2 Hunde, wann mischt ihr euch ein

  • Ich hab mal ne Frage.
    Meine zwei Hunde (Rüde und Hündin) leben jetzt seid 1 1/2 Jahren zusammen bei mir. Sie haben sich noch nie gekloppt, nicht mal ansatzweise.

    Jetzt zu meiner Frage. Ich habe oft den Eindruck, dass Zora (2Jahre) Jago (7Jahre) sehr nervt. Wenn er ein Spielzeug hat nimmt sie es ihm sofort weg und meistens gibt er es ohne mit der Wimper zu zucken, selten entsteht auch mal ein nettes Zerrspiel daraus. Wenn ich es sehe unterbinde ich es ( also das wegnehmen, nicht das Zerrspiel)
    Wenn ich Jago rufe und er zu mir rennen will blockt Zora ihn und lässt ihn nicht laufen. Dies unterbinde ich immer und sie lässt es auch wenn ich Nein sage, aber sonst hätte Jago keine Chance wirklich bis zu mir zu kommen.

    Die zwei spielen jeden Tag eine Weile miteinader.

    Ich muss die zwei auch getrennt füttern, da Jago sonst Zora nach der Hälfte seinen Napf überlässt.

    So, andererseits habe ich aber auch schon beobachtet, dass Jago etwas hatte was er wirklich toll findet, einen Kong mit Leberwurst zum Beispiel, und wenn Zora ihm den wegnehmen will knurrt er ein mal und sie lässt es sofort. Wenn es mal besonderes zum essen gibt ist es auch so.
    Wenn Jago seine Ruhe will und Zora möchte spielen ignoriert er sie einfach so lange bis sie aufgibt oder manchmal lässt er sich doch überzeugen und spielt mit.

    Wann greift ihr ein und was lasst ihr eure Hunde selber regeln. Dass Zora Jago seine Sachen lässt wenn er knurrt zeigt doch eigentlich, dass er es selber regeln könnte wenn er wollte und ich nicht eingreifen müsste, oder?

    Ist kein großes Problem, es interessiert mich nur wie ihr das handhabt.
    LG

  • Hallo,

    da Jago der Zora schon zeigt, wann es ihm zuviel ist, würde ich nicht eingreifen. Warum?

    Allerdings, wenn Zora nicht zulässt, dass Jago bis zu Dir kommt, gäbe es von mir eine Ansage.
    Atti hatte das auch drauf, wollte immer der Erste sein, der gestreichelt wird und wenn Dago dann kam, meinte Atti ihm sagen zu müssen, "ich bin dran und nicht du".
    Das habe ich unterbunden, indem ich Atti wegschickte. Keine großen Worte, sondern nur kleine Taten

    Zitat

    Ich muss die zwei auch getrennt füttern, da Jago sonst Zora nach der Hälfte seinen Napf überlässt.


    Gäbe es bei uns auch nicht, denn Zora muss lernen, dass Jago auch fressen darf.
    also bist du an der Reihe, ihr zu zeigen, dass sie an Jagos Napf nichts zu suchen hat, solange er frisst

  • Huhu,

    unser Mitbewohnter hat einen 6 Jahre alten Rüden, gleiche Rasse (Aussie), ruhigeres 'Charaktermodell' als unser 1-Jähriger. Bei den beiden Verhält es sich ähnlich, der Große lässt sich vom kleinen bestehlen, Spielzeug wegnehmen etc. will der Jüngere spielen und der Große hat keine Lust, ignoriert er ihn und der Kleine geht.

    Wir lassen sie einfach, denn wenn der Große etwas wirklich will, dann macht er seinen Standpunkt klar, ähnlich wie bei dir, wird dann kurz geknurrt und diese Drohung auch dann auch aktzeptiert.

    Was wir ihnen allerdings beigebracht haben, das jeder seinen eigenen Futternapf hat und sich vom anderen fern zu halten hat, da wir anderes Futter haben, als unser Mitbewohner. Wird auch so aktzeptiert.

    Eingegriffen haben wir zu Anfang als es um Kauknochen u.ä. Fressbares ging, bis wir gesehen haben, das der Ältere sich zwar bestehlen lässt, aber dann schauen geht, wo der Kleine sein Teil liegen hat lassen, um sich jenes anzueignen. Was meist sogar noch größer ist, weil das vom Großen natürlich generell (warum auch immer) besser zu schmecken scheint und der Zwerg ja erst mal lauern muss, bis er sicher ist, das das begehrte Stück auch hergegeben wird.

    LG

  • Ich greife bei unseren eigenen Hunden kaum ein da beide sehr souverän sind. Bei den Gast Hunden greife ich nur ein wenn es zu heftig wird oder Scottie bedrängt wird. Es kommt allerdings ganz selten irgendwas vor weil es kein Spielzeug hier rum liegt und beim Füttern stehe ich dabei.

  • Ich greife nur recht selten ein. Mein Jungrüde nervt die Althündin seit Welpentagen, und provoziert sie auch manchmal sehr heftig. Aber sie ist unangefochten der Boss, wenn sie will, behät SIE das Spielzeug. Ist es ihr grad nicht so wichtig, kann er es klauen. Wenn er sie zu einer Abreibung provoziert, tönt es nach Mord und Totschlag, ich unterbinde das nur in der Wohnung, oder wenn ich nächstens was üben möchte - da möchte ich keinen total überdrehten Junior. Aber eigentlich vertragen sie sich super.

    Beim Futter haben wir strikte Regeln, solang der Eine noch frisst, hat der Andere nichts in der Nähe des Napfes verloren. Beide respektieren aber, wenn der andere Kauzeug oder Snackball hat - wer gerade im Besitz ist, darf das auch verteidigen. Passt er aber nicht auf, wird es gern geklaut - meine Rabauken sind da wie die Elstern! Klauen ist aber laut hündischer Knigge ok..... :lol:

  • Hi,

    Meine Geschichte:

    Ich hab ne Aussie-Mix-Hündin, 3 1/2 Jahre.
    Im März kam dazu ein Großpudel-Rüde, jetzt 1 Jahr.

    Anfangs wars etwas schwierig, da meine Hündin meinen Rüden in vielen Situationen maßregelte, versuchte sein Futter wegzunehmen, ihn im Haus nicht frei rumlaufen ließ etc. Die Maßregelungen waren in der Regel sehr heftig, er pinkelte öfters unter sich und quietschte laut, sie ließ auch auf das Quietschen meistens nicht ab.

    Trotzdem kam es auch zu Situationen, in denen meine Hündin nicht zu mir kommen "konnte" wenn ich sie gerufen hatte, weil der Jungspund sie blockierte. Das war schon so, als er noch richtig klein war, vielleicht 4 Monate und 10cm kleiner als sie.
    Die Hündin hörte mit der Zeit auf, den Kleinen so oft zu maßregeln. Nur dass meine Hündin plötzlich aggressiv gegenüber anderen Hündinnen wurde. Ich wusste mir keinen Rat und wandte mich an eine Hundetrainerin (die ich auch schon von früher kannte).

    Fazit nach Beobachtung beider Hunde in einer Gruppe: Der Rüde nervt die Hündin den ganzen Tag. Er hing draußen dauernd an ihrem Rockzipfel, zwickte sie in Schwanz, Ohren, Beine und sie wehrte sich aus dieser Situation heraus niemals, ließ ihn immer machen und schien einfach nicht zu wissen wie sie ihn loswerden kann. Auch zu Hause nervte er sie öfters, wenn er grad spielen wollte (obwohl wir Spiel im Haus nicht erlaubten).

    Bei meiner Hündin entstand ganz einfach Frust, weil der Kleine sie dauernd nervte und ihr selten ihre Ruhe ließ (obwohl sie eher ein distanzierter Typ ist). Der wurde dann an anderen Hunden abgelassen.
    Mein Eindruck ist dass sie sich bei Rüden aus irgendeinem Grund nicht zu wehren weiß (sie riecht meist sehr gut, schafft es aber auch überhaupt nicht, sich aufdringliche Rüden vom Leib zu halten), sich aber bei Hündinnen irgendwie "stärker" fühlt und dann auf denen rumkloppt.

    Jetzt achte ich sehr darauf, dass Jungspund mein Mädchen nicht so nerven kann und ich denk dadurch geht es ihr schon bedeutend besser. Ich habe das alles irgendwie nicht so ernst genommen, weil er ja noch so jung ist und sie ihn oft so in den Boden gestampft hat, dass ich mir eigentlich sicher war, sie kann sich schon durchsetzen. Kann sie aber offenbar nicht immer.

    Man sollte also nicht glauben, dass ein Hund sich in allen Situationen wehren kann, nur weil er sich in einer bestimmten Situation durchsetzt.
    Bei mir wird aufgrund dieser Problematik jedes Nerven des Kleinen sofort unterbrochen. Nur wenn die Große von sich aus spielen will, wird gespielt.

    Beim Futter wars anfangs schon ein bisschen schwierig, meiner Hündin zu vermitteln dass sie nicht an den Napf des Kleinen darf. Anfangs wurden sie im gleichen Raum angebunden, dann wurde jeder an seinem Platz gefüttert, ohne Leine, aber mit uns Menschen als Aufpasser. Inzwischen kann man die beiden in einem Raum füttern und dabei auch mal rausgehen.
    Manchmal versucht die Hündin noch an den Napf zu gehen, wird aber dann angeknurrt und das hör ich dann natürlich und bin auch gleich zur Stelle. Dann versucht sie es gar nicht mehr.
    Ich denke das mit dem Futter ist einfach nur Übung, meine Große ist auch superverfressen, hats aber trotzdem gelernt.

    lg,
    Sanne

  • Die einzige Situation wo ich bei meinen beiden eingreife ist das Spiel. Nicht wenn die beiden spielen, sondern wenn Findus mal mit nem Hundekumpel spielen und rennen will und "Hilfspolizistin" Jola meint das unterbinden zu müssen, denn das ist ja schließlich "ihr" Junge.

    Sie wird dann rabiat, versucht teilweise Findus im Nackenfell aus dem Spiel zu zerren. Das finde ich nicht ok und für Findus ist es auch Stress, da er sich nicht wirklich aufs Spiel konzentrieren kann, sondern immer noch die olle Jolatsch los werden muss.

    Ansonsten bin ich froh, dass es bei meinen beiden (bis jetzt) keine Situation gab, wo ich eingreifen musste. Zumindest erinnere ich mich nicht daran :smile:

  • Bei der Konstellation/dem Verhalten würde ich auch nicht so viel eingreifen.
    Was ich machen würde, ist, gute Entscheidungen zu bestärken. Wenn das Mädeln mal wieder dabei ist, was zu stehlen und der Rüde sich das ohne zu zucken gefallen läßt, kann man das markern und belohnen (hier nur den Rüden, die Dame hat sich ja schon selbst belohnt ;D).
    Wenn man bemerkt, dass sich einer überlegt hat, "nehm ich es dem anderen weg, hmmm, och,.. ne doch nicht", dann kann man auch das bestärken (beide, denn der hat wahrscheinlich irgendwas kommuniziert das "ne, das möchte ich jetzt behalten" heißt, das aber sehr sehr dezent war, weil es uns sonst vielleicht aufgefallen wäre. Und der andere hat auf dieses feine Signal reagiert: sehr bestärkenswert!!)

    Ich bestärke auch BEIDE Hunde, wenn einer was hat und knurrt, damit der andere weg bleibt, und der das dann auch macht (also weg bleiben). Das ist jetzt nicht mehr so schön dezent wie oben, aber man hat sich noch geeinigt, es sind keine Haare geflogen, oder schlimmeres passiert.

    Wenn man ein nett aufgebautes "geh auf Deine Decke" hat, kann man den "Stehlen wollenden" auch von seinem Plan ablenken. Wenn das klappt, gibt es logischerweise eine schöne Bestärkung auf der Decke. Alternativ könnte man zu sich ran rufen und dann selber was gutes geben. DAs hat den Zusatznutzen, dass wenn man das oft genug mit ausserordentlich hochwertiger Belohnung macht, der betreffende Hund auf die Idee kommen könnte, dass er ja gar nicht den "Umweg" am anderen Hund vorbei machen braucht - man könnte ja direkt zu seinem Mensch gehen und sagen "Oi, der hat XY - willsch auch eins bitte, danke!"

    Warum würde ich, auch wenn sie bisher ganz gut regeln können?
    Naja, sowas kann sich ändern. Vielleicht hat mal einer irgendwas besonders tolles, oder dem der grad was hat gehts nicht so gut und er ist besonders empfindlich und hat eine kurze Zündschnur und BÄMM hat man dann doch mal unerwarteter Weise Löcher in Körperteilen, wo keine Löcher hingehören.

    Das mit dem Abdrängen wollen beim Rückruf kenne ich sehr gut, das macht die kleine schwarze Pest sehr gerne, schließlich ist alles seins, including me.
    Da ich weiß, dass er das vermutlich machen wird, werfe ich ihm eine Hand voll Futter auf die Erde, BEVOR ich den anderen rufe, oder zumindest bevor Gandhi mit dem Blocken angefangen hat. Wenn ich zu spät dran bin, bekommt er nix (ausser er "läßt sich z.B. hinsetzhen und bleibt auf seinen vier Buchstaben, während der andere Hund zurück kommt, das ist natürlich wieder belohnenswert), und ich bewege mich so dass Crispel um das kleine Schwarze rum laufen kann, was er sowieso von sich aus macht, er ist da sehr empfindlich, wenn jemand im Weg zu mir steht, und weicht da meistens in einem Bogen außen rum aus.


    Man kann also sehr dezent und positiv belegt "eingreifen" - bzw, unterstützen, dass alles so nett bleibt, oder vielleicht noch ein bissi netter wird, als es schon ist, ohne das man wen bestrafen muss. Man überlegt sich halt nur: was finde ich denn in solchen Situationen gut, was darf gerne so bleiben, wie helfe ich den beiden dabei, solche richtigen Entscheidungen weiterhin gerne zu treffen. Und wie mache ich es noch wahrscheinlicher, dass beide die richtigen und vielleicht noch klügere Wege einschlagen.


    Oh, btw: das bestärken in o.g. Situation ist oft ein ausfürliches Verbales Lob, weil ich nicht immer Futter zur Hand habe. Wenn es sich anbietet, streichle ich auch, und bei besonders hervoragendem Verhalten kündige ich auch schon mal eine grandiose Bestärkung in Form von besonderem Knabberram oder sonstigen Schweinereien an.

  • Also von eingreifen müssen kann bei mir auch keine Rede sein. Die zwei haben sich wirklich noch nie ernsthaft in der Wolle gehabt.
    Hab nur manchmal Mitleid mit meinem armen Jago ;) ist halt irgendwie mein Hädele.
    Beim Fressen ist es nicht mal so, dass Zora hingeht, sondern Jago lässt ihr einfach den halben Napf übrig wenn ich nicht aufpasse.

    Habe aber auch das Gefühl, dass es zwischen einem "Hundepärchen" harmonischer verläuft. Im Elternhaus hatten wir immer nur Hündinnen und da hat es schon so geknallt, dass man dazwischen gehen musste.

    Jetzt is mein Mädel auch noch läufig und Jago will jeden Rüden mutig verkloppen der ihr zu nahe kommt. :gott:

    Es wird nie langweilig mit den Köterlein

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