Ich muss meinen Hund abgeben.:(

  • Ich sehe das so wie PommPiratin, man kann sich durchaus auch schon vor 30 ein Haustier anschaffen, und auch einen Hund, sonst dürfte ich auch keinen haben ;).

    Seit ich 10 bin, habe ich Haustiere, es waren zwar die ganzen Jahre immer "nur" Meerschweinchen, aber auch um die musste ich mich kümmern. Klar haben die nicht so einen hohen Zeitbedarf wie ein Hund und schränken mich auch weniger ein.

    Aber auch mit Hund funktioniert. Alleine hätte ich mir zwar keinen geholt, aber mit Partner zusammen geht das ohne weiteres. Beide haben Verantwortung, mein Freund arbeitet die meiste Zeit von daheim aus (in Zukunft fast ausschließlich), der Hund ist kaum allein und ich bin ja morgens und abends auch noch da. Klar muss man sich Gedanken machen, wer den Hund im Fall der Fälle betreuen kann und ggf. auch finanzielle Unterstützung liefern kann.
    Uns austoben oder öfter spontan irgendwo hinfahren (geht ja eh nicht, meine Meerschweinchen ;) ) machen wir nicht, auch nicht mit 23.

    Wie hier beschrieben ist es natürlich was anderes. Wenn man allein einen Hund holt und keinerlei Unterstützung hat, ist es schwer, aber das ist es m.M.n auch mit 30. Das macht keinen Unterschied, ob 18 oder 30.

    PS: ich schaffe es sogar noch, mich mehrere Tage die Woche um ein Pferd zu kümmern. ;) Die Tiere sind sozusagen mein Hobby, so wie andere zum Fußball gehen.

  • Zitat

    Das kann ich so einfach nicht stehen lassen. Es gibt genug Menschen, die schon vor der 30 ein Haustier haben und damit super klarkommen. Schau dich alleine mal hier im Forum um, wie viele unter 30 sind und "trotzdem" sehr gut damit leben.
    Nicht jeder tobt sich (in solchen Ausmaßen) aus, dass man kein Haustier halten kann. Es gibt auch Studenten, Azubis und und und, die alles gut schaffen können
    Feiern gehen kann man trotz Hund, nebenbei jobben kann man trotz Hund, man muss es nur richtig planen, dann geht das. Man sollte sich nur im Klaren sein, welche Grenzen das Tier mit sich bringt. Dass man nicht spontan mal ein Wochenende rumreisen kann, ohne sich um die Unterbringung des Hundes zu kümmern. Bestenfalls sollte man alles so planen, dass man unabhängig von anderen Menschen sich und sein Tier versorgen kann (sonst endet es evtl. wie in diesem sehr traurigen Fall).
    Außerdem ist es glaube ich nicht verkehrt, wenn man schon früh lernt, mit Verantwortung umzugehen. Auch das kann den Charakter formen, unzwar in positiver Weise. Ich finde es persönlich besser, wenn m/w,25Jahre, mit Hund sinnvollen Beschäftigungen nachgeht, als wenn sie oder er sich im Alkoholrausch durch Clubs schwingt und sich "austobt". So kann man das ja auch sehen

    So, das musste ich loswerden, entschuldige


    :gut:


    Kann ich nur bestätigen.
    Ich bekam mein erstes Pferd mit 14 Jahren - ich habe mich seither darum gekümmert, er war mir nie (!) lästig - auch wenn die Clique, als wir dann so um die 18, 20 waren, mal spontan nach Paris zum Frühstück fuhren, oder spontan nach Hamburg ins Musical oder spontan in den Schwarzwald übers WE fuhr - ohne mich!
    Was ich natürlich schade fand das eine oder andere Mal, aber ich wußte einfach, daß ich ein Tier habe um das ich mich kümmern muß, das von mir abhängig ist .
    Wenn ich jedoch mal mit "Vorlaufzeit", so ganz ab und zu was vorhatte, hat z.B. mein Vater mir gerne geholfen - jedoch hätte er niemals solch spontane Unternehmungen unterstützt - er sagte: Du wolltest das Tier also kümmere Dich. :smile:

    Und es hat mir ganz und gar nicht geschadet - mittlerweile habe ich seit über 30 Jahren diverse Tiere und auch wenn ich "wegen ihnen" auf einiges verzichten "musste" so haben sie mir doch soviel mehr gegeben.... :fondof:
    Nein ich bereue es nicht so früh Verantwortung übernommen zu haben. Ich bilde mir sogar ein, daß es mir in jeder Hinsicht gut tat ;) .


    Aber selbstverständlich ist es von Mensch zu Mensch verschieden. Und ich denke, man sollte, egal ob junger oder älterer Mensch, immer zu sich selber so ehrlich sein und sich eingestehen ob man die Verantwortung tragen kann und will oder halt nicht =)

  • Ich habe mir meine Hündin auch mit 18 geholt, es ist nicht immer leicht und immer viel Organisationstalent gefragt, aber für mich war es die beste Entscheidung meines Lebens! Da ich schon vorher immer draußen in der Natur unterwegs, aber nie in Diskos oder Cafés anzutreffen war, hat sich diesbezüglich bei mir garnichts verändert. Mich hat meine schwierige Hündin wirklich reifen lassen, Verantwortung gelernt und dazu war und ist sie auch in diesen schweren stürmischen Lebenszeiten die wichtigste Stütze für mich. Dafür steht sie für mich auch an erster Stelle. Also so verallgemeinern darf man das echt nicht.

    Auch wenn ich an sich ein glühender Verfechter von jungen Leuten bin, die sich wohlüberlegt einen Hund anschaffen, so scheint mir deine Situation nicht wirklich gut durchdacht. Mit genügend Vorbereitung hätte auch der Mutti klar sein müssen, dass ein Welpe eine Menge Arbeit bedeutet und die Zeit bis zu einem wohl erzogenen Hund schon mindestens 1-2 Jahre dauert. Zweifel sind normal, die hatte ich in den ersten Wochen auch. "ob ich das alles schaffe, ob ich dem Hund gerecht werden kann, ob wir unsere Probleme jemals in den Griff bekommen werden"...aber es muss die Bereitschaft da sein, sich mit ganzem Herzen darauf einzulassen und das Bewusstsein, dass es nunmal Arbeit ist und recht lange dauert.

    So wie du die Situation beschreibst, denke auch ich, dass man den Welpe möglichst schnell in gute geeignete Hände weiter vermitteln sollte. Außer, du WILLST ES WIRKLICH, du willst es aus ganzem Herzen, kannst ALLES dafür geben, deine Arbeitszeiten verbessern, oder deine Mum von deiner Begeisterung WIRKLICH anstecken... Dann ist es möglich, aber ich weiß, wie hart das sein kann, und deshalb rate ich bei Zweifeln im Inneren wirklich eher zur Abgabe. Denn noch ist dein Welpi jung und wird bestimmt gute Interessenten finden.

    LG Lily und Happy

  • Hey,
    also ich denke es ist auch besser, die Maus wieder abzugeben. Ich habe ein 10 Monate alten Border, bin 21 und gehe auch zur Schule bzw. mache eine Ausbildung. Und ja, es klappt, aber ich habe eine Althündin dazu, die dem kleinen ne menge gelehrt hat.

    Ganz ehrlich, ihr hackt alle ein wenig auf der TS rum, ich finde den Züchter viel schlimmer und ehrlich? Bei mir hätte sie keinen Hund bekommen, nicht in dieser Sit.

  • Zitat


    so süß die tiere auch sind aber man sollte sich erst ab ca. 30 jahre ein haustier anschaffen. denn gerade in der zeit zwischen 20 und 30 jahren tobt man sich richtig aus man jobbt und lebt...


    Kommt ja bei mir fast hin :D Ausgetobt hab ich mich zwischen 16 und 25 und als ich ALLES gesehen und getan hatte, was ich in meinem Leben sehen und tun wollte - kam der Hund. Andersherum wärs aber auch nicht schlimm gewesen :ugly:

  • Es tut mir sehr leid für dich, aber du tust für deinen Hund das richtige, wenn du sie jetzt! zurückgibst. Bis 16 Wochen ist ein wichtiges Sozialisierungsfenster und du klingst zu überfordert, um ihr das wichtige Rüstzeug für ihr ganzes Leben mitzugeben. Deine Situation wird sich die nächsten Monate nicht ändern, also warte nicht bis sie Monate in dieser Situation verbracht hat und dann als Problemhund abgegeben werden muss.
    Du wirst sicherlich über die Züchterin Informationen über sie erhalten können und dann wissen, dass es ihr gutgeht. Sie wird für diese typisch aussieanhängliche und wilde kleine Hündin eine Familie finden, die ihren Ansprüchen besser gerecht werden kann, jetzt wo du ihr mehr Informationen über sie geben kannst. Das kannst du für sie tun!
    Und dann irgendwann, wenn deine Lebenssituation stabil ist und du Rückhalt hast, dann gehst du das Abenteuer Hund viel bewusster an. Und Hunderziehung lernt man nicht aus Büchern oder berichten, Verhalten interpretieren zu können, zu sehen, was es bedeutet und richtig zu reagieren, das braucht Übung und Erfahrung.
    Du kannst dich als Gassigeher in einem Tierheim melden, setze dich an den Rand von Hundewiesen und beobachte die Hunde und ihre Besitzer, wie sie zusammenarbeiten. Sprich ruhig Menschen an, Hundemenschen sind doch in der Regel kommunikative Menschen. du kannst auch in der Hundeschule fragen, ob du still zukucken darfst und mit der Zeit bekommst du einen Blick dafür, was funktioniert und was nicht. versuche immer herauszufinden, wie Hund und Mensch zusammen agieren. Was tut der Mensch, wie reagiert der Hund, was tut der Hund.
    Dann werden sich die Tipps und was du liest mit einer Vorstellung verbinden können, wie das geht.

    Ich wünsche dir und deinem Hund viel Glück für die Zukunft!

  • du brauchst eine gute hundeschule, woher kommst du denn? vielleicht kann man dir eine gute hundeschule empfehlen.

    wieso hast du dir einen aussie angeschafft? willst du später hundesport machen?

    aller anfang ist schwer, aber du kriegst das hin, wenn du das willst. du musst dir nur im klaren darüber sein, ob du es willst oder nicht.

    der hund wird durch entsprechende erziehung sich noch stark verändern. ein kleiner welpe ist eben anders als ein ausgewachsener hund.

    nur musst du jetzt den grundstein für sein späteres leben legen. deswegen ist es besonders wichtig, dass du einen guten hundetrainer/schule und einen gut strukturierten tagesplan hast. wenn der hund von hier nach da ständig geht, ist er jedes mal aufgekratzt, das ist klar...ständig neue dinge... der hund kann ruhig zu deiner mutter, aber es muss beständigkeit bestehen. eine klare struktur. altersgerechte beschäftigung diese beschränkt sich im ersten jahr, auf bindung, erziehung und gehorsam.

    wenn du interesse an dieser rasse hast und dich viel informiert hast, gehe ich davon aus, dass du sicherlich auch hundesport oder so machen willst. alles anfang ist schwer, aber wenn du jetzt durchhältst und das beste draus machst, mit einem guten trainer wirst du es bestimmt nicht bereuen und dich später richtig an dem hund erfreuen.

    ich finde es sehr wichtig, wenn du an dieser aufgabe nicht scheiterst. du wolltest diesen hund, hast ihn bestimmt sorgfältig ausgesucht (ich gehe nun nicht von einem spontankauf aus, sonst nehme ich alles zurück). deine mutter hat dir vermutlich hilfe angeboten, aber die größte aufgabe liegt eben bei dir. wenn man ein lebewesen sich anschafft hat man dafür verantwortung. an dieser verantwortung wächst man. wenn man diese aufgaben nicht meistert, dann scheitert man auch an neuen anderen aufgaben. natürlich ist alles ein entwicklungsprozess, auch wenn du jetzt an dieser aufgabe scheiterst, ist das eine positive lernerfahrung für dich. so lernst du deine grenzen kenne, leider auf kosten von anderen (dem hund).

    wenn der züchter diesen zurück nimmst und du wirklich meinst das alles nicht zu schaffen, dann würde ich ihn zurück geben, aber wenn du dir eine hundeschule suchst und dich erstmal bemühst, wird sich das auch alles bessern.

  • Zitat

    @TS

    Wollte mal wissen, ob es hier eine Entscheidung gegeben hat?

    LG Steffi

    Ich habe sie vor knapp 2Wochen abgeben, sie lebt nun in einer Tollen Familie die schon einen Hund haben.
    Es beruhigt mich, weil ich wirklich Angst hatte es würden sie alle nicht wollen, was nach mir 2x dann passiert ist. Anfangs wollte ich sie einfach nur wieder haben weil alles hat mich an sie erinnert und ich bekam heulanfaelle. Sogar das beissen fehlte mir :D.. Nun starre ich auf ihr Foto und bin froh dass ich sie doch abgegeben habe, da ich ihr nicht das geben konnte was sie jetzt hat. Klar liebe und Futter hat sie unmengen von bekomm, nur die nötige Zeit und Hilfe fehlte.
    Ich werde mir jetzt erstmal keinen Hund anschaffen, erst wenn ich weiss dass ich zu 1000% jemanden hab der mir hilft, und auch Zeit hat, sowie ich Zeit haben muss und weiss was ich in den naechsten Jahren beruflich mache und ob ich wirklich immer für Hund da sein kann.
    Warscheinlich wären Fische derzeitig das perfekte Haustier für mich :'D..

    Achja Danke an alle die so hilfreiche Kommentare hinterlassen haben.

  • Hut ab, vor deiner Entscheidung! Du hast im Sinne des Tieres und nicht egoistisch gehandelt. Dazu gehört jede Menge Mut und viel Liebe zum Tier dazu.

    Deine Lebenssituation wird sich sicher auch so ergeben, dass du dir irgendwann einen Hund anschaffen kannst und ihm gerecht werden. Schau- ich hatte als Jugendliche einen Hund ( meine Eltern!) und mein Wunsch war danach immer ein eigener Hund....

    Erst der Beruf, dann die zu kleine Wohnung, dann kleine Kinder, dann Trennung und Scheidung... ich musste 44 Jahre alt werden, bis sich mein Traum erfüllt hat- aber ich weiß, dass es jetzt perfekt ist!

    Ich wünsch dir, dass es bei dir schneller geht und du wirst wissen, wann der richtig Zeitpunkt da ist!!!!

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