Hysterie-Hyäne - Wie damit umgehen?

  • Zitat

    Wie macht man mit einem Hund, der kaum mehr ansprechbar ist vor Stress, UO? (Soll nich provokativ klingen, interessiert mich wirklich)
    Mein Hund wird tatsächlich durch die TrainingsDisc (ähnlich wie Rappeldose, nur klein), wenn ich diese kurz vor ihm auf den Boden werfe, wieder ansprechbar..
    Damit haben wir gute Erfolge erzielt, aber er ist auch überhaupt nicht ängstlich oder verbindet damit etwas böses oder so..es holt ihn wirklich nur zurück auf den Boden in dem Moment..
    Aber ich denk das kommt auch ziemlich auf den Hund an


    Ja, ich denke auch dass das auf den Hund ankommt. Bei Ewok reicht ein kurzer Anpfiff, dann guckt er wo das Donnergrollen herkommt und ich kann ihm helfen runterzukommen. Bei Pluto wars ne Zeit lang schwieriger, da musste ich teils massiv werden um mich bemerkbar zu machen. Jetzt klappts aber auch.

  • Ich würde an der Impulskontrolle arbeiten.
    Langsam und in kleinen Schritten.

    Habe auch so einen, von allem und jedem schnell gestresst. Klapperdosen und ähnliches hatte eher die gegenteilige Wirkung.
    Da half nur Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe und Übungen in sehr kleinen Schritten.

  • In der von dir geschilderten Situation hätte ich mir erstmal den Hund gepackt und wäre weg gegangen.
    Soweit das der Hund wieder ansprechbar wird. Dann werden Tricks gemacht die der Hund liebt.
    Wenn man (hund) dann wieder "gut drauf" ist und mit arbeitet. Würde ich in der Arbeit zurück gehen.
    Das heißt "hudeplatzfuß" mit Sitz usw dazwischen.
    Dann wieder auf den alten Platz hinlegen und schauen ob es was gebracht hat.
    Wenn nicht wieder raus aus der Situation und dasselbe Spiel von vorne.

    Denn man muss bedenken solch ein Verhalten selbst wenn es Stress und Angst ist. Ist letzendlich Selbstbelohnend.
    Denn man erreicht sein Ziel durch das Getöse ja. Die anderen kommen wieder. Solange tönt man halt rum.

  • Ich habe hier ja einen Hund der den Begriff Streß für sich erfunden hat :D, d.h. je nach Situation dreht er einem völlig durch, dass äußert sich meist im wilden rumspringen, zerren, schreien (hört man - gefühlte - 10 Kilometer weit) und Übersprungshandlungen auf den anderen Hund.

    Tatsächlich bringt es bei ihm wenig, wenn man zuviel Rücksicht auf ihn nimmt, noch weniger bringt es wenn man ihn langsam ranführt. Das ist bei ihm so tief verankert aufgrund seiner Vorgeschichte, dass es wie ein Film ist. D.h. man muss es je nach Situation händeln und bei ihm hilft ein Abbruch des Verhaltens (über ein "nein" würde er allerdings nur locker husten) und dann das Angebot eines Alternativverhaltens. Er steigert sich so dermaßen in die Situation rein, dass da nichts hilft außer Distanzvergrößerung. Allerdings hilft es auch nix, wenn man mit Distanzvergrößerungen arbeitet und über langsame Annäherung über längere Zeit (wir reden hier von Monaten), auch Arbeit an der Impulskontrolle bringt nicht viel. Es bringt was aber er bleibt unter Strom und kommt nicht in eine Entspannung.

    Als letztes Mittel haben wir dann zum Abbruch des Verhaltens gegriffen, als Fuß in die Tür und damit kommt er erstaunlich gut runter, wird ansprechbar und kann Alternativverhalten ausführen.

    Man muss also schauen, wie der jeweilige Hund reagiert.

  • Danke für eure vielen Antworten und Anregungen. Nur ganz kurz, bin grade nur mit'm Handy online:
    kati: an sich klingt das sinnvoll, allerdings beherrscht mein hund kein 'hundeplatz-fuß' ;) aber ich denke, das ginge auch durchaus mit anderen kommandos... (Nicht böse gemeint, aber warum gehen 90% der DF-user eigentlich selbstverständlich davon aus, dass jeder hund 'fuß' u.Ä. sache so beherrscht, dass mans sogar unter streß anwenden kann?? Bin ich hier die einzige, die mit ihrem hund keine HuPla-unterordnung macht??? :? )

    Fanta: das klingt gut, aber was heißt denn 'fuß in die tür stellen'?? Also was genau tust du?? Oft lese ich solche floskeln und hab keine ahnung, was damit eigentlich gemeint ist :-/

  • Zitat

    (Nicht böse gemeint, aber warum gehen 90% der DF-user eigentlich selbstverständlich davon aus, dass jeder hund 'fuß' u.Ä. sache so beherrscht, dass mans sogar unter streß anwenden kann?? Bin ich hier die einzige, die mit ihrem hund keine HuPla-unterordnung macht??? :? )

    Nein, bist du definitiv nicht :lol:
    Aber ich könnt in der Situation auch keine UO-Sachen abfragen :???:

  • Zitat

    Du hast eine Mail und nein nicht jeder Hund hier im Forum beherrscht die 100%ige Unterordnung in jeder Situation :D .

    Dankeschön :gut:

    Zitat

    Aber ich könnt in der Situation auch keine UO-Sachen abfragen


    Das beruhigt mich :headbash: Solche Extrem-Situationen sind sehr sehr selten (war jetzt erst das dritte mal in über 1 1/2 Jahren, dass sie so extrem ausflippt), trotzdem möchte ich damit umgehen können, allein schon weil ich denke, dass ICH viel weniger gestreßt bin und viel klarer kommunizieren kann, was ihr natürlich auch zugute kommt. Wenn ich sie, aus Unsicherheit, noch weiter aufpushe, ist ja keinem von uns geholfen.

    Ich bewundere ja Hunde (bzw die Hundehalter), die selbst unter enormem Streß noch Unterordnung befolgen können... aber wenn bei Shira nichtmal Sitz oder Pfötchen geben (was sonst zu 99% sitzt) absolut nichtmehr im Hirn ankommt, nichtmal die Ohren zucken!, finde ich es wenig sinnvoll, sie mit Kommandos zu beballern, die -zugegeben- auch vom Tonfall her wahrscheinlich alles andere als beruhigend rüberkommen.

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