Rüde in seiner eigenen Welt
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Hallo ihr Lieben!
Ich bräuchte mal wieder Hilfe und Rat bei einem Thema, das mich momentan verzweifeln lässt.
Grundinfo: Dalmatinerrüde Sidney, fast 2 Jahre alt.
Angefangen hat alles vor ca. 5 Wochen. Sidney hat sich merklich verändert - er war schon immer selbstbewusst, aber er fing langsam an, Streit mit anderen Rüden zu provozieren. Gleichzeitig fing er an, draußen bei jedem Pipifleck einer Hündin ein ziemliches Theater zu machen: Pipi abschlabbern, schaumen, glucksen, Zähne klappern - er ließ sich nicht davon abbringen. Selbst Fleischwurst direkt vor die Nase (wenn er hungrig ist!) und ein schneller Schritt zu ihm hin haben nicht geholfen. Habe ich ihn dann mal an der Leine weggezogen, schaute er mich ganz entsetzt an und klapperte weiter mit den Zähnen.
Ich konnte nicht mit ihm trainieren, weil er einen derartigen Tunnelblick hatte, dass NICHTS geholfen hat. Jegliche Versuche, ihn auf mich aufmerksam zu machen, scheiterten. Hatte ich seine Aufmerksamkeit, brauchte es wirklich nur einen kleinen Reiz (anderer Hund in der Ferne, Hase), und die Konzentration war wie weggeblasen.Ich hatte daraufhin ein langes Gespräch mit den Trainerinnen in meiner Huschu, nachdem er dort ausnahmslos jeden Rüden dumm angemacht hat, und haben uns dazu entschlossen Sidney den Stress mit den läufigen Hündinnen zu nehmen und ihn chipkastrieren zu lassen - Das Risiko ihn gleich kastrieren zu lassen wollten wir nicht eingehen, weil ich erstmal sehen wollte ob und wie er sich verändert.
Wie erwartet wurde es die ersten zwei Wochen natürlich schlimmer. Auch wenn Sidney sich konzentrieren wollte, er hatte einfach anderes im Kopf. Ich habe trotz einiger Rückschläge hart trainiert.
Ich war zwischendurch wirklich öfter mal am Nervenzusammenbruch und hab oft mir selbst die Schuld gegeben. Auch wenn die Leute in meiner Umgebung meinten "Das ist normal, der ist in der Pubertät, da steckst du nicht drin", irgendwie hatte ich einfach das Gefühl, irgendetwas kräftig falsch gemacht zu haben, was ich jetzt ausbügeln musste.Mein Hund ist mir zwischendurch sogar abgehauen, einer heißen Hündin hinterher. Er hat sich mit der Schleppleine am Geschirr auf dem Boden gewälzt, irgendwie hat sich der Karabiner geöffnet und ich habe nurnoch einen weißen Fleck wegrennen sehen.
Ich hab ihn eingesammelt (war auch noch die Hündin meiner Trainerin
) und bin gleich nach Hause, aber dort hat er keine Ruhe gegeben. Er hat sich nicht entspannt, den ganzen Tag gefiept, er war die ganze Nacht auf den Beinen - Stress pur, nicht nur für ihn, auch für mich.Gestern waren 3 Wochen rum, und ich hatte das Gefühl, mein Rüde kennt mich nicht mehr. Ich glaube, von "Bindung" hat der seinen Lebtag noch nix gehört, und ich habe das Gefühl dass ich meinem Hund die letzten 2 Jahre nichts beigebracht habe.
Rückruf ist momentan total am Arsch. Kommandos kennt er plötzlich keine mehr. Er konzentriert sich null.Gestern hatten wir den Supergau - eine läufige Hündin auf dem Hundeplatz.
Die Trainerin meinte dann gestern im O-Ton zu mir: "Ich hab ja schon viel gesehen, aber sowas hab ich noch nicht erlebt. Packt ihn ins Auto und erlöst ihn von dem Stress, das kann man sich ja kaum anschauen..."Langsam bin ich ein wenig verzweifelt. Ich weiß, dass der Chip manchmal auch erst später wirken kann, aber ich verzweifel trotzdem daran, so einen Härtefall zuhause zu haben.
Ist ein anderer Hund in der Nähe, ist die Konzentration weg.
Ist eine läufige Hündin unterwegs gewesen, könnte ich mich auf den Kopf stellen, er könnte sich nicht konzentrieren.
Wird er mit einem anderen Rüden direkt konfrontiert, sucht er Streit (anders in Gruppen, da verläuft sich das).
Wenn wir auf dem Weg zu unserer Gassistrecke stehen bleiben, heult und jammert er als würde ich ihn schlachten.Mein Plan war es erstmal, ihm die nächsten 3 Wochen keiner Stresssituation auszusetzen, andere Hunde zu meiden, und auch beliebtere Gassiwege mit läufigen Hündinnen. Ich wollte ihn körperlich auspowern (Joggen, Fahrrad fahren), aber geistig nicht mehr allzu viel verlangen.
Allerdings schlug mir Mudkip vor, doch mal hier ein Thema aufzumachen und nachzufragen. Hat jemand von euch sowas schonmal erlebt und hat Tipps für mich, wie ich die Zeit am besten überlebe? Oder woran es noch liegen könnte als am Chip?
Ich bin über jeden Post dankbar. Und wer sich bis hier durchgekämpft hat - vielen Dank fürs Lesen. :)
Edit: Und sorry wenn ich ein bisschen durcheinander geschrieben habe... ich bin ein wenig unter Zeitdruck ^^;
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21. März 2012 um 09:06
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Zitat
Hat jemand von euch sowas schonmal erlebt
Klar. Mein Spitz musste ja auch erwachsen werden. Und er war ziemlich genau so wie Du beschreibst.Wir haben es überlebt - chip- und kastrationsfrei. Tja, Du hast eben das Pech, dass Dein Macker seinen Sexualentwicklungsschub in eine Läufigkeitswelle gelegt hat.
Was habe ich gemacht? Hund gesichert, mich auf wenige Regeln konzentriert und die in sturer hängengebliebener Schallplattenmanier durchgezogen. Das dauert eben.
Zuhause habe ich kein Rumgerenne und Gejammer akzeptiert. Ich hatte vorher schon ein Kommando geübt dafür, dass ich ihn auf seinen Ruheplatz schicken kann.
Gute Nerven wünsche ich

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Wenn der Hund so hochtourt würde ich halt in nächster Zeit das Spaziergebiet wechseln, und aus der Erfahrung mit meinem Hund würde ich in dieser Zeit nicht auf den Hundeübungsplatz gehen. Bringt eh nichts wenn er so abdreht. Dann lieber weg vom ganzen Stress bis er wieder etwas runter kommt und dann weiter trainieren.
p.s. beim Dalmatinerrüden einer Kollegin hat der Chip erst nach 6 Wochen gewirkt. Das war auch so ein abgedrehtes Tier. (ist er immer noch).
ach und wegen der Bindung, die entsteht genau so, indem man zusammen diese 'harten Zeiten' durchmacht :)
also keep cool, behalte deine Nerven, motz den Hund nicht zu sehr an und beisse dich durch - du packst das schon!
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der Chip wirkt, je nach Größe des Hundes, so ca. nach 4- 6 Wochen erst.
Da kannst du nach 3 Wochen noch gar nichts sehen.....wieso glaubst du, das der direkt wirken würde?
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Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Glück, Jose!

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