Hysterie-Hyäne - Wie damit umgehen?

  • Hey ihr Lieben,

    ich bräuchte mal Tipps von euch zu Shiras Verhalten in Streßsituationen.

    Als Beispiel nehme ich einfach mal Heute:
    4 Menschen (ich, Shira's geliebte Hundesitterin + 2 fremde Kumpels) + Hunderl waren am Badesee.
    Rundrum einige andere Menschengruppen, ca 20 Meter entfernt 3 fremde Hunde, mit denen sie auch zwischenzeitlich 1/2 Stunde im See spielen durfte, bis sie letztlich anfing, eine Hündin anzumotzen - wer streitet, spielt nichtmehr!
    Wir sitzen also alle auf der Decke, Madame mehr oder weniger hampelig bei uns, beobachtet die anderen Hunde die am Wasser spielen.

    Zum wesentlichen:
    Unsere Begleiter wollen noch eine Runde schwimmen, ich will mit Shira am Liegeplatz warten. Sie sieht "unsere" Leute weggehen und fängt an zu fiepsen. Je weiter sie weggehen, umso lauter wird sie. Ich ignoriere das erstmal. Sie fängt an, an der Leine zu zerren und ganz hoch zu bellen, ich würde es als "Jammern" bezeichnen. Ab da war sie nichtmehr ansprechbar: Ist ständig in die Leine gesprungen (hat mich dabei 2x ziemlich fies umgehauen :/ ), hat sich immer mehr ins Jammern und Hinterher-Fixieren reingesteigert.
    Ignorieren brachte nichts, Abbruchsignal kam nichtmehr im Hirn an, Schimpfen (ja, ich war sauer!) half auch null.
    Das ging dann gut 5 Minuten so, bis unsere Begleiter zurückkamen, da ist sie dann vor Freude regelrecht ausgerastet, hat Gejodelt als hätte sie die Leute (und vor allem ihre Sitterin) Jaaaahre nicht gesehen.
    Als dann alle wieder beisammen sind, legt sich die Hyäne völlig entspannt neben die Decke und döst.

    Ich hab übrigens eine leichte Zerrung im Arm wegen der Reißerei an der Leine bzw dem Griff im Geschirr, und etliche tiefe Kratzer, weil sie vor lauter Hysterie einige male über mich drüber getrampelt ist :verzweifelt:

    So, was meint ihr? WARUM rastet sie so aus und ist nichtmehr ansprechbar? Was erhofft sie sich von diesem Rumgeschreie? Und wie sollte ich darauf reagieren??? Ich weis, dass ich sie vermutlich durch meine eigene Aufregung noch weiter aufgestachelt habe, aber ich wusste wirklich nicht, was ich machen soll :ops: Die Leute haben geschaut, als hätte ich meinen Hund soeben verprügelt - so klang sie nämlich auch.

    So ähnlich benimmt sie sich übrigens öfter, wenn ich sie irgendwo mit hinnehme, wo Menschen dabei sind, die sie kennt und mag... Auch bei Treffen mit Freunden im Stadtpark z.B. - geht jemand weg, den sie kennt, wird gejammert (wenn auch bei weitem nicht so extrem!), gehe ICH weg, macht sie genau solchen Extrem-Terror wie heute bei ihrer Sitterin! So krass hab ich's echt noch nie ggü einer anderen Person erlebt.

    Noch ein paar Infos zur Hyäne:
    - 2 Jahre alt
    - vermutete Misch-Rassen: Podenco/Bardino/Boxer
    - hatte schon immer ein Problem mit Überdrehen
    - bekommt am Tag ~2h Auslauf mit Möglichkeit zum Auspowern

    :hilfe:

  • Kann man mal probieren...

    Muss dazu sagen, dass sie sonst garnicht sooo der Menschen"freund" ist: Leute werden erstmal ignoriert, oder -gottseidank mitlerweile selten!- angemotzt aus Unsicherheit. Aber es gibt so ein paar Menschen, in die würde sie wohl reinkriechen wenn sie dürfte und da flippt sie, besonders beim Begrüßen, richtig aus: Jodelt, apportiert wahllos rumliegende Sachen, ist kaum ruhig zu bekommen bzw da hilft nur, sie in ihren Kennel zu schicken.

    Achja, J. (die Sitterin, die übrigens zu den wenigen Personen gehört, die Shira SOFORT super fand) meinte, ich solle sie öfter absichtlich in solche Streßsituationen bringen, damit sie merkt, dass garnichts schlimmes passiert/dass die Leute wiederkommen und sie quasi ein bisschen "abhärtet".
    Ich bin mir da unsicher, ob das den gewünschten oder eher gegenteiligen Effekt hätte... :?

    Maanu:
    Woran machst du denn "sensibel sein" fest? (Das frag ich mich übrigens schon ewig, wenns um "sensible Hunde" geht.)
    Für mich siehts wirklich nach Panik vorm verlassen werden aus. Aber: Warum beruhigt sie sich nicht, auch wenn ich als Hauptbezugsperson bei ihr bleibe??
    Das hohe Jammern und Fiepsen, mit Hecheln und wildem Herumrennen, ist übrigens das selbe Verhalten, das ich teilweise auf Video beobachten konnte, wenn ich sie in der Wohnung alleinelasse.... (Info am Rande: Wir arbeiten am alleinebleiben seit 1 1/2 Jahren ohne großen Erfolg, ist aber ein anderes Thema.)

  • Zitat

    Oder eher Kontrolle? :???:


    Würd ich auch sagen. Shira hat doch auch Probleme zuhause allein zu bleiben. Und eigentlich keinen Grund Verlassensängste zu haben, sie hat doch ein stabiles Zuhause.

  • Also ich hab mich mal wegen dem Alleinbleiben ein bisschen "durchgetestet" (versch. Bücher mit Beschreibungen von versch. Verhaltensweisen) und mich auch mal mit ner Trainerin unterhalten. Madame hat nen ziemlichen Kontrolltick, das stimmt, und zusätzlich noch Verlassensängste. Was davon was beeinflusst, ist wieder ne andere Frage :-/

  • Zitat

    Achja, J. (die Sitterin, die übrigens zu den wenigen Personen gehört, die Shira SOFORT super fand) meinte, ich solle sie öfter absichtlich in solche Streßsituationen bringen, damit sie merkt, dass garnichts schlimmes passiert/dass die Leute wiederkommen und sie quasi ein bisschen "abhärtet".
    Ich bin mir da unsicher, ob das den gewünschten oder eher gegenteiligen Effekt hätte... :?

    Maanu:
    Woran machst du denn "sensibel sein" fest? (Das frag ich mich übrigens schon ewig, wenns um "sensible Hunde" geht.)
    Für mich siehts wirklich nach Panik vorm verlassen werden aus. Aber: Warum beruhigt sie sich nicht, auch wenn ich als Hauptbezugsperson bei ihr bleibe??
    Das hohe Jammern und Fiepsen, mit Hecheln und wildem Herumrennen, ist übrigens das selbe Verhalten, das ich teilweise auf Video beobachten konnte, wenn ich sie in der Wohnung alleinelasse.... (Info am Rande: Wir arbeiten am alleinebleiben seit 1 1/2 Jahren ohne großen Erfolg, ist aber ein anderes Thema.)


    hm, also wenns wirklich so ist, dass sie Panik hat, verlassen zu werden, dann gehts in dem Moment nicht darum, dass noch jemand da ist, sondern eben, dass jemand weg geht ;)

    würde auch dafür sprechen, dass ihr halt Probleme habt, das allein sein zu üben

    Woran mache ich das "sensibel sein" fest?
    Der Hund reagiert auf kleinste Veränderungen, ob in der Umgebung oder beim Menschen, nimmt vieles wahr, was anderen Hunden vielleicht egal wäre.
    Hm, mir fällt ein, ich habe mir nie Gedanken drüber gemacht, wie ich ausformuliere, was ich dazu denke.
    Vielleicht kann es ja wer anderes *lach*

    Wie ist das denn, wenn sie frei läuft und ihr weg geht?
    Macht sie ihr Ding? Oder folgt sie euch dann?


    @ bibi
    das wäre halt die Frage, ja
    kann meiner Meinung nach auf Grund der 1. Beschreibung beides sein

    aber solange nicht klar ist, warum, ist es schwer, hier Tipps zu geben
    denn beide Situationen würde ich ganz unterschiedlich angehen


    Woran merkt man es?
    Im Alltag, wie selbstständig der Hund ist, wie er reagiert in Situation XY, etc.

    Über das Forum quasi unmöglich

  • Zitat

    Deswegen dachte ich ans "bleib".....jemand ne andere Idee???


    In der Situation hätt ich mir den Hund geschnappt und eiskalt mit Unterordnung bombardiert bis er sich auf mich konzentriert. So hab ich bei Ewok ähnliches Verhalten unter Kontrolle gebracht. Ignorieren kann man sowas meiner Meinung nach nicht und wenn das Abbruchkommando nicht ankommt ist es nicht fest genug verankert ;-)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!