BARF - Allgemeiner Talk-Thread Teil II

  • Womit wir wieder bei den 100jährigen wären, die täglich ihr Schnäppsle trinken, rauchen und schlemmen...
    Der Hund ist und bleibt carnivor, genauso wie der Wolf, der Löwe und all die anderen Fleischfresser. Sie alle fressen zu einem geringen Anteil pflanzliche Nahrung und brauchen sie auch. Das kann man getrost als omnivor bezeichnen, aber anders als Bären liegt die Hauptnahrungsquelle im tierischen Protein.
    Wie kann man sich als Mensch erdreisten die hunderttausende von Jahren andauernde Evolution ändern zu wollen?

  • Hesters hat sein Leben lang geraucht und täglich nen Klaren getrunken und wurde 106, dann hat er aufgehört mit rauchen... das wars.

    Ne Spaß beiseite. Was sind schon 30.000 Jahre im Vergleich zur Evolution. Der Mensch muss doch nicht immer alles an sich reißen und neu erfinden.

  • Wenn du mal in einem Stall deines regionalen Geflügelzüchters warst,

    War ich und ich halte es wie @Cattlefan: Ich weiß, wo mein Fleisch her kommt. Glücklicherweise lebe ich in einer Region mit sehr viel Landwirtschaft: Freilaufende Hühner und Puten, Kühe, die Weiden in der Größe von zig Fußballfeldern zur Verfügung haben. Da kommt mancher Bio-Hof nicht mit.

    Schweinefleisch esse ich überhaupt nicht mehr, Milch und Kartoffeln beziehe ich ebenso vom Landwirt und zahle gern einen guten Preis dafür.

    Und da ich meine Region mag, unterstütze ich diese gerne, auch die Mühen der Landwirte. Nur weil etwas nicht "bio" ist, ist es nicht automatisch Massentierhaltung.

  • Ich war ja mal so "fies" und hab meine Hunde vor die Wahl gestellt.
    An verschiedenen Tagen, zu verschiedenen Uhrzeiten.
    Wahl zwischen:
    - Fleisch roh
    - Gemüse
    - Nudeln gekocht
    - Trofu
    - getrockneten Knabbersachen
    - Nassfutter

    Für meine Hunde kann ich sagen, sie würden immer das Fleisch vorziehen.
    =)

  • Das ist ein interessanter Test! Muss ich irgendwann auch mal ausprobieren :D
    Wobei ich davon ausgehe, dass Ari auch das Fleisch bevorzugen würde (außer vielleicht da steht noch Banane, dass könnte gewinnen xD)

  • Welche Ernährungsiwssenschaftlichen Tatsachen meinst du denn? Es wurde doch eigentlich schon von Wissenschaftlern für Tierernährung bestätigt, dass man Hunde vegetarisch ernähren kann, es werden dafür auch von den entsprechenenden Instituten Ernährungspläne erstellt, wie man seinen Hund mit allem versorgen kann.

    Nehmen wir mal beispielhaft die Proteinversorgung. Pflanzliches Eiweiß kann vom Hund im Dünndarm kaum verwertet werden und wird dann weiter im Dickdarm mikrobiell verstoffwechselt, was wiederum Leber und Nieren belastet. Den Teil, der vom Hund gar nicht genutzt werden kann, ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Bei veganer Ernährung fallen ja Milchprodukte und Ei(klar) zusätzlich weg...
    Es geht ja nun nicht einfach darum, was ist in Pflanze X alles an Nährstoffen drin ist, sondern vor allem auch, wie viel kann der Hund davon wirklich nutzen? Ich will gar nicht wissen, wie viel Pflanzenfutter ich in meinen Hund reinzwingen müsste, um wirklich ansatzweise an den verfügbaren Nährgehalt (also das, was der Hund verwerten kann, nicht nur das, was rein rechnerisch überhaupt drin ist!) von Fleisch rankommen zu können. Selbst mit Pürieren und dem damit verbundenen Aufschließen der Zellwände kann ich die Verdaulichkeit nicht in diese Dimensionen hochsetzen. Da spielt die Physiologie des Hundes wieder nicht mit. Es hat schon seinen Sinn, warum eine Kuh 30m Darm zur Verfügung hat, und ein Hund "nur" 3m.

    Es will mir einfach auch nicht in den Kopf, warum der Mensch wieder meint, sich über die Natur setzen und dem Tier seine Ansichten einfach aufzwingen zu können. Ich versteh es wirklich nicht.

    (Achja, die Ernährungspläne kenne ich nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass die ohne Zusätze auskommen. Oder man macht einfach ganz feste die Augen zu...)

  • Ich muss ja gestehen, ich gehe da ganz unwissenschaftlich ran und stelle mir die Frage, was kann mein Hund auch ohne menschliche Vorbereitung verarbeiten und das bestimmt den Futterplan meiner Hunde.

    Sicher ist es irgendwie möglich, Hunde vegan zu ernähren, wenn man die Bestandteile nur lange genug ver- und bearbeitet und aus allesn möglichen Quellen die Nährstoffe zusammenzustellen. Ob man das jetzt als erstrebenswert ansehen sollte, wage ich zu bezweifeln.

  • @Lucylee Ich habe von vegetarischer Ernährung geschrieben, nicht veganer ;) Da hat man nicht nur pflanzliches Eiweiß zur Verfügung. Wenn ich mich richtig erinnere, wurden bei dem vegetarischen Futterplan, den hier mal jemand gepostet, Kochsalz, Bierhefe und Eierschalen als Zusätze hinzugefügt.

  • @Lucylee Ich habe von vegetarischer Ernährung geschrieben, nicht veganer ;) Da hat man nicht nur pflanzliches Eiweiß zur Verfügung. Wenn ich mich richtig erinnere, wurden bei dem vegetarischen Futterplan, den hier mal jemand gepostet, Kochsalz, Bierhefe und Eierschalen als Zusätze hinzugefügt.

    Mhm, da Hunde aber mehr oder weniger laktoseintolerant sind, kann ich Milchprodukte auch nicht in Riesenmengen füttern und Ei in Umnegen ist jetzt auch nicht der praktikable Eiweißlieferant. Ich seh da immer noch keinen adäquaten Fleischersatz.
    Nur weil jemand so einen Futterplan erstellt, muss er nicht den Bedarf decken ;).

    Wie gesagt, ich finde schon allein den Grundgedanken hinter einer solchen Hundeernährung indiskutabel und völlig verquer.

  • Nur weil jemand so einen Futterplan erstellt, muss er nicht den Bedarf decken ;).

    Das ist nicht nur irgendjemand, das ist das Zentek Institut für Tierernährung. Es wurden zusätzlich zu den tierischen Eiweißquellen auch pflanzliche Eiweißquellen im Plan aufgenommen.

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