Ich bräuchte ein paar Tipps zu Hundebegegnungen

  • Hallo,
    es geht um meine Mausi (3ahre, nicht kastriert, Appenzeller Sennenhündin).
    Sie ist eine ängstliche Hündin, lässt sich nicht von fremden anfassen bzw. sucht sie sich die Leute wirklich aus die sie mag. Das ist auch ok für uns.
    Unser Problem ist mit anderen Hunden, sie mag sie nicht. D. h. es gibt ein paar die sind in Ordnung für sie aber spielen will sie wirklich nur sehr selten, kleinere Hunde interessieren sie nicht egal was für ein Theater diese machen (außer wenn diese mich anspringen dann versucht sie das zu regeln, darf sie aber nicht).
    Dann gibt es Hunde (große) an denen kann ich sie sie so vorbei führen (an der Leine, ohne traue ich mich nicht). Und dann gibt es die Hunde wo sie total ausrastet dann ist sie nicht mehr ansprechbar.
    Wenn die Hunde bellen dann so oder so aber wir haben hier zum Beispiel auch mehrere Hunde die ohne Leine laufen, nur an uns vorbei gehen (mit ca. 0,5m abstand) sich gar nicht für uns interessieren, diese Hunde hasst sie wie die Pest. (Mausi ist dann natürlich immer an der Leine, ohne würde auch nicht klappen)
    Sind diese dann an uns vorbei ist sie wieder ruhig. Treffe ich diese Hunde auf der anderen Straßenseite kommt zwar das Nackenhaar hoch aber ich kann so weiter gehen Ich bin mir nicht wirklich sicher ob es da Unsicherheit ist. Es gibt hier z. b. eine Hündin vor der sie Angst hat wenn sie diese sieht macht sie sich ganz klein (bzw. ich blocke diesen Hund eigentlich).
    Sie hört sonst super nur wenn wir diese bestimmten Hunde treffen sind ihre Ohren auf Durchzug gestellt. Sie muss diese Hunde nicht mögen aber ich möchte dass ich mit ihr vorbei gehen kann ohne dass sie in der Leine hängt und das kriege ich nicht hin.
    Für Tips wäre ich sehr dankbar oder vielleicht kennt jemand einen Trainer hier in Delmenhorst. Ich denke schon das es an mir liegt, ich weiß aber nicht wie ich mich verhalten soll.
    Gruß nessi und mausi

  • Hallo nessi!

    Einen Trainer kann ich dir nicht empfehlen, aber wie wäre es mit Ablenkung?

    Vielleicht wäre das hier interessant für dich. ;)
    https://www.dogforum.de/zeigen-und-benennen-t128830.html

    Ich bin jetzt nicht der Clickerer... was`n Wortspiel.... :roll: und hatte bei Emmy Kleinteil die Ablenkung immer über ein Spieli gemacht. Funktioniert sehr gut.


    Nun ist mein Ziel allerdings, Madame auch ohne Spieli gesittet an der Leine an anderen Hunden vorbei zuführen. Ehm ja.... man kläfft zwar nicht mehr, aber hängt sich mit Borste in die Leine. Ich ignoriere einfach komplett dieses Verhalten.
    Deswegen stellt sich natürlich die Überlegung, willst du es mit Ablenkung probieren?

  • Hallo Ziggy,
    erstmal danke für deine Antwort.
    Wir haben eigentlich schon alles an Ablenkung probiert, sie ist aber in den Moment überhaupt nicht ansprechbar.
    Werde mir aber mal den Link anschauen und es ausprobieren, kann ja (hoffe ich) nicht schlimmer werden :)
    Wenn jemand noch ein paar Tips hat dann immer her damit
    Gruß nessi und mausi

  • Zitat

    ...... man kläfft zwar nicht mehr, aber hängt sich mit Borste in die Leine. Ich ignoriere einfach komplett dieses Verhalten. ....

    Könnte verkehrt sein, das Borstenstellen/Leinehängen ist ja selbstbelohnend, denn der andere Hund geht ja weg (weil der HH weiterläuft). Dann wird ignorieren allein wohl nix bringen, denke ich.

  • Hallo,
    ohne Leine würde sie drauf los gehen. Sie hat sich mal aus ihren Halband befreit und ohne zu schnüffeln oder sonstiges den anderen Hund angefallen. Ich hab sie dann angeschrien sie soll platz machen und das hat sie auch gemacht. Zum Glück ist nichts passiert aber seit dem trägt sie nur noch Geschirr und sobald ein Hund kommt mach ich sie an die Leine.
    Manchmal habe ich das Gefühl sie will mich beschützen, aber wie soll ich ihr denn klar machen das ich das regel wenn der fremde Hund ja nur an uns vorbei will?
    Gruß nessi

  • Zitat

    wir haben hier zum Beispiel auch mehrere Hunde die ohne Leine laufen, nur an uns vorbei gehen (mit ca. 0,5m abstand) sich gar nicht für uns interessieren, diese Hunde hasst sie wie die Pest. (Mausi ist dann natürlich immer an der Leine, ohne würde auch nicht klappen)
    Sind diese dann an uns vorbei ist sie wieder ruhig. Treffe ich diese Hunde auf der anderen Straßenseite kommt zwar das Nackenhaar hoch aber ich kann so weiter gehen

    Für meine Hündin macht es auch einen Unterschied, ob der andere Hund angeleint ist oder nicht. Ich denke, sie weiß, dass die Leine bedeutet, dass der andere Hund eh nicht zu uns kommen kann.

    Kannst du den Abstand zum anderen Hund denn in den meisten Situationen vergrößern? Kommt ja immer auf die Wohnlage an... Ein halber Meter ist sehr wenig für einen Hund, der Wert auf eine größere Individualdistanz legt. Ich würde Bögen laufen, bzw. habe das. Für Lucy ist das so eine angenehme Alternative geworden, die sie auch mittlerweile je nach Situation alleine nutzt. Wichtig ist ja auch, dass der Hund eine Alternative hat, die ihn bestenfalls entspannt. Deine Hündin wird ja großen Stress haben in dem Moment, da ist nicht mehr viel mit "lernen" oder zu ihr durchdringen. Entspannungssignal oder zeigen und benennen mögen da auch helfen?!

  • Zitat

    Sie hat sich mal aus ihren Halband befreit und ohne zu schnüffeln oder sonstiges den anderen Hund angefallen. Ich hab sie dann angeschrien sie soll platz machen und das hat sie auch gemacht.
    Gruß nessi


    Dann war dein Hund aber schon beim befreien aus dem Halsband auf 180, oder? Muss ja nicht heißen, dass sie in jeder Situation auf andere Hunde so reagiert. Vielleicht könntet ihr mal mit einem guten Trainer direkte Hundekontakte üben? Also mit Hunden, die der Trainer gut einschätzen kann und nach seinem okay, es zu probieren, meine ich ;)

    Habt ihr sie von Welpe an?

  • Ja, da war sie schon auf 180.
    Bei den bestimmten Hunde würde sie immer so reagieren. Bei fremden bin ich sehr vorsichtig, da kippt es ziemlich schnell. Da muss nur ein Hund hinten schnüffeln und dann geht es meistens los.
    Also sobald es geht mache ich immer einen bogen, aber meistens treffe ich "diese" Hunde natürlich immer dort wo es nicht geht.
    Heute z. B. haben wir ihren Erzfeind getroffen, habe diesen schon von weitem gesehen. Mausi musste platz machen (da war der Feind noch so ca. 20m entfernt), bin dann in die Hocke gegangen, habe sie am Geschirr festgehalen und meine Hand auf ihr Maul gelegt (nicht festgehalten sondern nur drauf gelegt). Sie hat zwar geguckt aber war soweit ruhig, aber ob das so richtig war was ich gemacht habe weiß ich nicht.
    Das mit den Entspannungssignal klingt gut, wie baue ich denn sowas auf?
    Zusätzlich werde ich mal nach einen Trainer gucken
    Gruß nessi

  • hallo
    ich hatte ähnliche probleme und ängste wie du.
    bei uns waren gesundheitliche probleme u. defizit in der sozialentwicklung als welpe,die ursache.
    unser sam (hütehundmix) ist jetzt 3 jahre,2,5 jahre waren eine einzige ärzteodysse u. "probiererei" mit trainern und trainingsmethoden.

    bis ein fachtierarzt für verhalten uns im herbst am michael grewe verwiesen hat,der mit ihm zusammenarbeitet.

    dort haben wir 5 einzelstd(4 hätten gereicht,aber ich wollte die 5. für meine eigene sicherheit) genommen.seit jan. besuchen wir nun noch die wöchentliche übungsgruppe um alles zu festigen,vor allem sam sein sozialverhalten mit artgenossen.
    die gruppen sind oft individuell zusammengestellt und finden nicht an einem festen platz statt,sondern "draussen" im wirklichen leben.

    heute nach fast 4 mon. (einzelstd mitgerechnet) geht sam ohne leine wesentlich besser als mit.fußgänger,jogger,kinder,radfahrer werden ohne leine nicht einmal angesehen.

    bei hundebegegnungen habe ich ihn bisher immer angeleint,hab mich einfach nicht getraut...... das übe ich nun schrittweise... sam kann das,das weiß ich,aber ich hab immer noch angst... dabei weicht er ohne leine kaum von meiner seite,geht immer auf körperkontakt,es sei denn ich sage ihm er darf laufen.

    auch ich habe immer gedacht ,wenn er ohne leine ist "frißt" er den anderen hund :-)
    aber durch unsere übungen hat sam gelernt erst los zu laufen wenn er darf.

    wir sind sehr froh das wir dem rat des tierarztes gefolgt und zu michael grewe gegangen sind.gerade nach den vorherigen erfahrungen mit hundetrainern(einer davon von d.o.g.s.) hatte ich große angst das alles noch schlimmer wird als es für uns so schon war.

    aber

    man ist uns dort mit sehr viel verständnis begegnet und nimmt viel rücksicht auf sam seinen gesundheitlichen zustand.

    ich möchte dir jetzt canis nicht direkt empfehlen,nicht alles,bzw jede trainingsart paßt auf jeden hund(haben wir bei d.o.g.s. erlebt),aber vieleicht ist es ja ein ansatz für dich.


    lg kirsten

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!