Ressourcenverteidigung, wie weit akzeptabel?
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Gast35463 -
11. Januar 2012 um 22:53
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Sanne, genau das Buch ist es.
Lustig da ich das Buch von P. McConell hab ich auch, nur das von Führmann zuerst gelesen
Hier gibt es ja keine Dinge, die dem einen wichtiger und dem anderen unwichtiger sind. Sobald Duncan was hat ist es für Rocco automatisch wichtig, so wichtig, dass er es haben möchte. Wäre Duncan nicht da würde ihn das Teil meist gar nicht interessieren, weil er drinnen eh nicht so viel mit SPielzeug zb anfangen kann.
Ich frage mich nun nur, ob es Erziehung ist oder ob es einfach "Du hast irgendwas und das kann ich nicht akzeptieren" istDa ich nun ein paar mal "eingegriffen" habe ist es mittlerweile so, dass Rocco, wenn Duncan hier mit irgendwas rumdüst, nicht mehr einfach hingeht und es ihm wegnehmen will, sondern mich ansieht (als wolle er fragen "Ist das ok, oder soll ichs regeln?")
Gestern war es z.b. so. Rocco sah mich an, ich gab ihm ein Zeichen, dass er hindarf und dann lief das beschriebene Schema ab: Also Duncan fixieren, Rute stellen und in erhabenem Gang
aufs Spielie zugehen, woraufhin Duncan sofort zurückwich und sich auch nicht mehr näherte. Rocco hat mir dann das SPieli apportiert.
Also ich hab ihm einfach mal signalisiert dass er hindarf, weil ich in der Nähe war und mir sicher war, dass nix passiert. Ich wollte sehen was er tut. - Vor einem Moment
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Hallo,
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um welches buch gehts?

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"Da ich nun ein paar mal "eingegriffen" habe ist es mittlerweile so, dass Rocco, wenn Duncan hier mit irgendwas rumdüst, nicht mehr einfach hingeht und es ihm wegnehmen will, sondern mich ansieht (als wolle er fragen "Ist das ok, oder soll ichs regeln?")"
Das wäre meines Erachtens der richtige Weg: Er darf den Kleinen zwar mit erziehen (das kann ein erwachsener Rüde nämlich oft sehr viel besser als wir!) - aber die letzte Entscheidung liegt grundsätzlich immer bei dir!
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Zitat
Hier gibt es ja keine Dinge, die dem einen wichtiger und dem anderen unwichtiger sind. Sobald Duncan was hat ist es für Rocco automatisch wichtig, so wichtig, dass er es haben möchte. Wäre Duncan nicht da würde ihn das Teil meist gar nicht interessieren, weil er drinnen eh nicht so viel mit SPielzeug zb anfangen kann.
Ich frage mich nun nur, ob es Erziehung ist oder ob es einfach "Du hast irgendwas und das kann ich nicht akzeptieren" istEs geht nicht um das Spielzeug, sondern um den Besitz!
Rocco will zeigen dass er der Ranghöhere hier im Haus ist und macht ihm damit die Rangordnung klar!
Bei Hunden ist es wie bei kleinen Kindern.
Hat ein Kind ein Spielzeug will dass andere Kind genau dieses, auch wenn es selbst 20 eigene hat
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lesen und weiterverschenken, ich fands nicht so toll

da wir das "problem" derzeit auch zuhause haben (Rocco, bei mir der neue) meint alles wäre seins. Und ich hab sie bis zu einem gewissen grad das selbe regeln lassen, musste allerdings schnell feststellen das Rocco dann mehr und mehr wollte und anfing auch die anderen zwei anknurren wenn es um streicheleinheiten geht. Nun wird hier garnicht mehr geknurrt, jedem gehört alles und niemand gehört nichts. Klappt bisher soweit gut, und obwohl Rocco gerne Nr 1.wäre steht er hier auf Platz 3. Solange es funktioniert behalten wir das so.
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Zitat
Es geht nicht um das Spielzeug, sondern um den Besitz!
Rocco will zeigen dass er der Ranghöhere hier im Haus ist und macht ihm damit die Rangordnung klar!
Bei Hunden ist es wie bei kleinen Kindern.
Hat ein Kind ein Spielzeug will dass andere Kind genau dieses, auch wenn es selbst 20 eigene hat
Das trifft es auf den Punkt
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Ich seh' das so ähnlich wie "terriers4me" und "SibHusky1" -
Und würde übrigens beide Bücher behalten....
Denn - du wirst feststellen - irgendwie liegt die "Wahrheit" -wie meist- irgendwo zwischendrin und jede Hunde-Paarung ist anders und somit auch anders zu händeln.
Ich neige auch eher dazu, die Hunde durchaus (angemessen) miteinander kommunizieren und auch gewisse Dinge (Rangordnung?) austragen zu lassen - die können "ihre" Sprache viel besser als wir....Und du hast da einen erwachsenen Hund und einen Jungspund - ich finde es ganz normal, dass der ältere den jüngeren "einregelt". Wenn du da jetzt in allen Lebenslagen dazwischen funkst und dem Kleinen seine Ressource ständig wiedergibst, wirst du ihn m.E. zu stark "stärken". Die Quittung bekommst du dann evtl. später, wenn er meint, sich mit deiner Rückendeckung alles erlauben zu können und nicht auch mal klein beigeben zu müssen.
Kann auch sein, dass dein Althund sich ihn dann mal in deiner Abwesenheit zur Brust nimmt und "einnordet" - und genau deswegen bin ich auch nicht so ein Fan von: "Ich - als Mensch - regel und bestimme alles".Die beiden müssen doch auch einen entspannten Umgang miteinander haben und lernen, wenn du nicht da bist - also lass sie gewisse Dinge lieber in deiner Anwesenheit ausdiskutieren, wo du im Ernstfall noch dazwischen gehen kannst und schau einfach, wie sich die Dinge entwickeln.
Ich will damit nicht sagen, dass du alles laufen lassen sollst, der Große soll den Kleinen auch nicht ständig gängeln - aber so ein Mttelmaß, wie du es ja auch ansatzweise schon probiert hast, ist bestimmt nicht verkehrt.
Und dass du diejenige bist, die den "Hut" auf hat ist auch klar und kann man ja immer mal mit einfließen lassen - aber eben nicht ständig.Bei uns ist es übrigens (nach einem Jahr Zusammenleben) mitterweile schon so, dass jeder seine "Lieblings"ressourcen hat und der jeweils andere das mittlerweile weiß und akzeptiert. So können sie mittlerweile nebeneinander fressen und aus dem gleichen Napf trinken (auch wenn ich nicht (mehr) daneben stehe).
Bei Knabberkram ist es normalerweise so, dass jeder seines (in Ruhe) allein und zu Ende fressen darf.
Ein paar Mal habe ich aber jetzt auch schon im Garten bei langwierigeren Sachen wie Ochsenziemer etc. nicht mehr die ganze Zeit hingeschaut und dann mitbekommen, wie mal kurz gebrummelt wird, wenn der andere zu nahe kommt - und entweder, der geht dann weg oder der andere steht auf und lässt das Teil liegen.Friedliche Einigung, die aber nicht nur zugunsten ständig der einen Partei verläuft und insofern lasse ich das laufen (nehme aber trotzdem das Stück etwas später weg).
Genauso läuft es mittlerweile auch mit Spielzeug - das kann und bleibt daher bei uns mittlerweile auch liegen (für jeden eines). Anfangs hat Sam alles verteidigt - mittlerweile kommt er bei Fortuna damit an, läuft stolz vor ihr auf und ab und stupst es ihr ins Maul als Aufforderung zum Spielen/Rangeln.
Apropos spielen: es gibt ja eine Fraktion, die immer wieder das Spielen zwischen Hunden verneint - für mich ist das absoluter Nonsens - meine Hunde spielen !!!
Da wird sowohl nach dem gleichen Ball um die Wetter gerannt und dann auch akzeptiert, dass der andere zuerst dran war, als auch, sich gegenseitig das Ding abgejagt, dran gezogen und gerangelt. Sie haben sowohl das Plüschtier als auch das Spieltau, als auch ein Stöckchen draußen im Wald gemeinsam in der Schnauze und ziehen entweder dran oder tragen es Schulter an Schulter stolz durch die Gegend.
So sollte für mich eine harmonische Hundegemeinschaft aussehen - und es hat sowohl mit der Hundefreundin meiner Hündin geklappt, die früher häufig zum Sitten bei uns war, als auch jetzt mit dem "neuen" Zweithund - auch wenn die regelnden Maßnahmen, die besonders anfangs natürlich auch erforderlich waren, jeweils etwas anders ausgesehen haben.
Also: versuch' nicht auf tausend (verschiedene) Ratschläge zu hören, sondern euren, eigenen Weg zu finden durch Beobachtung, Versuch und Irrtum - auch wenn du es heute so probierst, heißt das ja nicht, dass du es nicht ändern kannst, wenn du merkst, es geht in die falsche Richtung.
Da jeder Hund ein eigenes, individuelles Individuum und im Zusammenspiel mit einem anderen Individuum (sowohl Hund als auch Mensch) eben auch andere "Gesetze" gelten können, muss man das halt genauso beurteilen und händeln - da gibt es kein allgemeingültiges Geheimrezept.... -
Hi,
Zitat
Hier gibt es ja keine Dinge, die dem einen wichtiger und dem anderen unwichtiger sind. Sobald Duncan was hat ist es für Rocco automatisch wichtig, so wichtig, dass er es haben möchte. Wäre Duncan nicht da würde ihn das Teil meist gar nicht interessieren, weil er drinnen eh nicht so viel mit SPielzeug zb anfangen kann.
Ich frage mich nun nur, ob es Erziehung ist oder ob es einfach "Du hast irgendwas und das kann ich nicht akzeptieren" istBlöde Frage: Was genau wäre für dich daran Erziehung?
Für mich wäre das immer nur "ich zeig dir dass ich es nehmen kann wenn ich es will". Was genau soll dein einer Hund dem anderen beibringen indem er auf einmal das Spielzeug will, das der andere hat?
Es ist vielleicht Erziehung mit dem Ziel, dass der kleinere immer kuschen muss wenn der größere es will. Nur ist es das, was dein großer dem kleinen beibringen soll?ZitatDa ich nun ein paar mal "eingegriffen" habe ist es mittlerweile so, dass Rocco, wenn Duncan hier mit irgendwas rumdüst, nicht mehr einfach hingeht und es ihm wegnehmen will, sondern mich ansieht (als wolle er fragen "Ist das ok, oder soll ichs regeln?")
Das ist super! Für dieses Verhalten würde ich den Großen ausfühlich loben, das Spielzeug würd ich ihn aber nicht nehmen lassen.
Er fängt an zu verstehen dass du nicht willst, dass er das Spielzeug wegnimmt. In diesem höflichen und rücksichtsvollen Verhalten würde ich ihn bestärken.lg,
Sanne
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