Bin traurig und glücklich zugleich

  • Hallo ihr,

    ich brauche ein wenig Trost und Ermutigung.

    Ich war bis vor einem Monat noch an einer Firma beteiligt, also selbständig und konnte meine Sally (1,5 Jahre) mit zur Arbeit nehmen bzw. von zu Hause arbeiten. Das heißt wir sind eigentlich fast jeden Tag 24 Stunden zusammen.
    Jetzt bin ich aus finanziellen Gründen aus der Selbständigkeit ausgestiegen und hatte eigentlich vor mir einen Teilzeitjob zu suchen. Habe jetzt eine ganz tolle Vollzeitstelle als Sekretärin angeboten bekommen, genau das was ich mir immer gewünscht habe - eine kleine Firma,kein Großraumbüro, spannende Projekte und super Bezahlung etc.
    Bis Juni ist mein Mann noch zu Hause, er ist selbständiger Projektleiter und kann sich um Sally kümmern. Wenn er dann ab Juni auch Vollzeit arbeitet wird Sally bei meinen Eltern tagsüber von 8 bis 16 Uhr sein, die einen großen Garten und selber eine Hündin haben, mit der sich Sally toll versteht, sie wohnen nur 2 km weit weg. Sie liebt es bei meinen Eltern zu sein, weil wir nur einen kleinen Balkon haben und sie dort quasi richtig im Wald toben kann. Natürlich würde ich abends mit ihr auch noch ihre normale Spielrunde im Freilaufgebiet machen.

    Mein Problem ist, dass ich Angst habe, dass Sally nicht mehr uns als Bezugspersonen anerkennt wenn sie so lange bei jemand anderes. Oder dass unsere Bindung schwächer wird. Also ich hab praktisch Angst, dass sie es nicht akzeptiert oder drunter leidet. Mache ich mir berechtigt Sorgen und sollte die Stelle lieber nicht annehmen? Das würde ich ohne mit der Wimper zu zucken für meine Maus machen. Wie ist es bei euch, kommt ihr mit euren Hunden klar, auch wenn ihr sie nur einige Stunden am Tag für euch habt?

  • Erst mal Glückwunsch zur neuen Stelle! Hört sich echt super an :gut:
    Und noch mehr beglückwünsche ich dich zu der Möglichkeit, deine Hündin tagsüber zu deinen Eltern bringen zu können!
    Sorgen wegen der Bindung würde ich mir keine machen. Du solltest nur in wichtigen Erziehungssachen mit deinen Eltern einer Meinung sein - auch wenn Hunde ganz gut unterscheiden können, was sie wo dürfen und was nicht ;)

    Ich wünsche dir alles Gute!

  • Hi,


    Du machst Dir völlig unnötige Gedanken. Die Stelle nicht anzunehmen wäre wirklich Dummheit bei den Voraussetzungen.

    Als mein erster Hund noch lebte, ergab sich für mich auch ein Jobwechsel. Der Hund wurde dann tagsüber von meinen Eltern betreut. Ohne die wäre das garnicht gegangen.

    Es hatte keinerlei Auswirkungen auf die Beziehung zwischen Hund und mir.

    Nimm die Chance wahr.

  • Hallo!

    Zitat

    Mein Problem ist, dass ich Angst habe, dass Sally nicht mehr uns als Bezugspersonen anerkennt wenn sie so lange bei jemand anderes. Oder dass unsere Bindung schwächer wird. Also ich hab praktisch Angst, dass sie es nicht akzeptiert oder drunter leidet. Mache ich mir berechtigt Sorgen und sollte die Stelle lieber nicht annehmen? Das würde ich ohne mit der Wimper zu zucken für meine Maus machen. Wie ist es bei euch, kommt ihr mit euren Hunden klar, auch wenn ihr sie nur einige Stunden am Tag für euch habt?

    Das könnte natürlich eventuell eintreten.
    Möglich, daß Du diese Art von "Alleine bleiben" auch etwas antrainieren muß, auch wenn sie ja eigentlich weiterhin betreut wird.

    Aber ich kann Dich auch beruhigen.
    Es muß nicht eintreten!
    Meine Hunde werden auch den ganzen Tag über betreut, wenn ich arbeiten bin.
    Und trotzdem bin ich immer noch DIE Bezugsperson für meine Hunde.

    Mach nach der Arbeit einfach weiter mit Deinem Hund das, was Du auch sonst mit ihr gemacht hast.
    Das reicht oft schon aus. ;)
    Und Hunde verschlafen doch eh viel vom Tag.
    Warum dann nicht in der Zeit, wo Du nicht da bist?
    Sobald Du anwesend bist, ist dann eben Action angesagt.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Also ich hatte so ein Fall viel extremer.
    Ich bin ins Internat gegangen,und konnte Hexe die ganze Woche unter nicht sehen.
    Wir haben uns nur am WE gesehen,
    aber es hat nicht geschadet,sie hat sich immer riesig auf mich gefreut und wir haben dann zusammen was gemacht.

    Oder Nuki,den musste ich sogar mal ganze 6 Monate weggeben wegen der Risikoschwangerschaft,
    ich war zu dem Zeitpunkt nicht mehr in der Lage mich vernünftig um die Hunde zu kümmern,
    zumal ich dann auch immer wieder plötzlich für mehrere Wochen ins Krankenhaus musste.
    In diesem Fall hat die Bindung schon gelitten, weil ich ihn in den 6 Monaten 3 mal gesehen habe.
    Aber jetzt ist sie wieder wie vorher,sogar noch besser.

  • Huhu

    Mach dir keine Gedanken, bei unseren Hunden hat das immer wunderbar geklappt.
    Wir wohnen mit meinen Schwiegereltern auf einem Grundstück und die Hunde sind immer von
    7-17Uhr bei ihnen. Morgens warten sie schon das sie offiziell rübergebracht werden (da warten nämlich die
    Reste vom Katzenfutter) und ab 17Uhr werden sie unruhig wenn wir noch nicht da sind.
    Wenn wir dann zuhause sind, sind meine Schwiegereltern abgemeldet :D

    Grüsse aus Hamburg
    Brigitte

  • Oh, so viele positive Beispiele!
    Ich bin auch dankbar dass es meine Eltern gibt und dass diese sich so gut um Sally kümmern!

    Eure Erfahrungsberichte haben mein Herz echt ein wenig erleichtert. Schließlich müssen auch die Leckerlies und Tierarztkosten irgendwie finanziert werden und das geht nun mal ohne vernünftige Arbeit nicht....

    Danke, dass ihr mich ein wenig beruhigt habt. Viele Nichthunde Halter schütteln mit dem Kopf wenn sie hören welche in deren Augen "absurde" Sorgen ich mir mache. So auch meine Nachbarn, die ihren Hund von 7 bis 18 Uhr ALLEINE in der Wohnung durchbellen lassen und auch sonst nicht viel mit dem Spazieren gehen... das ist echt traurig.

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