Zickigkeit gegenüber Zweithund

  • Klar darfs du :smile:

    Arya hab ich letztes Jahr aus dem Ts bekommen- aus Rumänien....kurze Zeit später hab ich ne Pflegehündin aus der selben Orga gehabt und als die dann vermittelt war wollte ich eigentlich keinen 2ten mehr, oder nur als PS.

    Aber kurz vor Weihanchten hab ich über ne freundin Bilder aus Botosani gesehen auf denen Yuki war- wir haben es dann geschafft sie freizukaufen (die andern Welpen, die mit ihr im öffentl. Shelter waren sind gestorben) und nu ist sie hier.

    Wie gesagt eigentlich ist Arya sehr verträglich, die Hündin meiner Schwester, der Rüde meines Vaters und mehrere befreundete Hunde sind oft hier (wir haben nen riiiiiesen Garten) und es gab nie nennenswerte Probleme. Die Hündin meiner Schwester (5 Monate) ist sogar mehrere Stunden an mehreren Tagen die Woche hier, wenn die Schicht hat- auch hier keine Probleme.
    Auch mit der Pflegehündin vorher ja nicht- die ist ca. 7 Monate alt- außer die ersten 2 tage beim kennenlernen.

    Ich weiss einfach net liegt es an Yuki- oder daran das Arya genau jetzt (bzw die letzten 4 Wochen insg.) läufig war? Ist sie deswegen vlt so extrem zickig?
    Grade eben liegen beide zusammen auf einer Decke und schlafen.... :???:


    @Chris- natürlich sollten hier die Kämpfe wirklich schlimmer, häufiger wasauchimmer werden, dann wird eine gehen müssen, bzw Yuki :sad2: . Allein schon wg der Kinder.

    Allein gab es noch keine Probleme, aber Yuki kann ja noch net lange allein bleiben (nur ein paar Minuten bis ne halbe stunde), ich film die dabei heimlich :roll: und da war noch nix zu sehen. Die liegen da die Zeit häufig einfach nur im flur.


    Und nein ich dachte mir zwar das das sicher ein wenig trouble gibt, aber das das richtig bös enden kann- Nein. Außerdem hab ich gedacht (tus immer noch ;) ) das wir das wenn was ist hinbekommen.

  • Zitat


    Ich weiss einfach net liegt es an Yuki- oder daran das Arya genau jetzt (bzw die letzten 4 Wochen insg.) läufig war? Ist sie deswegen vlt so extrem zickig?
    Grade eben liegen beide zusammen auf einer Decke und schlafen.... :???:

    Das wird eine "Mischung" sein, klar, die Läufigkeit ist ein Sprung Richtung Erwachsen werden und das Hormon-Kuddelmuddel macht die Mädels durchaus zickiger. Aber Du hast weiter oben ja geschrieben, dass Arya sich auch bei der Pflegehündin schon ähnlich verhalten hat. Also ist die "Grundlage", nämlich Euch zu sehr als "meines" zu betrachten, sicher schon da gewesen.

    Meine Hunde unterscheiden sehr genau zwischen "Besucher-Hunden" und neuen Gruppen-Mitgliedern. Das soll heissen, eine grundsätzliche, gute Verträglichkeit mit anderen Hunden bei Besuchen oder draußen unterwegs muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Hunde gern dauerhaft ihre Menschen "teilen" möchten. Besucher machen 2 x Freude, wenn sie kommen und wenn sie gehen. So geht es vielen Hunden auch....

    Ich kann mir vorstellen, dass Ihr das hinbekommt, wenn Ihr Euch darüber im Klaren seid, dass das erst einmal über längere Zeit mächtig viel "Management" bedeutet und das wirklich ernst nehmt.

    Ich bin gespannt auf den Trainer-Bericht.

    LG, Chris

  • So, die Trainerin war heute hier.

    Dazu muss ich sagen seit drei tagen gab es keinen Vorfall mehr und Arya ist insg. wesentlich ruhguer, entspannter.

    Die hat beide im Garten beobachtet, beim toben....viele Fragen gestellt. Natürlich war jetzt nichts in diese Richtung, Arya hat Yuki nur mal mit nem strengen blick ermahnt...

    Die trainerin meinte jetzt das sie auf anhieb tippt das es an der Läufigkeit lag- denn sie findet Arya ist arg "ursprünglich" (vom verhalten, Benehmen ect) und im Rudel kann es vorkommen das Hündinnen dann besonders auf Welpen gehen, bzw die besonders arg verwarnen.
    Und heute waren die üblichen Situationen wo Yuki sich noch vor tagen eine gefangen hätte- wo Arya jetzt ruhig reagiert hat, bzw nur mal nen strengen blick eingesetzt hat.

    Ich soll weiter beobachten, wenn noch mal was vorfällt versuchen das zu filmen :D


    Ingesamt hab ich einen toll erzogenen Hund, hab gleich noch ein paar tolle Tipps bekommen fürs Fuß laufen.


    Also warte ich jetzt ab.- Ich muss aber auch sagen Arya ist wieder ausgeglichener, verkuschelter und lockerer als die letzten Wochen- mal schaun.

  • Morgen,

    nachdem wir in den letzten zwei tagen wieder mehrere Vorfälle hatten, schreib ich doch nochmal.

    Gestern abend hats so geknallt das Yuki am Hals getackert wurde und über dem Auge ne Katsche hat.....

    Allerdings gehen wir mittlerweile davon aus das Arya Scheinträchtig ist- ihr Gesäuge ist immer noch total geschwollen, auch die andern Symptome die man so findet passen- sie ist aggressiv, launisch, verfressen, kuschel bedürftig (und das ist untertrieben), grade nicht sehr geduldig was die Kinder angeht (zumindest seh ich das so, sie würde eh nie allein mit denen bleiben dürfen) - also werden wir direkt morgen zum Ta fahren das abklären lassen.

  • Ganz ehrlich, ich würde überlegen ob es nicht sinnvoller ist die kleine Hündin abzugeben. Sie ist ja noch jung und hat gute Chancen auf ein schönes Zuhause.

    Wenn das jetzt schon so "schlimm" ist, und da sind die Hunde noch lange nicht erwachsen, dann wäre für mich das Zusammenleben mehr Krampf als Freude. Die Hunde müssten man schon deutlich einschränken und das ist auf Dauer belastend für alle Beteiligten. Manche Hündinnen können halt einfach nicht miteinander, vor allem wenn dann noch der geringe Altersunterschied und diverse andere Sachen dazukommen. Und im schlimmsten Falle können Reibereien unter Hündinnen sehr böse ausgehen.

  • Ich hatte das selbe Problem, wie Du jetzt......

    Ich hatte meine Rottweilerhündin geholt, da war sie 3 Monate alt. Kurz darauf kam eine Pointer-Mischlingshündin, die war 7 Monate alt. Es lief alles wunderbar. Beide waren verträglich, verstanden sich, waren ein tolles Team. Dann wurde die Pointer-Hündin läufig. Plötzlich fing sie an mit dem schnappen und wegbeissen. Sie beobachtete meine Rottweilerhündin ständig und griff dann sofort ein, wenn sie auf das Sofa wollte, wenn sie ein Spielzeug nehmen wollte, und andere Dinge. Anfangs lief das ohne Wunden ab, war nie etwas zu sehen. Meine Rottweilerhündin hat es sich gefallen lassen, sich unterworfen und ich hoffte, das würde sich wieder legen. Tat es aber nicht. Es wurde von Woche zu Woche schlimmer. Dann gab es die ersten Wunden. Da war mir klar, dass ich einen Hundetrainer brauche. Die Hundetrainerin hat lange, lange mit mir telefoniert. Mir viele Tipps gegeben und wir haben dann für 8 Tage später einen Termin gemacht. Leider kam es nicht mehr zu diesem Termin..... :sad2:

    Denn 3 Tage vor dem Termin ist es dann passiert, dass meine Rotti-Hündin die Schnappereien satt hatte und zurückgeschnappt hat. Ausgelöst hatte es ein Leckerlie. Ich hatte beiden "sitz" gesagt und sie machten es. Also bekamen sie ein Leckerlie. Meiner Rottweilerhündin fiel es allerdings wieder aus dem Mund. Pointerhündin wollte es nehmen, Rottihündin aber auch. Es ging so schnell.......
    Sie verbissen sich ineinander, ich bekam sie auch nicht getrennt. Es war ein Knäuel, Haarbüschel flogen rum, Blut flog, ich riss an Ihnen, ich schlug (sorry, aber ich wusste nicht mehr weiter) Sie hatten leider kein Halsband an, so hatte ich nichts zu greifen. Ich schrie nach meinem Freund, der hörte mich nicht. Dann sah ich schon, dass das Gesicht der Pointerhündin aufgerissen war, der Nasenrücken war aufgeklappt. Ich nahm die Rottihündin hoch, wollte wegrennen, aber die Pointerhündin verbiss sich erst in meinen Arm, dann in Hündin ihr Hinterbein. Ich lief einfach weiter, Pointerhündin am Hinterbein festgebissen hinterherschleppend, bis sie mir dann in mein Bein biss, ich flog hin, lag auf dem Boden, die zwei sich sofort wieder ineinander verbissen. Endlich, endlich hörte mein Freund mein ewiges Geschrei und schnappte sich die Pointerhündin. Ich hielt Rottweilerhündin im Nackenfell fest. Er rannte raus, schloss sie in anderes Zimmer. Sie sprang ständig gegen die Türe, schrie förmlich, kratzte am Türhenkel......wie von Sinnen irgendwie.

    Ich war fertig mit den Nerven.....ich hab die ganze Fahrt zur Tierklinik geheult.....da saßen meine zwei geliebten Hunde, übersäht mit klaffenden Fleischwunden, blutend und zitternd starrten sie sich die Fahrt über an. (Rotti im Kofferraum, hinter Gitter, Pointerhündin im Fussraum vom Beifahrersitz, damit ich Handtuch auf offenes Gesicht drücken kann) Hätte man sie losgelassen, wären sie ohne zu zögern wieder aufeinander los. In diesem Moment war mir klar, dass ich mich von einer trennen werd müssen.

    Es war schrecklich, es war so furchtbar. Mit meiner Geschichte möchte ich Dich nur darauf hinweisen, dass Du nicht mehr warten solltest, dass Du unbedingt etwas unternehmen musst. Es geht so schnell, man rechnet überhaupt nicht damit und dann passiert es in Sekunden. Die Hunde, und da bin ich mir sicher, hätten so lange weitergemacht, bis eine tot gewesen wäre. Ich weiss, dass es hart ist, ich weiss man möchte sich nicht von einem Hund trennen, aber lass es auf keinen Fall soweit kommen. Ich bereue es bis heute sehr, dass ich nicht früher Hilfe gesucht habe.

  • Hallo,

    da hast Du ja den Albtraum schlechthin erlebt.
    Puh, so was ist wirklich heftig.

    Ich weiss nicht ob es immer so laufen muss, oder ob es nicht hilfreich wäre gleich bei den ersten Anzeichen einzugreifen.
    Das setzt aber einen erfahrenen Halter voraus, ansonsten kann man es nicht durchführen.

    Man muss die kleinsten Zeichen deuten können und sofort reglementieren.

    Klar, bei Deiner Situation mit dem Leckerli ist es natürlich schwierig. Vergessen sollte man nie wie schnell doch so etwas passieren kann, vor allem wenn man nicht damit rechnet. Hätte, wäre, wenn, hilft dann ja auch nicht mehr. Passiert ist passiert.
    Jedoch glaube ich, dass es eine Spirale ist die die Aggressionen immer höher schrauben lässt bis es schließlich da endet.
    Von daher weiss ich nicht ob es passiert wäre wenn man gleich (Thema Couch, Schmusen, Spielzeug) eingegriffen hätte und die Hündin zur Ordnung gerufen hätte.
    Ich hab das in 25 Jahren Hundehaltung noch nicht erlebt. Schreiben ist einfach, daher bitte nur als Überlegung meinerseits zu sehen, keinesfalls als Vorwurf.

    Wenn es aber dann schon so schlimm ist, dann hilft wohl wirklich nur die Abgabe und wenn es mir passiert wäre, dann hätte ich mich auch von einem getrennt. So schwer das dann auch fällt.
    Vor allem wäre ich eben doppelt so vorsichtig wenn ich noch ein Kind im Haus hätte. Da würde ich gar kein Risiko eingehen.
    In Deinem Beispiel, Conny, sieht man sehr gut, dass die Hunde nicht mehr unterscheiden wo sie hinbeissen wenn sie so in Rage sind.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Zitat


    Jedoch glaube ich, dass es eine Spirale ist die die Aggressionen immer höher schrauben lässt bis es schließlich da endet.

    Genau so denke ich das auch. Ob es auch so geendet hätte, wenn ich vorher eingegriffen hätte, bzw. hab ich das stellenweise ja, also wenn ich mehr eingegriffen hätte, kann ich nicht sagen. Ich hab mir damals sehr viele Vorwürfe gemacht, ewig gegrübelt.....aber wie Du sagtest, hätte/wäre bringt gar nichts.
    Ich hatte das riesen Glück, dass meine Schwester die Hündin dann genommen hat, obwohl ihr Vermieter nein gesagt hat und obwohl sie überhaupt nicht ihr Beuteschema ist. Ich sehe die Hündin also so gut wie jeden Tag und wir können inzwischen sogar auch wieder zusammen gassi gehen. Die zwei Mädels ignorieren sich vollkommen, aber das ist auch gut so.

  • So, es ist einige Zeit vergangen und ich dachte ich mach mal wieder ein Update.
    Wir haben die Große wg der scheinträchtigkeit behandeln lassen- homöopathisch, mit Bachblüten....und die Scheinträchtigkeit ist weg- und die Große ruht wieder mehr in sich selbst :D

    Es gab einen einzigen vorfall- der aber auf fressneid zurückzuführen ist...ganz am Anfang der Behandlung. Seitdem läuft es wieder.
    Wir beobachten natürlich immer noch, schreiten auch im Spiel früher ein, lenekn ab- aber beide sind wieder ein Herz und eine seele.

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