Frage an Mehrhundehalter

  • ach pocio,
    wir alle wissen glaube ich, was die TS meinte,
    aber die Ausdrucksweise war so herrlich vermenschlichend ;)


    eigentlich durchaus ein Kandidat für unseren Stilblütenthread ;)

  • Guten morgen

    so Bericht Tag 6:

    Gestern Abend war alles ruhig. Leonie humpelte stark so das ich draussen Spiel ein wenig unterbunden habe. Dennoch hat sie ihn nicht einmal eingeschränkt. Der kleine NERVI läuft durch die ganze Bude. Findet dann aber doch einen Platz und Legt sich. Aber er läuft wohl gerne hinterher was ich am besten JETZT sofort unterbinde :-)

    Heute morgen geht es Leonie recht gut. Termin beim TA mache ich aber dennoch. Heute morgen schränkte sie ihn wieder mehr ein. draussen mal ein Rot war auch nötig. Drinnen reichten die Blicke. Der Herr sass heute morgen erstmal frech auf der Couch und war ganz verwundert über meine Ansage und mein kommentarloses runterschmeissen.

    Ich beschloss erst mit Leonie ne Runde zu machen. Das war super wie immer ausser das Diego SOFORT hochfährt wenn man die Leinen in die Hand nimmt. Ich habe ihn von uns verngehalten und bin los. Die Runde war sehr entspannend.

    Dann Diego. Leonie wollte ganz dringend mit so das sie schonmal alleine durchs Tor ging. Eine scharfe ansage und sie kam wieder zurück :-) Bis ich mit ihm durchs Tor war dauerte nicht lange. Aber ich bin nur bis zur Strasse gekommen und habe da 5 min oder etwas länger Zickzacklaufen und Bewegungseinschränkung gemacht. Als ich merkte das klappt, gesittetes reingehen. Das ganze hat insgesamt 20 min gedauert. Also der Herr ist ein kleine Hibbel was das angeht :-( :-)

    Eines habe ich heute aber gesehen. Wir haben heute nacht die Wohnzimmertüren aufgelassen. Der Kerl hat an unser Sideboard gestrullert. :muede:

    Man war ich "sauer"............

  • Zitat

    Ich beschloss erst mit Leonie ne Runde zu machen. Das war super wie immer ausser das Diego SOFORT hochfährt wenn man die Leinen in die Hand nimmt. Ich habe ihn von uns verngehalten und bin los. Die Runde war sehr entspannend.


    ich finde es wichtig, Ruhe/Entspannung in den Hund reinzukriegen.

    meine Vorschläge dazu:
    Leine nehmen,
    wenn er aufdreht, sofort wieder an den Haken hängen.

    oder:

    Leine nehmen, dich neben Hund setzen gemütlich n Buch/Zeitung lesen, Leine wieder anhängen. Und das ganz häuft am Tag.

  • So mal Update

    Tag 7:

    Ich war am Donnerstag mit Diego bei der Physio. Er läuft hinten sehr x-ig. Das muss aber nichts bedeuten. Was ihr sofort aufgefallen ist, man kann es auch sehen, er hat kaum muskulatur. Gerade soviel das er laufen kann usw. man sieht es auch.

    Sonst hat sie erstmaol nichts festgestellt hat ihn aber auch nicht 100% ig untersucht. Der grosse Kerl war nämlich soooooo fertig. Erstmal die Praxisuntergründe waren einfach zu gruselig, dann gab es im Garten sooooo viel zu riechen und zu markieren :-)

    Wir werden, wenn er bleibt, 3 mal die Woche Unterwasserlaufband machen und dann mal sehen was noch dazu kommt an Therapie. In zwei Wochen haben wir einen Tierarzttermin.

    Diego wird wach momentan. Er ist recht hibbelig und ich habe so meine Probleme ihn runterzufahren. Besonders wenn wir uns anziehen. Also Jacke und Schuhe. Immer denkt er GASSSSSSIIIIIIIIII

    Wie gesagt Gassi ist "furchtbar" mit ihm. Mein Plan ist jetzt folgender:

    So oft am Tag wie es geht, Jacke an, Schuhe an Leine in die Hand und auf die Couch setzen. Nix passiert..... Wenn wir rausgehen zum Gassi dann nur unter meinen Regeln sonst geht es wieder rein... Zuhause lasse ich ihn noch ein wenig machen, ausser das betteln. :-) Ich lege ihn zwischendurch dann auch mal ab. Er will da gerne seinen Kopf durchsetzen aber ich lege ihn immer wieder ab :-) Man merkt es nervt ihn :-) Er muss erstmal wissen das wir uns durchsetzen und das wir die Regeln machen :-) Gestern waren Sie das erste mal in der Wohnung alleine aber mit einem Trenngitter getrennt.
    Er war super ruhig und hat nicht einen mux gesagt. Als wir zurück kamen hat er sich dafür umso mehr gefreut.

    Unter den beiden ist es recht entspannt. Draussen sowieso. Hier drinnen mal so mal so. Sie verwendet aber immer gelb. Mal darf er machen was er will wo ich mich sehr wundere, mal lässt sie ihn nicht in den Flur wenn sie da will. Lässt sich aber durch uns prima unterbrechen.

    Draussen findet viel schnuffeln, schlafen und toben statt.

  • Hört sich doch alles gut an - und du (und dein Mann) scheinen eine gute Beobachtungsgabe und Händchen zu haben.

    Ich habe vor gut einem Jahr auch einen (damals 5-jährigen) Rüden zu unserer (4-jährigen) Hündin hinzugenommen. Fortuna (Hündin) zeigte gern mal anderen Hunden (aber "nur" durch Lefzenziehen und ggf. "Abschnappen"), dass einige Sachen "ihre" sind.
    Bei Futter war es ganz extrem (sie ist ehemalige Straßenhündin).

    Da auch sie anfangs zum räumlichen Einschränken neigte (er traute sich nicht an ihr vorbei, obwohl sie "nur" fixierte), habe ich sie in der ersten Woche sowohl nachts, als auch bei unserer Abwesenheit mit einem Kindergitter räumlich getrennt. Ich wollte bewusst, dass sie sich sehen, hören und riechen, aber nicht "angehen" können.
    Schwerpunkt lag aber eher darauf, dass ich dem Rüden Entspannung ermöglichen wollte, Fortuna kommuniziert sehr sauber und klar und hat noch nie gelocht o.ä. - aber ich wollte gerade bei "Ressourcen" wie Schlafplatz oder Wasserschüssel sicher sein, dass er in meiner Abwesenheit nicht weggedrängt wird.

    Parallel dazu habe ich das Verhalten untereinander am Tag beobachtet - besonders auch, wenn ich nicht offensichtlich anwesend war (dann hält sie sich eh zurück) - d.h. ich habe durchs Fenster "spioniert", wie sie sich z.B. allein draußen im Garten miteinander verhalten.

    Nach einer Woche war ich mir sicher genug, dass nichts passiert und habe das Gitter weggelassen - auch beim Verlassen des Hauses.

    Anfangs war es so, dass Fortuna das Tempo und die Spielregeln bestimmte - schon nach einigen Wochen nahm sie sich von selbst immer mehr zurück und mittlerweile darf er an ihr Spielzeug (wenn sie es "genehmigt" - anderseits wird auch mal geknurrt und er "pariert") - er darf zuerst zu uns zum Kuscheln kommen (passte ihr erst auch nicht), er darf zuerst aus der Tür bzw. wird sogar vorgelassen und mittlerweile bringt sie ihm auch ihr Spielzeug und lässt ihn beim Spielen gewinnen.

    Füttern geht bei Leckerlies mittlerweile Nase an Nase, Schüsseln bei der hauptmahlzeit stehen 1 m entfernt und er "darf" sich mittlerweile auch hinterher ihren leeren Napf anschauen (ging anfangs gar nicht und hat auch fast ein Jahr gebraucht).
    Kuscheln tun sie immer noch nicht miteinander und sobald er sie beim Liegen berührt, wird gegrummelt - sie ist aber auch bei uns nicht die Kuschlerin (er dafür umso mehr.... ;) ).

    Meine Erfahrung also: behutsam, aber trotzdem bestimmt alle Situationen lenken - wenn man ein gutes Gefühl hat, durchaus auch mehr zulassen - aber immer in "Hab-acht", auch eingreifen zu können. Gezicke und Geprolle wird nicht toleriert, sie dürfen aber ducrhaus ihre Individualdistanz und Grenzen gesittet abstecken, es wird keiner zu irgendwas gezwungen.

    Ich glaube, man sollte aufpassen, dass sich die Hunde, besonders in der Anfangsphase nicht richtig in die Flicken bekommen - da kann viel für die ganze Zukunft kaputt gehen und der eine unwiderruflich misstrauisch dem anderen ggü. bleiben. Also in der Anfangsphase lieber vorsichtiger sein und einmal zuviel als zuwenig eingreifen.
    Später - wenn beide sich kennen und besser verstehen, wird es zu heftigen Übergriffen dann erst gar nicht mehr kommen, weil sie sich schon rechtzeitig "lesen" gelernt haben - oder sie finden dann evtl. auch wieder leichter einen Weg, sich wieder zu "versöhnen".

    Und auch, wenn sich davon vielleicht einiges zu vermenschlichend anhört - ich finde schon, dass man da Parallelen ziehen kann und durchaus merkt, wenn sich - auch ein Hund - unwohl fühlt.... - also finde ich deine Gedanken und Sorge durchaus berechtigt und nachvollziehbar....

    Viel Glück und viel Spaß weiterhin mit deinem neuen "Dream-Team" - und bitte weiter berichten.....

  • Zitat

    So mal Update


    Diego wird wach momentan. Er ist recht hibbelig und ich habe so meine Probleme ihn runterzufahren. Besonders wenn wir uns anziehen. Also Jacke und Schuhe. Immer denkt er GASSSSSSIIIIIIIIII

    Wie gesagt Gassi ist "furchtbar" mit ihm. Mein Plan ist jetzt folgender:

    So oft am Tag wie es geht, Jacke an, Schuhe an Leine in die Hand und auf die Couch setzen. Nix passiert..... Wenn wir rausgehen zum Gassi dann nur unter meinen Regeln sonst geht es wieder rein...

    klingt super.

    Achte mal drauf, dass sie nicht nur absitzen oder im Platz sind, sondern wirklich entspannt, bevor es rausgeht. Das hilft ungemein! :) Ich hab mich auch einfach mal mit Leine und in vollen Klamotten ne halbe Stunde gemütlich im Flur hingesetzt .. :D

    Wünsche dir viel ERfolg beim Training!!

  • So hier mal der nächste Bericht:

    Mein Männe ist gestern und heute leicht Radgefahren mit Diego. Diego ngefiel es sehr und macht es wirklich super. Auch bei Hunden macht er es richtig gut am Rad.

    Beim Alleinesein in der Wohnung ist er ruhig. Ich trenne die beiden aber durch ein Kindergitter. Sicher ist sicher :-)

    Er ist sehr hibbelig was die Leine und das Geschirr angeht aber wir Trainieren es fleißig. Heute habe ich mit ihm schonmal Spieli apportieren und auch hergeben geübt. Das macht er gut. Lange konzentrieren fällt ihm noch schwer. Dann haben wir ein wenig Unterordnung mit Leckers gemacht. Da kann er wirklich ALLES :-)

    Heute haben die beiden wenig getobt :-) Aber viel geschlafen. Sonntag eben ;-) Dafür auch keine einschränkung von Leonie. Er ist zwar immer noch vorsichtig aber manchmal auch nicht. Mein Mann schnibbelte gerade Bockwurst und Leonie stand dabei, als Diego von draussen reinstürmte. Da gab es mal wieder ein rot für den Bub. Mein Mann schickte dann Leonie in ihre Kiste und Diego musste draussen bleiben. Diese korrektur hat er sich garantiert gemerkt und weiss fürs nächste mal bescheid. Heute hat er auch schonmal angeschlagen also gebellt. Obwohl ich nicht wusste warum, hat sich aber super unterbrechen lassen.

  • Ich hatte eine Nacht hinter mir...

    Gestern Abend hörten wir Diego aus der Küche knurren. Aus dem nichts. Als mein Mann aufstand um nachzusehen knurrte er noch heftiger. Ich wollte es erst nicht glauben. Mein Mann kam zurück. Diego war im Flur. Mein Mann stand auf Diego knurrte böse. Er bekam ne Ansage mit der Wasserflasche.

    Einige min. später, ich stand auf Diego knurrte. Wir lagen auf der Couch, Diego knurrte aus der Küche. Er kam murrend ins Wohnzimmer, legte dann aber den Schwanz und die Ohren nieder und schmiegte sich an uns.

    Ganz ehrlich: Als erstes schoss mir durch den Kopf BESITZERGREIFEND. Er will uns einschränken, dann ANGST/UNSICHERHEIT irgendwas beunruhigt ihn, dann SCHMERZEN. Er hat irgendwo schmerzen oder so.

    Ich weiss es aber nicht.

    Als wir im Bett lagen, teste mein Mann nochmal und stand auf uns wollte auf Klo. Diego kam ihm entgegen, linste ins Schlafzimmer (davor liegt Leonie das traut er sich sonst nicht) und knurrte wieder böse. Er musste zur Sicherheit in der Küche schlafen mit Kindergitter zu.

    Als ich Nachts aufstand um aufs Klo zu gehen war es ruhig. Als ich mich aber dem Gitter näherte knurrte er böse. Heute morgen war der Spuck vorbei.

    Er freute sich wie immer und ist bisher so wie sonst auch.

    Mein Mann besteht darauf das ich ihn heute noch wegbringe. ich tendiere auch dahin aber ein Teil von mir eben nicht...........

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