Pferdetrauma und Jagdtrieb

  • Ok, dann zu erstens.
    Ich würde diese Angst ignorieren und mit ihr einfach zügig vorbei laufen. Leine gut festhalten und Hund zur Not mitziehen. Nicht ansprechen, nicht locken, kein Trara drum machen.
    Eine weitere Möglichkeit wäre sich mal Zeit zu nehmen und sich irgendwo hinhocken, wo sie die Pferde zwar sehen kann, aber noch keine Panik bekommt. Das mehrmals wiederholen und versuchen den Abstand zu verringern. Aber auch dabei ruhig bleiben und nicht "gut zureden", einfach durch deine Coolness Sicherheit signalisieren.
    Wenn sie sich entspannt kannst du ihr dann mal ein Leckerchen geben. Am besten was Besonderes, also Leberwurst zum Beispiel.
    Als dritte Möglichkeit würde mir dann noch Clickern einfallen, wenn ihr das schon kennt. Da gibts hier einen Thread, der heißt "Zeigen und Benennen", damit würde es auch gehen.

    Zu zweitens:
    Als allererstes Schleppleine an den Hund (nur ans Geschirr!) und das "hier" richtig trainieren. Zum genaueren Verlauf gibts hier ebenfalls zahlreiche Threads, einfach in die Suche eingeben.
    Eine Flasche hinterher zu schmeißen bringt gar nix. Einen Jagdtrieb mit solchen Hilfsmitteln abzubrechen ist extrem schwer, da müsste man schon zum Teletak greifen, was aber zum Glück verboten ist.
    Wenn dein Hund Jagdtrieb hat, dann solltest du sie zusätzlich zum Schleppleinentraining rassegerecht auslasten und am Grundgehorsam arbeiten.

  • Grins-
    is ja nur schade, dass er nicht beim Jagen in den E-Zaun gedüst ist, dann wärst du beide Probleme los ;-)
    Ne, im ernst: Versuch es so, wie dir geraten wurde, und mach dich darauf gefasst, dass du viiiiel Geduld brauchst!
    Nix für ungut & LG

  • Also ich weiß das z.B. in meinem Bundesland Jäger hetztende Hunde oder Hunde die einfach nur rumrennen und Tiere aufschrecken können erschießen dürfen. ein Grund wofür ich meinen vater hasse!

  • Liebe Roxia,
    "erschießen dürfen" heißt ja noch nicht, dass sie es auch tun! Hat dein Vater schon mal einen Hund erschossen?
    Denk doch bitte auch mal an die Wildtiere. Sie möchten auch leben, ohne ständig von streunenden Hunden gestört und gehetzt zu werden.
    Deshalb ist es die Verantwortung der Hundebesitzer, dafür zu sorgen, dass ihre Hunde gehorchen und abrufbar sind.
    Versuche es mit dem Schleppleinentraining, baue eine gute Bindung zu deinem Hund (Labbi-Rotti-Mischung, nicht wahr? ) auf und trainiere einen sicheren Abruf. Und hab bitte Geduld, das geht nicht so fix!
    LG

  • Er hat nicht irgendeinen Hund erschossenen sondern meinen Hund! und er hatte keinn reh gejagt sondernist einfach aus Spaß über ein feld gerannt! Und er hat geschossen, er hatte ih nerkannt! Würdest du danach deinen Vater einfach in die arme schließen?

  • back on topic:

    Mein voriger Hund war, nachdem er von einem Rinder-E-Zaun ordentlich eine gewischt bekommen hatte,
    nicht mehr dazu zu bewegen, sich ab Hof freilaufend in diese Himmelsrichtung in Bewegung zu setzen - an der Leine kam er (ungern) mit, was ich auch immer mal wieder von ihm verlangt habe.

    Nach einem halben Jahr hatte er die Sache vergessen.

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