• Hallo,
    es fällt mir schwer hier zu schreiben aber ich weiß nicht mehr, wie ich mit dem Verlust meiner über alles geliebten Hündin fertig werden soll.
    Am 28.07.2012 ging sie plötzlich und unerwartet von uns.
    Ich kam aus der Arbeit um 15 Uhr nach Hause. Überall lagen kleine flüssige Häufchen, teilweise mit Blut, teilweise nur Blut und Erbrochenes. Mein kleiner Schatz saß unterm Tisch und wollte mich gar nicht begrüßen.
    Beim Arzt bekam sie Antibiotikum und eine Infusion. Nachdem es nicht besser wurde, fuhren wir zur Kleintierklinik. Dort wurde festgestellt, dass sie eine Magen-Darm-Entzündung hat. Um sie wieder auf die Beine zu bekommen, musste sie über Nacht dort bleiben. Es war nicht möglich, dass ich mit ihr dort bleibe:( Ich war fix und fertig, hab mich nur kurz und schnell verabschiedet. Ich durfte sie am nächsten Tag wieder abholen. Die Ärztin versicherte mir, dass ich sie am nächsten Tag wieder abholen könnte. Spät am Abend rief sie an und teilte mir mit, dass die Leber- und Nierenwerte sehr schlecht seien und wir weitere Untersuchungen machen müssten.
    Eine Welt brach für mich zusammen. Ich hatte trotzdem noch Hoffnung.
    Der nächste morgen: Ich bin extra früh aufgewacht, denn ich wollte schnell zu ihr. Um 8:00 dann der Anruf von der Klinik. Meine Maus war einfach eingeschlafen:(((((((((( ich heulte wie ein Kind!
    Bin hingefahren um sie ein letztes mal zu sehen. Habe sie gestreichelt und dort gelassen.
    Die Ärztin vermutet einen Leberkrebs.
    Als ich im Dezember auszog, blieb die kleine bei meiner Mutter. Jetzt ist meine Mutter im Urlaub und ich hatte sie zu mir genommen. Ich verstehe nicht, warum das grade jetzt passieren musste. Es gab keine Anzeichen dafür. Sie fraß mehr als sonst, war fit. Sie hatte zwar etwas zugenommen in letzter Zeit und wurde träger aber mit 8 Jahren darf man das wohl auch langsam sein... Beim Gassi gehen bleib sie auf dem Rückweg manchmal stehen. Aber es war auch in den letzten Tagen sehr heiß. Ich ahnte nichts böses. Letzte Woche ist sie sogar einfach auf die Straße gelaufen ohne zu gucken. Es kamen Autos und ich gab ihr einen Einlauf...:( Jetzt tut es mir schrecklich Leid. Ich mache mir große Vorwürfe ihr das Leben in ihren letzten Stunden nicht schön genug gemacht zu haben.

    Sie war immer voller Lebensfreude. Ich dachte sie wird mindestens 15.
    Im Juni waren wir noch in der Klinik weil sie immer schlechter sah. Ihre Blutwerte waren in Ordnung. Wie kann es angehen, dass sich innerhalb von 1 Monat alles ändert? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Warum werde ich so bestraft?!?
    Ich weine ständig, denke ständig daran. Habe die Bilder der letzten Tage vor mir.
    Wie werde ich damit fertig?
    In einer Woche kommt meine Mama aus dem Urlaub zurück. Sie will, dass alle Sachen von der Maus weg sind. Sonst erträgt sie es nicht. Ich ertrage die Stille in der Wohnung auch nicht mehr.
    Manchmal habe ich das Gefühl ich überlebe dieses Gefühl der Trauer nicht.
    :(((((((((

  • Mein herzlichstes Beileid, fühl Dich mal unbekannterweise gedrückt. :(

    Mach Dir keine Vorwürfe, Du hast alles richtig gemacht. Manchmal passieren im Leben leider Dinge, auf die wir keinen Einfluss nehmen können - es bleibt uns nix anderes übrig, als diese irgendwann zu akzeptieren.
    Ich bin sicher, Eure Maus hatte wundervolle 8 Jahre bei Euch!

    Ich kenne dieses Gefühl leider zu gut, ich habe meine letzte Hündin mit nicht mal 3 Jahren unerwartet an eine unbekannte Erkrankung verloren. Dieses Gefühl zerreißt einen, man stellt sich 1000 Fragen, ob und wie man diesen Schicksalsschlag hätte abwenden können.

    Lass die Trauer zu und versuche dankbar zu sein für die Zeit, die ihr gemeinsam hattet - alles andere lag nicht in Deiner Hand!

    Mitfühlende Grüße

  • Ohje du Arme!

    Das ist furchtbar, aber du darfst dir keine Vorwürfe machen, wie tanzwichtel schon schrieb hast du alles richtig gemacht.

    Hast du jemanden zu dem du gehen kannst? Freundin, Großeltern, Nachbarn? Das du nicht alleine sein musst in dieser Zeit und mit jemandem reden kannst? Das nimmt dir nicht den Schmerz aber sich mitzuteilen löst oft den Knoten in der Brust, den du sicher jetzt fühlst.

    Denk immer daran dass es deine Hündin 8 jahre lang wirklich gut hatte, andere Hunde haben dieses Glück nicht so einen lieben Menschen zu haben der sich um sie kümmert!

    Ganz liebe Grüße
    Suse

  • Oh je, dass muss für Dich und deine Mutter sehr, sehr schlimm sein... :verzweifelt:

    Es ist nie leicht ein geliebtes Tier gehen zu lassen, vor allem dann, wenn es nicht mal vorhersehbar war.
    Das Schlimmste das Dir aber jetzt passieren kann ist, dass Du dir Vorwürfe machst wie "Ich hab ihr in ihren letzten Stunden nicht genug Freude bereitet" - Doch, das hast Du! Sie wird es Dir mit Sicherheit danken und das Du sie auf ihrem letzten Weg begleitet hast. Das ist die Hauptsache. :solace:

    Ich wünsche euch viel Kraft den Verlust zu akzeptieren, aber lieber so, als das sie -wer weiß- qualvolle Schmerzen erleiden müsste.

    Einen guten Weg über die Regenbogenbrücke wünsche ich der Maus, vergessen wirst du niemals sein! :abschied:

  • Es tut mir sehr leid, dass du deine Maus schon hergeben musstest, aber sie wurde ihr Leben lang geliebt und das wußte sie und hat sie gespürt und das ist das Wichtigste.
    Du hast alles getan was in deiner Macht stand.
    Ich wünsche dir für die kommende Zeit viel Kraft.
    Deine Maus ist nun hinter der Regenbogenbrücke und tollt mit den anderen Hunden umher.
    Sie möchte sicher nicht, dass du so sehr traurig bist und schon gar nicht, dass du dir irgendwelche Vorwürfe machst.

  • Ich möchte dir nur sagen, wie sehr ich deine Situation nachvollziehen kann. Vor über einem Jahr musste ich meinen Seelenhund gehen lassen. Die Stunden danach befand ich mich im Schockzustand und die darauffolgende Zeit war der reinste Horror. Aber so schwer man das auch glauben mag, es kommt wieder irgendwann die Zeit, in der es besser wird.
    Du brauchst keine Schuldgefühle haben:
    „Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten.“
    Wilhelm Busch

    Und ich gehe davon aus, dass du in den 8 Jahren viele schöne Stunden mit ihr hattest!

    http://www.indigo.org/rainbow/rainbow-de.html

    Ich wünsche dir alles gute!

  • Danke für die lieben Antworten. Das hilft mir sehr.
    Ich versuche mich so gut es geht abzulenken. Unternehme viel. Spreche viel darüber.
    Ich habe noch ein altes Kuscheltier gefunden. Ein kleiner Hund ist das. Mit dem schlafe ich und nehme ihn überall mit hin in meiner Tasche.
    Und manchmal spreche ich mit mir selbst und hoffe dass sie es hört.
    Ich möchte nie wieder einen anderen Hund.

  • Ach, jetzt habe ich auch Tränen in den Augen.

    Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass es für die Tiere kein Zeitgefühl gibt. Für deinen Hund waren ein halbes gutes Jahr mit dir genauso schön wie 8 gute Jahre. Wichtig ist, dass das Tier eine geliebte Zeit erleben durfte.

    Sicherlich hättest du deinem geliebten Hund auch einen langen Leidensweg ersparen wollen und somit war es gut, dass alles so schnell ging. Der Schmerz ist nach 8 Jahren genauso schlimm, wie er nach 12 gemeinsamen Jahren wäre.

    Ich drück dich mal und wünsche dir viel Kraft und nur wunderschöne Erinnerungen an deinen geliebten Hund.

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