Ist mein Hund ausländerfeindlich?

  • Zitat

    Ist mein Hund ausländerfeindlich?

    Ich überlege schon die ganze Zeit wie ich diese Frage beantworten kann.

    Dein Hund hat evtl. schlechte Erfahrungen mit einem türkischen Jungen gemacht. Dein Hund bellt einen türkischen Mann an......ich persönlich würde da gar keine Schlüsse draus ziehen.....

    Jill findet von fünfzig Menschen einen seltsam....egal welche Nationalität oder Kleidung......ich stand mal mit einem Freund an einem Spazierweg, in der Zwischenzeit gingen ca 50 Leute an uns vorbei...Jill lag ganz entspannt an der Seite...beim 51. schiesst sie plötzlich hoch, knurrt und macht einen auf dicke Hose....ich weiß nicht warum, sie wird ihre Gründe haben...sie hat keine schlechten Erfahrungen mit irgendwem gemacht...sie mag halt einfach manche Leute nicht...sie mag auch manche Kinder nicht...muss sie ja auch nicht....

    Bei Mediamarkt ist Jill total entspannt...irgendwann mal bleibt sie einfach so im Gang stehen, fixiert eine Frau und fängt dermaßen an zu kläffen, dass ich knallrot werde...warum? keine Ahnung...ich hatte der Frau gar keine Beachtung geschenkt...da waren ja auch mal gut 200 Leute bei MM.....

    Mir zeigt das nur: Das ist ein Hund, Hunde sind nicht berechenbar. Ich liebe Hunde =)

  • Der Hund meines Onkels mit dem ich die Kindheit verbracht habe war auch total aggressiv gegen eine Nationalität.

    Hintergund: Der Hund kam aus schlechten Verhältnissen und seine Vorbesitzer kamen halt genau aus diesem Land. Sobald er die Sprache hörte wurde er richtig böse und hat sogar einmal zugebissen!

    Dabei war er sonst der Traumhund! Wir Kinder konnten wirklich alles mit ihm machen! Von über ihn legen, über verkleiden, spielen usw. einfach alles hat er sogar noch mit Freude mitgemacht.

    Finde an dem Thread auch nichts schlimmes. Es ist ja nur eine Feststellung und es wirkt ja jetzt auch nicht als würde die Threadstellerin das ganz toll von ihrem Hund finden, sondern eher als sucht sie eine Lösung dafür!

  • sammy mag südländer bzw türken usw auch nicht besonders. liegt aber denk ich mal an deren gestik, auftreten, und vielleicht auch irgendwelche gerüche ;) er hat zum beispiel schlechte erfahrung gemacht mit diesen "musizierenden" zigeunerbanden hier in der sbahn, die sind echt dreist, machen nen heidenlärm, sammy hatte angst, ich hab sie freundlich gebeten, doch bitte weiter zu gehen, dann kam nen dummer spruch von denen, ein handgemenge folgte, hab sie dann aus der bahn befördert. sammy mochte schon vorher nicht dieses stark gestikulierende und sehr laute auftreten von diesen menschen, danach mochte er es noch weniger.
    ist alles schon ne weile her, aber sein misstrauen ist geblieben. ausländerfeindlich ist das falsche wort. mehr abneigung gegen dieses auftreten.

  • Also wie schon geschrieben denke ich nicht, dass die Jungen beim Training helfen würden, damit der Hund sie nicht angreift etc. , sie wollen wahrscheinlich provozieren, damit er diese Reaktion zeigt.

    Bei ihm ist es ja noch nicht soo schlimm, wenn er aggressiv wird kann man den Dackel ja noch problemlos an der Leine halten (vorrausgesetzt man passt in diesem Moment auf und schläft nicht, bis er (vielleicht doch irgendwann) zubeißt).
    Bei größeren Hunden sieht es aber anders aus, wenn die jemanden komisch finden und "angreifen" , wobei es eigentlich kein "angreifen" ist, vielleicht zeigen solche nur Unsicherheit o.ä.

    Müsste vielleicht mal testen, ob er auch etwas gegen "Dunkelhäutige" und nicht nur "Dunkelhaarige mit türkischem Aussehen" hat. Dann könnten wir hier vielleicht über die genaueren Eigenschaften ,auf die Hunde negativ reagieren, spekulieren.

    Kann da vielleicht der Besuch einer Hundeschule helfen ?
    Plane zwar schon irgendwann mal einen Erziehungskurs mitzumachen, aber kann man das in Einzelstunden versuchen zu beheben ?
    Bei mir/uns würde das wahrscheinlich nicht viel bringen, wenn der Hund in meiner Abwesenheit trotzdem im Garten herumläuft und die Jungen ihn weiter provozieren .

  • ich denke da basiert ein teil auf erfahrungen und genauso aber auch auf "etwas fremdes". zumindest kenne ich einen hund der als welpe einen schwarzen angeknurrt hat- aus weiter entfernung und ohne negativerfahrung.

    das ganze ist ja auch bei manchen kindern, dass da erstmal angst ist, bes. bei schwarzen, einfach weils optisch doch ein ganz anderer schuh ist als das was das kind bisher kennt und damit fremd und nicht einschaetzbar.

    unser mops bellt generell ihm fremde dinge an, aus unsichereit halt.

  • Zitat

    Jill findet von fünfzig Menschen einen seltsam....egal welche Nationalität oder Kleidung......ich stand mal mit einem Freund an einem Spazierweg, in der Zwischenzeit gingen ca 50 Leute an uns vorbei...Jill lag ganz entspannt an der Seite...beim 51. schiesst sie plötzlich hoch, knurrt und macht einen auf dicke Hose....ich weiß nicht warum, sie wird ihre Gründe haben...sie hat keine schlechten Erfahrungen mit irgendwem gemacht...sie mag halt einfach manche Leute nicht...sie mag auch manche Kinder nicht...muss sie ja auch nicht....

    genau so verhält sich Lilly auch.. draussen geht es mit etlichen Leuten gut, aber bei einzelnen Personen tickt sie total aus.. und das sind wirklich die unterschiedlichsten Menschen.. ich vermute, es liegt vllt an dem, was die Personen ihr gegenüber ausstrahlen (Angst, Unsicherheit, Anstarren), ob sie vllt Musik über Kopfhörer laufen haben oder einen Schirm tragen, der Lilly nicht gefällt..
    (befindet sie sich in ihrem Revier, mag sie übrigens grundsätzlich erstmal alle neuen Leute nicht.. :hust: )

  • Meine Hündin wird auch oft unsicher und bläst die Backen auf, wenn wir Türken begegnen. Hier in der Gegend leben viele türkische Familien, und die meisten dieser Leute haben nun mal Angst vor Hunden, was dem Hund natürlich nicht verborgen bleibt. Hinzu kommt, dass viele türkische Jugendliche, allen voran die Jungs (bei Mädels bleibt mein Hund ruhig) unglaublich cool und lässig sind, und sich dementsprechend benehmen. Heisst im Klartext: der Hund kriegt die Krise, weil da einer kommt, den er nicht einschätzen kann. Laut und prollig einerseits, ängstlich und unsicher andererseits. Wenn der dann auch noch anfängt, Frauchen oder Herrchen anzupöbeln (alles schon erlebt), braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Hund an dem Moment bei türkischen Männern ausrastet, zumal Leute, die Schiss haben, den Hund auch noch wie blöd anstarren. Sowas regt mich echt auf, zumal man echt kein Hundeexperte sein muss, um zu wissen, dass Anstarren bedrohlich wirkt, schließlich ist es bei Menschen auch nicht anders.

  • Hi,

    Ich habe es mit Hunden schon öfters erlebt, dass sie spontan irgendeinen fremden Menschen auf der Straße "unsympathisch" fanden und deswegen gebellt haben o.ä.
    Wenn es nur das eine Mal vorgekommen ist, würde ich mir nichts dabei denken.

    Meine Hündin kam mit 10 Monaten zu mir nach München. In den ersten Wochen war es tatsächlich so, dass sie dunkelhäutige Menschen "komisch" fand und deswegen dann bellte. Ich habe einfach nur drauf geachtet, dass sie ohne Leine nicht zu fremden Menschen hinkommt und nach ein paar Wochen war das Thema eigentlich von selber gegessen.
    Bei ihr war es denke ich so, dass sie das einfach nicht kannte und erstmal unsicher war.

    Auf was genau aber dein Hund reagiert, weiß man leider nicht.

    Wichtig finde ich auch, dass du den Hund vor den Nachbarskindern schützt, so dass er keine schlechten Erfahrungen mehr sammelt.

    lg,
    Sanne

  • Ich kann deine Frage nachvollziehen, denn ein ähnliches Verhalten ist mir bei unserem ersten Hund auch aufgefallen. Sie hat immer die Zeitungsjungs ausländischer Herkunft angebellt, den (deutschen) Briefträger fand sie aber super. Ähnliches Verhalten zeigte sie auch auf der Straße und bei Fremden- zu ausländischen Mitbürgern war sie frech, hat gebellt und alle Haare standen zu Berge. Sonst war sie sehr freundlich. Ich habe auch mal überlegt ob es vielleicht daran liegt, dass zB Türken oft anders essen und dementsprechend auch anders riechen als das, was sie sonst als den Geruch von Menschen kennt. Sie hat auch nie schlechte Erfahrungen mit Ausländern gemacht.
    Ich hoffe dieser Beitrag wird nicht falsch verstanden, er soll nicht rassistisch wirken und soll zu der Lösung des Problems beitragen.

  • Zitat

    Meine Hündin wird auch oft unsicher und bläst die Backen auf, wenn wir Türken begegnen. Hier in der Gegend leben viele türkische Familien, und die meisten dieser Leute haben nun mal Angst vor Hunden, was dem Hund natürlich nicht verborgen bleibt. Hinzu kommt, dass viele türkische Jugendliche, allen voran die Jungs (bei Mädels bleibt mein Hund ruhig) unglaublich cool und lässig sind, und sich dementsprechend benehmen. Heisst im Klartext: der Hund kriegt die Krise, weil da einer kommt, den er nicht einschätzen kann. Laut und prollig einerseits, ängstlich und unsicher andererseits. Wenn der dann auch noch anfängt, Frauchen oder Herrchen anzupöbeln (alles schon erlebt), braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Hund an dem Moment bei türkischen Männern ausrastet, zumal Leute, die Schiss haben, den Hund auch noch wie blöd anstarren. Sowas regt mich echt auf, zumal man echt kein Hundeexperte sein muss, um zu wissen, dass Anstarren bedrohlich wirkt, schließlich ist es bei Menschen auch nicht anders.

    In welcher Assi Gegend wohnst du denn??
    Ich hätte jetzt glatt gesagt,das bei uns recht wenige türkische Familien wohnen und es mit den wenigen keine Probleme gibt. :???: :???:

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