Flexi gegen 'normale' Leine

  • Wir hatten gestern einen Tagesausflug mit vielen Hundefreunden und dort war Leinenzwang. Ich hab Milow das erste mal mit der Flex geführt und war begeistert.

    Ich denke gerade für solche Ausflüge kann die Flex geeignet sein.

  • Guten morgen,

    wie schon vorher gehört denke ich das es darauf ankommt was du mit deinem Hund / Hunden vorhast.
    Bei mir hat alles Vor und Nachteile. Ich habe 3 Hunde aller verschiedener Größen und dann 3 Flexleinen ist meist zu kompliziert für mich. Deswegen nutze ich meistens die Kurzen 1 - 1,5 meter Leinen.

    Dazu muss ich sagen wir wohnen ländlich am Feld da ist freilauf kein Problem.... in der Stadt sieht das sicherlich auf Dauer mit kurzen Leinen anders aus :/

    Wobei man wenn in der "Stadt" mehr los ist gut aufpassen muss das sie sich nicht irgendwie an Füßen von Passanten "verheddern".

    Abends im dunkeln (grade im Winter) auf der letzten Runde wenn mein Mann und ich zusammen gehen, haben wir Flexileinen weils dann schneller geht und ich Kontrolle habe, auch wenn ich den Hund am Feld nicht 100% sehe.

    Wobei ich persönlich die kurzen Leine doch pers. bevorzuge aber das ist meine Meinung.

    Wobei ich auch manchmal denke, das mein Pinscher an der Flex das "ziehen" irgendwie lernt bzw. gelernt hat, denn ihm fällt es auch sehr schwer an der kurzen Leine "Normal" zu laufen also ohne Vollzug geradaus. Aber vielleicht muss ich da nur mal mehr üben :lol:

  • Bei uns in der Hundeschule wurde die Flexi-Leine stengstens verboten. Erst wenn der Hund das ruhige an der Seite gehen gelernt hat und nicht mehr zieht, durften wir die Flexileine benutzen.

    Im allgemeinen lehne ich jedoch die Flexileine bei grossen Hunden ab. Die Gefahr, das der Hund etwas erspäht und lossprintet und der Hundehalter praktisch an sich hinterherzieht ist zu gross. Durch den Überraschungsmoment kan sich der Hundehalter nicht auf den Zug vorbereiten. Der Hund kan durch die
    länge der Flexi richtig fahrt drauf bekommen bevor das Ende erreicht ist und der Hundehalter die Zugkraft zu spüren bekommt.

    Meine Bekannte wollte dieses Risiko nicht ernst nehmen, und musste es mit einer ausgekugelten Schulter bezahlen. Ihr Labbi (ca. 40 kg.) hatte eine Katze gesehen und das Unglück nahm seinen lauf.

    Bei kleinen und leichten Hunden finde ich die Flexi jedoch ok. Ich benutze jedoch immer eine normale 2 m Leine.
    Knus
    Tördel

  • An und für sich finde ich ne Flexileine gar nicht schlecht - aber die Nachteile meiner Meinung nach:
    - das "flex" an dem Teil wird oft als "nix halbes und nix ganzes benutzt":
    -- im Straßenverkehr zu lang gelassen, steht der Hund plötzlich auf der Straße
    -- sie beschönigt ein unsauberes Nebenherlaufen im Sinne von: der Hund macht was er will, hauptsache es ruckt nicht am Arm
    - wenn einem im Sommer in kurzer Hose ein Hund an der Flexleine um die Beine läuft, hinterläßt das fiese Brandspuren von der dünnen Schnur
    - wenn sich diese Schnur um den eigenen, freilaufenden Hund bei einer Begegnung wickelt, ist sie genauso übel.

    Dazu muss ich fairerweise sagen, dass es mir klar ist, dass Hunde an der Leine nicht spielen sollen. Hier gibt es aber keine eingezäunten Flächen außer den Gärten. Viele Hunde sind aus dem Tierschutz, auch Ausland. Die lange Flexi ihre Alternative zum Freilauf, solange der Rückruf noch nicht sicher klappt, Hundekontakte aber trotzdem erwünscht.

    Die mag ich aber nicht so gerne aus den o.g. Gründen - ich kann aber auch nicht den "Weltverbesserer" miemen und alle zu einer Schleppleine bewegen.

    Wenn man hier im Fachhandel nach einer Schleppleine (also langen Leine) sucht, landet man bei diesen Teilen: http://www.fressnapf.de/shop/schleppleine. Im Winter wird sie steif wie ein Kabel - wenn sie einem durch die Hand rutscht, sind Brandblasen garantiert. Die ewige Entwirrerei nervt gewaltig. Wundert mich also überhaupt nicht, wenn die Interessenten bei einer Flexi landen.

    Dann gibt es noch die Schleppleinen, die einer Pferdelonge ähneln (Gurtband) - gerade wenn es matschig ist, saugen sie den Dreck förmlich auf und werden schwer - auch hier ist die Flexi dann wieder die bessere Alternative.

    Wirklich gut, sowohl drecktechnisch als auch vom Handling her finde ich die Biothane-Leinen. Sie schneiden im Preisvergleich allerdings enorm teurer ab als die Flexi in gleicher Länge. Nicht nur der Preis schreckt ab. Wer sich nicht sicher ist, ob er mit der langen Biothane umgehen kann - der nimmt lieber die Flexi, die die Einholen-/Auslassenaufgabe für ihn übernimmt.

    Dieser Punkt, der für die einen eine Pro-Entscheidung ist - empfinde ich als Kontra: ich mag es nicht mich auf die Funktionsfähigkeit eines "Plastikkastens" zu verlassen um die Kontrolle zu behalten.

    Was ich an meiner Biothane besonders mag: man kann sie individuell gestalten. Unsere hat z.B. am Ende noch eine kleine Schlaufe. Die Löcher sind mit der Zange gleich gemacht, die Schlaufe mit Chicagoschrauben zuverlässig fixiert. So kann ich bei längeren Wanderungen, egal ob wegen dem Gelände oder einer Leinenpflicht diese Schlaufe am Karabiner meines Klettergurts befestigen und habe die Hände frei.

    Die gleiche Leine kann ich auch hinterherschleifen lassen, ohne, dass sie irgendwo hängen bleibt.

    Alles in Allem habe ich lieber zwei verschiedene Leinen: Kurz und lang.

    Ich finde es macht auch Sinn. Wenn man dem Hund schon fürs Fährten oder den Hundeplatz ein extra Geschirr, Halsband etc. gönnt, damit er sich den Unterschied einprägt - funktioniert das auch bei der Leine:
    - an der kurzen lege ich Wert drauf, dass sie sauber neben mir herläuft
    - an der Langen ist es mir egal wo sie läuft. Sie kann vorlaufen oder zurückbleiben wie sie möchte - außer ich hole sie gezielt ran weil es nötig ist.

    Damit bin ich eher gegen die Flexi als dafür.

  • Zitat

    Durch den Überraschungsmoment kan sich der Hundehalter nicht auf den Zug vorbereiten. Der Hund kan durch die
    länge der Flexi richtig fahrt drauf bekommen bevor das Ende erreicht ist und der Hundehalter die Zugkraft zu spüren bekommt.

    Meine Bekannte wollte dieses Risiko nicht ernst nehmen, und musste es mit einer ausgekugelten Schulter bezahlen. Ihr Labbi (ca. 40 kg.) hatte eine Katze gesehen und das Unglück nahm seinen lauf.

    Kann ich nur bestätigen. Hund sieht Hundekumpel - ich seh ihn nicht. Der Kerl rennt los und ich fummel wie wild am Feststell-Knopf rum aber es tut sich nichts. Inzwischen hat mein Hund die Schallwand durchbrochen und prescht in die 8 Meter. :muede: Eine ausgekugelte Schulter gab es zum Glück nicht - dafür habe ich die Flexi losgelassen. War kein schöner Anblick, seinen wild gewordenen Junghund samt herumwirbelnder Flexi im Rücken davon rennen zu sehen.

  • Ich finde die Flexi im Wald und freien Feld sehr praktisch um dem Hund mehr Bewegungs-
    freiheit zu geben. Es gibt eben genug Hunde, die man nicht überall ableinen kann.
    Allerdings sind viele HH mit der Handhabung total überfordert, wäre vielleicht was für die
    Hundeschule statt die Flexi zu verteufeln den Umgang damit zu erklären.
    Wichtig finde ich, dass man keine mit einer dünnen Kordel benutzt, das ist für Radfahrer
    z.B. nicht zu sehen. Ich hatte selbst einen Fast-Unfall als ein Radler im Wald von hinten
    angerast kam und zwischen mir und meinem Hund durchfahren wollte. Er hatte nicht
    gesehen, dass der Hund an der Flexi war. Seitdem benutze ich eine mit einem breiteren
    orangen Gurt.
    In der Stadt oder an Straßen würde ich immer eine normale Führleine nehmen.

  • Zitat

    Kann ich nur bestätigen. Hund sieht Hundekumpel - ich seh ihn nicht. Der Kerl rennt los und ich fummel wie wild am Feststell-Knopf rum aber es tut sich nichts. Inzwischen hat mein Hund die Schallwand durchbrochen und prescht in die 8 Meter. :muede: Eine ausgekugelte Schulter gab es zum Glück nicht - dafür habe ich die Flexi losgelassen. War kein schöner Anblick, seinen wild gewordenen Junghund samt herumwirbelnder Flexi im Rücken davon rennen zu sehen.


    Hm, kann aber genau so an der Schleppleine passieren.
    Um so was zu verhindern dürftet ihr den Hund also nur an kurzer Leine laufen lassen.

    Und wenn man auf seinen Hund achtet(schitte, so was sollte man wirklich tun?), bemerkt man das Losfetzen auch und kann sich darauf einstellen, selbst an 20m Schleppleine.

  • Meinst du, dass du bei einem Hund der im dümmsten Falle 40 Meter Anlauf hat (wenn es wirklich ganz blöd kommt) noch aufrecht stehst, wenn der das Ende der Leine erreicht hat? :) Bei einem Yorkie sicher, aber alles so ab großem Beagle aufwärts sieht dann schon kritisch aus, würde ich behaupten. Als ich meine Rosie zu Anfang gesichert habe mit Schlepp, ist die mal mit guten 15 Metern Anlauf reingebrettert. Erst hats die Schuhsohle angekokelt, dann hats sehr stark geruckt und dann ist dank Pocos Zahneinsatz etwas vorher die Schlepp gerissen. Ansonsten hätte ich einen stuntreifen Abgang gemacht und ich bin nun wirklich nicht leicht.

    Es ist halt so, dass alles seine Vor und Nachteile hat und wenn jemanden die Nachteile im Gegensatz zu den Vorteilen geringer erscheint, kann er sich ja für die Flexi entscheiden. Ich brauch sie nicht und ich glaube auch nicht das ich sie mir anschaffen würde, weil sie mir einfach nicht zusagt. :ka:

  • Zitat

    Hm, kann aber genau so an der Schleppleine passieren.
    Um so was zu verhindern dürftet ihr den Hund also nur an kurzer Leine laufen lassen.

    Und wenn man auf seinen Hund achtet(schitte, so was sollte man wirklich tun?), bemerkt man das Losfetzen auch und kann sich darauf einstellen, selbst an 20m Schleppleine.

    Ich nehme sonst auch die Schlepp, allerdings war das Wetter draußen so widerlich, dass ich die Flexi am Geschirr hatte um mir ausnahmsweise die Matschfinger zu ersparen. Weil der andere Hund aus meinem Rücken (ebenfalls unangeleint, man kennt sich ja) kam, habe ich ihn nicht sofort gesehen. Glaub mir, ich trage keine Augenbinde und achte auf meinen Hund, aber im Hinterkopf sind mir leider noch keine Augen gewachsen. ;)

    Ich gebe zu, es war ein Fehler den Kloben zu benutzen. Ich würde sagen, dass mir das an der Schlepp nicht passiert wäre, weil ich da weiß, wo ich hingreifen muss (zur Not mit beiden Händen) um wieder Kontrolle zu haben.

    Ist mir Wurst, wie andere ihre Hunde führen. Ich hege keine Vorurteile gegen Leute, die die Flexi gern benutzen. Ist doch völlig legitim.

  • Zitat

    Meinst du, dass du bei einem Hund der im dümmsten Falle 40 Meter Anlauf hat (wenn es wirklich ganz blöd kommt) noch aufrecht stehst, wenn der das Ende der Leine erreicht hat? :)


    Ganz ehrlich? Luna hat nur 18 kg, aber eine wahnsinnige Kraft dafür.
    Auch kann ich meinen Hund stoppen, wenn er an mir vorbei zischt, somit hat sie max. 20m Anlauf.

    Und die stehe ich, wenn sie voll rein brettert, ja.


    Hier gibt’s kurze Leinen wenn der Hund neben mir laufen soll.
    5m Biothane zum Trailen.
    20m Schleppleine zum „Freilaufersatz“ (nein, Chancen zu rennen hat Luna sonst auch)

    Und 5m Flexi, wenn es matschig ist, die Schleppleine an Ästen etc. dauernd hängen bleiben würde, …

    Gestern waren wir das erste mal Geocachen, mit Schleppleine.
    Zukünftig werde ich allerdings auch hierfür die Flexi nehmen, da mir das dauernde Einholen der Schleppleine zu nervig ist.

    Und mein Hund weiß trotzdem, was Leinenführigkeit bedeutet ;)

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