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    Du solltest allerdings weiter daran arbeiten, um das Problem so weit wie möglich einzudämmen. Den Jagdinstinkt und die Erfahrungen der erfolgreichen Jagd wirst Du allerdings niemals wegerziehen können.

    Impulskontrolle bedeutet, dass Du mit dem Hund ein alternatives Verhalten in ganz kleinen Schritten aufbaust, dass der Hund lernt zu zeigen, wenn er den Impuls hat etwas zu tun. Quasi Selbstbeherrschung.

    Weiterhin wäre Erregungskontrolle wohl auch eine Baustelle, was man so zwischen den Zeilen erahnen kann. Das heißt: Ich rege mich ab angesichts einer reizauslösenden Situation.

    Das Ganze wird bei einem Hund mit einer Vorgeschichte als Straßenhund wohl eine Lebensaufgabe für Dich werden ;)

    Viele Grüße
    Corinna

    Lieben Dank für die Tipps. Ich habe mich schon mal ein wenig belesen bzgl. Impuls- und Erregungskontrolle. Hört sich sehr interessant an und ich denke, damit kommen wir auf jeden Fall weiter. Vielen Dank.

    Das er eine Lebensaufgabe ist, weiß ich ;) ... er gehört zu meinen Lieblingsaufgaben. Er ist wahnsinnig lernbereit und -willig. Es macht riesigen Spaß mit ihm und dazu kommt, er ist einfach ein Schatz.

  • Ich kann dir da auch nur gezieltes Antijagdtraining empfehlen (z.B.: P. Gröning: Antijagdtraining).
    Der Schlüssel ist Impulskontrolle und Umorientierung (wie schon beschrieben).
    Bei einem Retriever müsste da schon was zu machen sein, da die Rasse ja zur Zusammenarbeit mit dem Menschen gezüchtet wurde.
    Seine Erfahrungen als Straßenhund werden das Training natürlich schwieriger gestalten, was nicht heißt, dass ihr nicht auch große Erfolge haben könnt! ;)
    Also ran!

  • Zitat


    Seine Erfahrungen als Straßenhund werden das Training natürlich schwieriger gestalten, was nicht heißt, dass ihr nicht auch große Erfolge haben könnt! ;)
    Also ran!

    Wenn ich sehe, was er in der Zeit, seit dem er bei uns ist alles gelernt hat, werden wir auch das schaffen. Man braucht viel Geduld bei ihm. Das war das Erste, was ich lernen musste ;) ... aber wenn man zurück schaut, sieht man, was alles schon geschafft wurde. Ich würde ihm gern mehr Freiheit geben und deshalb müsse wir unbedingt versuchen es zu ändern. Haben wir schließlich beide was von.

    Danke ;)

  • Weiss man denn sicher, dass er wirklich auf der Strasse gelebt hat?

    Dass er in der Tötung sass, heist ja nicht, dass er vorher auf der Strasse war.
    Viele Hunde werden (weil unbequem) auch direkt von ihren Besitzern dort abgegeben.

    Ich arbeite in Spanien als Hundetrainer und was ich seeeehr viel sehe sind Hunde
    ohne Impuls- oder Erregungskontrolle, die ihre gesamte Kindheit einerseits völlig
    hochgepusht werden, andererseits keine verständlichen Grenzen gesetzt bekommen.

    Wenn Du so einen Hund hast, der auch noch genügend Jagdleidenschaft mitbringt,
    dann würde ich erstmal nach Corinna's (flying paws) Ratschlägen handeln und
    dann mit einer vernünftigen Ersatzbeschäftigung anfangen (Dummytraining, Mantrailing, etc)
    und ich denke, dass Du mit Engagement und Verstand bald einen super Arbeitshund hast,
    der eben auch abschalten kann.

    Aber das ist viel Arbeit, und die macht Dir ja Spass, oder?

    Viel Glück und LG
    Chrissi

  • Bevor Du nach einer Hundeschule suchst, die nach C.M arbeitet, würde ich Dir noch gerne einen kleinen Denkanstoß mit auf den Weg geben:

    Jagen ist zunächst ganz einfach die Fähigkeit, das eigene Überleben zu sichern, indem die Ressource Futter erarbeitet wird.

    Jagen ist keine Unart, kein Fluch, keine Verhaltensauffälligkeit, Du hast keinen Problemhund deswegen.

    Warum ich das schreibe? Ich habe einige Videos mit C.M gesehen.

    Mir geht es darum, dass Du die Jagdleidenschaft Deines Hundes etwas "gütiger" betrachtest, was keinesfalls heißt sie zu akzeptieren oder zu ignorieren. Es ist nur so, dass Du quasi so etwas wie einen super rüstigen Frührentner hast, der nicht weiß wohin mit seiner Energie, weil bisher die Arbeit (hier Jagd) sein Lebensinhalt war.

    Über das wie er mit der neuen Situation klarkommen könnte, da schließe ich mich Corinnas Meinung an......

    Denk nochmal drüber nach, ob Dein Hund und Du mit Eurem Problem bei C.M gut aufgehoben seid......

  • Danke

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