tips.
1. Ich muss 3 Vormittage in der Woche arbeiten. Anfangs war es uns klar, dass der Hund noch nicht 4-5 Std. alleine sein kann und haben es langsam angehen lassen und hatten einen Hundesitter. Jetzt nach 6 Monaten sind wir soweit, dass es manchmal gut geht (für 3 Std.) und sie ganz brav ist und nicht jault.
Beim nächsten mal, jault sie 3 Std. komplett durch und meine Nachbarin ist total genervt (die ist immer zuhause).
Also steh ich immer zwischen Hund/Nachbarin/Familie. Ich kann den Hund nicht immer und überall mit nehmen und solangsam bin ich von dieser Situation genervt.2. Seit der Hund sich in unserer Nähe geborgen fühlt, ist auch ihr Selbstbewusstsein gewachsten. Ich nehme sie zum Baden mit, wo wenig Leute sind - dann kommt ein Mann od. anderer Hund (nicht bei jedem) vorbei und sie bellt ihn aggresiv an.
Mein Sohn hatte Kinder zum spielen da und wir haben sie extra im Haus gelassen, damit sie ihre Ruhe hat, anschließend gingen wir spazieren und sie saß an der Leine an einer Parkbank ganz entspannt. Ein Mädchen wollte sie streicheln und ich stand daneben. Sie kniete sich seitlich an meinem Hund und auf einmal schnappte sie zu. Ich war so schockiert. Dem Mädchen ist nichts passiert, außer ein paar große Tränen und einen Zahnabdruck. Unseren Hund haben wir sofort am Nacken gepackt und nach Hause gebracht.
Jetzt bin ich total verunsichert. Sie ist ansonsten eine ganz brave, pflegeleichte Hündin. Machen wir Fehler? Und welche?
Zur Info: Wir gehen in die Hundeschule!Vielen Dank.
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Hund schnappt und kann nur 3 Std. alleine sein...*
Dort wird jeder fündig!-
-
Hallo!
Unsere TH-Genossen brauchen manchmal einen langen Atem in der Erziehung, das kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen
Gerade das Alleinbleiben kann ein Problem sein, nicht jeder steckt das "abgegeben werden" so locker weg.Zum Alleinbleiben kann ich nur sagen, wie wir vorgegangen sind: wenn Dein Hund die drei Stunden nicht sicher schafft, dann würde ich nochmals ganz von vorn anfangen, d.h. mit ganz kleinen Zeitschritten. Hol Dir die Nachbarin mit ins Boot, kommuniziere auf jeden Fall, dass Du an der Sache arbeitest. Bau das Ganze nochmals auf. Was bei uns geholfen hat: wirklich, wirklich jeden Tag üben. Das war am Anfang ganz wichtig. Wenn es auch doof ist: auch an Sonntagen, damit für den Hund anfangs eine verlässliche Routine entsteht.
Hilfreich ist auch, mit dem Hund vor dem Alleinsein eine Gassirunde zu machen, ihn allerdings dabei nicht hochzupushen.
Und kein Brimborium bevor man geht. Einfach ruhig gehen.Zu der Schnappsache: ich halte es für ein Missverständnis, vom Hund zu erwarten, dass er es mag, wenn Fremde ihn streicheln. Meiner mag es definitiv nicht so gern. Von daher bist Du gefordert, solche Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen.
PS. Bitte den Hund nicht am Nacken packen, das kann er gar nicht einschätzen und verstehen. Eventuell verliert er das gerade aufgebaute Vertrauen in Euch.
Das Nachhausegehen mag ein Kind als Strafe verstehen, der Hund kann es jedoch nicht mit seiner "Tat" verknüpfen. -
Hallo!
1. Wenn ihr wisst dass sie noch immer nicht richtig alleine bleiben kann warum habt ihr den Sitter nicht mehr?
Auch wenns finanziell wahrscheinlich belastend ist würd ich den nochmal ne Zeit lang kommen lassen wenn sie nicht mit kann und das alleine bleiben nochmal von vorne aufbauen.2. Ein selbstbewusster Hund muss nicht auf dicke Hose machen. Daher bellt sie wahrscheinlich eher aus einem anderen Grund. Ich habe hier einen unsicheren Kandidaten sitzen der auch alles verbellt was ihm nicht koscher ist.
3. Schnaudel hat es schon geschrieben, du solltest darauf achten dass dein Hund nicht in Siuationen gerät in denen er sich womöglich bedrängt fühlt. Wie ist sie sonst fremden gegenüber?
-
Hi,
was raten sie Dir denn in der Hundeschule v.a. bezüglich des Schnappens? So was klärt man doch am besten vor Ort...
LG Kerstin
-
Zitat
Zur Info: Wir gehen in die Hundeschule!
Und was sagt der Trainer/in zu dem Verhalten anderen Menschen, Kindern gegenüber ?
Gruß, staffy
-
-
Zum Alleinbleiben kann ich dir leider nichts raten, denn immerhin das konnte unser TH-Hund, als er ankam.
Zum Schnappen:
Das Anbellen fremder Menschen wird wahrscheinlich weniger Selbstbewusstsein sein als das Gegenteil. Und sie vertraut euch noch nicht so, dass ihr das für sie regelt, also muss sie selbst aktiv werden und verbellen. Meistens ist das leider selbstbelohnend, weil die Menschen dann verschwinden.
Unserer hat das anfangs auch gemacht und wir haben über sie "Alternativverhalten gefordert und schön gefüttert". D.h. wir haben verlangt, dass der Hund, wenn er andere Menschen sieht, sich an uns orientiert, neben uns läuft und Blickkontakt hält. Er darf aber immer mal wieder ruhig und ohne fixieren zu den Menschen hinschauen. Genau das wird belohnt und verstärkt. Bei uns ging das sogar recht schnell. Inzwischen werden die Leckerlies schon langsam abgebaut und die Sache auf ohne Leine im Fuß gehen ausgebaut.Nach Kindern schnappen: mein Hund wird von niemandem fremdem gestreichelt. Keine Kinder und schon gar keine Erwachsene. Letztere würde er schnappen, weil er Angst hat, bei Kindern mag er es nicht und ich finde, dass er das auch nicht ertragen muss. Es ist deine Aufgabe, dass dein Hund nicht in eine solche Situation kommt, in der er sich selbst wehren muss. Im Nacken packen und nach Hause wird nichts helfen, weil es der Hund nicht versteht. Er weiß nicht, dass dieses Verhalten nicht erwünscht ist. Für ihn (unter Hunden) ist es ganz normal, mit Abschnappen Luft zu verschaffen, wenn alle andere Kommunikation fehlgeschlagen ist. Er hat wahrscheinlich nicht sofort geschnappt, sondern es erst mal anders versucht (Lefzen hochziehen, leise knurren etc) und es wurde nicht beachtet. Wen nicht: Event. hat der Hund in seiner Vergangenheit (Wisst ihr da was?) gelernt, dass Knurren etc. nicht erwünscht ist und unterbunden wird und zeigt es erst gar nicht mehr.
Ich würde euch raten, lest euch in die Körpersprache von Hunden ein. Ich habe auch den ersten eigenen Hund und musste mich viel belesen, weil ich den Hund am Anfang einfach nicht verstanden habe. Die Körpersprache ist so vielschichtig, mit so vielen Signalen, auch kaum sichtbare, die der Hund aussendet, aber es hilft ungemein, den Hund und seine Motivation zu verstehen und ich kann inzwischen so viel früher und besser im Timing reagieren, was die Arbeit deutlich leichter macht.
-
Ist bei deinem Hund sicher, daß es ein Dobermannmix ist ?
Wo hat sie die ersten 1,5 Jahre verbracht und warum ist genau dies der Hund, der in eure Familie passen soll ?Gruß, staffy
-
Hallöchen :-)
ich habe auch eine Hündin aus dem Tierheim, die anfangs nicht alleine bleiben konnte und jaulend auf unserem Sessel saß ... 2 Stunden am Stück wenn es sein musste, bis der Nachbar sich beschwert hat ... such doch hier mal im Forum nach einem passenden Thread über's alleine-bleiben-üben ... das ist hoch interessant und da steckt viel viel Arbeit drin und das kann ganz lange dauern. Du musst einfach konsequent und in kleinen Schritten üben ... meine jault und bellt nun überhaupt nicht mehr ... sie hopst zwar ab und an noch auf dem bett herum, aber das ist o.k., meistens liegt sie auf ihrem bett

Zum Schnappen: Ich finde jeder Hund ist ein Individuum und es ist zwar schön, dass alle Kinder Hunde immer so toll finden und sie streicheln wollen aber mal ganz ehrlich: Du wölltest doch auch nicht von jedem Fremden angefasst und betatscht werden oder? Und ich denke dass dein Hund unsicher ist und er hat durch das Schnappen (da können schon vorher ganz ganz viele Signale dagewesen sein, die du übersehen hast) ganz klar gesagt: Ich möchte das nicht. Ganz ehrlich: Er hätte auch richtig zubeißen können. Das Schnappen ist ein klares Signal, nimm die Finger weg. Du solltest akzeptieren, dass dein Hund nicht von jedem angefasst werden möchte, was vollkommen o.k. ist und zukünftig solche Situationen verbieten. So vermittelst du deinem Hund auch die Sicherheit und den Respekt: Ich kümmere mich darum und bewahre dich vor Schaden.
-
Zitat
Hallo,
2. Seit der Hund sich in unserer Nähe geborgen fühlt, ist auch ihr Selbstbewusstsein gewachsten. Ich nehme sie zum Baden mit, wo wenig Leute sind - dann kommt ein Mann od. anderer Hund (nicht bei jedem) vorbei und sie bellt ihn aggresiv an.
Das ist normal, der Hund zeigt erst "was er drauf hat" wenn er sich eingelebt hat

Das Anbellen fremder Hunde/Menschen ist oft ein Zeichen von Unsicherheit und hat oft gar keinen "aggressiven" Hintergrund.
Ich habe dieses Problem auch und arbeite jetzt zusammen mit einer Privattrainerin daran. Bei uns liegt es daran, dass mein Hund denkt er müsse sich um alles kümmern und alles managen. Soll heißen: Ich bin noch nicht der sichere Rudelführer, dem sie es zutraut, dass ich das alles mache. Vllt. ist das bei dir auch so?
Der sichere, souveräne, der hat es gar nicht nötig dicke Backen zu machen, der weiß ja, was er kann. Der, der die Klappe aufreißt ist meist der, der unsicher ist :-)
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!