5 Mon. - Überforderung vs. Unterforderung
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... mal wieder.

Ach es gibt leider immer wieder Tage, wo ich denke: "Hmm, heute hast du ihn aber nicht genügend beschäftigt" oder wenn ich sein Verhalten als Unterbeschäftigt-Sein deute, oder Überforderung, und ich weiß es einfach nicht, was der Mittelweg ist.
Normalerweise gehe ich mit ihm 2 - 3x 20-30 Minuten, und dazu zwei, drei kleinere Pipi-Runden von 5 - 10 Minuten oder in den Garten. Richtig trainieren, gezielt, ist 1x pro Woche in der Hundeschule und ansonsten lernt er in kleinen Einheiten nebenbei. Also Rückruf, Grunderziehung, keine besonderen Tricks oder so. Wir klickern so alle zwei, drei Tage für max. fünf Minuten (zu wenig?).
Was mich wurmt: Manchmal buddelt er im Garten herum, hat seine fünf Minuten "ausflippen", buddelt in seiner Kudde, schleudert seine Decke herum, bellt ohne erkennbaren Grund. Überforderung? Unterforderung? Langeweile oder zu viel?

Er gehört schon eher zu denen, die schnell hochfahren und wenn man einen Meter schneller läuft, dreht er gleich auf, bellt und will einen fangen, zwicken usw. Aber ich bin da momentan total unsicher, ob ich allgemein eher einen Gang zurückschalten sollte, um ihn nicht zu sehr aufzudrehen, oder ob er mir damit "sagen möchte", er überdreht?

Was meint Ihr - abgesehen davon, daß ich mir wahrscheinlich zu viele Gedanken mache...

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Hi,
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Huhu,
Mein Fräulein ist zwar erst 4 mon aber ich mache mir ganz ähnliche Gedanken denn sie verhält sich exakt wie Dein Hund- die Beschreibung könnte von mir sein.
Ich habe hier von viel Action bis ganz ganz wenig Action alles durch - Juna reagiert immer gleich: wenn sie wach ust will sie Action und draussen will sie rennen ...
Also gibts hier morgens um halb 8 eine halbe Stunde rennen auf ner Wiese, mancal mit anderen Hunden, sonst mit Spielen und ich uebe den Rueckruf.
Dann ist Ruhe bis Mittags, nur kurz Pipi im Garten, sonst Sendepause.
Mittags gibts eine kurze Gassirunde 10 min ganz in Ruhe zum Leinelaufenlernen und danach noch kurz im Garten was ueben und was kauen , bissi spielen.
Sie dreht wie immer schnell hoch und faellt dann auch in Buddelmodus - ich unterbinde das - draussen mit der Wassepistole und drinnen fahre ich sie mit dem Welpengriff runter.
Gerade das buddeln passiert meist wenn wieder Schlafen dran ist.
Abends dann nochmal was laengeres ala 30 min spazieren oder hundeschule oder ein neuer ort oder toben.
Also wenn sie 2 mal am Tag echt toben kann, kann sie den Rest des Tages gut Ruhe halten, nur braucht sie oft Hilfe beim Runterfahren.
Weiss nicht ob Dir das jetzt hilft,
Aber mit nur 20 minuten gaaanz ruhig gassi waere sie einfach nicht gluecklich.So tobt sie ihren Welpenwahn gut aus und kann Energie rauslassen und ist dann echt schnell auch wieder entspannt.
Lg
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Ach ja und das rumspinnen wie Du es beschreibst ist ja der normale Welpenwahn- bei uns taucht er ca 3 mal am Tag auf - egal ob wir einen ganz ruhigen Tag machen oder eher mehr passiert ...
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das ist doch schon mal beruhigend.

Aber ich frag mich dann immer, ob er mehr Input, geistig oder körperlich, bräuchte.

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Zitat
Was mich wurmt: Manchmal buddelt er im Garten herum, hat seine fünf Minuten "ausflippen", buddelt in seiner Kudde, schleudert seine Decke herum, bellt ohne erkennbaren Grund. Überforderung? Unterforderung? Langeweile oder zu viel?
Einfach ein ganz normaler, lebhafter Junghund!Zitat
Er gehört schon eher zu denen, die schnell hochfahren und wenn man einen Meter schneller läuft, dreht er gleich auf, bellt und will einen fangen, zwicken usw. Aber ich bin da momentan total unsicher, ob ich allgemein eher einen Gang zurückschalten sollte, um ihn nicht zu sehr aufzudrehen, oder ob er mir damit "sagen möchte", er überdreht?
Was meint Ihr - abgesehen davon, daß ich mir wahrscheinlich zu viele Gedanken mache...

Letzteres.
Ich war eine Weile auch verunsichert, Splash fährt auch extrem schnell hoch, und manche Strömungen scheinen jede höhere Erregungslage vermeiden zu wollen. aber wenn ein Hund mit 5 Monaten nicht flippen soll, wann dann? Ich halte nichts davon, einen temperamentvollen Hund ruhigzustellen und mit Langeweile zu erschlagen. Ich habe aber neue Reize dosiert, und kein Riesenprogramm gefahren. Ruhiger Umgang ist wichtiger als Minimalprogramm für einen Hund mit kurzer Zündschnur. Ich habe mich nicht aufgeregt, ihn genommen, wie er ist, und habe durchaus auch mal was gefordert. Habe für viel freien Auslauf gesorgt, aber allzu aufregende Gebiete gemieden.
Das richtige Mass kannst nur du selber finden, da kann ich dir nicht helfen. Manche hätten Splash für überdreht und hyperaktiv gehalten und ihn stärker eingeschränkt, ich habe ihm Luft gelassen und ihn nicht mit Durchschnittshunden verglichen. Ich würde es wieder so machen.
Dein Programm liest sich jedenfalls nicht übertrieben. War bei Splash recht ähnlich, teilweise die grossen Spaziergänge länger. Leinenrunden waren sehr kurz, denn die waren Stress pur für ihn.
Kommt dein Hund denn zur Ruhe in der Wohnung? Wie macht er denn mit bei Übungseinheiten?
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Danke, das war doch sehr informativ!
Zitat
Kommt dein Hund denn zur Ruhe in der Wohnung? Wie macht er denn mit bei Übungseinheiten?Ja, in der Wohnung ist er ruhig, wenn ich ruhig bin; wenn ich rumlaufe und aufräume, klebt er an mir als hätte ich ein Abschleppseil dran.
Bei Übungen ist es mal so, mal so - je nach Konzentration. Manchmal fängt er nach ein, zwei Mal an zu kläffen und sucht sich irgend ne Beute zum Abschleppen, manchmal (meistens) ist er für einige Minuten sehr interessiert und aufmerksam; da denke ich dann, er könnte mehr Input gebrauchen. Er scheint auch ganz gut lernen zu können - nur beachtet er z. B. das Küchenverbot nur dann, wenn ich zugegen bin
aber das erwarte ich jetzt auch noch nicht.Ich überlege, ihm mittels Clicker noch ein paar Dinge beizubringen (also z. B. auf Kommando Raum verlassen, Schütteln, später dann Dummytraining, sowas). Natürlich nicht so, daß er das alles schon nach einer Woche können muß. Aber manche schreiben hier halt, außer Grundgehorsam im ersten Jahr nix, andere, eigentlich nur Ruhe lernen - andererseits hab ich mit meinem Berner vor 15 Jahren nicht auf sowas geachtet, wenn er ausgelassen war, war das genau so okay wie wenn er schlafen wollte. ... vielleicht sieht man das heute kritischer?
Na ja, und wenn er dann flippt und z. B. Sachen klaut, die die Kinder haben rumliegen lassen, dann denke ich irgendwie: "Sucht Aufmerksamkeit? Sucht Beschäftigung?"
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.... Nee eher : sucht Grenze *gg
Ansonsten find ichs echt informativ ubd ich werde weiterhin dabei bleiben 2 mal am Tag echt powern zu lassen und Mittags dann nur etwas ueben und in Ruhe Gassi ( fuer sie auch Stress pur, sie will toben ) und sonst Sendepause ...
Ich hab hier noch 3 Kinder und keine Lust auf so ein Dauerprogramm ...
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Ich hab zwei Kinder, zwei und drei Jahre alt.
Mit allen dreien zusammen klappt es echt gut, aber große Spaziergänge sind "werktags von 12/14 - 18 Uhr" nicht drin, eher kleine, was im Garten machen, Übungen usw.Mit allen unterwegs hab ich dann immer den Buggy noch im Schlepptau, oder die Kleine hat weder Lust auf Buggy noch auf Laufen usw., oder sie wollen irgendwo hin, wo ich nicht mit Hund hin will, das Ende vom Lied ist dann, daß der Hund mehr oder weniger an der recht kurzen Leine eher Anhängsel ist. Das bringt nix. Da mache ich lieber nur kurz und dann abends, wenn mein Mann wieder da ist, noch etwas konzentrierter für ihn.
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Zitat
Na ja, und wenn er dann flippt und z. B. Sachen klaut, die die Kinder haben rumliegen lassen, dann denke ich irgendwie: "Sucht Aufmerksamkeit? Sucht Beschäftigung?"Oder ist einfach ein ganz normaler, fröhlicher und ausgelassener Junghund. Warum
soll das ein Problem sein. So lange er nicht stundenlang hektisch rumrennt oder ständig
kläfft oder sonstige Angewohnheiten entwickelt die du nicht möchtest ist das doch o.k. -
Meine Kinder sind schon älter (schulalter) aber ich habe Junas Aktivitäten auch auf Vormittags und Abends getaktet und Mittags sind wir hauptsächlich im Garten oder eben auch ne kurze-leine-runde.
Läuft doch toll bei Dir !
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