Rangordnung?
-
-
hm. Also ich persönlich finde den Begriff "Eifersucht" in der Situation sehr viel angebrachter als "Dominanz".
Wenn man schon weiß, dass ein Hund dazu neigt (und das scheint ja der Fall zu sein, gell), dann kann man daran arbeiten, dass der Hund solche "Eifersuchts"-auslösende Situationen nicht mehr aus so dramatisch empfindet. Im Grunde genommen handelt es sich um nichts weiter als ein Streit um Ressourcen: der eine Hund will nicht, dass der andere Hund an die Ressource kommt.
Und schon kann man sehen, wie man daran arbeiten kann. Klar "können" Hunde das auch "unter sich regeln" - nur ist man als Mensch dann vielleicht nicht so mit dem Ergebnis einverstanden, wenn nämlich daraus ein ernsthaftes Intermezzo wird, weil eben nicht einer gleich nachgibt.Wenn ich also schon weiß, dass z.B. um eine Hündin eine Konkurrenz-Situation entstehen kann, lasse ich erst nur den einen Hund hin - und belohne den anderen dafür, dass er fein bei mir ist (wenn nötig angeleint).
Dann ruf ich den einen zurück (leine nach Bedarf an) und schick den anderen zum spielen und belohne dann den ersten dafür, dass er "erträgt", dass nun der andere mit "seiner" Flamme spielen darf. Dann kann man wieder wechseln, und so weiter...Tolle "Werkzeuge" in solchen Situationen sind das Entspannungssignal, weil man damit schön eine Eskalation unterbrechen kann. Ein gut funktionierender Rückruf ist auch immer das feines - rechtzeitiges zurückrufen kann auch wunderbar geeignet sein, eine Eskalation zu verhindern.
In solchen Situationen arbeite ich ungern mit Bestrafung, weil ich dann zu dem "Doofen" (der andere Hund geht an das (Objekt/Subjekt der Begierde) noch einen weiteren Grund für negative Emotionen mit der Situation verknüpfe. Wenn ich aber möchte, dass der Hund es nicht mehr schlimm findet, dass auch ein anderer Hund sich mit "seinem" Dings beschäftigt, ist das komplett kontraproduktiv.Ja. Hunde können solche Situationen auch alleine regeln, ich finde es aber besser, ihnen dabei zu helfen, einen entspannteren Weg dabei zu wählen

- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Rangordnung?*
Dort wird jeder fündig!-
-
danke für eure Beiträge :) habe auch mit meiner HuSchutrainerin gesprochen und sie sieht das auch nicht so schlimm, das ich mich da eingemischt hab. Die zwei sollen ja schließlich die nächsten jahre miteinander verbringen und gar nicht erst lernen das sie sowas SO regeln dürfen, das würde sich dann auch alles andere auch ausweiten,
hatte ihn dann ja auch angeleint und ihn mit fleischwurst-aus-der-hand- lecken abgelenkt, also hab ihn nicht zuschauen lassen das er nun "bestraft" wird
-
Wozu ablenken?
Ich hab so ein Ressourcenschweinchen, dem gehört ALLES - incuding ME. Der Gandhi schickte den Crispel mit einem dezenten Augenaufschlag aus dem Zimmer. Jetzt könnte man argumentieren: wieso, ist doch alles Tutti. Keiner wird verletzt, keine Haare fliegen, kein knurren, keine Zähne werden gezeigt.... Ja, wundervoll. Leider würde der Crispel so seine Tage im Schlafzimmer verbringen, während Prinz Protz hier unten regiert.
Statt dessen hat er gelernt, dass das Auftauchen von Crispel (und anderer Hunde) was ganz großartiges ist, denn es kündigt meine Aufmerksamkeit für ihn an (was der funktionale Bestärker ist denn darum geht's ihm ja, dass ich seins bin, seins allein, du sollst keinen anderen Hund haben neben Gandhi!!!!). Ich kündige ihm sogar an, wenn der Crispel kommt, bzw. frage ihn, wo der Crispel denn ist, damit er auch ja kapiert, weswegen er da gerade so eine wundervolle Massage bekommt.
Schöne Sachen, die er haben will, passieren, WEIL der andere Hund da ist. Und nicht, weil er den anderen Hund (wie "nett" auch immer) vertrieben hat. -
weil Lino im Denken und verknüpfen nicht besonders helle ist
-
Zitat
weil Lino im Denken und verknüpfen nicht besonders helle ist
Gegen klassische Konditionierung kann man nicht "gegen an denken" - selbst Intelligenzbolzen nicht...
-
-
Zitat
Gegen klassische Konditionierung kann man nicht "gegen an denken" - selbst Intelligenzbolzen nicht...
Klassisch ggf nicht, instrumentell und operant schon.
Siehe Studien von Kriminellen...es wurde bewiesen, dass Straffällige sich schwer bis gar nicht konditionieren lassen....ob "sich konditioniere lassen" was mit Intelligenz zu tun hat? Mag sein....
Warum sollten Hunde nicht auch gegen Konditionierung andenken können?....genauer betrachtet wäre das von dir beschriebene auch keine klassische Konditionierung, sondern eine instrumentelle Konditionierung

-
Sorry: OT:
ZitatSiehe Studien von Kriminellen...es wurde bewiesen, dass Straffällige sich schwer bis gar nicht konditionieren lassen....ob "sich konditioniere lassen" was mit Intelligenz zu tun hat? Mag sein....
Meinst du Mowrer mit seinem Extrovertiert-/Introvertiertkrams von 1950 oder so? Irgendwie klingt die Theorie auch so etwa 60 Jahre alt
Mir ist da nichts aktuelles bekannt... Gemeint ist vielleicht Löschungsresistenz und Gegenkonditionierung? Haste mal nen Link bitte?Sorry fürs OT...
Lieben Gruß
Kirsten
-
Zitat
Klassisch ggf nicht, instrumentell und operant schon.
Siehe Studien von Kriminellen...es wurde bewiesen, dass Straffällige sich schwer bis gar nicht konditionieren lassen....ob "sich konditioniere lassen" was mit Intelligenz zu tun hat? Mag sein....
Warum sollten Hunde nicht auch gegen Konditionierung andenken können?....genauer betrachtet wäre das von dir beschriebene auch keine klassische Konditionierung, sondern eine instrumentelle Konditionierung

Klassische Konditionierung und Operante Konditionierung sind nicht trennbar (Pavlov sitzt immer auf der Schulter..).
Und das, was Martina beschreibt ist die Änderung der Conditioned Emotional Response...was natürlich über klassische Konditionierung läuft (mal so "ganz genau" betrachtet
)
Ich hätte gerne auch den Link zur ominösen Studie.... -
Zitat
Klassische Konditionierung und Operante Konditionierung sind nicht trennbar (Pavlov sitzt immer auf der Schulter..).
Natürlich sind sie das.......man muss das sogar trennen......
Ich habe shoppys Beitrag schlampig gelesen, ich hatte es so verstanden, dass der andere Hund immer bei ihr bleibt, wenn der andere den Raum betritt bzw zu ihr kommt, wenn der anderen Hund "stresst".....
"Conditioned emotional response" kannte ich noch gar nicht als Begriff....wärst du nicht so herablassend, hätte ich mich sogar bedankt für die Korrektur.http://www10.pic-upload.de/09.07.12/t3w2zw3kngki.jpg
Edit by Mod - Fremdbilder bitte nur als Link einstellen.
Quelle: http://www.psychologie-net.de/blog/wp-conten…itionierung.pdfWeitere Links:
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/Konditi…ngOperant.shtml
http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Campus-fuer-Al…erntheorien.pdfkirsten: Ein Bio-Professor hatte uns das in einer Vorlesung erzählt....ich fand das spannend und habe es mir gemerkt (nein, ich habe nicht in den 60ern studiert
) Link suchen habe ich keine Lust. -
Nein, klassische Konditionierung und operante werden in der Theorie getrennt, in der Praxis am Lebewesen kommen treten sie aber immer zusammen auf, schließlich kann man nicht nicht klassisch konditionieren.
Die klassische-emotionale Konditionierung ist allgegenwärtig und deswegen ist es ja so wichtig, primär über positive Verstärkung zu arbeiten, denn dann belegt man ganz beiläufig sämtliche Reize mit einer positiven CER.
Mich nervt die absolute Sicherheit, mit der hier falsche Fakten gepostet werden, egal ob zum Thema Recht oder Verhaltensbiologie..Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum, nech?
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!