Knigge für Hund und Halter
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Lywellyen -
9. August 2012 um 07:44
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Hallo!
Da ich des öfteren schon Sachen gelesen habe ala " der sollte seinen Hund zu sich rufen wenn meiner Angeleint ist" etc. hab ich hier die Frage:
Was muss/ sollte ich denn alles beachten als Hundehalter?
Was mir da spontan auch einfällt: Hund Besucher anspringen abgewöhen und solche Sachen.Bin gespannt was es da alles zu beachten gibt, wo man von allein vielleicht nicht unbedingt drauf kommt

Danke euch schon mal :)
Liebe Grüße,
Ly - Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
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Für mich ist das ganz einfach - ich achte darauf, dass mein Hund keinen anderen Menschen beeinträchtigt oder irgendwie negativ auffällt.
Heißt für mich, dass mein Hund draußen zu keinem anderen Menschen oder Hund darf, insbesondere nicht zu Kindern. Es sei denn, es ist abgesprochen. Katzen und andere Tiere sind natürlich auch tabu. Dafür leine ich sie nicht unbedingt an, neben mir laufen reicht. Wenn ich sehe, dass jemand Angst hat, leine ich sie natürlich trotzdem an.
Haufen werden weggeräumt, selbstverständlich. Und ich achte auch darauf, dass mein Hund nicht zur Mittagszeit den halben Block zusammenbellt.Kommt mir auf dem Fußweg jemand entgegen, läuft mein Hund grundsätzlich neben mir. Ist es ein Fahrrad oder es ist besonders eng, lege ich sie ab.
Drinnen ist es genauso - mein Hund hat auf seinem Platz zu bleiben und Besucher in Ruhe zu lassen, bis alles geklärt ist und ich sie freigebe. Besuchen wir andere Leute, lasse ich nicht zu, dass sie jeden Winkel der Wohnung durchsucht. Und, das ist mir ganz wichtig - sie darf NIEMALS auf fremde Sofas springen. Ich kann es absolut nicht leiden, wenn fremde Hunde in meine Wohnung kommen und sofort auf das Sofa springen...das ist für mich einfach extrem unhöflich.
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Für mich ist wichtig:
...dass andere Tiere in Ruhe gelassen werden, also nicht gejagt werden.
...Kontakt zu Hunden/Menschen nur nach Absprache. Ich leine also meinen Hund an/lasse ihn neben mir laufen/lege ihn ab, wenn uns jemand entgegen kommt.
...kein Pinkeln an Hauswände etc. Haufen werden aufgesammelt.
...Besucher werden nicht gestört. Er darf nach Freigabe ruhig hallo sagen. Wenn er weggeschickt wird, muss er Abstand halten.
...am Gartenzaun wird kein Theater gemacht. Man kann durch den Zaun durchfasen und gerade bei Kindern bin ich vorsichtig. Er würde wohl nicht beissen, aber das Risiko will ich nicht eingehen. Ausserdem erschrecken sich die Leute, weil sie ihn nicht sehen. Das muss ja auch nicht sein.
Insgesamt will ich einfach, dass mein Hund niemanden stört/Angst macht. -
Puh, ich bin ja ganz-frischgebackene und frage mich auch immer, was ist "wichtig", was ist "Kür", und wo reagiere ich schon über.
Hier in meiner Nachbarschaft gibt es ohne Ende Hunde und Halter, und die wenigsten von denen beachten irgendetwas, sondern scheinen sich einig, dass wenn sich alle an nixhalten das auch OK ist. Darum bin ich "allein auf weiter Flur" mit meinen Mühen
Mir ist's auch wichtig, dass...
...Kot aufgeräumt wird
...nicht an Hauswände, Stromkästen, Mäuerchen, geparkte Autos etc gepullert wird
...der Hund in Wohnsiedlungen möglichst auf den Wegen bleibt und nur öffentliche Grünstreifen, nicht aber unumzäunte Vorgärten durchlatscht
...sie nicht zu anderen Menschn hinrennt, ohne dass ich weiß dass diese das wünschen
...mich fragt, bevor er zu anderen Hunden hingeht und auch nur dann spielt, wenn das der andere Halter auch erlaubt
...keine Möbel oder Wände beklettert, weder daheim noch bei FremdenWie die Vorredner schon sagten: Rücksichtnahme auf andere, denn nicht jeder mag Hunde und/oder Hundesabber und/oder Hundehaare und/oder Hundekot
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Also ganz grob gesagt; Ich achte darauf, dass mein Hund niemanden beläsigt, heißt:
Haufen aufsammeln (gut ins tiefste Gestrüpp kletter ich dann nicht unbedingt hinterher...)
ich versuche kein Markieren an Häuserwänden, Zäunen, Straßenlaternen etc. zuzulassen (passiert natürlich trotzdem mal, wenn ich zu langsam war)
ich lasse meinen Hund nicht zu fremden Leuten hin, wenn Jogger und Radfahrer kommen hole ich ihn zu mir, je nach Situation bleiben wir kurz stehen und ich lasse ihn absitzen, notfalls bekommt er das Kommando "Stop" (Bleib da wo du bist und setz dich auf den Poppes wenn ein Radler um die Ecke gebrettert kommt und ein ranrufen nicht mehr geht.
es wird nicht zu angeleinten Hunden gerannt (auch nicht gegangen... :D), kein Kontakt zu fremden Hunden an der Leine, im Freilauf sehe ich das nicht sooo eng, Tomi darf auch zu fremden Hunden Kontakt aufnehmen wenn der andere HH keine Anstalten macht seinen Hund zu sich zu holen, je nach Gefühl und Gegenüber nutzen wir solche Begegnungen aber auch um ruhiges vorbeilaufen zu üben

Das sind so die wichtigsten Dinge die mir so spontan einfallen. Nicht falsch verstehen, ich bin nicht päpstlicher als der Papst und auch mein Hund macht mal Dinge die er nicht soll, aber dann entschuldige ich mich und gut ist.
Was mich nervt ist diese Susi-Sorglos-Mentaliät (auch von Nicht-HH, Stichwort: Hund anlocken und antatschen wollen, Kinder hinrennen lassen...), kurz: Ich versuche niemanden zu belästigen und mag auch nicht von fremden Hunden belästigt werden. Wenn man sich kennt und ich weiß, dass die Hunde sich mögen, kann ich auch mal einen heranstürmenden Hund verschmerzen.
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Ich finde, hier passt ganz gut der Paragraph 1 der Strassenverkehrsordnung:
Jeder HH hat sich so zu verhalten, dass kein anderer gefährdet oder geschädigt oder mehr als nach den Umständen unvermeidlich behindert oder belästigt wird.
Oder einfacher: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.Wenn sich doch auch im allgemeinen Leben alle daran halten würden ...
LG
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Schöne Antworten bisher!

Finde - ergänzend - auch noch wichig:
"Akzeptiere das Training von anderen und halte dich mit deiner Meinung zurück!"
(Machen gerade intensiv Schleppleinentraining, Handfütterung & Futterdummy - und muss immer mal wieder hören, dass das doch alles Blödsinn ist)
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Hundeknigge
ZitatDie Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt.
Daran orientieren wir uns vage. Klappt meistens ;-)
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Danke für die vielen tollen Antworten!
Wenn ich das berücksichtige kann ja nix mehr schiefgehen ;D -
Ich halte es auch so wie die anderen hier:
• Hundehaufen entfernen (bin schon oft selber rein getreten, weil andere das wohl nicht so eng sehen :censored: )
• im Wohngebiet bleiben sie neben uns und dürfen nicht in Gärten rennen
• sobald ich Jogger, andere Menschen oder Leute auf dem Fahrrad sehe, rufe ich sie zu mir
• wenn ich andere Leute mit Hund sehe, rufe ich sie zu mir und Leine sie an
(wir hatten mal ein Erlebnis, dass ein großer Hund auf sie zugestürmt kam wie blöde...das Erlebnis scheint hängen
geblieben zu sein. Den Hund mögen sind absolut nicht.)
• wenn man sich hinsetzt um selber etwas zu essen oder zu trinken müssen sie neben mir sitzen oder liegen - Vor einem Moment
- Neu
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