Hund ignogiert mich

  • Hej
    Vielleicht könnt ihr mir ja helfen. Meine Bearded-Hündin ist eine Meisterin im Schmollen und ich kann es mir nicht erklären.
    Ich liebe diesen Hund abgöttisch. Scheinbar erwiedert sie meine Liebe jedoch nicht. Von mir bekommt sie Futter. Wir sind ca. 5 mal die Woche in der Hundeschule (Kopftraining/spiel mit anderen Hunden). Wenn ich nachmittags von der Arbeit komme begrüsst sie mich kaum, Sie zieht sich sofort wieder zurück.
    Ich bedränge sie dann auch nicht aber bin schon jedes mal ein bischen enttäuscht. Abends,wenn ich eigentlich gemütlich auf dem Sofa mit Ihr liegen wollte, zieht sie sich auch zurück oder möchte lieber bei meinem Mann liegen. Auch wenn ich drinne nach ihr rufe kommt sie nur wiederwillig. Wenn wir draussen sind entfernt sie sich keine 15 meter von mir und hört aufs Wort.
    Ich bin natürlich auch die einzige die den blöden Teil der Hundehaltung übernimmt, Bürsten/Zähneputzen/Wasche, aber dass müssen andere Hunde ja auch ertragen und strafen Ihren Halter nicht mit Nichtachtung. Ich weiss nicht wass ich falsch mache. Würde so gerne mit Ihr kuscheln und schmusen, doch ich merke sie fühlt sich bei mir nicht wohl :sad2: . Mit allen anderen ist sie kaum zu bremsen, was das Kuscheln angelangt :???: .
    Habt ihr einen Tipp für mich??????
    Knus
    Tördel

  • Vielleicht interpretierst du das auch falsch. Warum sollte sie sich um dich bemühen?
    Du bist immer zur Stelle und dankbar, wenn sie dir ihre Gunst schenkt. Beachte sie mal
    nicht so viel sondern dreh den Spieß um. Dein Hund soll sich um dich bemühen nicht
    umgekehrt.

  • Hallo,

    ich meine es jetzt nicht böse, also bitte nicht falsch verstehen,
    aber, könnte es sein, daß Dich zu sehr aufdrängst?
    Zu sehr um ihre Aufmerksamkeit "bettelst"?

    Wenn dies zutreffen sollte, so hat sie es ja nicht nötig, auf Dich zu achten ;)


    Wenn ich nicht verkehrt liegen sollte,
    so mach Dich doch einfach etwas "rar".
    Klar, Du fütterst sie weiterhin, und gehst auch mit ihr in den Kursen und Gassi, wie sonst auch immer.
    Aber dann eben nichts!
    Danach "beachtest" Du sie einfach nicht.

    Und das meine ich auch nicht böse, oder in Form von "Bestrafen", sondern eher in Richtung "nicht dem Hund zu sehr aufdrängen".


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Ich kenne dich und deine Hündin ja nicht. Aber könnte es nicht auch sein, dass sie einfach völlig entspannt in deiner Gegenwart und sich deiner sicher ist?

    Ich verstehe es eigentlich eher als Kompliment, wenn mich mein Hund nicht umbügelt, sobald ich das Haus betrete, sondern mich gelassen zur Kenntnis nimmt. Ich würde mir eher Sorgen um die Beziehung zu meinem Hund machen, wenn er mich ständig belagert und durchdreht, sobald ich heimkomme.

    Viele Grüße
    Frank

  • Hej
    Das mit dem nichtbeachten habe schon einmal 6 Wochen durchgezogen. Es war der Horror für mich. Leider hat sich Lotta´s Verhalten kein bischen verändert.
    Ausserdem musste mein Mann sie in dieser Zeit Bürsten und alles das machen was Lotta eigentlich nicht mag. Ich habe sie nur wie gesagt ignoriert bin jedoch ganz normal zur Hundeschule und Spazieren gegangen.
    Deshalb bin ich ja auch so ratlos, da ich mir schon im klaren bin, dass ich selber vielleicht ein bischen zu aufdringlich bin.

  • Verabschiede dich von dem Gedanken, daß dein Hund dich ignoriert, dazu sind sie nicht fähig.
    Es gibt Hunde die sind überschwänglich und solche, die sind es nicht. Deiner scheint zu den letzteren zu gehören.
    Ich hatte bei meinen Hunden welche dabei, die wollten gerne schmusen, andere wieder nicht so.
    Bentley liegt auch abends neben meinem Mann auf dem Sofa, da denk ich mir überhaupt nichts bei und aufdringliches schmusen mag er auch nicht ;)
    Nimm den Hund doch wie er ist, und mach dir nicht soviel Gedanken, dann könnt ihr viel entspannter leben.

  • Ich weiß jetzt nicht, was Du so alles mit ihr machst, so daß Ihr 5x Hundeschule in der Woche habt.
    Aber, ehrlich gesagt, kommt es mir persönlich etwas zu viel vor.
    Eventuell empfindet Deine Hündin das ähnlich?

    Wenn es Dir nicht so viel ausmacht, könntest Du das ja mal "prüfen", indem Du eventuell mal für zwei, drei Wochen die Hundeschule entweder ganz sein läßt, oder nur auf eine Stunde pro Woche reduzierst.
    Mach nur die täglichen Gassirunden, eventuell etwas Grundgehorsam zu Hause, und sonst nichts.


    Könnte es sein, daß sie dann abends einfach nur "froh" darüber ist, nach den Stunden mal etwas Pause von Dir zu haben, weil Du ja sowieso schon am Tag etwas mit ihr zusammen gemacht hast?
    Und wenn das Herrchen dann da ist, den sie eventuell nicht so oft sieht wie Dich, ist sie froh drum, auch mal etwas von ihm zu haben.

    Irgendwie klingst Du dabei etwas eifersüchtig, wenn ich das mal anmerken darf.

    Hinzu kommt noch, daß ich ein wenig das Gefühl habe, daß Du Deinen Hund etwas zu sehr vermenschlichst.
    Dein Hund soll Dich "lieben".
    Dein Hund "schmollt".
    Ich würde da doch ein wenig von diesen Gedanken weg gehen.

    Klar, ein Hund hat Gefühle, das streite ich auch nicht ab.
    Aber ich glaube, daß die hündischen Gefühle doch leicht anders strukturiert sind, als die unseren.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Ich bin ca. 5 Mal in der Hundeschule um dort einfach nur mit anderen Menschen und Hunden eine schöne Zeit zu verbringen. Es ist ein grosser Freilauf in dem wir uns bewegen und die Hunde frei spielen können.
    Unterordnung machen wir gar nicht 1 bis 2 Mal die Woche Clickern wir.

    Ich bin ganz bestimmt eifersüchtig, da ich mir nichts sehnlicher wünsche als mit Lotta zu kuscheln.

    Habe bestimmt noch einen leichten Schaden was das Kuscheln angeht, da unsere vorherige Pudel-Bearded-Dame immer bei mir war und immer gekuschelt hat. Ich weiss dass jeder Hund anders ist, aber ich vermisse diese nähe sehr.
    und wollte ja nur wissen ob ich etwas falsch gemacht habe.

    Knus
    Tördel

  • Hallo Tördel

    Vielleicht bist du für sie der Boss und zudem auch noch das Alphaweibchen in der Gruppe. Da darf man sich keine Freiheiten rausnehmen, etwa den selben Platz auf dem Sofa beanspruchen, die anspringen. Dafür muss man aber gehorsam und unterwürfig sein (langsames gehen ist eine Geste von Respekt und Beschwichtigung)
    Meine erste Hündin hatte auch so diese Idee, dass ich ein Alphamonster bin. Sie ist auch heute noch sehr auf diese Regeln bedacht, die oftmals in Hundebüchern stehen, was so dieses "Rangfolge klären" angeht (Sofa, Tür, Futter). Obwohl ich da gar nicht drauf stehe.
    Aber ihre Großmutter war auch eine sehr dominante Hündin, die alle anderen Hunde auf dem Hof so derart im Griff hatte, dass alle Hunde nur schlichen. Da sie mehrmals auf den Hof wieder zurückgegeben wurde, hatte sie aber auch wohl ein immer wieder einnorden hinter sich. Das hat sicher dazu beigetragen. Insgesamt denke ich aber, dass es auch eine Veranlagung ist, sehr sensibel auf "den Boss" zu reagieren. Hütehunde ganz besonders.

    Wie war das in ihrem vorhergehenden Rudel? War das auch sehr ruhig und um eine Hündin drumherumgebaut? Wurdest du z.B. nur von einem Hund zuerst begrüßt und dann kamen die anderen?

    Vielleicht hast du auch, ohne es zu merken eine sehr dominante Körpersprache, lass dich und die Hündin mal auf Video aufnehmen. Achte drauf, ob du dich viel vor und über sie beugst, was sie als dominante Geste auffassen könnte. Schau mal, ob sie viel wegschaut (das ist auch ein Zeichen von Beschwichtigung, wie langsames gehen und so ganz leises Wedeln). Das ist nicht ignorieren, sondern extrem höfliches Verhalten.
    Jedenfalls habe ich ewig gebraucht bis ich aus dieser Rolle raus war und wenn ich heute hektisch bin, etwas geladen, dann fängt sie wieder damit an und ich weiß, ich muss runterfahren. Und wenn ich will, dass sie beim streicheln entspannt ist, dann muss ich mich auf den Boden setzen, aufs Sofa geht sie nur unter Befehl, oder eben heimlich nachts, wobei sie dann, wenn sie "erwischt wird" wie von der Tarantel gestochen runterspringt und sich entschuldigt. Das kriege ich nie mehr aus ihr raus ....

    Was du ausprobieren könntest ist, setz dich beim reinkommen auf den Boden. Im Schneidersitz. Teile dein Futter mit ihr (nur sehr auf ihren Rang bedachte Hunde, teilen nicht mit den anderen) Beuge dich nicht herunter, sondern hocke dich hin und zwar in einigem Abstand zu ihr, dass du dich nicht über sie beugst. Mache wenig Gehorsamsübungen und mehr Zerrspiele, wo sie wild sein darf und ihre scheu vergessen und lasse den Hund gewinnen und freu dich mit ihr. Gebe ihr mehr wahlmöglichkeiten und lass dich, wenn sie es versucht auch von ihr manipulieren. Je geringer der Rangunterschied ist, um so mehr sollte sie auftauen. Meine Hündin darf zum Beispiel entscheiden, wohin wir spazierengehen (gibt bei uns drei Wege), darf zwischen Leckerlies wählen und Spielzeug.

    Bei mir war es so, dass ich geheult habe, als meine das erste Mal auf einem umzäunten Platz nicht gehorcht hat. Da hatte ich es nämlich geschafft, dass sie nicht mehr dachte, dass ich sie für Ungehorsam umbringe. Klar, vorher sah der Gehorsam viel zackiger aus und die Leute dachte BOAH und das in dem Alter! Aber wenn der Hund dann unter sich pinkelt, wenn man sich freut über sie, dann verliert toller Gehorsam so seine Bedeutung. Aber keine Angst, wenn sie so eine Hündin ist, die sehr rangbezogen ist, dann reicht ein straffen der Körperhaltung und sie werden wieder aufmerksamer. Aber ich genieße es, dass meine Hündin auch mal sagt, och nö Frauchen, will noch nicht nach Hause, büdde, wedel, lieb schau.

    Vielleicht ist ja was dabei, was dich auf Ideen bringt.
    Liebe Grüße
    Sockensucher

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