Welpenspielstunde - der Anfang eines Problemes?

  • Hallo ihr Lieben,

    Ich habe immer gedacht, dass Welpenspielstunden das MUSS am Anfang des Hundelebens ist.
    Gute Sozialisierung, den Hund kennen lernen usw., jedoch wurde mir von einem Hundephsychologen
    gesagt, dass bei solchen Welpenspielstunden der Anfang für Probleme mit Hunden sitzt. Um deutlicher zu werden:
    Hunde seien sich selbst überlassen, bei Konflikten zwischen Hunden sollen sich Hundehalter heraus halten, sie sollen es selbst regeln und bei solchen allein gelassenen Situationen, lernt der Hund auf sich allein gestellt zu sein.

    Obwohl ich die Erläuterungen erst einmal plausibel finde, so verwirrte mich diese Aussage dennoch, da ich immer dachte, man solle sich nicht in Auseinandersetzungen von Hunden einmischen.

    Was meint ihr? Habe ich bisher immer falsch gedacht und habe damals somit den Grundstein für das Verhalten meines Hundes gelegt???

  • Die Welpenspielstunde hat definitiv das Sozialverhalten meines Hundes komplett versaut :/

    Beim nächsten Welpen schaue ich mir die Welpenspielstunden vorher ohne Hund ganz genau an - lieber keine als eine schlechte.

    Cleo hat in der Welpenspielstunde gelernt, dass Unterwerfung nichts bringt. Was habe ich jetzt davon? Einen Hund, der jeder Annäherung durch einen anderen Hund mit Agression begegnet. Na herzlichen Glückwunsch :/

  • Huch - den letzten Satz habe ich nicht gelesen so hat sich die Frage natürlich erledigt.

    Genau so gehts mir auch - am Anfang war erst noch alles ganz ok, aber es wurde immer schlimmer -
    er wirft sich in die Leine, das ganzen Fell von Nacken bis Hintern stellt sich auch und es wird gebellt und geknurrt bis der andere verschwunden ist.

  • Hi,

    ich kann dazu nur sagen: Es kommt auf die Welpenstunde an!
    Sind die Welpen nur sich selbst überlassen, dürfen ungehemmt ihren Bedürfnissen nach gehen, niemand da, der mal begrenzend eingreift oder jemand da, der alle aggressiven Verhaltensweisen im Keim erstickt etc. Da würde ich nicht hingehen. Ist es jedoch eine gut geführte Welpenstunde, in der die Kleinen tatsächlich was lernen (ich meine vor allem bzgl des Sozialverhaltens bzw solziales Lernen), dann finde ich den Besuch einer solchen Welpenstunde durch aus lohnenswert. Bevor ich allerdings in eine "schlechte" Welpenstunde gehe und mir so meine Probleme selber heran ziehe, suche ich mir lieber ein paar "vernünftige" erwachsene Hunde und/ oder Welpenbesitzer, die ähnlich denken wie ich. Denn Kontakte zu anderen Hunden sind in der Welpenzeit wichtig, sonst zieht man sich auch Probleme heran.

    LG Kerstin

  • Um Welpenspielstunden machen wir aus genau solchen Gründen einen Riesenbogen.
    Wir haben uns lieber erstmal einen souveränen älteren Rüden als Erzieher und Vorbild für den Zwerg gesucht, dann die gleichalten Spielkameraden nach und nach privat kennengelernt.

    Hätten wir diesen kleinen Teufel einfach in einen Haufen Gleichaltriger geschmissen, wäre es wohl auf Mobben oder Gemobbtwerden rausgelaufen, so konnte ich jederzeit Einfluß nehmen und mir die Hunde entsprechend aussuchen - hier gibt's gottseidank reichlich Gesellschaft.

    Und, lustigerweise: Wenn wir die Hundeschul-Welpengruppe im Auslaufgebiet getroffen haben, war ich immer die einzige, die ihren Zwerg schließlich abrufen konnte - der Rest wollte mit uns über alle Berge....

  • Wir haben mit unsere Hundeschule auf Anhieb Glück gehabt, zumindest empfinde ich da so. Gut, wir sind wohl eine recht ausgeglichene Gruppe an Hunden, sprich die Hunde spielen super miteinander. Quickt einer, lässt der Andere gleich ab. Und sollte einer mal zu sehr aufdrehen, nimmt die Trainerin kurz die Luft raus mit einem Klatschen oder einem "Hey" bzw. versucht uns beizubringen, selbst darauf zu achten und "einzugreifen".

  • Oh je :| da hab ich dann wohl den Grundstein für den einen Übel...
    Bei uns wurde zwar "hey" gebrüllt, aber es wurde immer geprädigt, dass man sich nicht groß einzumischen hat.

    Wie soll man denn das jetzt mit einem erwachsenen Hund handhaben? Sollte es zu Auseinandersetzungen kommen, dort jetzt einschreiten und die Sache beenden ?

  • Da ich gerade erst die Welpenstunden abgeschlossen habe, kann ich ganz frisch berichten :)

    Ich bin extra eine Stunde gefahren, da es mir wichtig war, dass es keine offene Stunde und immer nur 3 -4 Teilnehmer sind. Und sowas hatte ich hier nicht gefunden. Da hieß es immer: "Einfach vorbeikommen!", was ich schon etwas suspekt finde.

    Ich finde Vincent haben die Stunden gut getan. Wenn es ihm zu viel wurde kam er zu mir und ich habe ihn abgeblockt, so hat er gelernt, dass er mir vertrauen kann. Uns wurde erklärt wann wir einschreiten sollen und wir haben die Körpersprache analysiert.

    Was mir nicht gefallen hat, war das fehlende eingehen auf den jeweiligen Hund. Übungen wurden nicht immer erklärt, aber dann abgefragt. Es gab ein Alltagstraining im Gartencenter, aber das Untergrundtraining fand leider nicht statt, oder wir haben die Stunde verpasst.

    Ich fand die Stunden eine gute Basis, um Hundekontakt kontrolliert zu üben. Besonders da die Hunde von der Stunde nur ca. 30 Minuten tollen durften und den Rest der Zeit an der Leine waren.

  • meine Hunde bekommen keine Welpenspielstunde. Ich gucke dass sie genügend Kontakt zu souveränen und auch gut hörenden Hunden Kontakt haben. Mal ein anderer im gleichen Alter zum Toben aber was sollen Babys denn voneinander lernen? Nö, Welpenspielstunde brauchen wir nicht. Hat bisher immer gut so funktioniert und wird auch bald beim Nachwuchs wieder so gehandhabt.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!